Mittwoch, 31. Juli 2013

Rezension zu "Symbole des Bösen" von J. T. Ellison, Mira Taschenbuch, Thriller

Titel: Symbole des Bösen
Autorin: J. T. Ellison
Isbn Nr. 978-3-86278-722-7
Seitenzahl: 380 Seiten
Verlag: www.mira-taschenbuch.de
Preis: 8,99 Euro
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar von http://www.bloggdeinbuch.de/
http://www.mira-taschenbuch.de/e-books/thriller/symbole-des-boesen/
 






Klappentext:
"Es ist die Nacht der Bluternte - von Nichtgläubigen auch Halloween genannt. Die Nacht, in der acht Jugendliche in Nashville den Tod finden. Allen ist ein Pentagramm in die Haut geritzt worden. Stieg wirklich der Todesengel Azarael auf die Erde herab, um sein grausames Werk zu verrichten?
Lieutenant Taylor Jackson hat gerade erst wieder die Leitung der Mordkommission übernommen und steht schon vor dem größten Rätsel ihrer Karriere. Gemeinsam mit der selbst ernannten Hee Ariadne taucht sie in die mystische Welt der Menschheit ein, die an Todesengel und Heenzauber glauben. Ws sie bei ihren Ermittlungen entdeckt, geht weit über das hinaus, was mit normalem Menschenverstand zu begreifen ist."

Über die Autorin:

J.T. Ellison wurde von der Nashville Scene als "Best Mystery/Thriller Writer of 2008" ausgezeichnet. Für die Recherche zu ihren Büchern arbeitet sie eng mit dem Metro Nashville Police Department und dem FBI zusammen. http://www.jtellison.com. Bei "Symbole des Bösen" handelt es sich um den 5. Fall der Ermittlerin Taylor. Es sind erschienen: "Todessymphonie", "Poesie des Todes", "Judasmord" und "Der Schneewittchenmörder".

Eigene Meinung:

Vorab: Lesern würde ich raten, die ersten 4 Bände rund um die Ermittlerin Taylor zu lesen, da in diesem Thriller bezug auf einige Ereignisse aus den vorherigen Fällen von Taylor genommen wird, z. B. auf den "Pretender", der Taylor bedroht. Wir erhalten zwar einige Informationen über die Ereignisse, dennoch bleiben die Ermittlerin Taylor und ihr Freund Baldwin etwas fremd. Es fehlt etwas an Zugang zu den Ermittlern. Ich denke, dass es daran liegt, dass es hier bereits um den 5. Fall von Taylor handelt.

Die verschiedenen Handlungsstränge wechseln ab zwischen den Ermittlungen von Taylor, dem Geschehen aus der Sicht der Täter, Baldwins Disziplinarverfahren und seinem Rückblick auf das Geschehen, das zu dem Disziplinarverfahren führte.

Der Plot ist spannend erzählt, die Taten sehr brutal und detailiert geschildert. Nichts für zartbesaitete Gemüter. Wir erhalten einen Einblick in den Wicca-Kult, verschiedene Goth-Gruppierungen und lernen eine gute Hexe, Ariadne kennen, die ihr Leben riskiert um Taylor bei den Ermittlungen zu helfen.

Wir nehmen teil an den Ermittlungen von Taylor und ihrem Team, verhören Angehörige der Opfer und begutachten Tatorte. Die Täter stehen von Anfang an fest. Die Rituale und das mystische Weltbild der Täter wird uns sehr spannend und bildhaft nahegebracht, dabei werden einige Sexszenen geschildert, die zu den Ritualen der Tätergruppe gehören.  Die Autorin zeichnet ein genaues Bild der kranken Phantasie des Anführers der Truppe. Die Entwicklung des Anführers zu der Person wird uns genau geschildert und ist nachvollziehbar.      

4/5 Sterne für diesen bedrückenden Thriller um das Böse, um Jugendliche, die sich mit einem abgrundtief bösen Kult identifizieren und vor grauenhaften Taten nicht zurückschrecken.

Sonntag, 28. Juli 2013

Autoreninterview mit Silke Heichel, Autorin von "Leif"





Die Autorin Silke Heichel hat ein tolles Buch, "Leif" heißt es, geschrieben. Eine Rezension zu "Leif" findet ihr auf meinem Blog. Da mich "Leif - Hngrig nach Leben" fasziniert hat, habe ich Silke um ein Interview gebeten. Hier meine Fragen und Silkes Antworten:

    1. Wie bist du zum Schreiben gekommen?
      Ich schreibe, seit ich gelernt habe, mit Stiften Buchstaben zu Papier zu bringen. 

  2. Wie sieht dein Tagesablauf aus? Hast du eine bestimmte "Schreibzeit"?
      Eine bestimmte, feste Schreibzeit … jein. Ich schreibe nachmittags oder abends, wenn alles Andere erledigt ist. Ich schreibe in meiner Freizeit und das heißt genau das: „freie Zeit zum Schreiben zur Verfügung haben“ und das steht hinten an. Und mit Familie, Job und Haushalt habe ich genug zu tun, das zuerst kommt. 
       
   3. Welche Tipps würdest du angehenden Schriftstellern geben?
       Bleibt im Schreibfluss! Das ist das Wichtigste. Einfach drauflos schreiben, solange die Muse da ist. Streichen, formen, korrigieren könnt Ihr später. 

     4. Wie ist die Idee zu deinen Figuren in "Leif" entstanden?
      Es waren zwei Geschichten, ganz viele Ideen und einzelne Fragmente, die sich wie Puzzleteile zusammenfügten. Meine Stammkneipe aus der Jugend zum Beispiel, mein Lieblingsdöner, die Musik. Opus und Nena. Und ein ähnlicher tragischer Autounfall, der tatsächlich passiert ist und uns damals sehr aufgewühlt hat. 

  5. Welche Figur aus "Leif" hat am meisten Anteile von dir? 
     Jede Figur ist sozusagen ein Baby von mir, also steckt wohl ein Teil von mir in allen. 

  6. Hast du Kontakt zu anderen Autoren? Tauscht ihr euch aus?  
    Ja, durch neobooks im Besonderen, aber auch durch Facebook habe ich andere Autoren kennengelernt. Und ja, wir tauschen uns aus, lesen gegenseitig unsere Texte und geben uns Tipps. Das ist sehr wertvoll und eine Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte. Niemand versteht einen Autor besser als ein anderer Autor! 

