Dienstag, 30. Dezember 2014

Rezension zu "Lügentanz " von Ivonne Keller, Knaur eBook, Spannungsroman


Titel: Lügentanz
Autorin: Ivonne Keller
Dateigröße: 504 KB (383 Seiten)
 ASIN: B00MKJNENO
Verlag: Knaur eBook, Auflage 1 (15.12.14)
Preis:  9,99 Euro


Kurze Inhaltszusammenfassung:
"Psychologische Spannung vom Feinsten für Fans von Gillian Flynn, S.G. Watson und Wiebke Lorenz!

„Liebst du mich noch?“ Als Michaela Michalsen ihrem Mann David diese Frage stellt, rechnet sie nicht mit einem „Nein“. Oder gar damit, dass er sich von ihr trennen will. Liegt es am Schock über seine Antwort, dass ihr die Erinnerung an ein wichtiges Telefonat fehlt, bei dem es um ihre eigene Tochter ging? Oder kehren die Aussetzer zurück, die sie schon vor zwölf Jahren im Griff hatten? Spielt ihr Mann ein falsches Spiel? Will er sie loswerden? In den Wahnsinn treiben?"

Über die Autorin:
Seit ihrer Kindheit liebt Ivonne Keller das Spiel mit der Sprache. Aufgewachsen in einem hessischen Dorf, begeisterte sie sich bereits in der Schule für englischsprachige Literatur und lernte später während eines Auslandsstudiums im andalusischen Granada Spanisch. Die Faszination für Sprache, gekoppelt mit dem Interesse für alles Menschliche, führte sie neben ihrer Arbeit als Personalerin zum Schreiben. Dabei interessiert es sie besonders, was mit Menschen passiert, die kurz davor sind, auszuflippen. Wenn das Leben so anstrengend wird, dass die Fassade bröckelt und man auf das schauen kann, was dahinter liegt. Meist sind Frauen ihre Hauptfiguren - so wie in ihrem ersten Roman »Hirngespenster«. Sie lebt mit ihrem Mann, drei Söhnen und einer bunten Katze in der Nähe von Frankfurt am Main. Mehr über die Autorin erfahren Sie auf ivonne-keller.de oder vernetzen Sie sich via Facebook unter facebook.com/ivonne.keller


Eigene Meinung:
Die Geschichte beginnt an Michaelas Geburtstag. Ihr Mann behauptet, sie nicht mehr zu lieben. Er streitet das Gespräch später ab. Auch an ein mit der Lehrerin ihrer Tochter Karla geführtes Telefonat erinnert sich Michaela nicht. Michaela bekommt Panik, da sie schon früher unter Gedächtnislücken zu leiden hatte. Als sie auf eine Anzeige stößt, in der eine Wohnungs- und Hundesitterin gesucht wird, bewirbt sie sich spontan, um eine Auszeit nehmen zu können und wird prompt genommen. Michaelas Mann David und ihre beste Freundin Bea finden das keine gute Idee und mischen sich ein. Beide sind der Meinung, Michaela sollte eine Therapie machen.

In einem 2. Erzählstrang lernen wir Lena kennen, die sich auch auf diese Anzeige hin bewirbt. Lena ist jung und weiß noch nicht so genau, was sie vom Leben eigentlich will. Sie sucht dringend eine Wohnung und einen Job.

Lena und Michaela freunden sich im Laufe der Geschichte an. 

Die Story liest sich flüssig. Es herrscht eine ständige unterschwellige Spannung und erst einmal ist alles was die beiden Frauen betrifft reichlich undurchsichtig.

Ich würde "Lügentanz" als einen psychologischen Spannungsroman bezeichnen, bei dem ein Beziehungsdrama im Vordergrund steht. Genau wie Michaela fragt man sich als Leser, ob sich Michaela alles nur einbildet oder ob wirklich etwas an ihrem Verdacht dran ist und ihr Mann sie los werden möchte. Man reimt sich eine Geschichte zusammen um später festzustellen, dass man völlig falsch lag.

Michaelas Handlung an manchen Stellen in der Geschichte ist mitunter nicht so ganz logisch und nachvollziehbar. Vielleicht erklärt sich das, durch ihre Erlebnisse in ihrer Vergangenheit. Mehr möchte ich nicht verraten, um die Spannung nicht zu nehmen.

Unterstützung bekommt Michaela von Lena, bei der aber auch nicht ganz klar ist, welche Interessen sie verfolgt.

Zwischen den verschiedenen Erzählsträngen sind Emails von Bea gestreut, die uns Einblicke in die Vergangenheit von Michaela und Bea gewähren.

4/5 Sterne für dieses gelungene Spiel zwischen "Sein" und "Schein" und interessanten, etwas undurchsichtigen Frauenfiguren.








Donnerstag, 25. Dezember 2014

Rezension zu "Engelsgleich", Martin Krist, Ullstein Buch Verlag, Thriller



Hier meine Rezension zu einem Buch, für das sich das Einlösen eines Weihnachtsgutscheins lohnt:


Titel: Engelsgleich
Autor: Martin Krist
Seitenzahl: 576 Seiten (broschiert, 5.12.14)
Isbn Nr.  13 9783548286396
Verlag: Ullstein Buch Verlag
Preis: 9,99 Euro

Klappentext:
"In Berlin wird Hauptkommissar Paul Kalkbrenner zu einem Tatort gerufen. Auf einem Fabrikgelände wurde der verstümmelte Leichnam einer jungen Frau entdeckt. Unweit davon befinden sich stinkende Kloakebecken. Fassungslos müssen Kalkbrenner und seine Kollegin Sera Muth zusehen, wie eine Leiche nach der anderen aus den Gruben geholt wird. Ist unter ihnen auch die verschwundene Merle, die von ihrer Pflegemutter Juliane Kluge verzweifelt gesucht wird?" 

Über den Autor:
Martin Krist ist das Pseudonym des erfolgreichen Autors Marcel Feige. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften und lebt seit 1998 als Schriftsteller in Berlin. Weitere Infos unter: www.martin-krist.de

Eigene Meinung:

Martin Krist hat mit "Engelsgleich" einen rasanten, sehr komplexen mit vielen verschiedenen Handlungssträngen erschaffen. Die sehr schnell wechselnden einzelnen Szenen werden aus der Sicht von vier verschiedenen Personen erzählt.
Juli Kluge, die mit ihrer Partnerin und drei Pflegekindern zusammenlebt. Merle, die älteste Pflegetochter verschwindet und Juli versucht, ihre Pflegetochter zu finden. Juli erzählt in der Ich-Perspektive.

