Sonntag, 25. August 2013

Autoreninterview mit Koethi Zan, Autorin von "Danach"


Da mir Koethi Zans Thriller "Danach" total gut gefallen hat, habe ich die Autorin um ein Interview gebeten. 

Ich habe mich total darüber gefreut, dass mir die sympathische Autorin mein erstes Interview in englischer Sprache gewährt hat. Hier meine Fragen und ihre sehr offenen Antworten, die ich für euch übersetzt habe.

Die Formulierungen sind also auf meinem Mist gewachsen, die Autorin kann das sehr viel besser:


1. Wann hast du mit dem Schreiben angefangen?

Ich habe mich während meiner Highschool-Zeit in Lyrik versucht, furchtbar.  Vor "Danach"  habe ich mich mit Vertragsentwürfen, etc. für meinen Job beschäftigt. Nichts sehr aufregend. Ich habe ständig Geschichten jeder Art gelesen,  einschließlich einer Menge Krimis.2 Jahre vor "Danach" habe ich fast ausschließlich Krimis gelesen. Im Dezember 2010 habe ich begonnen "Danach" zu schreiben, meinen ersten Thriller. Die Idee dazu hatte ich im Sommer zuvor. Einige Monate habe ich damit zugebracht, mir die Geschichte auszumalen. Dann habe ich mich dazu entschlossen, sie zu schreiben und aufzuhören, nur davon zu träumen.

2. Wieso hast du einen Thriller geschrieben und keine Liebesgeschichte?

Ich liebe Krimis und Thriller.und als ich mein Jurastudium kurzzeitig unterbrochen hatte um Filmwissenschaften zu studieren,  galt mein besonderes Interesse dem Film noir. Mich interessieren Spannung und Spannungaufbau in einer Erzählung.

Ich weiß nicht, ob ich dazu fähig wäre, Liebesgeschichten zu schreiben. Eventuell schon. Vielleicht sollte ich dazu wohl ein dramatisches und aufregenderes Liebesleben haben, aus dem ich schöpfen könnte, aber ich bin schon zu lange - seit etwa 20 Jahren - in einer glücklichen Beziehung.


3. War es schwierig einen Verlag für die Veröffentlichung deines 1. Buches zu finden?

Ich hatte sehr, sehr viel Glück. Mein Ehemann ist Autor. Als ich den Entwurf meines Buches fertig hatte, sandte er das Manuskript an seine Agentur. Die Agentur war begeistert von der Geschichte, sie hat mein Manuskript überarbeitet und es veröffentlicht. Das ganze war wie ein Traum und ist es immer noch. Es war eine wundervolle und erstaunliche Erfahrung.

4. Wie bist du auf die Idee zu deinem Thriller "Danach" gekommen?

Die Berichte von Opfern, die eine Gefangenschaft überlebt haben,  wie Elisabeth Fritzl, Natascha Kampusch, Jaycee Lee Dugard und Elizabeth Smart haben mich dazu inspiriert. Ich hatte Respekt vor ihrer Kraft und Belastbarkeit. Ich wollte verstehen,  wie sie meinen eigenen schlimmsten Albtraum überleben konnten. Ihre Geschichten gaben mir die Idee zu einem Thriller, der aus der Sicht eines überlebenden Opfers mit weiblicher Perspektive geschrieben wird.

5. Werden wir irgendwann eine Verfilmung von "Danach" zu sehen bekommen?

Oh, das wäre natürlich toll! Ich bin mir nicht sicher, aber wir arbeiten noch daran, das zu ermöglichen. Ich habe aber einige Ideen zu einer TV Show. Ich hoffe, dass sich die Show verwirklicht.

6. Hat sich in deinem Leben etwas geändert, seit du eine berühmte Autorin bist?

Ich weiß nicht, ob ich wirklich "berühmt" bin, aber mein Leben hat sich definitiv verändert, da ich nicht mehr als Juristin arbeite. Ich möchte mich ganz auf das Schreiben konzentrieren. "Danach" hat dazu den Anstoß gegeben. Eine Autorin  sein zu können, ist eine wundervolle Lebensart. Es hat natürlich auch Schattenseiten, man muss Kritik akzeptieren können und sie nicht persönlich nehmen. Und man muss ziemlich viel von sich preisgeben  - man fühlt sich sehr entblößt. Ich würde sagen, es stresst mich einerseits mehr eine Autorin zu sein, gibt mir aber auch mehr  Freude und Erfüllung.

