Sonntag, 21. Januar 2018

Rezension zu "Das Hexenzeichen" von Nora Berger, Tinte und Feder Verlag, historischer Roman

Titel: Das Hexenzeichen
Autorin: Nora Berger
Seitenzahl: 475 Seiten, TB (September 17)

Isbn Nr.: 13-978-1542047357
Verlag: Tinte und Feder Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Ein packender historischer Roman von der Erfolgsautorin Nora Berger: Dramatisch und voller Atmosphäre führt die Geschichte durch das finstere Mittelalter.
Oberschwaben, im Jahre 1415: Emmas Leben beginnt auf den Stufen eines Klosters. Als sich die Burgherrin Magdalena des Findelkindes annimmt und es als ihr eigenes ausgibt, scheint ihre Zukunft gesichert. Doch das Schicksal ist unberechenbar. Emma wächst bei ihrem Vater und ihrem Stiefbruder Ekart auf. Sorgenfrei verlebt sie eine unbeschwerte Kindheit, und als sie sich unsterblich in den Ritter Wolfram verliebt, glaubt Emma, ihr Glück gefunden zu haben. Doch ihre Liebe steht vor großen Herausforderungen: Ihr Geliebter ist ein leidenschaftlicher Verfechter der Kirchenreform und ein Verteidiger des Ketzers Jan Hus. Zudem verbirgt Emma ein großes Geheimnis: Ein Muttermal, von dem nur wenige Menschen wissen. Als Vater und Bruder zu einer Pilgerreise ins Heilige Land nach Jerusalem aufbrechen, gerät ihre Welt aus den Fugen." 

Über die Autorin:
Nora Berger lebt seit vielen Jahren in Bayern. Sie studierte in Paris und hat seitdem eine Vorliebe für französische Literatur und Geschichte. Dies spiegelt sich vor allem in ihren historischen Romanen mit Schwerpunkt Frankreich wider.
Die Erinnerungen ihrer Eltern und diverse Zeitzeugenberichte veranlassten sie dann zu ihren beiden Romanen über die schwere Zeit des Zweiten Weltkriegs. "Bratkartoffeln und Rote Beete" und "Königsberger Klopse mit Champagner".
In "Der Fluch der Zuckerinsel" entführt sie den Leser auf die Insel Martinique und in das Paris des 19. Jahrhunderts.
Die unvergleichliche Pariser Atmosphäre wird in "Ein verhängnisvoller Abend in Paris" lebendig und ihr neuester Roman "Sturmwind über Auprèsmont" ist eine Familiensaga, die am Vorabend des Zweiten Weltkriegs beginnt.
Umfangreiche Recherchen erforderte der Roman "Die gefährlichen Intrigen des Marquis de Cinq Mars". Geschichtlicher Hintergrund ist Venedig und Frankreich um 1640 unter Ludwig XIII und Kardinal Richelieu.
Ihr neues Buch "Das Hexenzeichen" ist ein packender und dramatischer Roman, der die Leser durch das finstere Mittelalter führt. Historischer Hintergrund: Das Konzil zu Konstanz und der Feuertod des Reformers Jan Hus. 

Eigene Meinung:
Baby Emma wurde 1415 auf den Stufen eines Klosters ausgesetzt. Die Burgherrin von Schrockenstein nimmt sich Emma an und erzieht sie zusammen mit ihrem Sohn Ekart. Das Mädchen erhält sehr viele Freiheiten für die damalige Zeit.
Als ihr Halbbruder Ekart zusammen mit ihrem Vater Ethelbert zu einer Pilgerreise nach Jerusalem aufbrechen, bekommen Mutter und Tochter einige Probleme. Wolfram, ein Ritter, der den Ketzer Jan Hus beisteht, darf bei den beiden Frauen auf seiner Durchreise übernachten und Emma und Wolfram verlieben sich in einander. Doch Wolfram muss weiterreisen und Emma gerät durch ihre Schönheit und durch ein Schönheitsmal, das ein "Hexenzeichen" sein soll, in Gefahr.