Ein zweiter Erzählstrang handelt von den Ermittlungen von Paul Kalkbrenner und seinem Team. Das Team hat ganz schön viel zu tun und die Ermittler gehen manchmal etwas unkonventionelle Wege, was dem  Staatsanwalt natürlich überhaupt nicht gefällt.
 
In einem weiteren Erzählstrang lernen wir Anezka kennen, die auf der Flucht ist, und unglaubliche Dinge erleben muss.

Und da ist noch Markus, ein kleiner Ganove, der groß hinaus will in der Szene und sich mit den falschen Leuten einlässt.


Dieser rasante Thriller liest sich trotz der vielen verschiedenen Personen und Erzählsträngen recht flott. Man ist ständig am Rätseln, wie alles wohl zusammenhängen wird,  und man entdeckt dann schnell, dass Martin Krist einige Überraschungen und Wendungen parat hat.

Die Themen, die der Autor gewählt hat, sind leider sehr aktuell und realistisch. Sie wecken Emotionen beim Leser, sie lassen wirklich keinen kalt, ab und an muss man nach Luft schnappen, so spannend ist dieser Thriller.


Mir hat "Engelsgleich" richtig gut gefallen, ein stellenweise brutaler, richtig packender Thriller mit interessanten Figuren, der 5/5 Sterne verdient hat. Für Thrillerfans, die auch etwas komplexere Geschichten mögen, ein absolutes Muss. Am Schluss bleiben noch einige Fragen offen, vielleicht werden die im nächsten Thriller geklärt?







 

Sonntag, 21. Dezember 2014

Titel: MUC, Anna Mocikat, Endzeitroman, Droemer Knaur

Titel: MUC
Autorin: Anna Mocikat
Isbn Nr. 978-3-426-51540-2
Seitenzahl:366 Seiten (Paperback 1.12.14)
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 12,99 Euro


Klappentext:

"München, 2120: Hundert Jahre nach dem großen Sterben, dem beinahe die gesamte Menschheit zum Opfer fiel, ist von dem Wohlstand der Stadt wenig übrig. Zerstörte Häuser, Müll und Dreck in den Straßen und Skelette in der U-Bahn, so präsentiert sich MUC, wie die Stadt mittlerweile heißt, der Kletterkünstlerin Pia.
Pia ist auf der Suche – nach ihrem Bruder, der vor Jahren verschollen ist, und nach Antworten. Denn das große Sterben haben nur Rothaarige überlebt, ihre Haare jedoch sind pechschwarz. Aber MUC ist kein Ort des Wissens und der Freiheit mehr, sondern eine ­gnadenlose Diktatur. Pia muss sich entscheiden, ob sie auf der Seite der Unterdrücker oder der Unterdrückten stehen will."

Über die Autorin:
Anna Mocikat, geb. 1977, machte zunächst eine journalistische Ausbildung, ehe sie an der renommierten Drehbuchwerkstatt München(Filmhochschule München) ein Stipendium erhielt und Drehbuchschreiben studierte. Anschließend war sie mehr als zehn Jahre lang im Filmbusiness als Drehbuchautorin und Regisseurin tätig, wobei sie mit zahlreichen namhaften TV-Sendern und Produktionsfirmen zusammen arbeitete. Später schrieb sie als Gamewriterin für diverse deutsche Videospielhersteller. Anna Mocikat lebt in der Nähe von München.

Eigene Meinung:
Pia verlässt ihr Alpendorf um nach MUC zu gehen und ihren Bruder Paul dort zu suchen. Das Mädchen ist anders als die Alpenbewohner. Sie hat dunkle Haare, alle anderen Bewohner dort sind rothaarig. Sie ist eine Außenseiterin und erhofft sich in dem legendären MUC eine bessere, interessantere Welt. Auf dem Weg nach MUC findet sie viele Reste der alten Welt. Fremdartige Tiere, die bedrohlich wirken, Technik, die sie nicht kennt, und natürlich gibt es auch Gefahren, denen sich Pia stellen muß.

Die Autorin beschreibt die Welt, in der sich Pia bewegt, bildhaft und sehr detailliert, so dass wir uns Pias Welt sehr gut vorstellen können. Wir erfahren viel aus der alten Welt, die wie unsere ist, und sehr viel über das Leben, das Pia im Alpendorf führen musste.
Leider kommt die Spannung hier viel zu kurz, ungefähr nach der Hälfte des Buches fängt die Geschichte erst an spannend zu werden. So richtig fesseln konnte mich die Story  auch nicht. Die alte Welt, das große Sterben und der Herrscher in MUC mit seiner "Religion",  mit der er die Menschen unterdrückt, das kommt mir doch alles sehr bekannt vor und bietet keine großen Überraschungen. Auch die Lovestory konnte da nichts retten. 

Die Charaktere Pia, Robin, Aela und Co sind gut gezeichnet und Pia ist eine sehr sympathische Figur, die ihre Persönlichkeit im Laufe der Handlung weiterentwickelt.
Der Klappentext klang spannend, auch dass ein Endzeitroman in Deutschland spielt, fand ich ganz interessant. An einen Endzeitroman habe ich die Erwartung einer fesselnden Story, die von Anfang an spannend ist. Diese Erwartung wurde hier leider nicht erfüllt, daher 3/5 Sterne. 

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Rezension zu "Die Erben der alten Zeit 2 - der Thul" von Marita Sydow Hamann, Santicum Medien, Fantasy


Titel: Die Erben der alten Zeit - der Thul
Autorin: Marita Sydow Hamann
Seitenzahl: 528 Seiten (gebundene Ausgabe)
Verlag: Santicum Medien (24.2.14) 
Isbn Nr. 13-978-3950365894
Empfohlenes Alter: ab 12
Preis: 19,80 Euro

Klappentext:
"Der bösartige Magier Oden, der grausam über den Planeten Godheim herrscht, hat der 14-jährigen Charlie jenes magische Amulett entrissen, mit dem man zwischen der Erde und Godheim reisen kann. Während Charlie auf Godheim festsitzt, startet Oden seinen magischen Angriff auf die Erde. Gemäß einer alten Prophezeiung, soll nur Charlie ihn noch stoppen können. Doch die hat nicht die mindeste Ahnung, wie das geschehen soll. Sie weiß ja nicht einmal, wie sie ihre in Gefangenschaft geratene Freundin Hanna aus Odens Burg Asgard befreien kann. So macht sie sich mit ihren Freunden auf die Suche nach jener jungen Frau, die ihr mehrmals in Visionen erschienen ist. Ob dies der richtige Weg ist?" 
 