7. Welche/n Schriftsteller/in würdest du gerne einmal treffen?
    Was würdest du sie/ihn fragen?
    Schriftsteller fallen mir direkt vier ein. Nicholas Sparks, Sandra Brown, Ildikó von Kürthy und Stephen King. Fragen … würden sich hoffentlich ergeben. Ansonsten würde ich einfach nur lauschen, was die Vier so zu erzählen haben. 

 8. Was machst du, wenn du nicht schreibst? 

    Ich führe ein Leben voller Abenteuer des Alltags einer teilzeitarbeitenden Mutter und Ehefrau. 

  9. Wie beurteilst du den eBook-Markt? 

     Auch bei uns entwickelt er sich stetig weiter. Nicht so rasant wie in den Vereinigten Staaten, aber bestimmt werden zukünftig mehr Leser E-Books lesen. Die Kinder heute, die mit dieser Technik aufwachsen, werden es für selbstverständlicher halten als die Leser, die mit Printbüchern aufgewachsen sind. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass Prints irgendwann gänzlich verschwinden. Auch wenn ich persönlich das sehr bedauern würde. 

10. Kontakt zu deinen Lesern über Sozial Media, FB, Twitter, Homepage, etc.
Wie wichtig ist dir der Kontakt zu deinen Lesern?
 
   Der Kontakt zu meinen Lesern ist mir sehr wichtig. Nur so kann ich erfahren, wie meine Geschichten ankommen, was ich ändern und verbessern kann. Und ich freue mich über jede Rückmeldung. Selbst, wenn es nur ein kurzer Satz ist. 

 11. Bist du zufrieden mit den Rückmeldungen, die du von deinen Lesern zu "Leif" bekommst?

  Ich freue mich riesig, dass Leif bei den meisten Lesern bisher so gut angekommen ist und insofern bin ich sehr zufrieden, ja. 

 12. Wie gehst du mit Kritik zu deinen Geschichten um?
  Mir ist Kritik sehr wichtig. Hauptsache, sie ist konstruktiv und ich kann damit arbeiten. Denn ich lerne jeden Tag dazu und möchte mich weiterentwickeln. Manchmal spüre ich, dass in einer Szene oder Geschichte der Wurm drin ist, ich finde ihn nur nicht. Augen, die mit Abstand schauen, sehen viel mehr und sind in solchen Fällen umso wichtiger! 

  13. Welches Buch/eBook liest du denn gerade und wie gefällt es dir?

   Ich habe ganz viele Bücher auf meinem SUB, die ich angefangen habe, die mich aber nicht so richtig fesseln konnten. Irgendwann möchte ich sie aber alle mal lesen. Und ich warte auf Printversionen interessanter Bücher. Ich bin ohne E-Books aufgewachsen, halte lieber ein gedrucktes Buch in der Hand. 

 14. In welchem Genre werden wir keine Geschichten von dir lesen können?
  Sachbuch und bestimmt auch Science-Fiction. Da bin ich mir ziemlich sicher. Ansonsten: sag niemals nie! Ich probiere gern aus. Ich hätte früher nie gedacht, Krimis zu schreiben. Ein paar kurze Krimis habe ich aber auch schon vollendet und veröffentlicht. 

 15. Magst du uns etwas über dein neuestes Projekt erzählen?

   Ich habe ganz viele Projekte auf meinem SUP - Stapel unvollendeter Projekte. Mal schauen, was als Nächstes kommt und was draus wird. Ich rede nicht so gern im Detail darüber, das zerstört den Zauber. Und den brauche ich zum Schreiben.

Vielen Dank für Dein Interesse!  
Vielen Dank für das Interview, liebe Silke. 

Hier könnt ihr "Leif" bestellen und genauer anschauen: http://www.amazon.de/dp/B00DQNRXP8



Freitag, 26. Juli 2013

Rezension zu "Flughunde", Graphic Novel, Ulli Lust, Marcel Beyer, Suhrkamp Verlag

Titel: Flughunde
Autor: Ulli Lust, Marcel Beyer
Genre: Graphic Novel
Isbn Nr. 978-3-518-46420-7
364 Seiten brochiert
Verlag: www.suhrkamp.de
Preis: 24,99 Euro

Kurze Beschreibung:
"Seit dem Erscheinen seines ebenso brillanten wie erschütternden Romans »Flughunde« im Jahr 1995 gilt Marcel Beyer als »einer der besten jungen Romanciers der Gegenwart« (The New Yorker). »Flughunde«, mittlerweile in 14 Sprachen übersetzt, erzählt vom Ende des Zweiten Weltkriegs aus der Perspektive eines fanatischen Akustikers im Dienste der Nazis und aus der Sicht einer der Töchter Goebbels’, erzählt von der Instrumentalisierung der Sprache durch die Propaganda und von Experimenten mit menschlichen Stimmen."

Über den Autor: 
Die österreichische Künstlerin Ulli Lust, eine der bedeutendsten deutschsprachigen Comic-Künstler und erst kürzlich mit dem Comic-Oscar, dem Prix Révélation, ausgezeichnet, legt hier Marcel Beyers verstörendes Meisterwerk als Graphic Novel vor. 

Eigene Meinung:

Diese Graphic Novel erzählt uns die Geschichte von Herrn Karnau, einem sympathischen, netten Mann, der sein Leben der Akustik gewidmet hat, er ist richtig besessen davon. Karnau wird gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zum Helfer der Nazis. Der zweite Erzählstrang lässt uns teilhaben an der zunächst beschaulichen und behüteten Kindheit der 6 Kinder von Reichspropagandaminister Goebbels. Erzählt wird dieser Erzählstrang aus der Sicht der ältesten Tochter Helga in der Ich-Perspektive.

Karnau betreibt Forschung an der menschlichen Stimme. Er macht grausame  Experimente an armen, hilflosen Menschen. Seine Akustikkenntnisse werden für die Propaganda-Radiosendungen und -Veranstaltungen von den Nazis genutzt.