Nora Berger hat mit "Das Hexenzeichen" einen von der ersten Seite an fesselnden, sehr spannenden, stimmigen, historischen Roman erschaffen. Die Protagonistin Emma ist sehr sympathisch und lebendig dargestellt. Allerdings geht die Autorin mit ihr nicht zimperlich um. Emma muss unglaublich viel erdulden und ertragen. Wolfram ist ein junger Mann, der für seine Überzeugungen eintritt.

Ein gelungener temporeicher, historischer Roman rund um das Konzil zu Konstanz und den Reformer Jan Hus, der meine absolute Leseempfehlung erhält.





Mittwoch, 10. Januar 2018

Rezension zu "Die Oleanderfrauen" von Teresa Simon, Heyne Verlag, Roman

Titel: Die Oleanderfrauen
Autorin: Teresa Simon
Seitenzahl: 544 Seiten, (TB, Klappenbroschur, 9.1.2018)
Isbn Nr: 13-978-3-453-42115-8
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Was, wenn die Liebe alle Schranken durchbricht?
Hamburg 1936. Die junge Sophie Terhoven, Tochter eines einflussreichen Kaffeebarons, genießt ihr komfortables Leben. Hannes Kröger, der Sohn der Köchin, ist ihr von Kindheit an Freund und Vertrauter. Irgendwann verändern sich ihre Gefühle füreinander, und plötzlich wird ihnen klar, dass sie sich ineinander verliebt haben. Doch Reich und Arm gehören nicht zusammen, und ein dunkles Geheimnis ihrer Eltern, von dem sie bisher nichts wussten, scheint ihre Liebe unmöglich zu machen."

Über die Autorin:
Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.

Eigene Meinung:
Der erste Erzählstrang spielt in der Gegenwart. Jule Weisbach unterhält ein kleines Café in Hamburg. Der Erhalt ihres Cafés ist durch eine Mieterhöhung gefährdet. Jule lernt eine ältere Dame, Johanna Martens, kennen, die ein altes Tagebuch beim Entrümpeln auf dem Dachboden gefunden hat. Die beiden Frauen freunden sich an und Jule hilft ihr dabei, einige Rätsel aus den Tagebucheintragungen zu recherchieren.

Der zweite Handlungsstrang betrifft dieses Tagebuch, das Sophie Terhoven führte. Das Mädchen ist 17 Jahre alt und Tochter eines Kaffeebarons. Sie lebte mit ihrer Familie in einer schönen Villa in Hamburg und genießt das Leben. Sophie verbringt viel Zeit mit ihren Freunden Malte Voss und Hannes Kröger. Während Malte, der sich für Literatur interessiert, ihr Vertrauter ist, verliebt sie sich in Hannes, den Sohn der Köchin der Terhovens. Heimlich treffen sich die Liebenden im Gewächshaus.

Die beiden Erzählstränge wechseln sich ab, was dazu führt, dass die Seiten nur so dahinfliegen, weil man ja wissen möchte, wie es weitergeht bei den Terhovens oder bei Jule und Johanna.


Die Protagonisten in diesem Roman sind alle sehr lebendig gezeichnet. Entsprechend hofft und leidet man mit den Figuren.
Sophie Terhoven ist eine starke Frau, die sich gegen ihre Familie auflehnt und die mit ihrer großen Liebe leben möchte, gegen alle Hindernisse, die ihr im Weg stehen. Auch Jule ist eine starke Persönlichkeit, die ihren Eltern beweisen möchte, dass sie Erfolg im Beruf hat.

Die Figur des Malte Voss gefällt mir besonders gut. Er ist der gute Freund von Sophie, auf den sie immer zählen kann. Dabei interessiert er sich für Musik und Literatur und hat einiges zu erleiden in der Geschichte.
Eine weitere sehr interessante, aber unsympathische Figur ist der SS-Offizier Hellmuth Moers, der bei den Terhovens ein- und ausgeht und dessen Rolle anfangs nicht so ganz klar ist. Dieser Mann ist ein sehr gefährlicher, eiskalter Mensch, der immer wieder auf Sophie und ihr Umfeld trifft.