7. Welchen Autoren/in würdest du gerne treffen? Warum?

Ruth Rendell. Sie ist eine meiner Heldinnen und gemäß den Interviews, die ich über sie gelesen habe, scheint sie eine sehr interessante Person zu sein.

8. Hast du einen Lieblingsautoren/in?

Wenn ich einen auswählen müsste, würde ich Nabokov wählen. Seine Arbeit ist so komplex, wundervoll geschrieben,  anspruchsvoll und spielerisch. Offenbar ist er ein Genie.


9. Welches Buch liest du denn gerade?

Ich lese zur Zeit "Die Straße" von Cormac McCarthy. Ich weiß nicht, wie ich dieses Buch so lange übersehen konnte. Ich liebe es. Es ist düster, fesselnd, sehr tiefsinnig und unglaublich berührend.

10. Was machst du, wenn du nicht schreibst?

Ich verbringe viel Zeit mit meiner Familie. Wir leben jetzt auf dem Land und bauen uns eine kleine Farm auf. Wir haben gerade Hühner gekauft und ich verbringe viel Zeit damit in meinem Stuhl zu sitzen und den Hühner zu zuschauen. Keine Angst, es werden keine Hühner in meinem nächsten Buch vorkommen.

In meiner Freizeit lese ich sehr gerne Erzählungen um zu entspannen und einfach zu meinem Vergnügen. Gelegentlich lese ich natürlich auch Sachbücher und Erlebnisberichte.  Seit 3 Jahren versuche ich kochen zu lernen. So langsam mache ich Fortschritte.

11. Magst du uns etwas über dein aktuelles Projekt erzählen?

Ich schreibe gerade mein zweites Buch - keine Fortsetzung von "Danach", ein total anderes Buch.  Ich bin immer noch an denselben Themen interessiert: Macht, psychische Störungen, Umgang mit einer dunklen Vergangenheit. Mein Ziel ist es ein Buch zu schreiben, das Spannung aufbaut und gleichzeitig von komplexen  Themen handelt. Mein neues Buch wird sicherlich düster und zwiegespalten sein.

Vielen Dank, liebe Koethi, dass du meine Fragen so ausführlich beantwortet hast. Ich freue mich schon sehr auf dein neues Buch und wünsche dir weiterhin viel Erfolg als Schriftstellerin. 



Samstag, 24. August 2013

Rezension für den Krimikiosk "Nebelflut" von Nadine D'Arachart und Sarah Wedler, Telescope Verlag, Krimi, ,

Titel: Nebelflut
Autorinnen: Nadine D'Arachart und Sarah Wedler
Seitenzahl: 219 Seiten
Verlag: 978-3941139527
Preis: 9,99 Euro

Klappentext: 
"Vor neunzehn Jahren verschwand die kleine Amy Namara spurlos - nun werden ihre blutigen Kleider in einem Fluss nahe Dublin entdeckt. Zeitgleich beginnt eine grausame Mordserie. 

Schnell wird Amys Bruder Patrick, ein unbescholtener Arzt, zum Hauptverdächtigen. Was keiner weiß: Auch an Amys Schicksal ist er alles andere als unschuldig." (Verlagsinfo)