So nach und nach stellen sich Helga und ihre Geschwister Fragen, blicken hinter die Kulissen, was ihnen Vater und Mutter rosarot präsentieren. Sie hinterfragen die Radiosendungen des Vaters, die "Krankheit" der Mutter.  Gegen Ende des Krieges bekommt die Idylle in der die Kinder leben, große Löcher. Die Kinder fragen sich beispielsweise, warum sie keine Zahnbürsten und kein Nachtzeug mitnehmen müssen, als sie in den Bunker gehen. Warum wird plötzlich ihre Hygiene so unwichtig? Die Ahnung, von den Eltern belogen zu werden,wird zur Gewissheit. In diesem Bunker treffen die Kinder auf Karnau und dessen Hund, der sie von ihren Sorgen etwas ablenkt.  Helga vertraut diesem freundlichen Mann. Doch das Ende der 6 Kinder ist bereits von der Mutter geplant. Karnaus Geschichte dagegen endet in den 90er Jahren, als ein weiterer Bunker mit Tonmaterial entdeckt wird.

Ulli Lust schafft es mit ihren Comicbildern eine verstörende, grausame, Atmosphäre zu erschaffen. Sie spielt mit Farben, Lauten, Mimik der Personen und bringt so eine Spannung in die auf reellem Hintergrund basierende Geschichte. Diese Graphic Novel ist sehr aufwendig gezeichnet.

5/5 Sterne für diese auf sprachlich und zeichnerisch hohem Niveau bewegende, außergewöhnliche Graphic Novel, die verstört, zum Nachdenken anregt und den Leser noch lange beschäftigt. Meine absolute Leseempfehlung für dieses ganz besondere Buch.

 

Dienstag, 23. Juli 2013

Rezension zu "Tod auf der Weißwandhütte" von Thomas Himmelbauer, Krimi, Federfrei Verlag

Titel: Tod auf der Weißwandhütte
Autor: Thomas Himmelbauer
Isb Nr. 978-3-90278423-4
Seitenzahl: 221 Seiten
Verlag: www.federfrei.at
Preis: 12,90 Euro


Klappentext:

Im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien suchen zwei Ehepaare in der Weißwandhütte Schutz vor einer herannahenden Schlechtwetterfront. Die Hütte ist offen, doch niemand ist anwesend, obwohl sie bewirtschaftet sein sollte. Während heftige Unwetter rund um die Hütte toben, machen die Wanderer in der Küche einen grausigen Fund. Bei Nacht und Schneefall erreicht Bergführer Brondi die Hütte. Vergeblich hatte er am Weißkees nach Direktor Furtmann und dessen Frau gesucht, die sich im Unwetter verirrt hatten. Von der Umwelt abgeschnitten, müssen alle die Nacht auf der Hütte verbringen. Doch sie sind nicht so allein, wie sie glauben.

Über den Autor:

Thomas Himmelbauer, geboren 1960 in Wien, verheiratet, 2 Kinder, Studium für das Lehramt an Höheren Schulen in den Fächern Mathematik und Physik. Seit 1984 als Lehrer an Allgemeinbildenden Höheren Schulen tätig. 1987 promovierte Thomas Himmelbauer zum Doktor der Naturwissenschaften. Seit 1989 lebt er in Güttenbach im Südburgenland. "Tod in Pannonien", "Tod im Gymnasium" und "Tod am Güttenbach" sind von ihm noch erschienen.

Eigene Meinung:

In der Weißwandhütte wird der ermordete Hüttenwirt von zwei Ehepaaren, die in der Hütte übernachten wollten, entdeckt. Gleichzeitig ist der Direktor Furtmann und seine Frau, die seit einigen Jahren unbedingt eine Bergtour auf die Weißwand machen möchten, verschwunden. Der Bergführer Brondi, der den beiden von der Tour abgeraten hat, da ein Unwetter nahte, kehrte ohne die beiden zurück. Ein Jahr später macht sich Stefan, der Neffe von Direktor Furtmann auf, um den Direktor zu finden. Die Ehefrau von Direktor Furtmann hat sich als seine Freundin entpuppt. Doch diese scheint nicht vermisst zu werden. Stefan beginnt zu ermitteln. Stefan stoßt auf geheimnisvolle Pfade, eine Person mit Strohhut, die von einem Bergbewohner als Kobold bezeichnet wird, auf Interessenkonflikte zwischen verschiedenen Hüttenwirten und Familien und auf Intrigen.

Dieser sehr bildhaft und farbenprächtig erzählte Alpenkrimi lässt uns an den Ermittlungen von Stefan teilhaben. Wir dürfen an Stefans Gesprächen mit den verschiedenen Personen, die mit beiden Fällen zu tun hatten, teilnehmen. Wir erleben die von Thomas Himmelbauer wunderbar beschriebene Natur und das Leben in den Bergen. Wir erklimmen zusammen mit Stefan, mit Bergführer Brondi oder Giulia, die die Weißwandhütte bewirtschaftet, einige Gipfel.

Die Figuren in diesem Krimi sind gut gezeichnet, Stefan ist ein sympathischer Student, der unbedingt herausfinden möchte, was mit seinem Onkel passiert ist. Das ist natürlich nicht ungefährlich für den Studenten.
So manch einer der verschiedenen Hof- und Hüttenbewohner hat ein schlüssiges Motiv, den Wirt der Weißwandhütte umgebracht zu haben.
Thomas Himmelbauer ist ein sehr guter Erzähler, der diesen Who-done-it-Krimi mit Lokalkolorit mit interessanten Figuren gestaltet hat.

5/5 Sterne für diesen Ausflug in die Alpen. Meine absolute Leseempfehlung.

Sonntag, 21. Juli 2013

Gewinnspiel Buchgewinn "Dein totes Mädchen" von Alex Berg, Roman



Heute möchte ich ein Gewinnspiel veranstalten. Zu gewinnen gibt es "Dein totes Mädchen"  von Alex Berg, 1x von mir gelesen. Das ist ein Roman, den ich als Psychothriller einordnen würde,  und der mir sehr gut gefallen hat (eine Rezension dazu findet ihr auf meinem Blog).

Um an meinem Gewinnspiel teilnehmen zu können, beantwortet ihr bitte folgende Frage. (Die Antwort könnt ihr als Kommentar unter diesem Posting hinterlassen).

Mich beschäftigt die Frage, welche Kriterien muss ein Buch erfüllen, damit ihr sagen würdet, das Buch hat mich total beeindruckt und beschäftigt, dieses Buch verdient 5 Sterne. Das Buch kann ich weiterempfehlen, es ist etwas ganz besonderes. 