Nebenbei bekommt der Leser Einblick in die Zeit, während die Nazis in Deutschland an die Macht kamen, in die Ereignisse vor und während des Krieges. Der Hass auf Juden und Andersdenkende wird zum Thema, der Überlebenskampf der Frauen, die die Familie ernähren müssen und der Bürgerkrieg in Spanien wird angeschnitten.

Sehr interessant zu lesen sind auch die Infos über Kaffee, die verschiedenen Sorten und die Zubereitung, die man über Jule bekommt.

Die Tagebucheintragungen sind zwar schön anzuschauen und wirken autenthisch, sie sind aber anstrengend zu lesen, da die Schriftart kursiv, sehr eng und sehr blas ist.

Teresas Simon hat mit dieser spannenden Familiensaga einen von der ersten Seite an fesselnden Roman mit vielen Wendungen und Überraschungen erschaffen. Er bekommt meine absolute Leseempfehlung.







Montag, 1. Januar 2018

Neujahrswünsche





Ich wünsche euch ein frohes, gesundes, glückliches, erfolgreiches und friedvolles neues Jahr!
Mögen sich eure Wünsche und Pläne erfüllen und das neue Jahreuch  viel spannende Begegnungen und Ereignisse bringen.

Ich habe kurz nach Mitternacht bereits mein erstes Buch gewonnen in einer meiner Lieblingsbüchergruppen, dem Crime and Thrill Wohnzimmer. Ich habe mich total gefreut darüber. So darf das neue Jahr gerne beginnen.  Was es wohl Neues bringen wird? Ich bin gespannt darauf.

2017 hat für uns sehr viel Neues gebracht. Wir sind nach über 15 Jahren in einem kleinen Reihenhaus Mitten in der Stadt aufs Land in ein Dorf gezogen, in ein großes Haus mit viel Platz und einem großen Garten. Die Fahrt zur Arbeit ist jetzt zwar viel länger, aber dabei kann ich dann ganz gut Hörbücher oder eine schöne Playliste anhören. Wir hatten das gar nicht geplant, es kam einfach so dazwischen und hat unsere Urlaubspläne ganz schön durcheinandergebracht. Anstatt Urlaub im Wohnmobil in den USA zu verbringen, haben wir renoviert und sind umgezogen.

2017 durfte ich viele meiner Freunde, die ich durch Facebook kennengelernt habe, auf der Büchermesse treffen. Ich genieße diese Treffen total und hoffe, dass ich 2018 wieder nach Frankfurt fahren kann.

Ich wünsche euch viele tolle Leseerlebnisse in 2018.

Wir lesen uns!

Liebe Grüße
Biggi






Mittwoch, 27. Dezember 2017

Rezension zu "Das Gutshaus" von Anne Jacobs, Blanvalet Verlag, Roman

Titel: Das Gutshaus
Autorin: Anne Jacobs
Seitenzahl: 544 Seiten, (TB, 13.11.17)
Isbn Nr.: 13-978-3-7341-0327-8
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 10,99 Euro
 

Verlagsinfo:
"Seit Jahrhunderten in Familienhand, verloren und wiedergefunden – ein Gutshaus, eine Familie und ein dramatisches Schicksal …
Franziska kann es nicht glauben: Endlich ist sie wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz. In den Wirren des zweiten Weltkriegs musste sie das herrschaftliche Anwesen im Osten verlassen. Lange gab es keinen Weg zurück. Trotzdem ließ sie die Sehnsucht nicht mehr los. Nie konnte sie die glanzvollen Zeiten vor dem Krieg vergessen, ihre Träume und Wünsche von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen. Alles schien möglich. Doch der Krieg trennte die Liebenden und machte ihre Träume zunichte. Aber Franziska gab die Hoffnung nie auf ..."

Über die Autorin:
Anne Jacobs begeisterte bereits mit ihrer Trilogie um Die Tuchvilla die Leser und stürmte die Bestsellerlisten. Mit Das Gutshaus knüpft sie an ihre Erfolgstrilogie an und erzählt von einem alten herrschaftlichen Gutshof in Mecklenburg-Vorpommern und vom Schicksal seiner Bewohner in bewegten Zeiten.