Eigene Meinung: 
Detective Brady, der sich lieber in Dublin aufhält und dem Whiskey zugeneigt ist, wird von seinem Partner Sean angerufen. Zwischen Brittas und Corbally wurde ein Körper im Fluss angeschwemmt. Es wird vermutet, dass es sich um eine Kinderleiche handelt. 
Die vermeintliche Leiche entpuppt sich als Nachthemd und ein Teddybär. Schnell ist klar, dass es sich um die Sachen der vor 19 Jahren verschwundenen kleinen Amy Namara handelt.
Durch diesen Fund werden eine Reihe von Ereignisse in Gang gesetzt. Auf einem abgelegenen Hof wird die Leiche eines unbekannten Mannes gefunden, der wohl gefoltert wurde...
Die beiden Detectives Brady und Sean beginnen zu ermitteln, was gar nicht so einfach ist. Die Albträume von Patrick, Amys Bruder kehren zurück, da er sich am Verschwinden von Amy schuldig fühlt.
In einem Erzählstrang wird ein genaues Bild davon vermittelt, wie das Leben von Patrick, Amys Bruder, langsam aber sicher außer Kontrolle gerät. Raffinierterweise lassen uns die beiden Autorinnen   sehr lange im Dunkeln, worin Patricks Schuld genau besteht.
In einem anderen Erzählstrang kommt Amy zu Wort, die den Leser an ihren grauenvollen Erlebnissen kurz nach ihrem Verschwinden teilhaben lässt.
Und in einem weiteren dürfen wir Brady und Kollegen bei den Ermittlungen begleiten. Die beiden Detectives kommen nicht so richtig miteinander klar. Brady scheut sich daher nicht vor Alleingängen.
Dieser Krimi ist sehr fesselnd und spannend erzählt. Die beiden Autorinnen Nadine DArachart und Sarah Wedler haben kurze Kapitel gewählt und führen auch erfahrene Krimileser ganz schön an der Nase herum. 
Glaubt man, eine Spur zu haben, wird im nächsten Augenblick die ganze schöne These wieder über den Haufen geworfen.
Ein Pageturner, der ganz schön in Atem hält, die Spannung bis zum Schluss hält  und mit einem total ungewöhnlichen Schluss aufwartet. Unbedingt lesen! 
(Mein Sohn (14) hat diesen Krimi innerhalb von 2 Tagen verschlungen, er fängt zwar viele Bücher an, legt die dann aber auch gerne wieder weg, wie "Es" zum Beispiel).
 

Mittwoch, 21. August 2013

Rezension zu "Keiner will mehr nach San Francisco" von Oliver Fehn, Pandämonium Verlag, Kurzgeschichten

Titel: Keiner will mehr nach San Francisco
Autor: Oliver Fehn
Isbn Nr. 978-3-9813482-8-2
Seitenzahl: 231 Seiten
Verlag: Pandämonium Verlag
Preis: 18,95 Euro

Klappentext:

"Keiner will mehr nach San Francisco ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, Aphorismen, Gedichten und Essays des Autors Oliver Fehn.
Von der ersten Seite an begleiten wir ihn durch sein faszinierendes Schaffenswerk, das so stimmungsvoll anmutet wie die Jahreszeiten und so vielfältig ist wie das Leben selbst.

Erleben Sie witzige, aber auch verträumte Texte eines jugendlichen Oliver Fehn, der von der großen weiten Welt träumt. Begleiten Sie ihn hinaus in die Städte, auf endlose Straßen, zu vielen Begegnungen, die den Jungen zu dem Mann machten, der er heute ist."

Über den Autor:

Oliver Fehn, geboren 1960, ist Autor zahlreicher Sachbücher und Romane. Im Pandämonium-Verlag erschienen bisher sein Roman „Die Klavierbrücke“ (2012), sowie die packende Neu-Übersetzung von Mark Twains "Der geheimnisvolle Fremde" (2012). Hauptberuflich jedoch ist er inzwischen als Übersetzer tätig; zu seinen bevorzugten Genres gehören Romane sowie Fachbücher aus den Bereichen Gesundheit, Religionswissenschaft und Musik/Gitarre/Klavier.

Eigene Meinung:

Oliver Fehn hat einen ganz eigenen Schreibstil, der den Leser sofort zum Teil der Geschichte werden lässt. Poetisch, mit der Sprache spielend, zieht der Autor den Leser in seinen Bann. Es ist ein ganz besonderer Genuss, seine Texte, Gedichte und Aphorismen zu lesen. Die Aphorismen sind treffend, die Geschichten sind von unheimlich bis humorvoll, traurig, erinnern an die 1. Liebe, teils nostalgisch, teils surreal. In einer Geschichte treffen wir auf einige bekannte Protagonisten aus "Die Klavierbrücke".