Über die Autorin:
Marita Sydow Hamann wurde 1973 in Norwegen, geboren und wuchs unter anderem in Deutschland, Österreich und Spanien auf. 1999 zog sie nach Schweden, um als persönliche Assistentin für Kinder mit geistigen und körperlichen Behinderungen zu arbeiten. Als Ausgleich zur Arbeit mit ihren Patienten begann sie mit dem Schreiben. Marita Sydow Hamann lebt mit ihrem Mann, drei Pferden, zwei Hunden und einer Katze auf einem kleinen Hof in Schweden. Mehr über Marita findet ihr hier: http://www.marita-sydowhamann.com/

Eigene Meinung:
Hanna befindet sich in den Händen von Oden auf Burg Asgard und macht Bekanntschaft mit einer uns aus Band 1 vertrauten Figur. Mit der Hilfe von Tora kommt Charlie so langsam wieder zu Kräften. Zwischen Kunar und Charlie gibt es Spannungen.

Sofort war ich wieder mitten im Geschehen, obwohl es schon eine Weile her ist, dass ich Band 1 gelesen hatte. Es geht spannend weiter mit den uns bereits aus Band 1 bekannten Figuren. Wir reisen in verschiedene Welten mit interessanten, teils magischen Figuren, die alle sehr vielschichtig und gut charakterisiert sind.

Marita Sydow Hamann besitzt einen sehr bildhaften Erzählstil und beschreibt uns die verschiedenen Welten sehr detailliert. Manchmal wurde mir das in diesem Band etwas zu langatmig, richtig spannend und fesselnd wird es dann im letzten Drittel des 2. Bandes.Sehr einfallsreich fand ich, wie sich manche Geschöpfe aus dem Schweden der Gegenwart in Godheim in magische Wesen verwandelten und umgekehrt, was aus den gefährlichen, magischen Wesen in Godheim im heutigen Schweden wurde.

Die Autorin hat hier viele interessante Elemente aus der nordischen Mythologie zu einer Fantasy-Science-Fiction-Story  verwebt. Von mir gibt es für diese gelungene Fortsetzung 4/5 Sterne für diese ungewöhnliche Fantasy-Geschichte mit sympathischen Figuren. Ich bin gespannt, was sich Marita in Band 3 noch so einfallen lässt.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Rezension zu "Hochmut" von Mike Franley, eBook, Psychothriller

Titel: Hochmut
Autor: Mike Franley
Seitenzahl: 290 Seiten
Dateigröße: 410 KB 
Isbn-Quelle für Seitenzahl: 1503029433
ASIN: B00OLUQK2M
Preis: zur Zeit 0,99 Euro, TB: 10,99 Euro
2 überarbeitete Auflage: 9.12.14
 


Kurze Inhaltszusammenfassung:
"Was Heil versprach, brachte den Untergang. Bei den Schuldigen dominiert gnadenlose Arroganz und Gier. Selbst im Angesicht der Gefahr sind sie nur zögerlich bereit, ihr wahres Gesicht zu zeigen. Doch keiner von ihnen ahnt, zu was die Opfer fähig sind.
Wer alles verloren hat, überschreitet eine Grenze – eine Grenze, hinter der es kein menschliches Mitgefühl mehr gibt.

Folgen Sie Kommissar Köstner und seinem Team durch die Abgründe dieses Falls und entscheiden Sie selbst, wer Ihr Mitgefühl verdient hat."

Über den Autor:
Lange Zeit hatte Mark Franley (Jahrgang 1972) nichts mit dem Schreiben im Sinn, fühlte sich aber neben seiner beruflichen Tätigkeit immer zu kreativen Hobbys hingezogen. Bevor er damit begann, Bücher zu schreiben, stellte er Holzschmuck her und widmet sich bis heute der Ölmalerei, mit der er auch an einigen Vernissagen teilnahm.
Lange Zeit versuchte er die Bilder in seinen Gedanken als Gemälde umzusetzen und fand dann im geschriebenen Wort ein Ventil, diesen Gedanken Leben einzuhauchen.
In seinem Debütwerk „Der heilige Arkh“ gebraucht Mark Franley nun erstmals Worte, um seine Gedanken in Bilder zu fassen. Mehr über den Autor erfahrt ihr hier: http://www.mark-franley.de/.
 
Eigene Meinung:
Auch der 5. Band der Reihe um den Ermittler Mike Köstner beginnt sehr spannend. Der Leser wird sofort ins Geschehen geworfen. Martin möchte sich für den Tod seiner Frau und seiner Tochter an den Beteiligten rächen. Was mit seiner Familie passiert ist, wird so nach und nach aufgeklärt.
Das Ermittlerteam bekommt verschiedene Leichen auf den Tisch, doch ein Zusammenhang der Fälle ist nicht zu ersehen. Die Kripo hat keinerlei Anhaltspunkte. Das Team Tom und Sabrina bekommen Hilfe von Mike Köstner, der nicht mehr im Dienst ist, und zusammen mit seiner Freundin voerst in Dänemark lebt. Erst Mikes Intuition bringt das Team auf eine Spur.

Mike Franleys schreibt wie gewohnt flüssig, die Szenen sind spannend und der Leser ist erst einmal am Rätseln. In verschiedenen Handlungssträngen wird aus der Sicht des Täters und der Ermittler erzählt. Zum Ende hin hat Franley noch eine überraschende Wendung parat. Leider ist diese nicht ganz schlüssig und wirkt etwas zu konstruiert.
 
Mike Franley hat wieder einmal einen sehr gesellschaftskritischen Psychothriller mit aktueller Thematik abgeliefert. Es geht hier um die Pharmaindustrie.  Leider hätte die ganze Geschichte - Täter, Ermittler und die Hintergründe -  etwas mehr beleuchtet gehört. Zu viele Dinge bleiben offen, die Charaktere sind nicht sehr gut ausgearbeitet.

Auch die Hochspannung, die ich bisher von Mike Franleys Psychothrillern kenne, fehlte hier etwas. Ich war nicht so richtig gefesselt, die Figuren konnten keine Emotionen in mir wecken. Mir scheint das ganze Buch etwas zu hastig geschrieben.

