Dienstag, 31. Dezember 2013

Meine persönlichen Lesehighlights 2013



Ich habe es endlich geschafft,  meine Bücherhighlights 2013 auszuwählen. Diese Bücher haben mich besonders gefesselt. Warum sie mich gefesselt haben, kann ich nicht genau definieren. Jedes Buch ist einzigartig. Manchmal ist es die Atmosphäre, manchmal sind es besondere Protagonisten. Manche Schriftsteller/innen bestechen durch Überraschungen, Wendungen  oder durch aussergewöhnliche Dialoge.

Die folgenden Bücher konnte ich jedenfalls kaum aus der Hand legen. Haushalt, weitere  Hobbies, Familie und  Freunde  haben natürlich darunter gelitten. Ihr kennt das sicher: schnell noch einige Seiten lesen, bevor ihr einschlaft, bis die Äugelein zufallen, muss weitergelesen werden und bevor ihr euren Hintern aus dem Bett bewegt, gehen schnell noch ein paar Seiten. Das Schlafdefizit stört da nicht besonders. 

Folgende Bücher und Autoren waren schuld  an Schlafdefizit, ungewaschener Wäsche, einem übervollen Bügelkorb, an ungeputzten Fenstern, ungebackenen Broten, Schnellgerichten, angebranntem Essen, abgewürgten Telefonaten mit Freunden, Familienmitgliedern und an der Ebbe im Geldbeutel:

"Aux Champs Elysees" von Mara Ferr
"Das Bild der Erinnerung" von Micaela Jary
"Corvidae" von Simone Keil
"Danach" von Koethi Zan
"Dr. Sleep"  von Stephen King
 "Flammenkinder" von Lars Kepler
"Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes
"Das geraubte Leben des Waisen Jun Do" von Adam Johnson
 "Hirngespenster" von Ivonne Keller
"Keiner will mehr nach San Francisco" und "Die Klavierbrücke" von Oliver Fehn
"Morgen wirst du frei sein" von Claudia Martini
"Nebelflut"  von Nadine D`Arachat und Sarah Wedler

"Sag, es tut mir leid" als Hörbuch von  Michael Robotham
"Versunkene Gräber" und "Das Dorf der Mörder" von Elisabeth Herrmann
 "Die Wahrheit über den Fall des Harry Quebert"  von Joél Dicker
"Wurmstichig" von Fred Ink
"61 Stunden Jack Reacher" von Lee Child


Eine Rezension zu jedem Buch findet ihr auf meinem Blog.

Jetzt bin ich aber gespannt, welche Bücher waren eure persönlichen Highlights 2013?

Ich freue mich auf eure Kommentare.
Unter allen Kommentaren werde ich ein Überraschungsbuchpaket, bestehend aus 5 Büchern, die einmal gelesen wurden und in sehr gutem Zustand sind, verlosen.

Teilnahmebedingungen:

1. Ihr müsst 18 Jahre alt sein oder die Einverständniserklärung eures Erziehungsberechtigten haben.
2. Ihr solltet Leser meines Blogs sein
3. Eine Barauszahlung des Gewinnes ist nicht möglich.
4. Ihr müsst über eine gültige Postadresse in Deutschland, Schweiz oder Österreich verfügen.
5. Ich hafte nicht dafür, wenn der Gewinn auf dem Postweg verloren gehen sollte.
6. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
7. Der Gewinner/die Gewinnerin ist mit der Veröffentlichung ihres Namens einverstanden.
8. Mit den Teilnahmebedingungen erklärt ihr euch einverstanden. 

Das Gewinnspiel endet am 13.1.14, 23.59 Uhr. Am 14.1.14 werde ich den Namen des Gewinners/der Gewinnerin bekannt geben.

Ich wünsche euch viel Glück und alles Gute für das neue Jahr.

Sonntag, 29. Dezember 2013

Rezension zu "Fünf Leute, fünf Euro", ein Tag von Stefania Rossini, Luechow Verlag, Selbsthilfe Buch



Titel: Fünf Leute, fünf Euro, ein Tag
Autorin: Stefania Rossini
Seitenzahl: 117 Seiten
Verlag: Luechow Verlag
http://www.bloggdeinbuch.de/
Hier kann das Buch bestellt werden:
  http://shop.weltinnenraum.de/Autor/Rossini/Fuenf-Leute-fuenf-Euro-ein-Tag.html

Preis: 9,95 Euro

Klappentext:
 "Bewusster und kreativer Konsum In Italien hat die Bloggerin Stefania Rossini mit dieser lebensklugen Initiation in ein Selfmade-Leben für Furore gesorgt. Kein Wunder!
Charmant zeigt die dreifache Mutter, weshalb ein einfaches Leben die beste Antwort auf den Konsumterror ist. Ob es nun um Kleidung, Spülmittel, Geschenke oder Kosmetik geht - die selbstgemachte Alternative ist ökologischer, natürlicher und günstiger als ein vorkonfektionierter Artikel aus dem Geschäft. Und sie macht glücklich!
Wer es leid ist, materielle Güter anzuhäufen und schon lange davon träumt, in ein Leben mit selbst geerntetem Gemüse und entrümpeltem Keller aufzubrechen, findet in diesem Ratgeber zahlreiche Kniffe und Anregungen für die ersten Schritte. Selbermachen statt kaufen. Sein statt haben. Rossini zeigt, wie leicht dieser Wandel gelingt."

Eigene Meinung:

Ich hatte mehr erwartet. Die meisten Tipps und Tricks bekommen wir bereits in zahlreichen Haushaltsratgebern geliefert.

Wer sich seine Spülmaschine ruinieren möchte, sollte den Tipp von Stefania Rossini befolgen und die Öko-Taste benutzen. Leider werden dadurch die Schläuche verstopft und nach spätestens 5 Jahren kann man sich eine neue Maschine kaufen. Lasst euch da lieber von Experten beraten, die uns den Tipp gegeben haben, mit höherer Temperatur zu spülen. Nach 6 Jahren  spülen mit der "Öko-Taste" waren die Schläuche verstopft, der Mechaniker kostete 100.- Euro, und wir bekamen die Info, eine neue Maschine zu kaufen. Wir haben alle Schläuche mit einem Pfeifenputzer gereinigt, danach nur noch mit höherer Temperatur gespült und unsere Maschine ist 17 Jahre alt geworden!

Wer einen Balkon hat, kann das eine oder andere Gemüse anbauen, auch Kräuteranbau ist möglich. Allerdings bezweifle ich, dass man mit dem auf dem Balkon angebautem Gemüse 5 Leute ernähren kann. Das ist nur mit einem großen Garten möglich.

Vermisst habe ich folgende Tipps, z. B. wie man Brot selber bäckt oder Marmeladen-, Wildkräuter-, Likör- und  Aufstrichrezepte.

Häkeldeckchen, Topflappen, etc. kann man sicherlich verschenken. Aber nicht immer und überall. Wer zu einem teuren Essen eingeladen wird, möchte den Gastgeber sicherlich nicht nur mit Topflappen beglücken, da könnte man selbst gemachte Kosmetik und/oder Liköre verschenken.

Für kleinere Kinder kann man Kleidung selber nähen, im Secondhand erwerben oder ertauschen. Teenager sind wählerischer und wollen sich in der Klasse auch nicht blamieren. Sicherlich kann man für Teenager die Kleidung auch selber nähen, manchmal ist der Stoff wahrscheinlich dabei teurer als das heißersehnte T-Shirt.

Die  Kinderspieletipps sind mehr als dürftig ausgefallen. Das Knetrezept bekommt man in jeder Kindergruppe.

Für Menschen, die sich noch nie mit den Themen "Sparen", "Selbermachen", etc. beschäftigt haben, ist das Büchlein sicherlich interessant. Für Menschen, die sich mehr Tipps erhofft haben, als die allgemein bereits bekannten, bieten diese Tipps nichts Neues. Für Furore kann dieses Buch nicht sorgen, dafür sind die Tipps zu dürftig und das Buch ist zu teuer, daher leider nur  2/5 Sterne.Meine Erwartungshaltung war hier deutlich höher.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Frohe, besinnliche Weihnachten



Ich wünsche euch allen frohe, friedvolle, besinnliche Weihnachten. Hoffentlich könnt ihr die Feiertage so verbringen, wie ihr es möchtet. Schnee scheint es hier keinen zu geben. Wir haben gerade über 14 Grad und könnten eigentlich im Freien grillen. Hoffentlich bekommt ihr einige tolle Bücher zu Weihnachten.

Meine Lesehighlights werde ich in den Weihnachtsferien noch zusammenstellen und ein Gewinnspiel zum neuen Jahr wird es sicher auch noch geben. Ich konnte meinen Bloggeburtstag und den 44.444. Seitenaufruf noch nicht gebührend feiern. Das Gewinnspiel wäre in der Masse der Advents-Gewinnspiele sicherlich untergegangen.

Liebe Grüße

eure 
Biggi


Montag, 23. Dezember 2013

Rezension zu "versunkene Gräber" von Elisabeth Herrmann, Goldmann Verlag, Kriminalroman


Titel: Versunkene Gräber
Autorin: Elisabeth Herrmann
Isbn Nr. 13-978-3442479955
Seitenzahl: 448 Seiten (16.12.13)

Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro

Klappentext:
Verschollene Briefe, eine alte Familiengruft und ein grausamer Mord –
Anwalt Vernau kommt einem düsteren Geheimnis auf die Spur

Einige Jahre sind vergangen, seit Anwalt Joachim Vernau den Drahtziehern eines Mordkomplotts das Handwerk gelegt hat. Auch die gemeinsame Kanzlei mit seiner Ex-Partnerin Marie-Luise ist längst Geschichte. Bis ihn ein Hilferuf aus Polen erreicht: Jazek, der gemeinsame Freund aus längst vergangen Tagen und durchzechten Nächten, sitzt mit einer Mordanklage im Gefängnis und beteuert seine Unschuld. Vernau ist entschlossen, Jazek zu helfen, und reist nach Polen. Versunkene Gräber auf einem alten Friedhof sind die erste Spur. Verlorene Briefe und vergessenes Leid ziehen Vernau immer weiter hinein in den Strudel der Ereignisse des Jahres 1945. Flucht und Vertreibung, Ende und Neuanfang - damals kreuzten sich die Schicksale von Tätern und Opfern, und Entsetzliches geschah. Doch erst Generationen später steigt das Grauen noch einmal aus dem Grab, und wer sich ihm entgegenstellt, muss sterben."