Die Gedichte sind stimmungsvoll, jeder Text besitzt ein Eigenleben, berührt den Leser. Beim Lesen hatte ich den Eindruck, dass der Autor ein guter Freund von mir ist, der mir aus seinem Leben erzählt.

Man könnte das Buch wie einen Kalender verwenden und jeden Tag einen Text durchlesen, doch machen die Texte es einem schwer, das zu tun. Man kann das Buch einfach nicht aus der Hand legen, man muss es in einer Nacht durchlesen.

Oliver schreibt, er hoffe bei der Auswahl seiner unveröffentlichter Texte eine glückliche Hand bewiesen zu haben. Ja, Oliver, du hast eine glückliche Hand bewiesen. Ich bin gespannt auf weitere Veröffentlichungen. 5/5 Sterne für dieses außergewöhnliche Leseerlebnis.

Sonntag, 18. August 2013

Rezension zu "Mammon - Für deine Sünden musst du büßen" von Matthias Jösch, Thriller, Dotbooks Verlag




Titel: Mammon - für deine Sünden musst du büßen
Autor: Matthias Jösch 
Format: Kindle Edition
Dateigröße 651 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 467 Seiten
Verlag: dotbooks Verlag, Auflage: 1 (1.3.2013)
ASIN:B00BIJBT48
Preis: 3,99 Euro


Kurze Inhaltszusammenfassung: 

„Bevor sie kamen, um ihn zu richten, vollendete er seine Botschaft: ein Relief aus sechs Worten, von bluttriefenden Fingern mit Kettengliedern in den Stein geritzt.“

Ein markerschütternder Schrei versetzt das Publikum der Berliner Oper in Angst und Schrecken. Mitten im Zuschauerraum wird ein Mann ermordet – und doch fehlt vom Täter jede Spur. Das Opfer: der Vorstandsvorsitzende einer großen Bank. Die Tatwaffe: ein spanischer Dolch aus dem 15. Jahrhundert. Die Polizei beginnt, unter Hochdruck zu ermitteln. Der junge Kriminologe Adrian von Zollern recherchiert die Geschichte der Waffe. So findet er Hinweise auf eine mysteriöse Mordserie und eine weltumspannende Verschwörung, die vor langer Zeit begann und noch immer blutige Opfer fordert – im Namen der Gerechtigkeit …

Ein atemloser Thriller über Schuld, Rache und die ewige Frage: Heiligt der Zweck wirklich jedes Mittel?"

Über den Autor:
Matthias Jösch, geboren 1966 in Dernbach, studierte Betriebswirtschaftslehre, Mathematik und Musikwissenschaften. Er bekleidete leitende Positionen in renommier­ten Un­ternehmen und arbeitet heute als Unternehmensberater. Jösch schreibt für HiFi- und Musikzeitschriften und lebt mit seiner Frau im Ruhrgebiet.

Eigene Meinung:
1492 wurde Ignacio, der aus Villanuovo stammte, durch die Inquisition hingerichtet. Sein Sohn Yago schwörte Rache und gründete eine Bruderschaft, die über 500 Jahre einflussreiche Reiche, die ihre Macht missbrauchen, richten.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde allerdings aus dem ursprünglichen Rachegedanken eine grausame Ideologie, die nach "Erlösung" strebt.  Die Bande oder Bruderschaft benutzt für ihr Tun die neueste Technologie, hat genug Geld und Einfluss in den wichtigen Positionen. Sie können entsprechend Länderübergreifend agieren.

Adrian von Zollern ermittelt hier zusammen mit seinem Freund Sebastian Krix und dessen Schwester Violetta. Bei der Suche nach der Geschichte der Waffe geraten sie in Lebensgefahr und in verschiedene, ausweglose Situationen.

 
Die Hauptfiguren bleiben etwas auf Distanz zum Leser. Einen richtigen Zugang konnte ich zu ihnen nicht finden, was das Mitfiebern dann etwas schwer macht.

Der Autor lässt historische Orte und Figuren (u. a. Fugger, Medici)  in die Geschichte einfließen und beschreibt das Vorgehen der Bande sehr detailliert.

4/5 Sterne für diesen actionreichen  Debut-Thriller, den ich Lesern, die Geschichten im Stil von Dan Brown mögen, empfehle.