Das Lektorat hat hier nicht gut gearbeitet, Namen wurden verwechselt, einige Rechtschreib- und viele Kommafehler musste ich entdecken. Das finde ich sehr schade (Ich hatte ein Ebook der 1. Auflage, evtl. sind die Fehler jetzt behoben). 

3/5 Sterne für diesen durchaus lesenswerten Psychothriller um ein interessantes Thema mit einigen Schwächen.


Mittwoch, 10. Dezember 2014

Rezension zu "Bezwungen" von Teri Terry, Coppenrath Verlag, Dystopie,

Titel: Bezwungen
Autorin: Teri Terry
Seitenzahl: 376 Seiten (gebundene Ausgabe) 2.6.14
Isbn Nr. 13-978-3-649611851
Verlag: Coppenrath Verlag 
http://www.bloggdeinbuch.de/
Preis: 17,95 Euro


Klappentext:
"Kylas Gedächtnis wurde gelöscht, ihre Persönlichkeit ausradiert, ihre Erinnerungen sind für immer verloren. Denkt sie. Kylas Leben ist einmal mehr in größter Gefahr, als Nico einen hinterhältigen Anschlag auf sie ausübt. Auf der Flucht vor dem skrupellosen Anführer von Free UK sucht sie Unterschlupf bei ihren Freunden von MIA. Dort kann sie mit neuer Identität untertauchen und aus dem Blickfeld der Lorder und der Terroristen verschwinden. Sich in Sicherheit wähnend, kreisen Kylas Gedanken wieder mehr um ihre Kindheit, und Stück für Stück kommen Erinnerungsfetzen an Lucy und ihre Eltern zurück. Als Kyla endlich ihre Mutter kennenlernt, erfährt sie, wer sie als Kind wirklich war. Doch wieso hat ihr Vater sie damals freiwillig den Terroristen übergeben? Und welch dunkles Geheimnis verbirgt sich hinter ihrer Familiengeschichte?"

Über die Autorin:
Teri Terry lebte in Frankreich, Kanada, Australien und England, und hat dabei drei Abschlüsse, eine ganze Sammlung von Reisepässen und mehr Adressen, als sie zählen kann, erworben - und ganz nebenbei kam sie auch noch zu einem seltsamen Namen. Ihre häufigen Umzüge als Kind und auch als Erwachsene haben Teri häufig in eine Beobachterrolle gezwungen. Seitdem interessiert sich sehr für Personen, die in eine fremde Umgebung kommen oder sich dort eingliedern müssen, wie Kyla in ihrem Debüt Gelöscht.

Teri hat vor Kurzem ihre Anstellung als Bibliothekarin in Buckinghamshire aufgegeben, um sich voll und ganz auf ihre Arbeit als Autorin konzentrieren zu können. Zudem verfasst sie eine Masterarbeit über die Darstellung des Terrorismus in aktuellen Dystopien für Jugendliche.

Der erste Band ihrer Trilogie "Gelöscht" hat sich innerhalb von kürzester Zeit zu einem Bestseller entwickelt und wurde bereits in zehn Sprachen übersetzt.

Weitere Infos gibt es auf der Webseite der Autorin: www.territerry.com 


Eigene Meinung:
Auch wenn es schon eine Weile her ist, dass ich die ersten beiden Bände "Gelöscht" und "Zersplittert" gelesen hatte, konnte ich mich schnell wieder in die Story einfinden.

Hilfreich für den Leser wäre bei solchen Reihen, bei denen man etwas warten muss, bis der nächste Band erscheint, am Anfang ein Kapitel "Was bisher geschah"  oder zumindest ein Personenregister. Wer das dann nicht lesen möchte, kann mit dem nächsten Kapitel beginnen.

Kyla erzählt uns ihre Erlebnisse wie bereits gewohnt, aus der Ich-Perspektive, so dass wir ihren Gedankengängen folgen können und alle Ereignisse ganz genau aus ihrer Sichtweise erleben. Das Mädchen entwickelt sich im Laufe der drei Bände weiter.

Der dritte Band dreht sich um Kylas Erlebnisse mit ihrer Familie vor dem Sliden. Sie versucht herauszufinden, wer ihre Familie ist und was genau geschah in der Vergangenheit. Kyla kommt ihrer Geschichte auf die Spur, sie ist umgeben von Verrätern und muss unterscheiden lernen, wer es gut mit ihr meint.

Kyla lebt in einer Diktatur, in der keiner wagt, sich gegen die Lorder zu wehren. Man kann sich vorstellen, wie schrecklich es für Kyla und ihre Freunde ist, was sie in dieser Gesellschaft von Zwang und Kontrolle der Lorder erleben müssen und wie hilflos sie sich fühlen. 

Auch der dritte Band ist sehr spannend und fesselnd erzählt. Diese Dystopie beinhaltet alles, was das Leserherz begehrt. Eine zarte Lovestory, tolle, sympathische Charaktere und eine spannende, fesselnde Handlung. Das ist eine  Dystopie, die aus dem Einheitsbrei herausragt. "Bezwungen" ist ein toller Abschluss dieser Reihe mit gelungenen Charakteren und vielen Überraschungen.

"Bezwungen" und überhaupt die ganze Reihe, bekommt von mir 5/5 Sterne  und meine absolute Leseempfehlung. Weihnachten naht, das wäre doch was für eure Wunschliste?

Samstag, 6. Dezember 2014

3 Jahre Bibliothek der vergessenen Bücher - ein Grund um zu feiern




Es ist Zeit zu feiern! 3 Jahre Bibliothek der vergessenen Bücher.
Schuld daran, dass ich zum Bloggen gekommen bin, ist mein Chef. Ich sollte herausfinden, ob eine Firmenseite auf Facebook für uns Sinn macht und habe mich dort dann erst einmal privat angemeldet. Die Seite kam mir mehr als dubios vor, da ich sofort von einigen Freunden Mails und Freundschaftsanfragen erhalten habe. Schnell habe ich dann festgestellt, dass hier viele Buchverrückte unterwegs sind und ich habe einige interessante Seiten entdeckt, auf manchen Seiten konnte man sogar Bücher gewinnen. Ich der absolute Pechvogel, was Gewinnspiele anbelangt, hatte hier sogar Glück. Ich habe bei Vorablesen so manch ein Buch gewonnen, dort mit meinen Besprechungen begonnen und festgestellt, dass mir das Spaß macht. Als das Forum "Wir lesen" Rezensenten für Fantasy-Bücher gesucht hat, habe ich mich beworben und wurde sofort genommen. Kurz darauf hat mich Petra Weber vom Krimikiosk gefragt, ob ich keine Lust hätte, für den Krimikiosk zu rezensieren. Ich durfte viele neue Autoren und Autorinnen entdecken, die ich wahrscheinlich nie beachtet hätte (ich war ziemlich auf meine Lieblingsautoren fixiert und habe dann meist nach ähnlichen Autoren gesucht).