Eigene Meinung:  
Nachdem mir die "Tuchvilla-Trilogie" von Anne Jacobs so gut gefallen hatte, war ich total gespannt auf das neue Buch der Autorin.   


Die 70-jährige Franziska fährt im Mai 1990 zum 1. Mal seit dem Krieg zum Gut ihrer Familie nach Dranitz in den Osten. Als adelige Gutsbesitzerstochter wurde sie von den Russen vertrieben und musste fliehen.

In einem Erzählstrang berichtet die Autorin über Franziskas Erlebnisse in der ehemaligen DDR. Bildhaft kann sich der Leser vorstellen, wie es 1990 dort aussah, Straßen mit Kopfsteinpflaster, die LPG-Bauten, der Konsum im Dorf, der im alten Gutshaus untergebracht wurde und die Plattenbauten.

Gleichzeitig die Stimmung des Aufbruchs, das Misstrauen der Bewohner gegen die Wessies, die alles aufkaufen wollen und die alten "Mächtigen", die immer noch das Sagen haben.

Franziska möchte das Gutshaus ihrer Familie zu altem Glanz verhelfen. Das gestaltet sich als sehr schwierig, da die Dranitzer nicht sehr begeistert von ihren Plänen sind. Insbesondere der unsympathische Bürgermeister spinnt eine Intrige nach der anderen gegen Franziska.

Doch Jenny, ihre Enkeltochter, kommt ihr zu Hilfe und manch ein Dorfbewohner schlägt sich auch auf die Seite der beiden Frauen.

Franziska wird in Dranitz nicht nur mit enormen finanziellen Problemen konfrontiert, da die Sanierung ihres Gutshauses sehr viel Geld kostet, sie erinnert sich auch an verdrängte Erlebnisse in der Vergangenheit.

Das ehemalige Hausmädchen Mine wohnt noch in Dranitz und scheint ein Geheimnis bewahren zu wollen.

Ein weiterer Erzählstrang  spielt von 1939 - 1946. Wir nehmen Teil an Franziskas wunderschöner Zeit auf dem Gut in Dranitz, Franziskas erster Liebe und am Familienleben auf dem Gut. Es wird berichtet, wie die Stimmung langsam kippt, wie Flüchtlinge auf dem Hof einquartiert werden und letztendlich die Jahre der Flucht der adeligen Gutsbesitzer und was sie alles erdulden und erleiden mussten.

Elfriedes Tagebucheintragungen, die sich hauptsächlich um die Zeit 1945/46 drehen, sind auch sehr spannend zu lesen. Elfriede ist Franziskas kleine Schwester. 

Die Protagonisten in dieser Geschichte sind sehr gut gezeichnet und werden sehr lebendig dargestellt. Die beiden unterschiedlichen Frauen Jenny und Franziska sind zwar nicht immer einer Meinung, sie raufen sich aber immer wieder zusammen.

Das Leben in der ehemaligen DDR zur Zeit der Wende ist sehr gut und sehr lebendig dargestellt, ebenso wie die Zeit um 1939 - 1946.

Mir hat dieser erste Teil der "Gutshof-Reihe" sehr gut gefallen. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht.
 

Sonntag, 24. Dezember 2017

Frohe, besinnliche Weihnachten und einen guten Rutsch

Ich wünsche euch frohe, besinnliche Weihnachten und ein paar ruhige Tage. Lasst den Stress da draußen mal für eine Weile ruhen und besinnt euch auf das Wesentliche. Gute Bücher, gutes Essen, eure Lieben. Hoffentlich wird das Christkind den einen oder anderen Wunsch von euch erfüllen. Vielleicht gibt es ja auch tolle Bücher? Wer weiß.
Wir feiern in diesem Jahr zum ersten Mal im neuen Heim auf der schwäbischen Alb Weihnachten. Leider gibt es keinen Schnee mehr, der ist in den letzten zwei Tagen leider verschwunden.

Für das neue Jahr wünsche ich euch alles erdenklich gute, vor allem Gesundheit und dass eure Wünsche Wirklichkeit werden.