Ich habe festgestellt, dass jeder Leser andere Kriterien für ein besonders gutes Buch anlegt, deshalb kommt es oft zu Diskussionen zu den Bewertungen.

Ich bin der Meinung, dass jeder Leser andere Erwartungen an eine Geschichte hat und entsprechend seine Bewertung eben ausfällt. Darüber lässt sich eigentlich gar nicht diskutieren. Ich mag es z. B. nicht so blutig bei den Thrillern, ich muss nicht jedes Detail erfahren. Ich mag es, wenn die Story eine Atmosphäre wiedergibt, in die ich eintauchen kann. Ich muss mit einer sympathischen Figur mitfiebern können.


Viel Spaß und viel Erfolg bei der Teilnahme! Ich drück euch die Daumen!

Liebe Grüße
Biggi

Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen kann jeder über 18 Jahren, der einen Kommentar unter diesem Posting hinterlässt. Von Teilnehmern unter 18 Jahren benötige ich das schriftliche Einverständnis eines Erziehungsberechtigten.

Das Gewinnspiel endet am 2.8.13, 23.59 Uhr.
Der Gewinner wird per Random.org von mir ausgelost. Der Name des Gewinners wird auf meinem Blog veröffentlicht (er ist mit der Veröffentlichung seines Namens einverstanden.). Bei Angabe einer gültigen E-Mailadresse wird der Gewinner auch von mir benachrichtigt.
Eine Barauszahlung des Gewinnes ist nicht möglich.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Dienstag, 16. Juli 2013

Rezension zu "Verführung" von Tanja Kinkel, Knaur Taschenbuch, historischer Roman


Titel: Verführung 
Autorin: Tanja Kinkel
Isbn Nr. 13: 978-3426512876
Verlag: Knaur Taschenbuch
Seitenzahl: 478 Seiten, VÖ: 1.7.2013
Preis: 9,99 Euro

 Klappentext:
"Casanova begehrte sie - doch sie wollte selbst die Verführerin sein
Als kleines Mädchen erlebt Angiola Calori eine Sängerin auf der Bühne und will fortan nur eines: selbst dort stehen und singen. Doch die große Musik wird damals nicht für Frauen geschrieben, sondern für Kastraten. Einer der größten wird ihr Lehrer und Geliebter. Um ihn begleiten zu können, schlüpft sie selbst in die Rolle eines Kastraten. Noch als solcher verkleidet, begegnet sie 1744 Giacomo Casanova. zwei begnadete Verführer prallen aufeinander."
 

Über die Autorin:
 Mit dem Schreiben fing Tanja Kinkel mit 13 Jahren an. Heute ist sie eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen. Obwohl sie neben historischen Romanen, die von der Gründung Roms bis zum 2. Weltkrieg spielen, auch Thriller, Jugendbücher, Fantasy, ja Gegenwartsliteratur und Essays geschrieben hat, tauchen fast alle ihre Bücher auf den großen Bestsellerlisten auf. Wie der Spiegel schon 1998 dazu schrieb: so selbstverständlich wie Ebbe und Flut. Das liegt zum einen sicher daran, dass die promovierte Germanistin etwas zu all diesem Themenmischmasch zu sagen hat, als auch daran, dass  Reiselust, Humor, Romantik, Abenteuer und Informationhunger immer befriedigt werden wie auch die Überzeugung: ja, so kann es gewesen sein. Weitere Informationen unter: www.tanja-kinkel.de.

Eigene Meinung:

Tanja Kinkel erzählt den Lebensweg von Angiola Calori, die von der Musik, der Oper und dem Gesang so fasziniert ist, dass sie unbedingt an großen Opern singen möchte. Frauen dürfen nicht singen, die Frauenrollen werden von Kastratensängern übernommen. Angiola lernt einen großen Kastratensänger kennen und lieben. Sie flieht mit ihm und beginnt eine Ausbildung als Sängerin. Dazu muss sie in die Rolle eines Kastraten schlüpfen. Als Angiola Casanova begegnet, verliebt sie sich in ihn. Casanova ahnt, dass Angiola eine Frau ist.

Tanja Kinkel passt sich sprachlich der  Zeit an, in der die Geschichte spielt, Anfang des 18. Jahrhunderts. Sie erzählt auf sprachlich sehr hohem Niveau. Insbesondere die Dialoge zwischen Angiola und Casanova sind erwähnenswert. Die beiden bieten sich unglaublich gute Wortgefechte. 

Tanja Kinkel teilt diesen Roman in 4  große Teile: Teil 1 Angiola, Teil 2 Bellino, Teil 3 La Calori,Teil 4 Finale. Wir erleben einzelne Erzählstränge aus der Sicht der Sopranistin Angiola Calori, dann wieder aus der Sicht von Casanova. Angiola und Casanova begegnen sich und sind beide voneinander fasziniert. Doch keiner der beiden ist bereit, sein Leben für den anderen aufzugeben. Angiola, die ihr Leben als Frau aus Liebe zur Musik aufgegeben hat und sich aus den Zwängen der Frauenrolle dieser Zeit befreit hat, stellt die Musik über alles.

Angiola erfährt in diesem Roman eine Entwicklung, von der kleinen Angiola, deren Mutter ein total anderes Leben für ihre Tochter vorgesehen hat, zum Kastraten Bellino, bis zur La Calori, die die Oper für die Frauenwelt zurückerobert und eine Vorreiterin ihrer Zeit ist. 

Casanova rückt sich mit mehr oder weniger erfundenen Geschichten ins Rampenlicht und fasziniert die Frauenwelt. Kein Rock ist vor ihm sicher. 

Ein Roman um große Gefühle, Erotik zur Zeit des Rokoko und Sinnlichkeit. Wir bekommen einen detailierten Einblick in das Leben der Menschen in dieser Zeit, in die Willkür und Dekadenz der Adeligen, dem schweren Alltag der kleinen Leute. Insbesondere die Problematik von Frauen und Kindern wird von Tanja Kinkel in diesem Roman herausgearbeitet. Angiola verstösst gegen die Gepflogenheiten dieser Zeit und führt ein selbstbestimmtes Leben, muss aber auf viele Dinge verzichten und lebt ständig in der Gefahr, entdeckt zu werden.