Irgendwann kam dann der Wunsch nach einem eigenen Blog. Zu Beginn meines Bloggerlebens war ich stolz darauf, dass ich so viele Bücher und Ebooks angeboten bekomme. Die Ernüchterung folgte dann sofort. So viele Bücher konnte ich gar nicht lesen, schließlich habe ich ja auch einen Job, Familie, Freunde und weitere  Hobbies.

Ich habe viele Freunde und Gleichgesinnte gefunden, gute und schlechte Erfahrungen mit Bloggern und Autoren gemacht, festgestellt, dass Gemeinschaftsprojekte meist nicht sehr lange halten, manche Enttäuschung eingesteckt und ab und an wurde ich auch ganz schnell ohne ersichtlichen Grund entfreundet. Es geht eben alles schneller im Internet :).  Deshalb freue ich mich um so mehr, dass ich mein Blog-Projekt durchgezogen habe. Ich bin unabhängig und kann tun und lassen, was ich will.

Vielen, vielen Dank, liebe Leserinnen und Leser, für eure Treue. Ohne euch würde das Bloggen doch gar keinen Sinn machen. Vielen Dank, liebe Autorinnen und Autoren für die tollen Bücher, die ihr schreibt und die ich bereits kennenlernen durfte.Vielen Dank, liebe Verlage, für die Veröffentlichung interessanter Bücher.Vielen Dank, liebe Bloggerinnen und Blogger für eure Unterstützung.

Ich  möchte euch nicht voll labern, nein, ich möchte mit euch feiern und ihr könnt auch etwas gewinnen. Der Emons-Verlag hat mir drei Exemplare von Mara Ferrs neuem Paris-Krimi "Ponts de Paris" zur Verlosung zur Verfügung gestellt. Dieses Angebot habe ich sehr gerne angenommen, das hat auch zu meinem Bloggeburtstag gepasst,  begleiten mich Mara Ferrs Krimis doch durch mein Bloggerleben. Ich habe alle ihre Krimis verschlungen. Ganz herzlichen Dank an den Emons Verlag für diese drei tollen Krimis.

Was ihr tun müsst? 
Ihr solltet LeserIn meines Blogs sein, schließlich möchte ich mich bei meinen LeserInnen und Lesern bedanken.

Bitte beantwortet folgende Frage per Mail an biggiralf at freenet.de (bitte gebt eure Mailadresse an)

Wie heißt der erste Krimi von Mara Ferr?

Zeit habt ihr bis zum Freitag, 12.12.14, 23.59 Uhr. Am Samstag wird dann ausgelost.  Die Gewinner werden auf meinem Blog bekannt gegeben und per Mail von mir angeschrieben.

Teilnahmebedingungen:
1. Bitte habt Verständnis dafür, dass der Gewinn nicht in bar ausgezahlt werden kann. 
2. Bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter 18 Jahren müssen die Eltern mit der Teilnahme am Gewinnspiel einverstanden sein.
3. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
3. Versand ist nur innerhalb Germany möglich, in weitere Länder gegen Erstattung der Portokosten.
4. Bitte vergesst nicht, eure E-Mailadresse anzugeben.
5. Eure Daten werden vertraulich behandelt und nach der Verlosung natürlich gelöscht. 

Ich wünsche euch viel Glück und hoffe, dass ihr mir weiterhin treu bleibt und ganz viel Spaß hier bei mir habt. 

Per Random-Org werden die Gewinner am Samstag, 13.12. gezogen. Die Gewinner werden per Mail von mir benachrichtigt und erhalten dann nach Bekanntgabe ihrer Adresse Buchpost von mir.


Herzlichen Glückwunsch! 
Gewonnen haben: Moni M., Sabine K. und Uncle Tom.



Mittwoch, 3. Dezember 2014

Rezension zu "Schattenschrei" von Erik Axl Sund, Goldmann Verlag, Psychothriller

Titel: Schattenschrei
Autor: Erik Axl Sund
Seitenzahl: 448 Seiten (Paperback 17.11.14)

Isbn Nr. 13-978-3-442-48119-4
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 12,99 Euro
Band 3 der Victoria-Bergman-Trilogie

Klappentext:
"Während Jeanette Kihlbergs Ermittlungen endlich Erfolge zeigen, geht Sofia durch die Hölle. Ist Victoria Bergman schuldig?
Endlich zeigen sich mehr und mehr Erfolge in den Ermittlungen der Kommissarin Jeanette Kihlberg. Sie glaubt, zwei Frauen als Mörderinnen identifiziert zu haben. Aber damit sind die Verbrechen noch nicht aufgeklärt ... Und auch, was die unauffindbare Victoria Bergman mit den Morden zu tun hat, ist noch unklar. Derweil wird für Psychologin Sofia die Zusammenarbeit mit Jeanette immer schwieriger, weil sie dabei ihrem eigenen, persönlichen Kern immer näher kommt. Und das führt sie geradewegs in die Hölle.


"Krähenmädchen" (Band 1 der Victoria-Bergman-Trilogie) ist im Juli 2014 erschienen.
"Narbenkind" (Band 2 der Victoria-Bergman-Trilogie) ist im September 2014 erschienen.
"Schattenschrei" (Band 3 der Victoria-Bergman-Trilogie) ist im November 2014 erschienen."

Über die Autoren:
Erik Axl Sund ist das Pseudonym des schwedischen Autorenduos Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist. Håkan ist Tontechniker, Musiker und Künstler. Jerker ist der Producer von Håkans Elektropunkband "iloveyoubaby!" und arbeitet zurzeit als Bibliothekar in einem Gefängnis. Zusammen haben sie drei Romane geschrieben, die Victoria-Bergman-Trilogie, für die sie 2012 mit dem Special Award der Schwedischen Krimiakademie ausgezeichnet wurden.