Liebe Grüße
Biggi


Samstag, 16. Dezember 2017

Rezension zu "Der Bruder des Wolfes" von Robin Hobb, übersetzt von Eva Bauche-Eppers, Penhaligon Verlag, Fantasyroman

Titel: Der Bruder des Wolfes
Autorin: Robin Hobb
Übersetzt von: Eva Bauche-Eppers
Seitenzahl: 896 Seiten, (Paperback, Klappenbroschur, 16.10.17)
Isbn Nr.: 13-978-3-7645-3184-3
Verlag:Penhaligon Verlag
Preis: 15,00 Euro
 

Verlagsinfo: 
"Fitz Chivalric hat bei der Verteidigung seines greisen Königs seine Gesundheit und beinahe auch seinen Verstand verloren. Doch König Listenreich bietet ihm keine Rache oder wenigstens Genugtuung. Schließlich war der Drahtzieher hinter Fitz' Verletzungen dessen eigener Onkel, der Sohn des Königs. Und der hat seine Pläne, um den Thron an sich zu reißen, nicht aufgegeben! Verzweifelt bemüht sich Fitz, die Intrigen des Prinzen zu durchkreuzen – und ahnt nicht, dass sein Schicksal längst besiegelt ist.

Dieses Buch ist bereits unter dem Titel »Des Königs Meuchelmörder« im Bastei-Lübbe Verlag erschienen und unter dem Titel »Der Schattenbote« im Heyne Verlag."

Über die Autorin:
Robin Hobb wurde in Kalifornien geboren, zog jedoch mit neun Jahren nach Alaska. Nach ihrer Hochzeit zog sie mit ihrem Mann nach Kodiak, einer kleinen Insel an der Küste Alaskas. Im selben Jahr veröffentlichte sie ihre erste Kurzgeschichte. Seither war sie mit ihren Storys an zahlreichen preisgekrönten Anthologien beteiligt. Mit Die Gabe der Könige, dem Auftakt ihrer Serie um Fitz Chivalric Weitseher, gelang ihr der Durchbruch auf dem internationalen Fantasy-Markt. Ihre Bücher wurden seither millionenfach verkauft. Robin Hobb hat vier Kinder und lebt heute in Tacoma, Washington.

Eigene Meinung:
Nachdem mich der erste Band dieser Reihe total begeistert hatte, war ich mehr als gespannt auf den 2. Teil.

Leider hat mich diese Fortsetzung nicht gepackt. Spannung und Tempo kommen nicht an den 1. Teil heran. Ich habe mich durch die 896 Seiten gequält. Der Erzählstil ist unglaublich langatmig, es passiert nicht sehr viel.

Fitz ist verliebt und stürzt sich dadurch, dass er auf keinen hört und ziemlich blauäugig agiert, in gefährliche Situationen. Es geschieht nicht sehr viel Neues. Die roten Korsaren verwüsten weiterhin Dörfer, Edel intrigiert und der König leidet. Der Narr, der auf der Seite von Fitz ist, versucht Fitz und dem König zu helfen, er kann aber nicht zu Fitz durchdringen.

Einzig der Erzählstrang mit dem Wolf bietet etwas Abwechslung.

Diese Fortsetzung konnte meine Erwartungen leider überhaupt nicht erfüllen.





 



Montag, 11. Dezember 2017

Rezension zu "Mudbound - Die Tränen von Mississippi" von Hillary Jordan, übersetzt von Karin Dufner , Pendo Verlag, Roman

Titel: Mudbound - Die Tränen von Mississippi
Autorin: Hillary Jordan
Übersetzt von: Karin Dufner
Seitenzahl: 348 Seiten, (Klappenbroschur, 2.11.17)
Isbn Nr.: 13-978-3-86612-456-1
Verlag: Pendo Verlag
Preis: 15,00 Euro