Laut dem Nachwort von Tanja Kinkel  war Angiola eine der berühmtesten Sängerinnen des Rokokos. Über ihre Jugend und den Beginn ihrer Karriere ist nichts bekannt. Auch von Casanova gibt es zwar viele Berichte, trotzdem liegt ein Teil seines Lebens im Dunkeln.

Tanja Kinkel hat hier sehr genau recherchiert. Das Resultat aus Recherchearbeit und Fantasie hat die Autorin zu einem  Roman um zwei interessante Figuren verwoben und uns dabei so nebenbei interessanten Geschichtsunterricht erteilt.

 4/5 Sterne für diesen Einblick in das Leben zweier interessanter, schillernder,   Menschen, der Sopranistin La Calori und Casanova, die ihrer Zeit voraus waren. 

Samstag, 13. Juli 2013

Rezension zu "Silber, das 1. Buch der Träume" von Kerstin Gier, Jugendbuch

Titel: Silber, das erste Buch der Träume
Autorin: Kerstin Gier
Isbn Nr. 13: 978-3841421050

Verlag: Fischer FJB;  (18.6.2013)http://www.silber-trilogie.de/silbertrilogie/start
Seitenzahl: 416 Seiten
Preis: 18,99 Euro
Jugendbuch empfohlen ab 14 

Klappentext: 

"Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen …"

Über die Autorin:
Kerstin Gier, Jahrgang 1966, hat als mehr oder weniger arbeitslose Diplompädagogin 1995 ihr erstes Buch veröffentlicht. Mit riesigem Erfolg: Ihre Romane wie die »Müttermafia« oder »Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner« sind längst Kult und auf allen Bestenlisten zu finden, genauso wie »Rubinrot«, »Saphirblau« und »Smaragdgrün«, die auch international zu Bestsellern wurden. Im März 2013 kam mit »Rubinrot« bereits die zweite Verfilmung eines ihrer Bücher mit Starbesetzung in die Kinos. »Silber - Das erste Buch der Träume« ist der Auftakt zu ihrer neuen phantastischen Trilogie. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Köln.


Eigene Meinung:

Liv und Mia kehren aus den Sommerferien bei ihrem Vater in der Schweiz nach England zurück. Ihre Mutter, eine Literaturprofessorin, soll in Cambridge eine Stelle übernehmen. Für die beiden Schwestern ist das der 6. Umzug in wenigen Jahren.  Sie freuen sich auf ein Cottage, das ihre Mutter anmieten wollte. Doch ihre Mutter hat eine Wohnung in London angemietet und eine Überraschung für die beiden Mädchen parat. Sie hat sich in einen langweiligen Mann mit Halbglatze und 2 Kindern verliebt und die Familien sollen zusammenziehen.
Nachts hat Liv mit Albträumen zu kämpfen und ist plötzlich mitten im Traum zusammen mit Schulkameraden und ihrem neuen Stiefbruder .. 

Kerstin Gier erzählt flüssig, bildgewaltig, gefühlvoll und sehr humorvoll.
Liv und Mia sind sehr genau beschrieben und sehr sympathische Charaktere. Die 15 jährige Liv lässt uns an ihrem Highschoolleben, ihrem Familienleben und ihren Träumen teilhaben. Wir kommen Liv sehr nahe, da sie uns aus ihrem Leben aus der Ich-Perspektive berichtet. Livs Träume sind sehr geheimnisvoll. Da sie gerne rätselt, will sie natürlich das Geheimnis um die ganzen Türen und Personen in ihren Träumen lüften. In ihren Träumen trifft sie den sympathischen Henry immer wieder und sie freundet sich mit ihm an.

Alle Figuren in diesem Jugendbuch sind sehr gelungen, Lottie, das Kindermädchen aus Bayern, der ruhende Pol der Mädchen, warmherzig und bei Lösung von Problemen ziemlich kreativ, ist einer meiner Lieblingsfiguren. Auch Livs Schwester Mia hat man als Leser sofort ins Herz geschlossen.

Die scharfzüngige Secrecy, bei der Keiner weiß, wer sie genau ist, mit ihrem Blog, der die Gerüchteküche in der Schule wiedergibt und anheizt, bringt etwas Sarkasmus in die Geschichte. Ob die Mädchen wohl irgendwann einmal herausbekommen werden, wer Secrecy ist?

Für dieses  traumhafte, humorvolle Jugendbuch über Träume, Wünsche und die 1. Liebe, das für alle Altersstufen ab 14 Jahren geeignet ist,  5/5 Sterne. Ich bin gespannt auf die Folgebände.

Freitag, 12. Juli 2013

Bücherfragen-Tag


Wenke hat mich getaggt, klar beanworte ich Bücherfragen immer gerne: 

1. Zu welcher Tageszeit würdest du am liebsten lesen, wenn du keinerlei zeitliche Einschränkungen hättest?
Den ganzen Tag natürlich. Morgens im Bett würde ich bestimmt immer mal ein Stündchen lesen.

2. Wer hat dich am besten an das Lesen herangeführt (durch Vorlesen, animieren usw.)?
Meine Oma, ganz klar. Sie hat ständig vorgelesen. Ich wollte dann ganz schnell selber lesen lernen, wurde dann auf die Schule vertröstet.

3. Du hast ein Ticket, mit dem du an einen Ort in einem deiner Lieblingsbücher reisen kannst, wohin gehst du?
Barcelona, ich möchte unbedingt die Schauplätze aus Carlos Ruiz Zafons Büchern kennenlernen. 

4. Nenne mir ein Buch, das du am liebsten nach den ersten 20 Seiten schon in die Ecke geworfen hättest, was dich jedoch später noch positiv überrascht hat?
Herr der Ringe habe ich zweimal angefangen. Ich fand die 1. 100 Seiten ziemlich langweilig, bis die Verwandtschaftsverhältnisse der ganzen Hobbits geklärt waren, erfordert das Buch schon Durchhaltevermögen. Es hat sich aber gelohnt. Ich finde es immer noch eines der besten Fantasy-Bücher überhaupt. 