Über die Autorin:

Elisabeth Herrmann wurde in Marburg geboren, ist aber aufgewachsen in der Wetterau und großgeworden mit den Familiengeschichten aus dem Frankfurter Gallusviertel. Abitur hat sie auf dem Abendgymnasium gemacht, dann an der FU Berlin studiert. Zuerst war sie Rundfunk-, dann Fernsehjounalistin. Ihr erster Buchversuch war "Mondspaziergänge", der zweite  zehn Jahre später mit "Das Kindermädchen". Die Krimi-Reihe um den Berliner Anwalt Joachim Vernau wurde fortgesetzt mit "Die siebte Stunde" und "Die letzte Instanz". Die Reihe um Vernau wird gerade für das ZDF mit Jan Josef Liefers und Stefanie Stappenbeck verfilmt. "Zeugin der Toten" wurde - ebenfalls eine Network Movie Produktion, mit Anna Loos in der Hauptrolle im Mai 2013 gesendet. In der Pipeline: "Schattengrund", "Das Dorf der Mörder" und "Silber und Stein".  2011 - Radio Bremen Krimipreis. 2012 erhielt sie den  Deutschen Krimipreis für "Zeugin der Toten"

Eigene Meinung:
Die Geschichte beginnt mit einem Brief, den ein deutscher Soldat, der geflohen ist, an seine Frau schreibt. Die Frau ist mit den Kindern nach Hamburg geflüchtet, er versteckt sich im Keller von seinem ehemaligen Weingut.

Im heutigen Berlin bekommt Joachim Vernau, ein Anwalt,  Besuch von einer polnischen Anwältin, die nach Marie-Luise sucht. Marie-Luise ist eine Freundin von Vernau. Sie ist ebenfalls Anwältin. Vernau hatte allerdings schon seit 2 Jahren keinen Kontakt mehr zu Marie-Luise. Er versucht Marie-Luise zu erreichen, allerdings schlagen alle seine Versuche fehl. Als er mitbekommt, dass Marie-Luise von der polnischen Polizei gesucht wird und zusammen mit einem gemeinsamen Freund in einen Mord verwickelt zu sein scheint, mobilisiert er sein gesamtes Umfeld, um Marie-Luise zu finden. 

Auch mit dem 4. Band der Reihe um den Anwalt Joachim Vernau ist Elisabeth Herrmann ein richtig spannender, fesselnder Krimi mit einem Stück deutsch-polnischer Zeitgeschichte gelungen.
Joachim Vernau erzählt uns in einem Handlungsstrang seine Sicht der Dinge. Wir Leser können so gut zusammen mit ihm ermitteln, allerdings wissen wir immer etwas mehr wie Vernau, da ein weiterer Erzählstrang uns einen Vorsprung gewährt. Auch die Briefe des Flüchtigen werden immer wieder eingestreut und sind sehr spannend. Wir werden gefangen genommen von der Atmosphäre zu dieser Zeit, bekommen das Elend der Menschen auf der Flucht mit, spüren die Hunger und die Not dieser Menschen. 

Der Erzählstil der Autorin ist fesselnd, teilweise scharfzüngig, jedes Wort passt. Elisabeth Hermanns Dialoge sind richtig knackig.  Die Spannung und das Tempo in diesem Krimi werden vorangetrieben durch geheimnisvolle Andeutungen, die erst zwei, drei Kapitel später gelüftet werden, auf manche Auflösung müssen wir uns auch bis zum Ende gedulden. Landschaften werden von der Autorin bildhaft beschrieben, so dass wir die polnischen Dörfer oder die Architektur in Berlin vor uns sehen können. Man merkt der Geschichte an, dass die Autorin sehr genau recherchiert hat und die beschriebenen Orte auch besucht hat.Ich bekam richtig Lust darauf, Polen zu bereisen.

In der Seniorenresidenz, in die "Hütchen" mit Vernaus Mutter für ein Wochenende einzieht, würde sicher jeder Rentner gerne einmal "probewohnen". Die dort beschriebenen Szenen sind zu  köstlich.  

Auch der routinierte Krimileser ist bei Elisabeth Herrmann vor Überraschungen nicht sicher. Erst ganz zum Schluss werden die letzten Unklarheiten beseitigt und es wird klar, wer die Strippen hinter den Kulissen gezogen hat,  und was  genau gesucht wurde.

5/5 Sterne für diesen intensiv erzählten Krimi mit sympathischen Protagonisten, der uns einen Einblick in ein Stück deutsch-polnische Geschichte gewährt.
Elisabeth Herrmann habe ich in diesem Jahr als Krimiautorin entdeckt. "Das Dorf der Mörder" und "Versunkene Gräber" gehören zu meinen absoluten Lesehighlights in diesem Jahr. Es schafft kaum ein Schriftsteller,  mich durch seine Erzählweise mehr zu fesseln. Absolute Leseempfehlung!

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Rezension zu "Kälteeinbruch" von Jan-Erik Fjell, Krimi, Rowohlt TB

Titel: Kälteeinbruch
Autor: Jan-Erik Fjell
Isbn Nr.13-978-3499267406
Seitenzahl.560 Seiten (2.12.13)

Verlag: rororo
Preis: 9,99 Euro

Klappentext:
"Die Nr. 1 aus Norwegen legt nach: Ein neuer Fall für Kommissar Anton Brekke! Kurz vor Weihnachten schmuggelt der Kleinkriminelle Mielkos brisante Ware. Doch in einer Waldhütte bei Oslo wartet er vergeblich auf seinen Auftraggeber. Und statt Drogen findet er im Laster zwei kleine Jungen. Als Mielkos in der Hütte eine schalldichte Kammer entdeckt, ahnt er, was mit den beiden eigentlich geschehen sollte. Zur selben Zeit frönt Kommissar Brekke seinem geheimen Laster: Poker. Doch ein neuer Fall wartet. Ein Lehrer wurde ermordet. Ein unscheinbarer Mann, zurückgezogen, unauffällig. Schon bald zeigt sich: Stille Wasser sind tief. Und schmutzig. Der Ermittler: Name: Anton Brekke Alter: 41 Familienstand: geschieden, 1 Sohn Beruf: Hauptkommissar, Kripo Oslo, Kompetenzschwerpunkt: organisierte Kriminalität Besonderheiten: fragwürdiger Humor, heimliches Laster: Poker"

Über den Autor:
Jan-Erik Fjell (Jahrgang 1982) ist Radiomoderator und Schriftsteller. Für sein Krimidebüt «Der stumme Besucher» wurde er mit dem renommierten Preis des Norwegischen Buchhandels ausgezeichnet – so wie vor ihm Jo Nesbø, Anne B. Ragde, Per Petterson und Jostein Gaarder. Der erste Band um Kommisssar Brekke stand monatelang an der Spitze der norwegischen Bestsellerliste.
 
Eigene Meinung.
Kurz vor Weihnachten ist Bernandos Mielkos mit Schmuggelware auf dem Weg nach Norwegen. Der Kleinkriminelle, der nicht weiß, was er genau schmuggelt, wartet vergeblich auf den Empfänger der Ware. Der Mann, auf den er bei einer abgeschieden gelegenen Waldhütte gewartet hat, ist tot. Er sieht sich in der Hütte um und ihm wird sofort klar, was mit den beiden kleinen Jungs geschehen sollte, die er in seinem LKW findet. Nach einem Telefonat mit seinem Auftraggeber erhält er den Auftrag, die Kinder umzubringen. Er hat Skrupel davor und bringt damit nicht nur sich in Gefahr.
In einem weitereren Erzählstrang lernen wir den Ermittler Anton Brekke kennen. Der soll einen Mord an einem Lehrer aufklären. Bald ist ein Verdächtiger gefunden, doch Anton Brekke glaubt nicht, dass der Verdächtige der Mörder ist und ermittelt einfach weiter.

Dieser Krimi fängt bereits sehr spannend an. Der Leser fiebert mit den beiden Jungs und Mielkos. Leider hat es Mielkos mit einem äußerst brutalen Auftraggeber zu tun, der vor nichts zurückschreckt. Der Kleinkriminelle wird dem Leser fast sympathisch, hat er doch Gewissensbisse und versucht, die beiden Jungs zu retten.

Anton Brekke passt in das Bild eines Klischee-Kommissars und ist ein nicht unbedingt sympathischer Zeitgenosse. Er ist geschieden, hat ein Kind und lässt den "Neuen" seiner Ex überprüfen. Er befördert den jungen Kollegen Torp, der gerne zur Kripo möchte, kurzerhand in sein Team. Torp ist eigentlich im Polizeirevier für den Innendienst vorgesehen. Das stört Brekke gar nicht. Brekke handelt ziemlich unkonventionell und ohne die Vorgesetzten zu informieren, da sind Schwierigkeiten vorprogrammiert. Er hat ein großes Laster, das Pokerspiel. Mit Frauen hat Brekke kein Glück. Mit im Ermittlungsteam ist Brekkes Kollege Kval, dessen Kind seit  Jahren vermisst wird. Er hat immer noch Hoffnung, dass sein Sohn noch auftauchen wird. Im Ermittlungsteam herrscht eine gute Stimmung, ab und an gibt es natürlich ein Geplänkel zwischen den Kollegen.

Die verschiedenen Handlungsstränge wechseln sich ab. Wir erhalten auch einen Einblick in die Absichten des Auftraggebers von Mielkos und sind somit  den Ermittlern und Mielkos immer einen Schritt voraus.

4/5 Sterne für den spannend erzählten Krimi mit einem überraschenden Ende. Hier war mir der Kommissar etwas zu klischeemäßig.




   


 

Freitag, 13. Dezember 2013

Rezension zu "Die Keldaroz-Saga - Die Abtrünnigen" von Jenny Brunder, eBook, Fantasy

Titel: Die Keldoraz Saga
Autorin: Jenny Brunder
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 449 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 282 Seiten (29.7.2013 2. Auflage)
ASIN: B00DJUI6HC
Preis: 2,99 Euro

Kurze Zusammenfassung:
"Schon immer war Sharai regelrecht besessen, alles über die Valdrac zu erfahren. Diese dämonische Rasse, von den meisten Menschen gefürchtet, übt eine unbeschreibliche Faszination auf das junge Mädchen aus. Nichts wünscht sie sich mehr, als dem langweiligen Dorfleben zu entkommen und die Wunder der Welt zu erforschen. Als sie dem gutaussehenden Tyrok begegnet, der sie in eine Valdrac verwandelt, ändert sich ihr Leben schlagartig. Von ihrer Familie verstoßen und von den Dorfbewohnern gejagt, muss Sharai fliehen um zu überleben. Doch Tyrok, wartet schon darauf, sie in sein Land mitzunehmen und in die bedrohliche Welt der Valdrac einzuführen. In dieser warten Gefahren auf sie, die sie sich nicht einmal in den wildesten Träumen vorstellen konnte. Schnell muss Sharai erkennen, wie naiv ihre romantischen Vorstellungen gewesen waren, Verrat und Tod lauern an jeder Ecke. Auch Tyroks Unbarmherzigkeit erschreckt sie. Muss sie sich anpassen, um zu überleben, oder wird es ihr gelingen ihr wahres Ich zu bewahren?"