Eigene Meinung:
Diesmal rückt Victoria in den Vordergrund der Geschichte. Durch Rückblicke in die Vergangenheit, erhalten wir einen Einblick in die Geschehnisse von damals und Victoria und Sofia sind dabei, diese aufzuarbeiten.

Während Jeanettes Ermittlungen voran schreiten, dreht der Staatsanwalt fast durch, da er ein verstörendes Päckchen bekommt und er wird immer unsympathischer.

In diesem Teil wird weniger gemordet, die Ermittler sind jedoch genauso entsetzt wie der Leser, weil sie eine überaus erschütternde Entdeckung machen.

Das Autorenduo bleibt ihrem sachlichen, nüchternen Erzählstil treu. Sie streuen Zahlen ein über den Kindesmissbrauch und der Pädophilen, was ziemlich verstörend wirkt und hoffen lässt, dass hier endlich mehr unternommen wird, um die Opfer zu schützen und die Täter zu bestrafen.

Ganz langsam fügt sich Puzzleteil für Puzzleteil zusammen und Geheimnisse werden gelöst. 

Für mich ist der dritte Band ein gelungener Abschluss dieser Trilogie mit unglaublichen Wendungen.
Wahnsinn, was die beiden Autoren für eine komplexe Geschichte entwickelt haben!

Zartbesaiteten Lesern sollte allerdings davon abgeraten werden, diese Trilogie zu lesen und viele Leser werden wohl vom letzten Teil enttäuscht sein, da die Autoren nicht alle Geschehnisse haarklein für den Leser aufbereiten.

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für diese sehr komplexe, unglaublich spannende, brutale, düstere und verstörende Trilogie. Nicht ohne Grund hat diese Trilogie den Special Award der Schwedischen Krimiakademie gewonnen.





Samstag, 29. November 2014

Rezension zu "Ponts de Paris" von Mara Ferr, Emons Verlag, Paris Krimi

Titel: Ponts de Paris
Autorin: Mara Ferr
Seitenzahl: 190 Seiten (7.10.14, broschiert)
Isbn Nr. 13- 978-3954514380
Verlag: Emons Verlag
Preis: 9,90 Euro

Klappentext: 
"Marie ist tief und schmerzhaft gefallen: Ehemals elegante Gattin eines reichen Schönheitschirurgen, lebt sie heute als Obdachlose in Paris. Ihr tristes Dasein nimmt eine dramatische Wende, als ihr ein Geschäftsmann ein lukratives Angebot macht: Für ein fürstliches Einkommen soll sie in seinem Bordell als Hausdame arbeiten. Das Fatale daran: Lehnt sie das Angebot ab, sterben ihr Sohn und ihr Enkel. Nimmt sie es an, stirbt sie selbst . . ."

Über die Autorin: 
Mara Ferr, geboren 1965 in Österreich, studierte Psychologie, bevor sie eine Ausbildung zur Pädagogin abschloss. Später arbeitete sie als freie Lektorin und beschäftigte sich mit journalistischer Pressearbeit, bevor sie ihren ersten Kriminalroman veröffentlichte.

Eigene Meinung:

Marie, früher elegant und in den Kreisen der oberen Zehntausend unterwegs, lebt jetzt als Obdachlose in Paris. Ihre Runden durch Paris führt sie an den vielen Pariser Brücken vorbei.  Ihr Leben nimmt eine dramatische Wendung, als ihr der reiche Geschäftsmann Monsieur Mondieu ein Angebot unterbreitet, das sie nicht abschlagen kann, denn ansonsten sterben ihr Sohn und ihr Enkel. Sie soll die Hausdame seines exklusiven Bordells werden. Marie nimmt an, sie rechnet aber an jedem zweiten Donnerstag an dem sie für ihren Job abgeholt wird, dass sie nicht mehr lebend zurückkehren wird. Um ihre Tätigkeit zu ertragen, stehen ihr Claude und Lille zur Verfügung. Marie stürzt sich in Tagträume, um alles zu ertragen und fängt dann an, Pläne zu schmieden ..

Mara Ferr hat eine liebenswürdige Marie erschaffen, die angesichts ihres Elends immer noch Werte besitzt, sich nicht verkaufen lässt, und nichts Unrechtes tun möchte. Marie ist dem skrupellosen Geschäftsmann Monsieur Mondieu allerdings ausgeliefert. Sie muss seine Monologe ertragen und seinen Zynismus.

Dieser Paris Krimi besitzt diesen ganz bestimmten Pariser Flair und liest sich sehr leicht. Sprachlich bewegt sich auch der dritte Krimi von Mara Ferr auf höchstem Niveau. Besonders zu betonen ist, dass die Geschichte ohne großes Blutvergießen, ohne Gewaltdarstellungen und ohne genaue Schilderung von Missbrauch aller Art, der nur angedeutet wird, auskommt.

4,5/5 Sterne, absolute Leseempfehlung für diesen Krimi mit gut charakterisierten Protagonisten, der aber eher ruhig verläuft und der mich trotzdem gefesselt hat. Was ich diesmal allerdings etwas vermisst habe, ist der rabenschwarze Humor von Mara Ferr.






Donnerstag, 27. November 2014

Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Unendlich - Seelenmagie 1" von Alana Falk, Bookshouse Verlag, Fantasy

Titel: Unendlich – Seelenmagie 1
Autorin: Alana Falk  
Seitenzahl: 459 Seiten
ISBN: 9789963523795
Preis: 2,99 EUR (E-Book) / 15,99 EUR (P-Book)

Verlag: Bookshouse Verlag

Eine für mich rundum gelungene fantastische Geschichte mit einem ganz gemeinen Cliffhanger! (Ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh…)


Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):