5. Nenne mir ein Buch, das du am liebsten nach den ersten 20 Seiten schon in die Ecke geworfen hättest, und es später auch getan hast?
Die Leiden des jungen Werthers von Goethe. Durch dieses Buch habe ich mich gequält. War leider Schullektüre. Von Klassikern war ich danach erst einmal bedient und Schiller und Kleist sind mir da doch lieber.

6. Wer ist dein absoluter Lieblingsermittler? (Buch oder Film spielt hier keine Rolle).
Ganz klar Herr Zorn. Da freue ich mich schon auf den nächsten Band, der im August erscheinen soll.

7. Was war deine schönste Liebesgeschichte, die du je gelesen oder gesehen hast?


Leon und Luise von Alex Cappus. Warum? Weil es um eine Liebe geht, die ziemlich unkonventionell ist, in ziemlich schlimmen Kriegsjahren spielt und weil Luise immer sie selbst bleibt, eine starke Frau. 

8. Welcher Autor beherrscht deine ganz persönliche Bibliothek?
Stephen King ist schwer vertreten, Sebastian Fitzek, Jose Saramago, Ian Rankin und Carlos Ruiz Zafon. 

9. Über welche Romanfigur hast du am lautesten gelacht?
Fermin aus der Trilogie von Zafon. Ich mag skurrile Typen.

10. Was war (ist) das Lieblingsbuch deiner Großeltern? Ich bin gespannt, ob du das beantworten kannst.
Meine Großmutter hat sehr viel gelesen. Ihr Lieblingsbuch kann ich allerdings nicht nennen. Karl May hat sie gerne gelesen. Ich habe bei ihr Bücher in altdeutscher Schrift gefunden und die dann natürlich auch gelesen. 

11. Welches Buch steht an Position 11 von rechts deines Bücherregals? 

Da ich mehrere habe, suche ich mir einfach ein Buch aus, ok?  Ian Rankin "Die Sünden der Väter".


Jetzt tagge ichNinis kleine Fluchten
Vanessa  
Tom 
Buchmenschlein Bianca 
Buchimkopf 

Ich wünsche euch viel Spaß beim Beantworten der Fragen. 

Dienstag, 9. Juli 2013

2. Ferchenheimer Literaturfestival am Samstag, 17.8.13

Frankfurt, 05. Juli 2013 – Am Samstag, dem 17.August 2013, findet in Frankfurt/Fechenheim ab 14:00 Uhr das zweite Fechenheimer Literaturfestival für deutsche Nachwuchsautoren statt.
An elf verschiedenen Standorten werden 53 Autorinnen und Autoren Lesungen abhalten. Organisatoren des Festivals sind die Café Lounge Jasmin aus Frankfurt und der Amrûn Verlag.
Deutsche Autoren haben es schwer, sich in der Buchbranche durchzusetzen. Die renommierten Verlage setzen vermehrt auf prominente Autoren oder Werke, die sich bereits im Ausland erfolgreich verkauft haben. Die Café Lounge Jasmin hat sich daher zum Ziel gesetzt, deutsche Nachwuchsschriftsteller/-innen zu unterstützen.
Eine von vielen Maßnahmen ist das Literaturfestival am 17. August in Frankfurt/Fechenheim, das der Amrûn Verlag und die Café Lounge Jasmin nun bereits zum zweiten Mal organisieren. Ab 14 Uhr finden Lesungen
 in der Café Lounge Jasmin
 im Eiscafé Venezia
 in der Haarlounge
 im Refugium – The Welness Company
 im Hair & Flair Diana
 in der Gaststätte Bootshaus
 in der Metzgerei Meisinger
 bei Bücher vor Ort
 bei Optik Maschler
 bei Der Friseur
 und im Loftatelier 65 statt.
53 Autorinnen und Autoren stellen ihre Bücher vor – u.a. aus den Genres Krimi, Fantasy, Steampunk, Erotik und Poesie. Aber auch Kinder- und Jugendromane kommen nicht zu kurz. Im Anschluss an die Lesungen stehen die Autoren, wie z. B. Helmut Barz, Melanie Hinz, Ivonne Keller, Brigitte Pons oder auch die Autoren des Art Skript Phantastik Verlages dem Publikum in gemütlicher Runde Rede und Antwort. Signierte Bücher können selbstverständlich auch vor Ort erworben werden. Fünf Musiker werden zudem für das passende musikalische Ambiente sorgen. Unterhaltsame, spannende Stunden sind also garantiert, sowie jede Menge Nahrung für Körper und Seele.
Die Café Lounge Jasmin auf einen Blick: Das etwas andere Café mit Programm. Unsere Idee, in der heutigen Zeit etwas aufzubauen, womit man Leute berühren kann, existiert seit 6 Jahren. Kommunikation – Zwischenmenschlichkeit – Kunst – Kultur und Kulinarisches zu verbinden ist unser Ziel. Sie können bei uns entspannen und genießen, aus einer kleinen Auswahl der Bücher unserer Autoren lesen oder mit Ihren Freunden aus verschiedenen Anlässen feiern. Gerne stellen wir Ihnen auch einen Internetzugang zur Verfügung.
Weitere Informationen finden Sie auf www.litfest.fictionfantasy.de
Pressekontakt: Katja Lehmann, fechenheimer_literaturfestival@gmx.de, www.amrun-markt.de Elke Dippel: 069-26956584, Elke.Dippel@t-online.de, www.cafe-lounge-jasmin.de

Montag, 8. Juli 2013

Rezension zu "Joyland" von Stephen King, Heyne Verlag, Roman

Titel: Joyland
Autor: Stephen King
Seitenzahl: 352 Seiten (gebundene Ausgabe, 17.6.2013)
Isbn Nr. 978-3-453-26872-2
Verlag:  Heyne Verlag
Preis: 19,99 Euro


Klappentext:

"Stephen Kings Bestseller Der Anschlag – seine Zeitreise in die Sechzigerjahre – wurde von der Kritik einhellig in höchsten Tönen gelobt. In Joyland nun nimmt der Autor den Leser auf einen Trip in die Siebzigerjahre mit. Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich in einem kleinen Vergnügungspark die Wege eines untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten im sich überschlagenden Geschehen steht ein junger, unschuldiger Student und weiß: Irgendwann ist es mit der Unschuld vorbei. Irgendwann hört jeder Spaß auf.