Über die Autorin:
Jenny Brunder, geboren am 10.11.1983 in Landau in der Pfalz,  startete in 2013 ihre Fantasy Saga "Die Keldoraz Saga". Bisher ist der 1. Teil der Saga veröffentlicht worden.



Eigene Meinung:

Jenny Brunder hat mit dem 1. Band der Keldoraz-Saga eine spannende neue Welt erschaffen mit vielen verschiedenen Wesen. Hauptrolle in ihrer Geschichte spielt die abenteuerlustige, sehr sympathische  Sharai, die in eine Valdrac verwandelt wird, und sich  in Tyrok verliebt. Mit ihm zusammen reist sie auf sein Schloss und lernt dort seinen Clan kennen.

Sharai hat Skrupel davor, Menschen, die sie ausgesaugt hat, zu töten und versteht nicht, warum die Valdrac die Menschen nicht am Leben lassen und nur ihren Durst an ihnen stillen. Sharai wird von Tyrok in der Kampfeskunst unterrichtet und erfährt sehr viel über die Valdrac und andere Wesen ihrer Welt. Sie ist sehr wissbegierig. Schon bald bricht jedoch die heile Welt auf dem Schloss zusammen und aus den Kampfspielen wird blutiger Ernst.

Von der ersten Seite an wird der Leser in Jennys fantastische Welt gezogen und muss viele Abenteuer mit Sharai bestehen. Die Geschichte liest sich leicht, Jenny Bruder erzählt spannend in einer einfachen Sprache.

Die Autorin hat viele verschiedene Wesen erschaffen, die der Leser zusammen mit Sharai so nach und nach kennenlernt. Die Valdrac erinnern ziemlich stark an Vampire.

4/5 Sterne für dieses spannende Fantasyabenteuer rund um die sympathische Sharai. Ich bin gespannt auf den 2. Band dieser Saga.

Montag, 9. Dezember 2013

Rezension zu "Phobia" von Wulf Dorn, Heyne Verlag, Psychothriller

Titel: Phobia
Autor: Wulf Dorn
Seitenzahl: 400 Seiten

Isbn Nr. 13-978-3453267336
Verlag: Heyne Verlag (9.9.13 gebundene Ausgabe)
Preis: 19,99 Euro
 

 Klappentext:
" Eine Dezembernacht im Londoner Stadtteil Forest Hill. Sarah Bridgewater erwacht, als sie ihren Mann überraschend früh von einer Geschäftsreise nach Hause kommen hört. Doch der Mann, den sie in der Küche antrifft, ist nicht Stephen. Er trägt jedoch den Anzug ihres Mannes, hat dessen Koffer bei sich und ist mit Stephens Auto nach Hause gekommen. Der Fremde behauptet, Stephen zu sein, und weiß Dinge, die nur Sarahs Mann wissen kann.

Für Sarah und ihren sechsjährigen Sohn Harvey beginnt der schlimmste Alptraum ihres Lebens. Denn der Unbekannte verschwindet ebenso plötzlich wieder, wie er bei ihr aufgetaucht ist, und niemand will ihr glauben. Nur ihr Jugendfreund, der Psychiater Mark Behrendt, kann ihr jetzt noch helfen. Ein psychologisches Duell mit dem Unbekannten beginnt. Und von Stephen Bridgewater fehlt weiterhin jede Spur …"

Über den Autor:
Wulf Dorn, Jahrgang 1969, schreibt seit seinem zwölften Lebensjahr. Seine Kurzgeschichten erschienen in Anthologien und Zeitschriften und wurden mehrfach ausgezeichnet. Sein 2009 erschienener Debütroman 'Trigger' wurde ein internationaler Bestseller. Auch seine weiteren Romane sind inzwischen in zahlreiche Sprachen übersetzt. Nach zwanzigjähriger Psychiatrietätigkeit lebt er heute als freier Schriftsteller mit seiner Frau und einer Glückskatze in der Nähe von Ulm.
Eigene Meinung:
Dieser Psychothriller spielt in Forest Hill, einem Stadteil in London. Sarah und Stephen Bridgewater wohnen dort mit ihrem sechsjährigen Sohn Harvey. Als Stephen auf Geschäftsreise ist, taucht ein fremder Mann auf, der gekleidet ist wie Stephen und sich auch so benimmt. Er behauptet, Stephen zu sein. Für Sarah ist das der Beginn eines Albtraums. Ihre Bekannten zweifeln an ihr, weil sie an einer Angststörung leidet. Nur ihr Jugendfreund, der Psychiater Mark Behrendt,  hilft ihr. Aber auch er hat Probleme. Sarah und Mark beginnen zusammen zu recherchieren und stossen auf eine Menge Geheimnisse. Beide müssen sich ihren Ängsten stellen.
Dieser Psychothriller ist spannend und fesselnd geschrieben. Sarahs Ängste sind nachvollziehbar für uns Leser.  Wulf Dorn benutzt eine einfache Sprache, er führt den Leser raffiniert an der Nase herum und seine Figuren sind glaubhaft. Dieser Psychothriller kommt ohne große Schocker und ohne allzuviel Blutvergießen aus . Das große Thema dieses Psychothrillers sind Ängste.

Ich vergebe 4/5 Sterne für diesen atmosphärischen, soliden Psychothriller.





Dienstag, 3. Dezember 2013

Rezension zu "Kalter Zwilling" von Catherine Shepherd, historischer Thriller, eBook

Titel: Kalter Zwilling
Autorin: Catherine Shepherd
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 717 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 214 Seiten
Verlag: Kafel Verlag (28.11.13)
ASIN: B00GYZSUOS
Preis: 0,99 Euro (später 3,99 Euro)

"Der dritte Thriller von Catherine Shepherd führt Sie in die Tiefen menschlicher Abgründe. Eine weitere Begegnung von Vergangenheit und Gegenwart, die Sie nicht vergessen werden...
 
Zons 1496: Ein schrecklicher Fluch beendet Elisas junges Leben, noch bevor sie ihre neugeborenen Zwillingssöhne in den Armen halten kann. Bastian Mühlenberg von der Zonser Stadtwache ahnt zunächst nichts vom düsteren Familiengeheimnis, das auf den Brüdern lastet. Als der Schmied mit gefälschten Goldgulden zerstückelt vor der Stadtmauer gefunden und das friedliche Städtchen von einer neuen Mordserie erschüttert wird, nimmt Bastian Mühlenberg die Spur des Mörders auf. Stück für Stück wird er in eine unheilvolle Verschwörung hineingezogen, die das Leben seiner Familie bedroht… "

Über die Autorin:
Die Autorin Catherine Shepherd (Künstlername) lebt mit ihrem Mann in Zons und wurde 1972 geboren. Nach Abschluss des Abiturs begann sie zunächst ein wirtschaftswissenschaftliches Studium und im Anschluss hieran arbeitete sie jahrelang bei einer großen deutschen Bank. Bereits in der Grundschule fing sie an, eigene Texte zu verfassen und hat sich nun wieder auf ihre Leidenschaft besonnen. Ihren ersten Thriller veröffentlichte sie im April 2012. Als E-Book erreichte "Der Puzzlemörder von Zons" bereits nach kurzer Zeit die Nr. 1 der deutschen Amazon Bestsellerliste. Ihr zweiter Kriminalroman "Der Sichelmörder von Zons" folgte im März 2013. Am 01.12.2013 wird die Autorin ihr drittes Buch mit dem Titel "Kalter Zwilling" veröffentlichen.
Wer Kontakt zur Autorin sucht, hier ihre Seiten:  http://www.facebook.com/Puzzlemoerder  www.catherine-shepherd.com  

Eigene Meinung:

Ein Fluch, den eine Hexe über die junge Elisa verhängt hat, wirkt bis in die Gegenwart hinein.
1496 in Zons:  Elisa  bringt Zwillinge zur Welt und stirbt. Die Zwillinge sind vom Wesen her total verschieden. Es geschehen grausame Morde im alten Zons und Bastian Mühlenberger von der Zonser Stadtwache, den wir bereits von den beiden vorherigen Thrillern von Catherine Shepherd kennengelernt haben, verdächtigt den Buckligen Gilig. Eine Münzfälscherbande treibt ihr Unwesen in Zons und Bastian hat alle Hände voll zu tun.

Im heutigen Zons versucht eine Frau den Fluch der Zwillinge loszuwerden. Gleichzeitig ist ein kaltblütiger Serienmörder in Zons unterwegs.  Oliver Bergmann ermittelt hier. Er begeht bei seinen Ermittlungen einen Fehler und bekommt Ärger mit seinem Vorgesetzten. Dieser Fehler führt zu seiner Versetzung und gefährdet seine Beziehung zu Emily.  Olivers Freundin Emily, recherchiert für eine Reportage über die menschlichen Abgründe psychopathischer Persönlichkeiten. Unterstützung erhält sie von Professor Morgenstern, dem Leiter der psychiatrischen Klinik. 

Auch der 3. Thriller von Catherine Shepherd liest sich flüssig und ist von Anfang an fesselnd und spannend. Die Autorin versteht die Übergänge von der Vergangenheit zur Gegenwart richtig gut zu kombinieren.
Mir hat die Geschichte, die im vergangenen Zons spielt, jedoch deutlich besser gefallen. In der Gegenwart sind die Zeitsprünge der einzelnen Szenen nicht immer logisch nachvollziehbar. Es ist nicht immer klar, wann die beschriebene Szene stattfindet. Das verwirrt etwas. Hier würde eine kurze Überschrift mit Tag und Zeitangabe dem Leser helfen sich besser zurecht zu finden. Die Versetzung von Oliver und seine Rückkehr nach Zons ist leider nur kurz angeschnitten, so dass der Umzug nicht ganz schlüssig ist.  Die Figuren, die in der Geschichte vorkommen, sind teilweise ganz schön mutig und bringen sich in Gefahr, das finde ich nicht sehr realistisch.

4/5 Sterne für diesen temporeichen historischen Thriller mit interessantem Plot und sympathischen Ermittlern (ich vergebe 5 Sterne für den historischen Fall, 3 für den Fall, der in der Gegenwart spielt). Ich würde empfehlen, die beiden ersten Bände vorher zu lesen, da in diesem Band etwas gespoilert wurde und um die Figuren Sebastian und Oliver besser kennenzulernen.