Leonora „Lena“ ist eine fleißige 18jährige Schülerin, die ein großes Interesse an Pflanzen und Chemie hat. Sie wirkt auf ihre Mitmenschen vielleicht unscheinbar und sonderbar, hat dadurch auch wenig Freunde, aber ihr bester Kumpel Mike ist immer für sie da und steht ihr mit Rat und Tat zur Seite. Die geliebte Gromi (Großmutter) ist leider ein halbes Jahr zuvor verstorben und Lena trauert immer noch sehr um sie, was ihre Mutter, mit der sie sich ständig streitet, nicht nachvollziehen kann. Das Vermächtnis ihrer Oma immer im Blick, geht Lena in der Freizeit auf Erkundungstour und sammelt mit Mike Pflanzen. Die Schülerin möchte gerne ihre Heimat hinter sich lassen und sieht die Lösung darin, an einem Chemieintensivkurs teilzunehmen, bei dem es ein Stipendium zu ergattern gibt. Ihre größte Konkurrentin hierbei ist Luise, die zu allem übel auch noch mit Lenas Exfreund Adrian zusammen gewesen ist. Luise macht Lena gerne und oft und auch mit unfairen Mitteln das Leben schwer.
Beim Kurs lernt Lena den 25jährigen Cay kennen, einen Chemiestudenten aus München, der für die praktischen Versuche als „Assistent“ zuständig ist. Er ist eher verschlossen, zeigt aber großes Interesse an Lena. Cay sucht auffallend oft die Nähe der jungen Frau und gerade als sie sich endlich dazu durchringt, die in ihr aufkeimenden Gefühle zuzulassen (und damit ihren erhofften Studiumgewinn zu gefährden!) und ihm diese zu gestehen, eröffnet Cay ihr, dass er in den nächsten Tagen leider fort muss.
Hat diese junge Liebe eine Chance und welches Geheimnis verbirgt Cay vor Lena?

Über die Autorin: 

Alana Falk ist 1980 geboren und in Süddeutschland aufgewachsen, wo sie mit ihrem Mann und ihrem Kater lebt. Sseit sie in den USA für einige Wochen die Highschool besucht hat, ist die englische Sprache ihre Leidenschaft. Deswegen übersetzt sie mit Hingabe Liebesromane. Sie liebt TV-Serien, vor allem BBC-Serien wie Downtown Abbey, Doctor Who und Sherlock. Außerdem natürlich Bücher und Musik. Wenn sie ein Lied gefunden hat, dass sie inspiriert, hört sie das wochenlang in Endlosschleife, während sie an ihren romantischen Fantasy-Geschichten schreibt. Mehr über Alana Falk auf der Bookshouse-Seite ode rauf ihrer Homepage Alana Falk.
Meine Meinung

Es handelt sich bei Unendlich um das erste Buch, das ich von Alana Falk gelesen habe und ich war von Anfang an von ihrer Schreibweise, ihrem klaren Ausdruck und die Art, mich mit Worten zu packen, begeistert. Auf ihrer Homepage habe ich entdecken können, dass sie bereits mehrere Romane in verschiedenen Genres und unter unterschiedlichen Namen veröffentlicht hat und ich werde mich mit Sicherheit in nächster Zeit durch ihre Werke lesen…
Die Schriftstellerin konnte mich von Anfang bis Ende durch ihre detaillierte Beschreibung und bildliche Darstellung einzelner Szenen genauso begeistern, wie bei der Ausarbeitung der Charaktere. Sie erzählt aus Sicht von Lena, außer im Epilog – da kommt dann die männliche Hauptfigur zu Wort.
Lena war mir von Anfang an sympathisch und ich konnte ihre Zurückhaltung Cay gegenüber sehr gut nachvollziehen, der doch sehr zurückhaltend und mysteriös daherkommt. Es konnte zwischen den beiden eine stimmige Atmosphäre aufgebaut werden und als Leser sah man quasi auf den Seiten die Funken sprühen.
Lena hat im Laufe der Geschichte auch ein gewisses Konfliktpotential mit ihrem besten Freund Mike. Hier wurden beide Sichtweisen und Verhaltensmuster gut erklärt.
Es handelt sich bei dem Start dieser faszinierenden paranormalen Trilogie um eine gelungene Mischung aus Fantasy und Liebesgeschichte. Endlich sind die Protagonisten auch mal älter als die obligatorischen 16 Lenze und es steckt auch ein schöner Schuss Erotik im Text.
Das Buch hat mich am Ende beim Lesen schon FAST glücklich und zufrieden zurückgelassen und ich dachte für mich, dass die Handlung eigentlich auch in sich stimmig beinahe abgeschlossen wäre, aber dann kam ein Cliffhanger, der mich um Haaresbreite vom Sofa gefegt hätte. Ich musste tatsächlich die letzten 10 Seiten noch einmal lesen und war doch ein wenig… geschockt, entsetzt, fassungslos… ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Vor allen Dingen vor dem Hintergrund, dass alle drei Teile dieser Trilogie in JAHRESabständen veröffentlicht werden. Ich war nach dem Umblättern der letzten Seite schon etwas frustriert würde ich meinen.
Zur Info: Band 2 „Verirrt“ und Band 3 „Im Augenblick“ werden dann auch ERST im Juni 2015 und Juni 2016 veröffentlicht. Ich komme immer noch nicht ganz drüber weg, wenn ich diese Jahreszahlen sehe. Es interessiert mich wirklich brennend, wie es weitergeht und ob alle Geheimnisse im Umfeld von Lena aufgedeckt werden.
Das Zielpublikum dieser Reihe liegt im weiblichen Bereich und ich würde doch die Altersgrenze ab 16 Jahren anvisieren wollen.

Fazit:
Der wunderschöne Anfang einer bezaubernden, fantastischen Trilogie! Bin ein großer Fan und hätte nach dem Lesen am liebsten gleich mit Band 2 gestartet! Ich werde diese Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen… und die weiteren Projekte der Autorin ebenfalls. Ich vergebe natürlich fantastische 5/5 Sterne!


Dienstag, 25. November 2014

Rezension zu Passagier 23 von Sebastian Fitzek, Droemer Knaur, Psychothriller

Titel: Passagier 23
Autor: Sebastian Fitzek
Seitenzahl: 432  spannende Seiten (30.10.14, Hardcover)
Isbn Nr. 13- 978-3-426-19919-0 
Verlag:Droemer Knaur
Preis: 19,99 Euro

Nach dem Besuch einer Lesung mit Sebastian Fitzek am letzten Dienstag, ist dieser Thriller auf meinem Sub hoch gerutscht und ich war am Wochenende einfach weg - auf Kreuzfahrt mit der "Sultan of the Seas" (normalerweise würden mich keine zehn Pferde auf ein Kreuzfahrtschiff bringen. Ich bin heute noch "Traumschiff" geschädigt. Bei Muttern musste man  "Traumschiff" gucken und ich habe eben ab und an mitgeguckt ..

Klappentext:
"Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ...