 

Donnerstag, 8. August 2013

Autoreninterview mit der Autorin Petra Durst-Benning



 
Heute durfte ich der Autorin Petra Durst-Benning einige Fragen stellen:

1. Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Zu 1: Zum Schreiben bin ich wie wir alle gekommen, in der Schule nämlich. Einziger Unterschied zu manch anderem: Ich habe nicht mehr damit aufgehört!

2. War es schwierig, einen Verlag für dein erstes Buch zu finden?
Zu 2: Bis ich meinen ersten Verlag gefunden habe, musste auch ich unzählige Verlage anschreiben. Ich schätze mal, es waren so um die dreißig. Aber da ich nichts zu verlieren hatte, blieb ich beharrlich und ließ mich nicht beirren ...

3. Wie sieht der Tagesablauf einer erfolgreichen Autorin aus?  Hast du eine bestimmte "Schreibzeit"?
Zu 3: Mein Tag ist sehr geregelt. Frühmorgens laufe ich mit Findelhund Eric spazieren, dann gibts Frühstück, dann wird geschrieben. In der Mittagspause mache ich alles, auf was ich Lust habe, dann wird wieder geschrieben. Abends, nach getaner Arbeit, gönnen Eric und ich uns wieder eine ausgiebige Runde ...

4. Wie ist die Idee zu den Figuren in "Solange die Welt noch schläft" entstanden?
Zu 4: Wie alle meine Figuren. Ich versuche, mir meine Romanmenschen bildlich vorzustellen, schreibe für jeden einen Lebenslauf mit allen möglichen Infos wie Essensvorlieben, Sternzeichen, Sportlichkeit, Sprechgewohnheiten etc.

5. Du schreibst historische Romane. Ich kann mir vorstellen, dass es schwierig ist, für deine Geschichten zu recherchieren. Wie bist du z. B. bei den Recherchen zu "Solange die Welt noch schläft" vorgegangen?
Zu 5: Ich liebe das Recherchieren! Vor allem, weil ich nur über Dinge recherchiere, die mich brennend interessieren. In Büchereien, im Internet, vor Ort - alles ist für mich gleichermaßen wichtig. Auch suche ich mir für jedes Thema mindestens einen Experten, bei diesem Buch war es der Extremradfahrer Christian Mayer, der mir dabei half, genug "Blut, Schweiß und Tränen" zwischen den Seiten zu versenken ...#

6. Hast du Kontakt zu anderen Schriftstellern?
Zu 6: Eher wenig.

7. Welche/n Schriftsteller/in würdest du gerne einmal treffen und was würdest du sie/ihn fragen?
Zu 7: Der Beruf eines Menschen interessiert mich nicht, für mich ist viel wichtiger, dass ein Mensch selbst interessant und herzenswarm ist.

8. Was machst du, wenn du nicht schreibst?
Zu 8: Ich habe so viele Interessen, das würde jetzt eine lange Aufzählung geben. Das Leben ist soo spannend!

9. Wie beurteilst du den eBook Markt?
Zu 9: Der E-book-Markt macht das Buchgeschäft nicht leichter ...

10. Kontakt zu den Lesern über FB, Homepage, Twitter und sozial Media. Wie wichtig ist dir der Kontakt zu deinen Lesern?
Zu 10: Am liebsten ist mir der persönliche Kontakt zu meinen Lesern. Deshalb gehe ich viel auf Lesungen, halte Fantreffen ab, biete Schauplatzbegehungen an - wenn wir uns dann treffen, wird das immer sehr fröhlich!

11. Kannst du uns von einem witzigen/kuriosen Erlebnis bei einer Lesung berichten?
Zu 11: Es gibt so viele witzige, zu Herzen gehende, intensive Momente auf meinen Lesungen, da fällt es mir schwer, einen herauszupicken. Ich sammle diese Momente wie Perlen auf einer Perlenkette. Und in den einsamen Monaten des Schreibens hole ich sie aus meiner Erinnerung hervor und erfreue mich daran ...