Montag, 2. Dezember 2013

Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Schloss der Engel" von Jessica und Diana Itterheim , Fantasy, Aufbau TB


Titel: Schloss der Engel
Autorinnen: Jessica und Diana Itterheim
Flexibler Einband:
430 Seiten
Verlag : Aufbau TB (19.7.2012)
 ISBN: 9783746628554
Preis: 12,99 Euro (neu)
(auch als eBook erhältlich, 7,99 Euro)
 

Gelungener Auftakt der Engelsaga um Lynn & Christopher (Trilogie)

Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten)
Linde (ja, sie heißt wirklich so!), Spitzname Lynn, wird von ihren Eltern aus Italien zurück nach Deutschland auf ein Internat geschickt. Lynn scheint es in ihrem bisherigen Leben nicht sonderlich einfach gehabt zu haben und wird bei ihrer Ankunft in der Schule auch mit „Späßchen“ empfangen. Ihr wird ein verwunschenes Zimmer unterm Dach zugeteilt. Sie legt sich schlafen und am nächsten Tag hat sie das Gefühl, als wäre sie in einem anderen „Film“. Auf dem Lehrplan stehen merkwürdige Unterrichtsfächer wie z.B. Schwertschwingen. Sie eckt daraufhin mit einigen Mitschülern und Lehrern an, da sie alles nur für einen schlechten Scherz hält. Das einzige Highlight ist Christopher, ein Tutor an der Schule, der sie interessiert und als es zu einem unverhofften Kuss zwischen den beiden kommt, ist es um sie geschehen. Aber irgendetwas läuft hier wirklich total verkehrt und so wacht Lynn in einem Wald auf und kann sich an nichts mehr erinnern… bis auf diese grüne Augen, die sie faszinieren!

Meine Meinung
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Autorinnen, Mutter und Tochter, schaffen es, den Leser in eine fantastische Welt zu entführen, ohne dass man als Leser merkt, dass hier zwei Schriftstellerinnen unterschiedlichen Alters am Werken sind.
Die Geschichte fängt ganz harmlos an und dann passieren einige Dinge, bei denen man sich beim Studieren der Zeilen schon fragt: „Was ist denn nun passiert?“. Ich möchte hierzu eigentlich auch nicht zu viel sagen, da ansonsten der Überraschungsmoment auf der Strecke bleibt.
Die weibliche Hauptperson ist natürlich Lynn, die sehr mit sich selber beschäftigt ist. Sie schließt lockere Freundschaften an der neuen Schule und verliebt sich. So weit, so gut. Aber sie wird mit Tatsachen konfrontiert, die sie völlig überfordern (und mich als Leser manchmal auch!) und so kann es mal vorkommen, dass sie von jetzt auf gleich ihre Entscheidungen und Versprechungen einfach über Bord wirft. Ein bisschen naiv kommt sie schon rüber, aber ich finde sie eigentlich dadurch sehr natürlich und sympathisch. Sie möchte keinem etwas Böses tun und stellt sich dann auch in den Hintergrund, als es darum geht, Schmerz von jemand anderen abzuwenden…

Der männliche Gegenpart ist Christopher, der mir sehr gut gefallen hat. Er ist eine zerrissene Person und mit diesem neuen Gefühl, das sich doch tatsächlich Liebe schimpft, ist er schier überfordert. Riskieren tut er viel, als er merkt, dass er auch was anderes fühlen kann, als nur Hass, etc. Eindeutig mein Favorit in dieser Geschichte.

Es tauchen natürlich auch einige Randfiguren auf:
Die Totenwächterin, die ich sehr gruselig fand, aber auch Aron und Susan, die mir bis zum Schluss ehrlich gesagt, ein wenig rätselhaft geblieben sind. Spielt der eine ein falsches Spiel und welche Bedeutung hat die andere Person überhaupt in dieser Geschichte??? Vielleicht tauchen die beiden (und auch andere) noch in Band 2+3 auf und ich kann sie besser kennen lernen…

Auf dieses Buch bin ich vor einiger Zeit durch das Cover aufmerksam geworden und durch Rezensionen, die ich hierzu vor Kurzem gelesen habe, hatte ich mich dann endlich dazu entschlossen, es doch einmal mit einer Wanderbuch-Runde bei Lovelybooks zu versuchen und war sehr glücklich, als das Holzbuch dann auch bei mir gelandet ist. Ich konnte bereits ein Blick auf die anderen beiden Titelbilder werfen und finde es sehr schön, dass die gleiche Frau im gleichen Kleid vor dem gleichen Hintergrund in unterschiedlichen Positionen zu sehen ist. Dadurch kann man sofort erkennen, dass diese Reihe zusammengehört!

Als Zielgruppe wurden bei dieser Geschichte weibliche Teenager ab 16 Jahren und junggebliebene und fantasybegeisterte Frauen anvisiert.

Ich muss sagen, dass mir die Grundidee sehr gut gefallen hat. Es ist in diesem Buch auch alles enthalten, was mich in einem Fantasy-Jugend-Roman interessiert und begeistern kann: eine schöne Liebesgeschichte, Missverständnisse (die nicht sein müssten), Eifersucht, Kampf zwischen Gut und Böse und eine Entscheidungsfrage/-aufgabe… hach… ich war in meinem Element!

Mich konnte der 1. Band der bereits komplett erschienen Trilogie (Tanz der Engel / Fluch der Engel) überzeugen und ich habe zum Schluss an einigen Stellen schon mit meiner Rührung zu kämpfen gehabt.

Ich werde die Fortsetzungen natürlich lesen und warte bereits auf Band 2, denn ich habe mich bei Lovelybooks (wie jetzt auch schon bei Schloss der Engel) für ein Wanderbuch angemeldet. Mit absoluter Sicherheit kann ich aber sagen, dass ich diese Trilogie als Holzbücher in meinem Bücherregal sehen möchte und daher über kurz oder lang kaufen werde!

Fazit
Der Auftakt zu einer dreiteiligen Engelsaga, der mich begeistern konnte und mich neugierig auf die Fortsetzungen macht.
Ich vergebe von Herzen 5 von 5 Sterne und kann dieses Buch allen Leseratten weiterempfehlen, die sich im  Fantasygenre bewegen und Engel lieben!


Infos zu den Autorinnen
http://www.itterheim.com/
http://www.lovelybooks.de/autor/Jessica-und-Diana-Itterheim/
https://www.facebook.com/pages/Jessica-und-Diana-Itterheim/181901375255556?fref=ts





Freitag, 29. November 2013

Rezension zu "Bild der Erinnerung" von Micaela Jary, Goldmann Verlag, Liebesroman

Titel: Das Bild der Erinnerung
Autorin:Micaela Jary
Isbn Nr. 13-978-3442478859
Seitenzahl: 416 Seiten (TB, 16.9.13)
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro


Klappentext:
"Sie sucht nach einem verschwundenen Gemälde – und entdeckt ein Familiengeheimnis und die große Liebe.

Einem Münchner Auktionshaus wird ein Bild des berühmten impressionistischen Malers Leo Reichenstein angeboten, das 70 Jahre als verschollen galt. Die junge Kunsthistorikerin Anna Falkenberg hat Zweifel an der Echtheit des Gemäldes. Ihre Nachforschungen führen sie zur Galerie Richardson in London. Der attraktive Oliver Richardson, der die Galerie leitet, rät Anna, sich an seinen Großvater Henry zu wenden. Oliver begleitet Anna auf ihrer Reise an die wildromantische Küste Cornwalls. Doch als Anna mit Henry Richardson spricht, ist sie zutiefst irritiert. Denn die Geschichte des Bildes führt in das besetzte Berlin der Nachkriegszeit zurück und scheint eng mit ihrer eigenen Geschichte verbunden zu sein."


Über die Autorin:
Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Nach einem Sprachenstudium absolvierte sie ein Zeitungsvolontariat und arbeitete viele Jahre als Redakteurin, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Geschichte und Geografie sind ihre liebsten Themen, ihre Faszination gilt dabei vor allem Süd- und Ostafrika. Sie hat eine erwachsene Tochter und lebt nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris heute mit Mann und Hund in München und Berlin. Mehr Infos über die Autorin gibt es hier: http://www.micaelajary.de/erinnerung.html

Eigene Meinung:
"Das Liebespaar" von Leo Reichenstein, ein Bild, das seit 70 Jahren als verschollen galt, wird der Kunstgalerie, in der Anna Falkenberg als Kunsthistorikerin arbeitet, angeboten. Anna soll eine Expertise zu diesem Bild erstellen. Ihr Bauchgefühl sagt ihr, dass das Bild nicht echt ist, begründen kann sie es jedoch nicht. Anna schreibt an eine Galerie in London, wo sich das Bild schon einmal befunden hat und bittet um Auskunft über den Vorbesitzer. Die Antwort, die sie erhält, bestätigen ihre Zweifel und Anna beginnt zu recherchieren.

Rund um dieses Bild wurde von Micaela Jary eine spannende Liebesgeschichte erschaffen, die in der Gegenwart, 1946 und 1961 in London, Berlin und München spielt. Wir dürfen verschiedene Personen kennenlernen, 1946 in Berlin die deutschen Frauen Grete Brahm, ihre Nichte Fee und die Krankenschwester Brigitte. Alle drei Frauen kämpfen um das tägliche Überleben in der Nachkriegszeit und lernen den britischen Captain Henry Richardson, den Amerikaner Philip Colemann kennen. Raffinierterweise kommen die Nachfahren der Personen dann in der Gegenwart vor. Oliver ist Henrys Enkel und wessen Enkelin Anna ist, verrate ich euch nicht.

Die Autorin gewährt uns einen interessanten Einblick in das Leben zur Nachkriegszeit. Wir lernen die Sorgen und Nöte überwiegend der Frauen kennen, die das zerbombte Berlin wieder aufbauen. Wir erhalten viele Infos über die Kunstszene. Die Autorin hat hier wohl sehr gut recherchiert.
Wir dürfen zwei Liebesgeschichten, die einmal in der Gegenwart, einmal in der Vergangenheit spielen, miterleben.

Die Autorin schreibt fesselnd und spannend, ihre Protagonisten sind lebendig dargestellt und sympathisch. Die Gefühle kommen auch nicht zu kurz in diesem Roman und wir bekommen richtig guten  Geschichtsunterricht erteilt.Spürnasen können mitraten, wo denn das Bild war und wer die Oma von Oliver ist.

5/5 Sterne bekommt dieser Roman von mir. Absolute Leseempfehlung!