Um sich sein Studium zu finanzieren, arbeitet Devin Jones während der Semesterferien im Vergnügungspark Joyland an der Küste von North Carolina. Drei Dinge sind es, die ihn im Laufe des Sommers 1973 vor allem beschäftigen: Seine große Liebe Wendy gibt ihm per Brief den Laufpass. In der Geisterbahn Horror House soll es spuken, nachdem dort ein Mädchen ermordet wurde. Und er fragt sich, welches Geheimnis sich wohl hinter der schönen jungen Frau mit ihrem behinderten Sohn verbirgt, an deren Strandvilla er jeden Tag vorbeikommt. Vom unbekümmerten Schaustellerleben in Joyland fasziniert, verlängert Devin seinen Aufenthalt. Mit seinen neugierigen Nachforschungen tritt er jedoch eine Lawine von Ereignissen los, bei denen es schließlich um Tod oder Leben geht ..."

Über Stephen King:
Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, "Carrie", erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk.

Eigene Meinung:
Dieser Roman von Stephen King, ist in der Ich-Perspektive des Studenten Devin Jones verfasst. Devin Jones arbeitete im Sommer 1973 im Vergnügungspark "Joyland". Während seiner Tätigkeit dort, trennt sich seine 1. Liebe Wendy per Post von ihm. Er hat Liebeskummer und Selbstmordgedanken quälen ihn. Devin gewinnt in Tom und Erin zwei gute Freunde, mit denen er Jahre später auch noch Kontakt pflegt. Die Tätigkeit im Vergnügungspark macht ihm Spaß, er rettet 2 Menschen das Leben und wird zum "Helden" des Parks. Um seiner ersten Liebe nicht begegnen zu müssen, verlängert er den Aufenthalt in Joyland. Was ihm gar keine Ruhe lässt, ist der Mord, der 1965 in der Geisterbahn geschehen ist. Das ermordete Mädchen soll dort spuken, der Mörder wurde nie gefasst. Devins Freund Tom, der nicht an Übersinnliches glaubt, sieht das Mädchen. Dieses Erlebnis verängstigt ihn. Devin, der den Geist gerne  gesehen hätte, beginnt zu ermitteln. Dadurch setzt er einige Ereignisse in Gang ..

Die wunderschöne Frau mit ihrem behinderten Sohn und kleinem Hund am Strand, die er täglich sieht, beschäftigen Devin und er bekommt Kontakt zu dem Jungen.

Zusammen mit Devin bekommen wir einen Eindruck vom Leben in "Joyland", den verschiedenen Buden mit ihren Besitzern. Die Stimmung, die in den 70er Jahren in Amerika herrschte, hat Stephen King in dieser Erzählung eingefangen. King hat sie sehr gut wiedergegeben und eine tolle Atmosphäre geschaffen.


Stephen King schafft es, uns nach Joyland zu entführen, mit Devin seinen 1. Liebeskummer zu erleben, ungewöhnliche Erlebnisse zu haben und Devin bei seinen Ermittlungen zu begleiten. Die Figur von Devin gelangt während seiner Tätigkeit in Joyland zu einer gewissen Reife. Zum Ende der Geschichte hin wird die bis dahin unspektakuläre Geschichte temporeich und richtig spannend. Natürlich darf das Übersinnliche, Unerklärbare bei King nicht fehlen.

Stephen King spielt in diesem Roman, wie gewöhnlich mit der Sprache. Er bringt knallhart formulierte Sätze, die keiner auszusprechen wagt.

5/5 Sterne für diesen brillant erzählten King, der jedoch nichts für die Horror-Action-King-Fans ist, die würden enttäuscht sein.

Freitag, 5. Juli 2013

Rezension zu "Operation Maulwurf" von Mila Roth, Agentenstory



Titel: Operation Maulwurf
Autorin: Mila Roth
Taschenbuch: 172 Seiten
Verlag:  CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (21. Mai 2013)
ISBN-13: 978-1484938683
Preis: 5,95 Euro
Kindle Edition: 2,99 Euro


Kurze Inhaltszusammenfassung:
"Wer verbirgt sich hinter der Maske?
Nur knapp kann Agent Markus Neumann verhindern, dass Janna Berg vom Anführer der terroristischen Vereinigung Söhne der Sonne entführt wird. Um sie vor weiteren Übergriffen zu schützen, soll Markus ihr fortan nicht mehr von der Seite weichen.
Da Jannas Familie sich auf einem Camping-Trip befindet, quartiert Markus sich vorübergehend bei ihr ein. Gleichzeitig laufen die Ermittlungen des Geheimdienstes auf Hochtouren: Wer verbirgt sich hinter dem geheimnisvollen Burayd und gibt es möglicherweise einen Verräter im Institut? Janna und Markus kommen der Lösung dieses Rätsels gefährlich nahe …"

Über die Autorin:
Mila Roth ist ein Pseudonym der Autorin Petra Schier. Sie ist 1978 geboren und lebt mit ihrem Mann und einem Deutschen Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel, studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und arbeitet seit 2003 als freie Autorin.
Unter ihrem Realnamen Petra Schier erscheinen ihre historischen Romane im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachtsromane bei Rütten & Loening.
Entdecken Sie die Hintergründe der Serie um Markus Neumann und Janna Berg, Lesungstermine, Sneak Peeks (Leseproben und Vorschauen) und vieles mehr: www.mila-roth.de
Mila Roth (aka Petra Schier) können Sie auch in den sozialen Netzwerken antreffen:
www.facebook.com/MilaRoth
www.twitter.com/Petralit
www.youtube.com/Petralit
 
Eigene Meinung: 
Janna nutzt das Wochenende, an dem ihre übrige Familie auf einem Campingausflug ist, um zu renovieren. Sie soll die größere Wohnung ziehen. Burayd, den wir bereits aus anderen Teilen der Reihe kennen, möchte Janna aus dem Weg räumen und steht mit geladener Waffe und Sprengsatz plötzlich vor ihr. Burayd, der Boss der "Söhne der Sonne", hat bereits einige Niederlagen durch Janna und Markus einstecken müssen und will sich nun rächen. Er will das Haus in die Luft sprengen. Markus, der bei Janna kurz vorbeischauen möchte, bekommt mit, was los ist und greift ein. Burayd kann jedoch flüchten.