12. Wie gehst du mit Kritik zu deinen Geschichten um?
Zu 12: Jeder darf sagen und schreiben, was er will.

13. Welches Buch/eBook liest du denn gerade und wie gefällt es dir?
Zu 13: Ich lese gerade einen englischen Krimi von Nicci French. Da ich aber Vielleserin bin, kann es morgen schon was anderes sein

14. In welchem Genre werden wir keine Geschichte von dir lesen können?
Zu 14: Fantasy, Sex- und Fesselspiele, Thriller ...

15.Dein Buch "Die Samenhändlerin" wurde bereits verfilmt. Warst du zufrieden mit diesem Film? Wenn ich ehrlich bin, hat mir dein Buch viel besser gefallen.
Zu 15: Ich fand den Film klasse! Er hatte nur nicht mehr viel mit meinem Buch zu tun ...


16. Magst du uns etwas über dein aktuelles Projekt erzählen?
Zu 16: Derzeit schreibe ich an Band III meiner Jahrhundertwindtrilogie. Darin geht es um die dritte des Freundinnen-Trios - Clara, die sehr spät im Leben nochmals alles mit Mut und Tatkraft umkrempelt und endlich endlich glücklich wird ...

Vielen Dank, liebe Petra, dass du meine neugierigen Fragen so ausführlich beantwortet hast. Ich bin schon ganz gespannt auf "Die Champagnerkönigin", den 2. Teil der Jahrhundertwindtrilogie. Das Buch erscheint am 13.9.2013.

Wer mehr über die sympathische Schriftstellerin wissen möchte schaut hier: http://www.durst-benning.de/ oder bei Facebook hier: https://www.facebook.com/pages/Petra-Durst-Benning-Autorin/209818349153088?fref=ts

Dienstag, 6. August 2013

Gewinner meiner Verlosungsaktion "Dein totes Mädchen"

Vielen Dank, dass ihr so zahlreich an meinem Gewinnspiel teilgenommen habt und für eure interessanten Antworten.

Per Random.org habe ich den Gewinner gezogen:

And the winner is: sabine0910@googlemail.com

Herzlichen Glückwunsch, liebe Sabine. 

Sobald ich deine Adresse habe, macht sich das Buch auf den Weg zu dir.


Da ich bald eine Schnapszahl erreicht habe, 33 333 Seitenzugriffe, werde ich unter allen, die einen Kommentar auf meinem Blog hinterlassen haben, ein Überraschungsbuch verlosen.

 


Montag, 5. August 2013

Rezension zu "Solange die Welt noch schläft", Petra Durst-Benning, Ullstein Verlag, historischer Roman



Titel: Solange die Welt noch schläft
Autorin: Petra Durst Benning
Seitenzahl: 496 Seiten
Isbn Nr. 978-3548285412
Verlag: www.ullstein-taschenbuch.de
Preis: 9,99 Euro

Klappentext:

"Berlin, um 1890. Eine Gesellschaft, in der Männer die Zukunft bestimmen und Frauen gefälligst die Pedale einer Nähmaschine und nicht die eines Fahrrads zu treten haben. Doch der Jahrhundertwind fegt durch die Straßen und flüstert verheißungsvoll von Aufbruch und Abenteuer. Drei Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein können: Josefine, die Tochter eines Hufschmieds bricht in die Männerdomäne des Radfahrens ein und wird bitter dafür bestraft. Die brave Apothekertochter Clara will endlich frei sein von der Tyrannei ihrer Eltern. Und die Fabrikantentochter Isabelle sehnt sich nach der großen Liebe. Die Konventionen der Kaiserzeit, Standesdünkel und Vorurteile machen den jungen Frauen das Leben schwer. Doch der Wunsch nach Selbstbestimmung und Freiheit ist unbezähmbar. Mutig macht sich das Freundinnentrio auf seinen Weg in eine neue, bessere Zukunft."

Über die Autorin:

Petra Durst-Benning ist eine der erfolgreichsten und profiliertesten deutschen Autorinnen. Seit über 15 Jahren laden ihre historischen Romane die Leserinnen ein, mit mutigen Frauenfiguren Abenteuer und große Gefühle zu erleben. Auch im Ausland und im TV feiern ihre Romane große Erfolge. Petra Durst-Benning lebt mit ihrem Mann bei Stuttgart.