Montag, 25. November 2013

Rezension zu "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert", Joel Dicker, Piper Verlag, Roman

Titel: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
Autor: Joel Dicker
Seitenzahl: 736 Seiten  (gebundene Ausgabe)
Isbn Nr.  13: 978-3492056007
Verlag: Piper Verlag
Preis: 22,99 Euro

 Klappentext:

"Ein Skandal erschüttert das Städtchen Aurora an der Ostküste der USA: 33 Jahre nachdem die zauberhafte Nola dort spurlos verschwand, taucht sie wieder auf. Als Skelett im Garten ihres einstigen Geliebten ...Dieser raffinierte, anspielungsreiche Roman liest sich wie ein Krimi und ist doch viel mehr! Es ist der Aufmacher jeder Nachrichtensendung. Im Garten des hochangesehenen Schriftstellers Harry Quebert wurde eine Leiche entdeckt. Und in einer Ledertasche direkt daneben: das Originalmanuskript des Romans, mit dem er berühmt wurde. Als sich herausstellt, dass es sich bei der Leiche um die sterblichen Überreste der vor 33 Jahren verschollenen Nola handelt und Quebert auch noch zugibt, ein Verhältnis mit ihr gehabt zu haben, ist der Skandal perfekt. Quebert wird verhaftet und des Mordes angeklagt. Der einzige, der noch zu ihm hält, ist sein ehemaliger Schüler und Freund Marcus Goldman, inzwischen selbst ein erfolgreicher Schriftsteller. Überzeugt von der Unschuld seines Mentors - und auf der Suche nach einer Inspiration für seinen nächsten Roman - fährt Goldman nach Aurora und beginnt auf eigene Faust im Fall Nola zu ermitteln ..."

Über den Autor:
Joël Dicker wurde 1985 in Genf geboren. Der studierte Jurist hat bislang zwei Romane geschrieben, »Les Derniers Jours de nos Pères« und »La Vérité sur l'Affaire Harry Quebert«. Für Letzteren bekam er in den Grand Prix du Roman der Académie Française zugesprochen sowie den Prix Goncourt des Lycéens. Das bei einem winzigen Verlag erschienene Buch wurde in Frankreich zu der literarischen Sensation des Jahres 2012, die Übersetzungsrechte wurden mittlerweile in über 30 Sprachen verkauft.

Eigene Meinung:

Der Schriftsteller Marcus Goldmann, der uns den Fall Harry Quebert aus der Ich-Perspektive erzählt, hat einen Bestseller geschrieben. Nun wartet sein Verlag auf sein zweites Buch. Doch Marcus, der "Fabelhafte", wie er in der Highschool genannt wurde, hat eine Schreibblockade. Er besucht seinen alten Mentor Harry Quebert in Aurora. Er hofft, dass ihm Harry bei seinem Problem helfen kann. Auch sein Professor hat einen Bestseller verfasst. Da in Harrys Garten die Gebeine der vor 30 Jahren verschwundenen Nola gefunden werden, wird Harry verhaftet. Ihm droht die Todesstrafe. Marcus beschließt, seinem Freund und Mentor zu helfen und gleichzeitig die Wahrheit über den Fall Harry Quebert herauszufinden.
 .
Was für ein Roman! Ich bin noch ganz hinweg. Hier stimmt einfach alles. Der Autor besitzt einen fesselnden Schreibstil, der Spannung erzeugt. Er hat unglaublich präsente Figuren mit Schwächen und Geheimnissen erschaffen. Die Handlung wechselt raffiniert von der Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück.

Witzige Telefongespräche zwischen Marcus und seiner Mutter bringen Humor in die Geschichte. Seitenhiebe werden verteilt auf Verleger, Schriftsteller und die gesamte Buchbranche. Es werden Schreibblockaden der Autoren angesprochen, das Drängen der Verleger und das Heer der Ghostwriter. Menschen, die mehr sein wollen, als sie sind,  und dafür fast alles tun, bringen Abwechslung ins Geschehen.

Eine grandiose Liebesgeschichte zwischen einer 15-Jährigen und einem Schriftsteller. Nola spricht den Schriftsteller aber immer mit "Sie" an, was die ganze Liebesgeschichte etwas altmodisch  wirken lässt. Als Leser ist man hin- und hergerissen, eine 15-Jährige und ein über 30-Jähriger. Das hat etwas Schmuddeliges. Joel Dicker schafft es dann irgendwann, dass man den beiden die große, romantische Liebe abnimmt. Sie hat aber etwas platonisches, diese Liebe der beiden.  Häppchenweise bekommen wir die Wahrheit über den Fall Harry präsentiert, die von Kapitel zu Kapitel immer noch etwas verändert.

5/5 Sterne für diesen Roman, den man als Liebesroman, Krimi zum Mitraten, Entwicklungsroman und Gesellschaftsroman mit vielen Überraschungen und Wendungen bezeichnen könnte.

Ein in meinen Augen mehr als berechtigter Bestseller, absolute Leseempfehlung.Wenn ich zukünftig Möwen sehe, werde ich immer an Harry denken.



Donnerstag, 21. November 2013

Rezension zu "Das Dorf der Mörder" von Elisabeth Herrmann, Krimi,

Titel: Das Dorf der Mörder
Autorin: Elisabeth Herrmann
Seitenzahl: 480 Seiten, gebundene Ausgabe (25.2.13)
Isbn Nr. 13-978-3442313259
Verlag: Goldmann Verlag 
Preis: 19,99 Euro

Klappentext:
"Ein grausamer Mord ereignet sich im Berliner Tierpark. Eine der Ersten, die am Tatort eintrifft, ist die junge Streifenpolizistin Sanela Beara: ehrgeizig, voller Tatendrang und entschlossen, dem Fall auch gegen den Willen ihres Vorgesetzten auf den Grund zu gehen. Denn die Schuldige ist schnell gefasst – zu schnell, wie Sanela glaubt. Während der Öffentlichkeit die geständige Mörderin Charlie Rubin präsentiert wird, hat Beara Zweifel. Zweifel, die auch den Psychologen Jeremy Saaler plagen, der ein Gutachten über Charlies Zurechnungsfähigkeit erstellen soll. Unabhängig voneinander haben beide den gleichen Verdacht: Der Mord im Tierpark hängt mit Charlies Kindheit in einem kleinen Dorf in Brandenburg zusammen. Ein dunkles, mörderisches Rätsel lockt sie nach Wendisch Bruch – direkt ins Visier eines Gegners, der die Totenruhe im Dorf um jeden Preis bewahren will ..."

Über die Autorin:

Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman "Das Kindermädchen" ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen- Krimipreis und den Deutschen Krimipreis 2012. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin.



Eigene Meinung: 

Diesen Buchtipp möchte ich euch nicht vorenthalten. Ich war Anfang Juni bei einer Lesung der Autorin im Landgericht in Tübingen. Von der Story so gefesselt, habe ich mir das Buch sofort nach der Lesung gekauft und natürlich auch signieren lassen.
Ich habe das Buch während meines Urlaubs in Irland gelesen. Es war eines meiner absoluten Lese-Highlights in diesem Jahr.

Im Pekari-Gehege werden Leichenteile gefunden. Die junge Streifenpolizistin Sanela Beara ist als Erste vor Ort. Sie ist sehr ehrgeizig und sehr neugierig. Sie ermittelt entgegen den Anweisungen von Kriminalhauptkommissar Lutz Gehring. Bei ihren eigenmächtigen Ermittlungen wird sie niedergeschlagen und landet erst einmal im Krankenhaus. Das zuständige Ermittlungsteam hat sehr schnell eine Mörderin parat. Charlie Rubin, die für die Futtermittelzucht im Zoo zuständig ist, soll die Mörderin sein. Sanela hatte sich mit Charlie unterhalten und kann sich überhaupt nicht vorstellen, dass Charlie eine Mörderin sein soll. Sanela beginnt trotz Ermittlungsverbot, die Vergangenheit von Charlie zu durchleuchten. Sie reist dazu auch nach Wendisch Bruch, das ist das Dorf, in dem Charlie ihre Kindheit verbracht hat. Das Dorf ist fast ausgestorben. Es leben nur noch Frauen dort, keine Männer und keine Kinder. Die Bewohnerinnen sind sehr wortkarg und verschlossen. 

Der Psychologe,  Professor Dr. Brock,  wird damit beauftragt, ein Gutachten über die Schuldfähigkeit von Charlie zu erstellen. Doch Charlie spricht nicht mit dem Professor. Erst der junge Assistent des Professors, Jeremy Saaler, findet einen Zugang zu Charlie. Charlies jüngere Schwester Cara wird von ihm zu den familiären Umständen befragt. Denn beide Schwestern sind ziemlich früh aus dem Dorf, in dem sie ihre Kindheit verbracht haben, weggezogen. Jeremy verliebt sich in die geheimnisvolle Cara und die Ereignisse nehmen ihren Lauf.

Elisabeth Herrmann ist eine großartige Erzählerin. Von der ersten Seite an war ich gefesselt und in spannender Erwartung, was denn da wirklich geschehen ist.

Die Autorin hat mit den Protagonisten Sanela und Jeremey sehr starke Charaktere geschaffen. Beide sind eigenwillige Persönlichkeiten und haben etwas gemeinsam. Sie kämpfen mit ihrer Vergangenheit und mit ihrer Familie, was sich auf ihre Ermittlungen natürlich auswirkt. Auch die Nebenfiguren sind starke Charaktere, wie z. B. die wortkarge,  kauzige Wirtin in Wendisch Bruch. Die Dialoge in diesem Krimi sind zu betonen. Das sind richtig gute Wortgefechte. 

Erwähnenswert ist Wendisch Bruch in Brandenburg. Hier herrscht eine etwas trostlose, unheimliche und hoffnungslose Atmosphäre, in der die Figuren des Romans zum Finale zusammentreffen. 

5/5 Sterne für diesen großartig erzählten Krimi, der sehr atmosphärisch ist,  mit starken Charakteren aufwartet und mit gelungenen Dialogen. Absolute Leseempfehlung!

 

Sonntag, 17. November 2013

Autoreninterview mit Sebastian Fitzek

Kurz vor Erscheinen seines neuen Thrillers "Noah", durfte ich Sebastian Fitzek interviewen:

1.Von einer Idee bis zur Geschichte. Was passiert da alles bei dir und wie lange dauert das in etwa?

An einem Buch arbeite ich ungefähr ein Jahr, nicht eingerechnet die Zeit, die ich nachdenke bevor ich den ersten Satz schreibe. Für mein kommendes Werk "Noah" habe ich drei Jahre lang recherchiert und am Exposé gearbeitet, bevor ich mich an den Schreibtisch setzte. Natürlich nicht ununterbrochen, sondern immer in den Schreibpausen zu anderen Büchern. Insgesamt benötige ich für den ersten Entwurf sechs Monate an dem ich dann mindestens noch drei Monate feile.