Da der stumme Alarm, den Janna an das Institut gesandt hat, wurde nicht gehört, was Markus und seine Kollegen im Verdacht bestätigt, dass sich ein Maulwurf im Institut befindet. Wer ist der Maulwurf?

Petra Schier, die unter dem Pseudonym Mila Roth diese Vorabend-Agentenserie erschaffen hat, bietet auch in diesem 4. Teil um die sympathischen Agenten Markus und Janna Spannung pur. Von Anfang an wird dem Leser temporeiche Action geboten.
Wir Leser können miträtseln, wer der Maulwurf ist. Ich lag komplett falsch Mila Roth hat hier gekonnt einige trickreiche Überraschungen eingebaut, auch was Burayd betrifft.

Janna ändert ihre Frisur, legt Wert auf ihr Aussehen, das fällt sogar ihrer Schwester auf. Ob das wohl an Markus liegt?

Mila Roth hat hier einige humorvolle Szenen eingebaut und Janna ist ab und an in Erklärungsnot ihren Familienmitgliedern gegenüber, die einen neuen Mann in Jannas Leben erahnen, und sehr neugierig sind. 

5/5 Sterne für diese temporeiche, humorvolle Vorabend-Agentenserie. Leider war die Geschichte viel zu schnell gelesen.
  


Montag, 1. Juli 2013

Rezension zu "Gelöscht" von Tery Terry, Jugendbuch, Dystopie, Coppenrath Verlag



Titel: Gelöscht
Autorin: Tery Terry
Seitenzahl: 432 Seiten (gebundene Ausgabe, 1. Aufl. (Juni 2013)
Isbn Nr. 13-978-3649611837
Verlag: Coppenrath Verlag
Preis: 17,95 Euro 


Klappentext:
"Kylas Gedächtnis wurde gelöscht,
ihre Persönlichkeit ausradiert,
ihre Erinnerungen sind für immer verloren.
Kyla wurde geslated.
Aber die Stimmen aus der Vergangenheit lassen die Sechzehnjährige nicht los hat sie wirklich unschuldige Kinder bei einem Bombenanschlag getötet? Zählte sie zu einer Gruppe von gefährlichen Terroristen? Und warum steht ein Bild von ihr auf einer geheimen Webseite mit vermissten Kindern?
Kyla wird immer wieder von Flashbacks aus ihrem früheren Leben eingeholt und merkt allmählich, dass ihre wahre Identität ein großes Geheimnis birgt. Gemeinsam mit Ben, einem anderen Slater, in den sie sich verliebt, begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit doch wem kann sie überhaupt noch vertrauen?"

Info über die Autorin:
Teri Terry lebte in Frankreich, Kanada, Australien und England, und hat dabei drei Abschlüsse, eine ganze Sammlung von Reisepässen und mehr Adressen, als sie zählen kann, erworben - und ganz nebenbei kam sie auch noch zu einem seltsamen Namen. Ihre häufigen Umzüge als Kind und auch als Erwachsene haben Teri häufig in eine Beobachterrolle gezwungen. Seitdem interessiert sich sehr für Personen, die in eine fremde Umgebung kommen oder sich dort eingliedern müssen, wie Kyla in ihrem Debüt Gelöscht.

Teri hat vor Kurzem ihre Anstellung als Bibliothekarin in Buckinghamshire aufgegeben, um sich voll und ganz auf ihre Arbeit als Autorin konzentrieren zu können. Zudem verfasst sie eine Masterarbeit über die Darstellung des Terrorismus in aktuellen Dystopien für Jugendliche.

Der erste Band ihrer Trilogie Gelöscht hat sich innerhalb von kürzester Zeit zu einem Bestseller entwickelt und wurde bereits in zehn Sprachen übersetzt.

Weitere Infos gibt es auf der Webseite der Autorin: www.territerry.com 

Eigene Meinung:

Wir befinden uns im Jahr 2054 in England. Die Grenzen sind zu, das Land bekämpft den Terrorismus. Verbrecher unter 16 Jahren werden geslated, ihr Erinnerungsvermögen wird durch eine Operation gelöscht. Diese Slater müssen ein elektronisches Armband, ein Levo tragen, das ihre Gefühle kontrolliert.

So ein Slater ist Kyla. Sie bekommt ihre allerletzte Chance durch das Slaten. Doch Kyla ist anders als die übrigen Slater. Sie träumt und hat Erinnerungen an ihr früheres Leben. Außerdem ist Kyla sehr intelligent und stellt neugierige Fragen. Slater dürfen das nicht. Slater haben zu gehorchen. Das fällt Kyla schwer.

Diese spannende Dystopie wird uns aus der Sicht von Kyla in der Ich-Perspektive erzählt, so dass wir die Träume und Gedanken von Kyla hautnah miterleben. Von der ersten Seite an war ich vom Erzählstil der Autorin Teri Terry gefesselt. Sie zeichnet eine düstere Zukunft, einen Überwachungsstaat. Jeder Bürger ist unter Kotnrolle. Jeder hat Angst vor den Lordern, das sind Wächter, die alle kontrollieren. Obwohl die Autorin verzichtet, detailgenau das Leben dieser Bewohner zu erzählen, bekommen wir die Problematik der Bewohner dieses Zukunftsromans durch Kyla sehr intensiv mit. Für Kyla ist alles neu in dieser Welt, ihre Eltern, ihre Mitschüler, ihr ganzes Leben. Sie muss sich darin zurechtfinden und sie muss erkennen, wem sie vertrauen kann.

Temporeiche Actionszenen fehlen hier komplett. Solche Szenen würden hier auch nicht passen, denn das Leben in dieser Welt ist zu kontrolliert. Hier muss jeder Mensch aufpassen, was er sagt, er wird sonst verhaftet und verschwindet. Diese Stimmung und die Problematik wurde von der Autorin sehr gut beschrieben.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Intensiv, fesselnd, spannend 5/5 Sterne und meine Leseempfehlung für Jugendliche und Erwachsene, die mehr auf die leisen Zwischentöne stehen. Ein tolles Debüt und Auftakt einer Trilogie. Ich bin gespannt auf die weiteren Bände.

Rezension zu "Wie der Wind und das Meer" von Lilli Beck, Blanvalet Verlag, Roman

Titel: Wie der Wind und das Meer Autorin: Lilli Beck Seitenzahl: (512 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 18.9.17) Isbn Nr. 13-978-3-...