Eigene Meinung:

Petra Durst-Benning hat mit ihrem historischen Roman "So lange die Welt noch schläft" einen total interessanten, fesselnden Roman geschrieben, der sich um den Beginn des Fahrradfahrens dreht.

Drei Freundinnen, die aus verschiedenen Gesellschaftsschichten kommen, sind völlig fasziniert vom Fahrradfahren. Für Josefine ist solch ein Rad, wie es der Vater ihrer Freundin besitzt, unerschwinglich. Sie darf sich das Fahrrad anfangs noch vom Vater ihrer Freundin leihen. Der Vater fürchtet jedoch um den schlechten Einfluss auf seine Tochter Isabelle, die eine gute Partie ist und schnellstmöglichst verheiratet werden soll. Doch Isabelle denkt überhaupt nicht daran, zu heiraten. Die Apothekerstochter Clara hingegen hilft ihrem Vater beim Salbenmischen und würde gerne an der Uni Medizin studieren. Sie verliebt sich in einen jungen Arzt und möchte ihn heiraten.

Anhand dieser drei jungen Frauen bietet uns Petra Durst-Benning einen spannenden Einblick ins Leben der Frauen um die Jahrhundertwende. Das Radfahren steht natürlich im Mittelpunkt, bedeutet es für die Frauen doch neu gewonnene Freiheit. Das Radfahren ist in dieser Zeit eigentlich nur den Männern erlaubt, was zu Spannungen zwischen den Geschlechtern führt.

Das Buch ist sehr schön illustriert mit Bildern von alten Rädern, Radrennen und passender Bekleidung für Fahrradfahrer.

Die Protagonistin Josefine, die es nicht leicht hat mit ihrer Familie, ist eine sehr sympathische Figur, so dass wir von der ersten Seite an hoffen, dass es das Schicksal gut mit ihr meint und sie ihre Träume verwirklichen kann. Auch die beiden Freundinnen von Josefine sind der Autorin sehr gelungen und bringen Spannung in die Geschichte, da jede der Freundinnen einen anderen Lebensweg beschreiten möchte.

Das bunte Treiben auf den Straßen von Berlin hat die Autorin wunderbar beschrieben. Wir radeln quasi mit Josefine durch die Straßen oder erleben ein Fahrradrennen. 

5/5 Sterne für diesen von der ersten Seite an fesselnden historischen Roman über Lebensträume, die verwirklicht werden wollen, die Liebe und Frauen, die sich über alle Konventionen hinwegsetzen.

Sonntag, 4. August 2013

Autoreninterview mit Thomas Himmelbauer, Autor von "Tod auf der Weißwandhütte"


Da mir der Alpenkrimi von Thomas "Tod auf der Weißwandhütte" sehr gut gefallen hat, habe ich Thomas um ein Interview gebeten: 

1. Wann hast du entdeckt, dass dir Schreiben Spaß macht?

Meine ersten Zeilen habe ich „verfasst“, als ich in der Schule gerade Schreiben und Lesen gelernt habe. Sie handelte von Indianern, denn ich las damals begeistert Karl May. Bis heute hat mich die Freude, die Abenteuer, die im Kopf entstehen, für andere zu Papier zu bringen nicht mehr verlassen.

2. Wann wurde deine 1. Geschichte veröffentlicht und wo?

 Der Krimi „Tod in Pannonien“ erschien 2009 im Verlag Federfrei.

3. Wie entstand die Idee zu deinem Krimi "Tod auf der Weißwandhütte"?

Als begeisterter Bergsteiger wollte ich die Eindrücke, die ich in vielen Jahren bei meinen Touren gesammelt habe, mit einer spannenden Handlung kombinieren.

4. War es schwierig, einen Verlag zu finden, der dein 1. Buch veröffentlicht? 

Für mein 1. Buch, ein Roman über das Leben von Jugendlichen im Wien der siebziger Jahre, habe ich bis heute keinen Verlag gefunden. Für den Krimi „Tod in Pannonien“ gab es sogar Angebote von mehreren Verlagen.