 2.Du bist von Beruf Jurist, dieser Beruf scheint mir nicht so kreativ zu sein. Wie kam es dazu, dass du mit dem Schreiben begonnen hast?

Einspruch;) Jura ist sehr kreativ. Nicht ohne Grund sind sehr viele Schriftsteller Juristen, nehmen wir nur John Grisham oder Ferdinand von Schirach. Juristen müssen mit Worten überzeugen. Nur die Sprache, die man im Studium lernt, sollte man als Autor besser ablegen. Zum Schreiben kam ich über das Lesen. Ich liebe Thriller und wollte einfach mal ausprobieren, ob ich mir auch eine spannende Geschichte ausdenken kann.

Einspruch stattgegeben. Sebastian, du hast mich überzeugt, Juristen sind sehr kreativ :). 

3.Wie wichtig ist für dich Recherche? Wie gehst du dabei vor?

Recherche ist wichtig, sie liefert das reale Fundament einer fiktiven Geschichte. Aber die Geschichte hat immer Vorrang, weshalb ich zunächst versuche, einen spannenden Thriller zu schreiben und mich nicht zu sehr in Feinheiten zu verzetteln. Deshalb starte ich meistens mit einer groben Vorrecherche, dann schreibe ich den ersten Entwurf und schließlich gebe ich ihn Experten zu lesen mit denen ich mich dann persönlich treffe. Das ist aber von Buch zu Buch unterschiedlich. Beim Augensammler musste ich mich von Anfang an mit blinden und sehbehinderten Menschen sehr intensiv auseinandersetzen, hier hätte ich ohne deren Hilfe den Alltag einer Blinden niemals beschreiben können.

4.Deine Bücher werden regelmäßig Bestseller, egal ob sie von einem Serienmörder handeln, wie z. B.bei Augenjäger/Augensammler,  oder ob es mehr um den "leise schleichenden Albtraum", wie z. B. beim "Nachtwandler" geht. Hast du ein "Bestseller-Rezept"?

Nein. Das merkt man schon daran, dass meine Bücher sich deutlich unterscheiden. "Die Therapie" hat nichts mit "Abgeschnitten" und "Der Seelenbrecher" kaum etwas mit "Amokspiel" zu tun. Und "Noah" wird sich noch einmal ganz anders unterscheiden und kommt daher sogar in einem anderen Verlag heraus.

5. Wie sieht dein Tagesablauf aus?
Zum Glück gibt es den "typischen Tag" bei mir nicht. Manchmal schreibe ich 13 Stunden am Stück durch, manchmal ist der Tag mit E-Mails, Interviews, Recherchetreffen, Ortsbesichtigungen und anderen schönen Ereignissen zerstückelt. (Was ich genau mache kann man übrigens über twitter, Facebook und auf meiner Homepage verfolgen.) Ich treffe mich täglich mit völlig unterschiedlichen und interessanten Menschen. Journalisten, Experten, Filmproduzenten, die mit mir das Drehbuch für eine Verfilmung meiner Werke besprechen wollen, Lesern, etc. Nur eines hat in meinem Tag leider immer weniger Platz: die Zeit für meine Freunde.  

5.Social Media, FB, Homepage. Wie wichtig ist dir die Fan-Arbeit? 
Ich mag weder den Bergiff "Fan" noch "Fan-Arbeit". Für mich ist einfach der Kontakt zu Lesern wichtig, so wie für einen Musiker die direkte Resonanz des Publikums während der Auftritte.

6. Hattest du schon einmal ein witziges/skurriles Erlebnis mit einem Fan bei einer Lesung? Zahlreiche. Es gibt Leser die sich Zitate aus meinen Büchern auf ihre Haut tätowieren ließen. Zuletzt durfte ich einer Krankenschwester ein Autogramm auf einen Latex-OP-Handschuh geben mit dem sie zur Lesung gekommen war.

7.In welchem Genre können wir kein Buch von dir erwarten?
Kochratgeber.

8 .In "Die Therapie" geht es um ein Kind, das in der Arztpraxis verschwindet. Alle behaupten, das Kind wäre nie da gewesen. Wie würdest du reagieren, wenn deine Tochter bei einem Arztbesuch verschwinden würde? 
Mein gewohntes Leben wäre von diesem Moment an zu Ende und ich würde erst wieder Ruhe geben, bis ich sie gefunden hätte

 9."Abgeschnitten" hast du zusammen mit dem Rechtsmediziner Michael Tsokos verfasst. Werden wir noch weitere Bücher von euch beiden zusammen lesen können?
Da wir mittlerweile sehr gut befreundet sind spricht da überhaupt nichts dagegen. Wir müssen nur wieder eine Idee finden, die uns beide so sehr begeistert wie die für "Abgeschnitten".

10.Hast du einen Schriftsteller/in als Vorbild?
Unzählige. Ich lese für mein Leben gerne Thriller. Autoren wie Thomas Harris, Edgar Allen Poe, Stephen King, Harlan Coben, Bret Easton Ellis und viele, viele mehr haben mich beeinflusst und tun das auch heute noch. Aktuell lese ich Andreas Eschbach, Michael Robotham aber auch andere Autoren anderer Genre wie zum Beispiel Jojo Moyes, Tom Wolf, etc.

11."Das Kind" kam im letzten Jahr ins Kino und ist jetzt als DVD erhältlich. Werden wir noch mehr Verfilmungen von deinen Büchern sehen können?
Derzeit sind drei meiner Bücher in "Arbeit", aber da die Umsetzung so teuer ist kann es in Zeiten der Finanzkrise noch etwas dauern bis etwas zu sehen ist.

12.Warst du oft am Set und hat dir die Arbeit dort Spaß gemacht?
Ich musste dort zum Glück ja nicht arbeiten, durfte zusehen und das Catering testen. Ja, das hat großen Spaß gemacht.;)

13.Was liest du denn gerade? 
Die "Tribute von Panem", lag bei meiner Frau auf dem Nachttisch und ich hatte gerade den neuen Stephen King beendet und noch kein neues Buch im Haus. Ich bin sehr positiv überrascht, da das eigentlich gar nicht mein Genre ist.

14.Verrätst du uns etwas über dein aktuelles Projekt oder ist das noch streng geheim? 
Gerne. Am 20. Dezember erscheint "Noah", ein Thriller, bei dem ein Obdachloser ohne Gedächtnis durch das winterliche Berlin irrt. Die Stadt ist ihm fremd, er weiß nicht, wer die Leute sind, mit denen er umherzieht, und er hat keine Erinnerung daran, woher die Wunde stammt, die langsam in seiner Schulter verheilt. Nach und nach muss Noah feststellen, dass er die Hauptrolle in einem Schreckensszenario spielt, an dem jeder von uns beteiligt ist. "Noah" wird mein bislang "größter" Thriller. Einmal, weil er fast doppelt so lang ist wie die Vorgänger, und weil er erstmals nicht ausschließlich in Berlin sondern auf der gesamten Welt spielt. Und dann geht es um ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt und bestimmt für Diskussionen sorgen wird.

Vielen Dank, lieber Sebastian,  und weiterhin viel Erfolg!

"Noah" könnt ihr schon vorbestellen: 

Donnerstag, 14. November 2013

Rezension zu "Der Puppenfänger" von Joana Brouwer, Emslandkrimi, Ullstein Verlag

Titel: Der Puppenfänger
Autorin: Joana Brouwer
Seitenzahl: 384 Seiten (TB 9.8.2013)
Isbn Nr. 13-978-3548284859
Verlag: Ullstein Verlag
Preis: 9,99 Euro

 Klappentext: 
"Es scheint wie ein Routinefall: Eine alte Freundin bittet Privatdetektivin Heide von der Heide wegen einer Vermisstensache ins beschaulichen Holte im Emsland. Dort stellt sie verblüfft fest, dass der verschwundene Gerald Schöllen niemandem fehlt. Heide ist ratlos. Als plötzlich die Leiche von Schöllens Halbbruder Gunnar auftaucht, ruft das Dieter Fuchs, Kriminalhauptkommissar und Heides Lebensgefährte, auf den Plan. Gemeinsam stoßen die zwei auf ein schreckliches Geheimnis: Die zwei Brüder haben vor langer Zeit ein ungeheuerliches Verbrechen begangen – das irgendwer jetzt rächen möchte …"

Über die Autorin:
Joana Brouwer, geboren 1951, war einige Jahre im Schuldienst tätig und arbeitete danach in einem Architekturbüro. Sie ist die Mutter dreier erwachsener Kinder und lebt mit ihrem Mann in Nordhorn. Die Autorin schreibt an der Kriminalserie rund um die Osnabrücker Detektivin Heide von der Heide und dem Kriminalhauptkommissar Dieter Fuchs weiter. 

Eigene Meinung:
Der Krimi beginnt mit viel Privatem von der Privatdetektivin Heide von der Heide und dem Kriminalhauptkommissar Dieter Fuchs. Eine alte Bekannte von Heide bittet sie um Hilfe. Ihr Schwager, Gerald Schöllen, ist spurlos verschwunden. Seine Frau soll laut Beate total verstört sein. Heide reist zu ihrer Bekannten ins Emsland und schaut sich erst einmal im Dorf um. Dabei schließt sie Bekanntschaft mit einer älteren Dame, stellt fest, dass die Ehefrau des Verschwundenen gar nicht so verstört ist, wie Beate denkt und stößt auf Geheimnisse, die vertuscht und verdeckt wurden. Als eine Leiche entdeckt wird, ermittelt auch ihr Freund Dieter Fuchs, und seine Heide kommt ihm ins Gehege, was er gar nicht mag.

Joana Brouwer besitzt einen lockeren, etwas humorvollen Erzählstil. Der Krimi liest sich leicht, die Spannungskurve steigt langsam an, bleibt dann aber bis zum Ende bestehen. Erzählt wird in zwei Handlungssträngen. Ab und an erfahren wir, was der verschwundene Gerald Schöllen so erlebt.

Dem Leser wird eine intelligente, gut durchdachte Geschichte mit sympathischen Protagonisten präsentiert.  Die ganzen Dorbewohner mit ihren Macken und Kanten,  und ihrem Hang zum Verdrängen und Vertuschen sind sehr gelungen.
Die Dialoge zwischen Heide und ihrem Kriminalhauptkommissar sind köstlich.

5/5 Sterne für diesen fesselnden,gut durchdachten, intelligenten Krimi mit einer sympathischen, starken Ermittlerin, Lokalkolorit und einer geheimnisvollen Tragödie, die ihren Ursprung in der Vergangenheit hat.