Verlagsinfo:
"Mississippi, 1946: Laura McAllan ist ihrem Ehemann zuliebe aufs Land gezogen, der als Farmer einer Baumwollplantage Fuß fassen will. Doch ihr ist die Umgebung fremd, und auf Mudbound gibt es weder fließendes Wasser noch Strom. Unterstützung erhalten die McAllans durch die Jacksons, ihre afroamerikanischen Pächter. Die aufgeweckte Florence Jackson hilft Laura, wo sie nur kann. Aber auch wenn der Alltag sie an ihre Grenzen treibt und sie für gewöhnlich nicht auf den Mund gefallen ist, würde sie es nicht wagen, ihre Stimme zu erheben und Missstände anzumahnen. In diese angespannte Situation geraten zwei junge Kriegsheimkehrer: Florences Sohn Ronsel und Lauras Schwager Jamie. Deren Freundschaft wird zu einer Herausforderung für beide Familien, und so lassen Missgunst und Ausgrenzung die Stimmung bald kippen ..."

Über die Autorin:
Hillary Jordan wuchs in Texas und Oklahoma auf. Sie studierte Anglistik, Politikwissenschaften und Kreatives Schreiben. Bevor sie anfing Romane zu veröffentlichen, arbeitete sie viele Jahre als Werbetexterin. Ihr Debütroman »Mudbound – Die Tränen von Mississippi« wurde mehrfach ausgezeichnet.

Eigene Meinung: 
Laura rechnet nicht mehr damit zu heiraten, als sie den etwas langweiligen Henry kennenlernt. Doch der interessiert sich für sie und macht ihr einen Antrag. Sein Bruder Jamie ist das absolute Gegenteil. Ein charismatischer Frauenschwarm, der in den Krieg nach Europa zieht.

Henry kauft eine Farm am Mississippi und die Städterin Laura wird in eine schäbige Hütte versetzt mit Aussentoilette. Fließendes Wasser und Strom gibt es nicht, ab und an ist die Farm nur von Schlamm umgeben, von der Außenwelt abgeschnitten. Poppy, der Vater von Henry kommt mit auf die Farm. Dieser griesgrämige Alte macht ihr das Leben noch schwerer.

Hap, ein schwarzer Pächter von Henry, lebt mit seiner Familie in der Nähe. Florence, seine Frau, hilft Laura auf der Farm und ist auch noch als Hebamme tätig.
Der Rassismus, der zu dieser Zeit herrscht, ist ständig gegenwärtig. Auch die Ohnmächtigkeit der Frauen ihren Männern gegenüber, wird sehr lebendig dargestellt. Laura versucht sich gegen die Interessen ihres Gatten durchzusetzen, genauso wie Florence, die stärker zu sein scheint als Laura.  

Ronsel, der Sohn von Florence und Hap kehrt aus dem Krieg aus Europa zurück. Er hat dort im Krieg einen anderen Umgang erfahren. Auch Jamie kommt nach Kriegsende auf die Farm von Henry. Die Kriegsheimkehrer haben sich verändert und freunden sich an. Doch ihre Freundschaft steht unter keinem guten Stern, die Bewohner am Mississippi dulden das nicht und die Ereignisse kommen ins Rollen ...

Hillary Jordans Erzählstil hat mich von der ersten Seite an gepackt. Die Autorin erzählt sehr direkt, packend und sehr spannend. Man ist mitten im Geschehen, fühlt mit den Personen und hofft auf ein gutes Ende.

Die Story ist aus verschiedenen Perspektiven der Protagonisten erzählt, so dass Laura, Henry, Jamie, Florence, Hap und Ronsel zu Wort kommen und wir ihre Gefühle und Gedanken fast schon hautnah miterleben. 

Die Personen sind sehr lebendig und authentisch dargestellt. Man spürt ihren Überlebenswillen und ihre Hoffnungen.

Ich zähle diesen Roman um zwei Familien, der 1946 am Mississippi spielt, zu den Highlights des Jahres und bin gespannt auf die Netflix-Verfilmung. Dieses Debut der Autorin bekommt meine absolute Leseempfehlung.











Rezension zu "Das Hexenzeichen" von Nora Berger, Tinte und Feder Verlag, historischer Roman

Titel: Das Hexenzeichen Autorin: Nora Berger Seitenzahl: 475 Seiten, TB (September 17) Isbn Nr.: 13-978-1542047357 Verlag: Tinte und F...