5. Was würdest du Schreibneulingen raten? 

Schreiben, schreiben, schreiben …, denn es macht dir Spaß. Nicht schreiben, schreiben…, weil ich will veröffentlicht werden. Wenn deine Geschichten auch andere Menschen begeistern, dann wird sich ein Verlag finden…

6. Wie gehst du mit Kritik zu deinen Büchern um?

Wenn man ein Buch veröffentlicht, dann sollte man bereit sein Kritik hinzunehmen. Gute Kritik kann nur zu Verbesserung führen, schlechte muss man nicht beachten. Dabei darf man nie vergessen, dass der Verkauf von Büchern ein Geschäft wie jedes andere ist. Der Markt ist groß, die Anzahl der Bücher noch größer.

7. Kannst du uns von einem witzigen/kuriosen Erlebnis mit einem Leser berichten?

Zwei meiner Krimis „Tod in Pannonien“ und „Tod am Güttenbach“ sind lokalst Krimis. Sie spielen in der Ortschaft „Güttenbach“ (1000 Einwohner) und ihrer Umgebung. Die gesamten Örtlichkeiten der Handlung sind völlig real, während die Personen alle meiner Fantasie entsprungen sind. Es genügt schon, dass eine Person dieser Krimis übergewichtig ist, dass ein übergewichtiger Mensch denkt, diese Person zu sein. Auch wenn alle anderen Merkmale nicht übereinstimmen. Viele Leser suchen in den ausgedachten Handlungen wahre Begebenheiten. Das finde ich ziemlich kurios. Es gibt Leser, die zur Weißwandhütte wandern wollen. Doch diese Hütte gibt es nur in meiner Fantasie.

8. Wie gestaltet sich der Tagesablauf einer Lehrers und Autors? Wann findest du Zeit zum Schreiben? 

Ich benötige keine besonderen Umstände um schreiben zu können. Zu Hause, im Freibad, in der Schule während einer Freistunde, im Stau auf der Autobahn….

9. In welchem Genre dürfen wir keine Buchveröffentlichung von dir erwarten? Warum nicht?

Mystery, Zukunftsromane oder historische Romane darf man von mir nicht erwarten. Das ist wahrscheinlich so, weil ich Mathematik und Physik studiert habe.

10 . Wie wichtig ist Fanbetreuung über FB, Homepage, Sozial Media für dich?

Die Betreuung der Fans darf mich keine Zeit kosten, die ich zum Schreiben benötige. Ich habe keine Homepage und FB betreibe ich erst seit ein paar Monaten.

10. Auf dem eBook-Bereich ist es ziemlich einfach geworden, eigene Werke zu veröffentlichen. Wie beurteilst du den eBook- Markt? 

Ich befürchte eine Entwicklung wie im Musiksektor. Jeder kann sich alles gratis besorgen. Im Grunde ist es nicht schlecht, dass jeder leicht veröffentlichen kann. Man kann dann nur im Durchschnitt keine hohe Qualität erwarten.

11. Dient dir ein Schriftsteller als Vorbild? Nein.

12. Welchen Schriftsteller/in würdest du gerne einmal treffen und was würdest du ihn/sie fragen?

Dostojewski. „Ist es Ihnen recht, dass ihre Romane verfilmt werden? Kann man Romane verfilmen?“

13. Welches Buch/eBook liest du zur Zeit?

 „Die Brüder Karamasow.“ Ein Buch, das ich immer wieder gerne zur Hand nehme.

14. Was machst du, wenn du nicht schreibst?

Ich arbeite als Lehrer für Mathematik und Physik am Gymnasium Neulandschule in Wien. In der Freizeit liebe ich Bergsteigen, Radfahren, Tanzen mit meiner Frau, Theaterbesuche, Lesen, Wetterbeobachtungen.


15. Verrätst du uns etwas über dein aktuelles Projekt?

Nach „Tod in Pannonien“ und „Tod am Güttenbach“ ein weiterer Lokalkrimi im Südburgenland mit Anton Geigensauer als Ermittler.

Vielen Dank, lieber Thomas, dass du dir die Zeit genommen hast für meine Fragen. 

Rezension zu "Wie der Wind und das Meer" von Lilli Beck, Blanvalet Verlag, Roman

Titel: Wie der Wind und das Meer Autorin: Lilli Beck Seitenzahl: (512 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 18.9.17) Isbn Nr. 13-978-3-...