Montag, 11. November 2013

Rezension zu "Reise in die Mitte von Mera" von Jana Jeworreck , Fantasy, eBook

Titel: Reise in die Mitte von Mera
Autorin:Jana Jeworreck
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 437 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 253 Seiten
ASIN: B00AKCO1OY
Preis: 5,99 Euro




Kurze Inhaltszusammenfassung:

"Roman über die fantastische Reise einer jungen Frau

Nachdem vor Jahrtausenden die Elementaren Feuer, Wasser, Erde und Luft ihren Krieg beendeten, entstand die neue Welt. Das Reich Avantan wird von der eigenwilligen Königin Aїra Lilith von Aras beherrscht, Nachfahre der Elementaren. Sie träumt davon, andere Länder zu bereisen, um ihren unliebsamen Pflichten als Regentin zu entfliehen.

Als sie eines Tages von einem alten Bettler aufgesucht wird, der behauptet, geheimes Wissen über die Entstehung der neuen Welt zu besitzen, ist sie schnell bereit, ihn anzuhören. Doch dieser verfolgt ein bestimmtes Ziel und Aїra wird schneller auf eine unheimliche Reise geschickt, als sie erwartet hatte..."

Über die Autorin:
Jana Jeworreck studierte angewandte Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim mit Schwerpunkt “Kreatives Schreiben” bei Prof. Dr. Hanns-Josef Ortheil.

Nach ihrem Diplom war sie mehrere Jahre als Regieassistentin am Theater Ingolstadt beschäftigt. Zuletzt produzierte & inszenierte sie „Orlando“ nach dem Roman von Virginia Woolf im Theater „Viel Lärm um nichts“, Pasinger Fabrik München.

Neben ihrer Tätigkeit im Theaterbereich, produzierte sie den vorliegenden Roman „Reise in die Mitte von Mera“ auch als Hörbuch, das jetzt bis Dezember 2012 in 8 Teilen bei XinXii zu erhalten ist.

Eigene Meinung:
Aїra Lilith von Aras würde lieber reiten gehen und andere Länder erkunden, als zu regieren. Als sie Besuch von einem alten Mann bekommt,  ist sie sehr schnell bereit, seinen Geschichten zu lauschen. Sie verändert sich, lässt ihre Berater nicht mehr an sich heran und der alte Mann, der Böses im Schilde führt, hat leichtes Spiel mit ihr.  Mehr möchte ich über die Geschichte nicht verraten.

Jana Jeworreck hat hier eine neue Welt mit vielen verschiedenen Charakteren erschaffen. Sie bietet eine total neue Story mit neuen, ungewöhnlichen Figuren.
 
Das Buch wirft uns sofort in die Handlung, regt unser Kopfkino an und fesselt uns von der ersten Seite an.

Diese wunderschöne Fantasy-Story besticht durch einen richtig spannenden Plot, außergewöhnliche, sympathische Protagonisten, die sich während ihres Abenteuers entwickeln und eine bildhafte , fast poetische Sprache.

Ein Fantasy-Roman auf sprachlich hohem Niveau. Man merkt, dass die Autorin "kreatives Schreiben" an der Uni belegt hat. 5/5 Sterne absolute Leseempfehlung!


Donnerstag, 7. November 2013

Teilnahmebedingungen für das Blogger-Gewinnspiel zu "Es wird keine Helden geben"

 


Bevor du am Blogger-Gewinnspiel teilnimmst, lies dir bitte diese Teilnahmebedingungen gründlich durch. Du musst den Teilnahmebedingungen zustimmen und dich an sie halten, um an diesem Gewinnspiel teilnehmen zu können.
  1. Beschreibung des Gewinnspiels
Die Bloggerin Biggi Friedrichs führt ein Gewinnspiel zum Oetinger-Titel "Es wird keine Helden geben" auf der Seite http://vergessenebuecher.blogspot.de/  durch. Das Gewinnspiel findet auf mehreren Websites statt. Eine mehrfache Teilnahme auf verschiedenen Websites erhöht nicht die Gewinnchancen. Die Teilnahme an dem Gewinnspiel richtet sich nach den nachfolgenden Teilnahmebedingungen.
  1. Zeitraum des Gewinnspiels und Teilnahmeberechtigung
    1. Das Gewinnspiel wird im Zeitraum vom 10.01.2014 bis 17.01.2014 durchgeführt. Verspätete Teilnahmen können nicht mehr berücksichtigt werden.
    1. Teilnahmeberechtigt sind nur volljährige natürliche Personen. Minderjährige sind zur Teilnahme berechtigt, wenn die Eltern/Erziehungsberechtigten der Teilnahme des Kindes zustimmen.
    2. Angehörige des Gewinnspiel-Veranstalters sowie Mitarbeiter von Oetinger als herausgebender Verlag sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Organisierte Gewinnspiel-Seiten und organisierte Gewinnspiel-Clubs sind ausdrücklich von der Teilnahme ausgeschlossen.
    1. Für deine Teilnahme an dem Gewinnspiel ist es erforderlich, dass du einen Kommentar unter dem Blogbeitrag hinterlässt und eine Mail mit deinen Namen und deine Kontaktdaten an biggiralf(at)freenet.de schickst. Zur Teilnahme ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Angaben der Wahrheit entsprechen. Pro Haushalt ist nur ein Gewinn möglich.
  1. Auswahl der Gewinner
Die Gewinner werden aus allen Teilnehmern von Katja Koesterke, Admin der Facebook-Gruppe zum Buch "Es wird keine Helden geben", ausgewählt.
  1. Mitteilung an Gewinner und Verfall
Die Gewinner des Gewinnspiels werden von Oetinger oder Katja Koesterke per E-Mail benachrichtigt und ggf. auf den beteiligen Blogger-Websites oder auf der Facebook-Seite zum Buch bekannt gegeben.
Der Anspruch auf den Gewinn erlischt,
  • wenn sich ein Gewinner innerhalb von 21 Tagen nach der Benachrichtigung nicht meldet, oder
  • wenn die Erziehungsberechtigen der Teilnahme des Kindes am Wettbewerb nicht zustimmen.
In diesen Fällen wird nach demselben Vorgehen ein Ersatzgewinner benannt.
Du bist für die Richtigkeit deiner angegebenen Adresse verantwortlich. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt ohne Gewähr.
  1. Preise
Die Bloggerin Biggi Friedrichs  vergibt im Rahmen des Gewinnspiels folgende Preise:
  • 3 Bücher  "Es wird keine Helden geben"
Die Preise sind nicht übertragbar oder austauschbar. Eine Barauszahlung ist ausgeschlossen.
  1. Datenschutz
    1. Durch die Teilnahme an dem Gewinnspiel und Angabe deiner Kontaktdaten erklärst du dich ausdrücklich damit einverstanden, dass die Bloggerinnen Biggi Friedrichs, Katja Koesterke und Oetinger die dazu erforderlichen Daten für den Zeitraum des Gewinnspiels und darüber hinaus speichern. Deine personenbezogenen Daten werden Dritten nicht zugänglich gemacht, es sei denn dies ist für die Durchführung des Vertrages bzw. die Gewinnvergabe erforderlich. Die Gewinner sind mit der Veröffentlichung ihres Namens und Wohnortes einverstanden.
    1. Die gespeicherten Daten werden nicht zu Marktforschungs-, Marketing- oder Werbezwecken genutzt.
  1. Ausschluss von Teilnehmern, Beendigung des Gewinnspiels
    1. Die Bloggerinnen Biggi Friedrichs und Katja Koesterke, oder Oetinger sind berechtigt, einzelne Personen von der Teilnahme auszuschließen, sofern berechtigte Gründe, wie z.B. Verstoß gegen die Teilnahmebedingungen, doppelte Teilnahme, unzulässige Beeinflussung des Gewinnspiels, Manipulationen etc. vorliegen. Ggf. können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden.
    1. Oetinger kann das Gewinnspiel jederzeit aus wichtigem Grund ohne Vorankündigung beenden oder unterbrechen. Dies gilt insbesondere für solche Gründe, die einen planmäßigen Ablauf des Gewinnspiels stören oder verhindern würden.
  1. Ausschluss des Rechtswegs
Bei diesem Gewinnspiel ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
  1. Sonstiges
Sollten einzelne Bestimmungen der Teilnahmebedingungen ungültig sein oder ungültig werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Teilnahmebedingungen unberührt. An ihre Stelle tritt eine angemessene Regelung, die dem Zweck der unwirksamen Bestimmung am ehesten entspricht.
10. Kontakt
Fragen und Kommentare zum Gewinnspiel kannst du an folgende E-Mail-Adresse richten: biggiralf(at)freenet.de

Montag, 4. November 2013

Rezension zu "Drecksspiel" von Martin Krist, Ullstein Verlag, Thriller

Titel: Drecksspiel
Autor: Martin Krist
Isbn Nr. 13-978-3548285375
Seitenzahl: 394 Seiten
Verlag: Ullstein Verlag (11.10.13 TB)
Preis: 9,99 Euro

Klappentext:
 "Schlüssel rasseln an der Tür. »Ich hab mich hübsch gemacht«, wispert Hannah, während ihr Mann Philip hinter ihr den Raum durchquert. Seine Hand streift ihren Nacken. Sie neigt den Kopf und … sieht Handschuhe voller Blut. Finger schließen sich um ihre Kehle. Als sie wieder zu sich kommt, ist sie an einen Stuhl gefesselt. Vor ihr ein fremder Mann. Nur ein Gedanke peinigt sie in diesem Moment: Er darf Millie nicht finden! – Hannahs Tochter schläft im Zimmer nebenan.
Seit der Expolizist David Gross vor Jahren untertauchen musste, arbeitet er als diskreter Problemlöser. Diesmal ist es ein grauenvoller Entführungsfall ..."


Über den Autor:
 Martin Krist ist das Pseudonym des erfolgreichen Autors Marcel Feige. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften und lebt seit 1998 als Schriftsteller in Berlin. Weitere Infos unter: www.martin-krist.de


Eigene Meinung:
Zu den unzähligen Handlungen in diesem Thriller möchte ich nichts  verraten, da die Gefahr zu spoilern zu groß ist und ich die Puzzleteile, die den Leser erwarten, nicht zusammenfügen möchte, das macht ihr mal schön selber!

Dieser Thriller erfordert einiges an Konzentration, da Martin Krist  hier mit sehr kurzen Kapiteln und kurzen Dialogen arbeitet,  die oft mehr Fragen aufwerfen, als beantworten.  Seine Sprache ist sehr einfach gehalten. Eine der unzähligen Protagonisten in diesem Thriller Toni benutzt bei jedem seiner Auftritte in dem Buch "verfickte Scheiße", so dass es irgendwann nervt. Akzeptiert werden können diese Ausdrücke von den Ganoven, die es in diesem Thriller ziemlich viele gibt, die sparen aber auch nicht mit Flüchen und Ausdrücken, aber von Toni?

Wir begegnen in diesem Thriller sämtlichen möglichen Verbrechen einer Großstadt, wie z. B. Erpressung, Entführung, Korruption, Drogenmissbrauch, Drogenhandel, Mord und Folter um einige zu nennen. Kaum ein Verbrechen wird ausgelassen, alle irgendwie nur angeschnitten.

Zum Ende hin werden die unzähligen Personen und Handlungsstränge dann geschickt miteinander verwoben. Die entstandenen Unklarheiten werden beseitigt Mir wirkt das Ganze trotzdem etwas zu konstruiert, nur kurz angerissen.

Ein Personenverzeichnis am Anfang des Buches hilft uns bei dieser großen Anzahl von Personen etwas weiter. Leider sind die Personen dabei auch nur kurz beschrieben, z. B. "Caro sieht dem Tod in die Augen" und wer ist jetzt Caro?

Die beiden Anfangsszenen werden erst ganz zum Schluss wiederholt und es empfiehlt sich, diese Seiten noch einmal am Ende zu lesen.

Wir begeben uns in diesem Thriller nach Berlin, besuchen dort unzählige Schauplätze, Bordelle, Kneipen, und Restaurants.

Nach der "Mädchenwiese" war ich sehr gespannt auf Martin Krists neuen Thriller, da mir dieser Thriller total gut gefallen hat, vor allem der Erzählstil von Martin Krist. In diesem Thriller ist der Erzählstil total anders, teilweise wirken die kurzen Sequenzen ziemlich abgehackt.

3/5 Sterne für diesen ungewöhnlichen, durch die kurzen Kapitel sehr rasanten Thriller, der uns mit der Berliner Unterwelt bekannt macht und vermuten lässt, dass wir noch mehr Fälle mit David Gross als Ermittler verfolgen können.



Rezension zu "Doctor Sleep" von Stephen King, Heyne Verlag, Thriller,

Titel: Doctor Sleep
Autor: Stephen King
Seitenzahl: 704 Seiten 
Isbn Nr.: 13-978-3453268555
Verlag: Heyne Verlag (28.10.13)
Preis: 22,99 Euro


Klappentext:
"Die große Fortsetzung von "Shining"

Auf Amerikas Highways ist eine mörderische Sekte unterwegs. Sie hat es auf Kinder abgesehen, die das Shining haben. Stephen King kehrt zu den Figuren und Szenerien eines seiner berühmtesten Romane zurück: Der Dreirad fahrende kleine Danny, der im Hotel Overlook so unter seinem besessenen Vater hat leiden müssen, ist erwachsen geworden. Aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los, und wieder gerät er in einen Kampf zwischen Gut und Böse. Die zwölfjährige Abra hat das Shining. Kann er sie retten?

Nur mühevoll kann Dan Torrance die Schrecken verarbeiten, die er als kleines Kind im Hotel Overlook erlitten hat. Obendrein hat er die Suchtkrankheit seines besessenen Vaters geerbt und nimmt daher fleißig an Treffen der Anonymen Alkoholiker teil. Seine paranormalen Fähigkeiten – das Shining – setzt er nun in seinem Beruf ein: In einem Hospiz spendet er Sterbenden in ihren letzten Stunden Trost. Man nennt ihn liebevoll Doctor Sleep. Währenddessen ist in ganz Amerika eine Sekte auf der Suche nach ihrem Lebenselixier unterwegs. Ihre Mitglieder sehen so unscheinbar aus wie der landläufige Tourist – Ruheständler in Polyesterkleidung, die in ihr Wohnmobil vernarrt sind. Aber sie sind nahezu unsterblich, wenn sie sich vom letzten Lebenshauch jener Menschen ernähren, die das Shining besitzen. Das Mädchen Abra Stone besitzt es im Übermaß und gerät ins Visier der mörderischen Sekte. Um sie zu retten, weckt Dan die tief in ihm schlummernden Dämonen und ruft sie in einen alles entscheidenden Kampf."


Über den Autor:
Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, "Carrie", erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk.

Eigene Meinung:
Dan Torrance, der Junge aus Shining, hat noch immer Probleme mit seinem "Shining", das so eine Art Hellsichtigkeit ist. Er sieht "Geisterleute". Mit den diesen Leuten hat er gelernt umzugehen. Er sperrt sie ganz einfach in ein imaginäres Schließfach in seinem Kopf. Um sein "Shining" zu betäuben, greift er zur Flasche. Dan lässt sich treiben, bis er ganz unten ankommt. Dann gerät er in eine Situation, in der er seiner Meinung nach falsch handelt und an der er noch schwerer zu knabbern hat.

Er lernt einen Mann kennen, der ihm hilft, bekommt einen Job und besucht die Anonymen Alkoholiker, damit er seine Arbeit behalten kann.  In einem Hospiz findet er seine Erfüllung, seine Lebensaufgabe. Er begleitet die Sterbenden und bekommt den Spitznamen "Doctor Sleep".

Um Dan, den Jungen aus "Shining" dreht sich der erste Erzählstrang.
In einem weiteren Erzählstrang lernen wir Abra kennen. Bereits als Baby hat sie ein enormes "Shining" oder "Steam", wie  die Mitglieder des "Wahren Knotens" ihre Gabe nennen. Um diese Mitglieder dreht sich ein weiterer Erzählstrang.

Wir dürfen Abra durch ihre Jahre begleiten, bekommen mit, wie ihre Eltern Angst vor ihren Gabe haben, und wie sie versucht, ihre Hellsichtigkeit  vor ihnen zu verstecken. Abra schließt langsam Kontakt zu Dan. Sie hat in ihm einen Gleichgesinnten gefunden, der sie versteht und ihr hilft.

Abra erlebt, wie die Mitglieder des "Wahren Knotens" um ihre Anführerin Rose einen Jungen foltern, um sein "Steam" zu gewinnen. Der Junge stirbt qualvoll. Natürlich erfährt der "Wahre Knoten", dass es ein Mädchen gibt, das eine enorme Steamquelle für sie sein wird und die Jagd auf Abra beginnt.

Rose und ihr Clan ziehen mit ihren Wohnmobilien durch die USA. Sie bleiben nie lange an einem Ort. Man kann sich die Renterclique so richtig gut vorstellen, wie sie auf den Highways unterwegs sind.

Dan und Abra müssen sich gegen Rose und ihre Anhänger behaupten. Doch die beiden bekommen Unterstützung von ihren Freunden.

Stephen King ist ein begnadeter Erzähler. Von der ersten Seite an schafft er es, uns Leser zu fesseln und in die Geschichte zu ziehen. Mit Dan und Abra hat er starke Charaktere erschaffen. Dan gewinnt duch seine Niederlagen an Kraft und muss sich seinen Ängsten stellen.

 Klar wissen wir von Anfang an, dass Dan und Abra zusammen einen Kampf gegen Rose und den "Wahren Knoten" führen müssen. Wendungen und große Überraschungen dürfen wir daher nicht erwarten. Doch King schafft es trotzdem unsere Neugier zu wecken, den Spannungsfaktor hoch zu halten und uns zu fesseln. Sei es durch seine spitzen Bemerkungen, seiner Beobachtungsgabe oder seiner manchmal etwas zynischen Sprache.

Im Nachwort meint Stephen King, dass sich das Buch von "Shining", das er in seiner Zeit als  Alkoholiker geschrieben hat, sehr unterscheiden würde. Nicht nur er, auch seine Leser wären reifer geworden und würden sich nicht mehr so leicht erschrecken oder gruseln. Ich stimme dem zu, das Buch ist nicht mehr so gruselig wie  "Shining" oder "Es".

Meine Erwartungen an Stephen King sind sehr hoch. "Doctor Sleep" bietet gute, spannende, wunderbar erzählte Unterhaltung, was mir sehr gut gefallt.

 Um 5/5 Sterne zu vergeben, fehlt mir hier einfach noch der "Es-Faktor", daher 4/5 Sterne.
 
 

Freitag, 1. November 2013

Ghosthunt - Es spukt bei mir!


http://the-cinema-in-my-head.blogspot.de/2013/10/ghosthunt-die-ghostbound-schatzsuche.html







Ich will mich ja immer gruseln ..

Schon etwas gruselig, oder? Plötzlich erscheint ein Beitrag von Danny aus "Ghostbound" auf meinem Blog.
Ok, akzeptiert. Es ist schließlich Halloween. In der Woche um Halloween kann man mit den unmöglichsten Dingen rechnen. Ich lasse den Beitrag von Danny einfach mal stehen:


Ahaaa, auf diesem Blog liebt es jemand, Spuren zu folgen und Geheimnisse zu lüften.  Dann seid ihr Spürnasen hier ja gut aufgehoben. Übrigens ist das hier das Gipfelfest. Wenn ihr die nächste Frage richtig beantwortet, habt ihr mehr als die Hälfte geschafft. 


Ghostbound wurde dieses Jahr auch ins Englische übersetzt (damit sich auch unserer Freunde und Kollegen in Good ol´ Blighty an unserer Geschichte ergötzen können …)


Wie heißen die Bücher in der englischen Ausgabe? Ihr wollt spicken? Dann hier entlang: http://www.cmsinger.de/ghostbound-englisch/

Schreibt mir die Antwort und ich leite euch zum nächsten Blog weiter: https://www.facebook.com/DannysHauntedMansion

Die Spielregeln der Geisterjagd und die zu gewinnenden Ghostbound-Pakete findet ihr hier  http://the-cinema-in-my-head.blogspot.de/

Bis später,
Danny

Das Geheimnis, wie sich Danny auf meinen Blog geschmuggelt hat, habe ich leider noch nicht lüften können ..

Wie? Ihr kennt Danny nicht? Dann habt ihr etwas verpasst. Näheres zu Danny, Liz und ihre spannende Geschichte findet ihr hier: http://vergessenebuecher.blogspot.de/2012/04/rezension-zu-und-der-preis-ist-dein.html.
Netterweise durfte ich die Schöpferin von Danny und Liz auch interviewen: http://vergessenebuecher.blogspot.de/2012/04/3autoreninterview-mit-c-m-singer-der.html

"Und der Preis ist dein Leben" wurde nun unter dem Titel "Ghostbound" vom Amrûn-Verlag veröffentlicht. Mittlerweile ist auch der 2. Band "Soulbound" erschienen. 




Rezension zu "Der Hirte" von Ingar Johnsrud, übersetzt von Daniela Stilzebach, Blanvalet Verlag, Thriller

Titel: Der Hirte Autor: Ingar Johnsrud Übersetzt von: Daniela Stilzebach Seitenzahl: 511 Seiten , Paperback, Klappenbroschur (26.6.17)...