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm …"

Über den Autor:
Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. "Therapie", erschienen 2006, war sein erstes Werk - und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie - und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender "Mailoholic" ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin.

Eigene Meinung:
Sebastian Fitzek hat hier wieder einen richtig fesselnden, reichlich mysteriösen und sehr spannenden Thriller mit interessantem Plot und einer ungewöhnlichen Lokation abgeliefert. So ein Kreuzfahrtschiff bietet unglaubliche Möglichkeiten, Verbrechen zu verüben.

Die Charaktere sind ungewöhnlich und teilweise etwas schräg, z. B. die Rentnerin Gerlinde, die auf dem Schiff wohnt, und einen Thriller schreiben möchte. Die Story ist mehr als raffiniert und mit hintergründigem Humor.

Kaum zu glauben, dass man so viele Überraschungen und Wendungen in eine Geschichte einbauen kann. Einmal angefangen, muss man diese Kreuzfahrt an einem Stück erleben, das Buch ist kaum aus der Hand zu legen.  Allerdings ist davon abzuraten, das Buch vor einer geplanten Kreuzfahrt zu lesen, es sei denn, man ist total abgebrüht oder hat wenig Phantasie.

5/5 Stern und meine absolute Leseempfehlung. Sebastian Fitzek hat sich mit "Passagier 23" wieder einmal selbst übertroffen. 


Samstag, 22. November 2014

Rezension zu "Das Verstummen der Krähe" von Sabine Kornbichler, Piper Verlag, Kriminalroman


Titel: Das Verstummen der Krähe
Autorin: Sabine Kornbichler
Seitenzahl: 432 Seiten (TB 13.8.13)
Verlag: Piper Taschenbuch
Isbn Nr. 978-3492302036
Preis: 12,99 Euro
 Klappentext:
"Kristina Mahlos Auftrag als Nachlassverwalterin hat es in sich. Eine Verstorbene vererbt ihr beträchtliches Vermögen ihren fünf besten Freunden, jedoch unter der Bedingung, dass es gelingt, den Mord aufzuklären, für den ihr Mann einst verurteilt worden war. Kris will den Fall ablehnen, doch dann entdeckt sie in der Wohnung der Toten einen Hinweis auf ihren eigenen Bruder Ben, der vor Jahren spurlos verschwand …"
Über die Autorin:
Sabine Kornbichler, geboren 1957, wuchs an der Nordsee auf und arbeitete in einer Frankfurter PR-Agentur, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Schon ihr erster Roman, »Klaras Haus«, war ein großer Erfolg. Sie lebt und arbeitet als Autorin in München.

Eigene Meinung:
In diesem Krimi ermittelt eine Nachlassverwalterin, die sympathische Kris, deren Bruder Ben vor 6 Jahren spurlos verschwunden ist. Das hat Spuren bei ihrer ganzen Familie hinterlassen. Ihre Eltern wohnen getrennt und kommunizieren nur noch über gelbe Zettel. Kris bekommt den Auftrag, für die verstorbene Theressa Lenhardt den Nachlass zu regeln. Fünf ihrer Freunde sollen ihr Vermögen erhalten, allerdings nur unter der Bedingung, dass keiner der Erben am Mord an dem Journalisten Konstantin Lischka beteiligt war. Der Ehemann von Frau Lenhardt wurde aufgrund von Indizien des Mordes an dem Journalisten angeklagt. Seine Frau ist davon überzeugt, dass ihr Mann unschuldig war. Da Frau Lenhardt andeutet, dass Ben, der verschwundene Bruder von Kris, in die Sache verwickelt zu sein scheint, hat die sympathische Nachlassverwalterin natürlich ein ganz besonderes Interesse an diesem Fall.

Dieser Krimi braucht etwas bis er in die Gänge kommt, dafür lernen wir die ganze Familie und die Freunde von Kris kennen. Die Protagonisten sind glaubhaft und sehr lebendig. Neben vielem Privatem, das wir über die sympathische Kris und ihre Familie und Freunde erfahren, wartet dieser Krimi mit einem mehr als kniffligen Fall auf, den Kris zu lösen hat. Henrike, ihre Freundin, steht ihr tatkräftig zur Seite, schließlich schreibt Henrike gerade an einem Krimi und hat Verhörtechniken studiert. Wir erleben viele Dialoge zwischen Kris und den Erben. Anfangs sind die mehr als hilfsbereit, alle Fragen von Kris zu beantworten, und scheinbar sind sich alle einig, dass keiner von ihnen mit dem Mord etwas zu tun hat. Als Kris jedoch weiteremittelt, gerät sie in Gefahr und die Einigkeit der Erbengemeinschaft bekommt so langsam Risse.

Ein Krimi, der ohne großes Blutvergießen und Gewaltszenen auskommt, dafür den Leser mitraten lässt. Da fast jeder der Verdächtigen ein Motiv hat, wird es ganz schön schwierig.
4/5 Sterne für diesen soliden Krimi mit sympathischer Ermittlerin.

Mittwoch, 19. November 2014

Rezension zu "Belzebub" von Christine Bendik, Emons Verlag, Kriminalroman

Titel: Belzebub
Autorin: Cristine Bendik
Seitenzahl: 224 Seiten (17.9.14) broschiert

Isbn Nr. 13-978-3954513918
Verlag: Emons Verlag
Preis: 9,90 Euro

 Klappentext:
"Im beschaulichen hessischen Oberursel entdeckt Bestatterin Natalja eine männliche Leiche auf ihrem Grundstück. Als sie Nachforschungen anstellt, stößt sie auf eine satanische Sekte im Taunus – und auf Spuren ihrer totgeglaubten Schwester Dana, die vom Schwimmen im Meer nie zurückkehrte. Lebt sie womöglich noch? Natalja nähert sich den Teufelsanbetern – und gerät dabei in höchste Gefahr ."

Über die Autorin:
Christine Bendik lebt und schreibt in der Nähe von Frankfurt. Dem Genre Thriller gilt ihre besondere Leidenschaft. Nach der Veröffentlichung zahlreicher Heftromane beteiligte sie sich am neobooks-Wettbewerb mit dem Kurzthriller aus Aschaffenburg WWW Wilde Wichtelweiber. Aus ihrer Feder stammen auch Flammende Wut und die Kurzgeschichte Feuer! aus der feurig-frechen Anthologie dreier befreundeter Autorinnen.

Im April 2014 erschien ihr Jugendthriller-Debut Hatecrimes im Bookshouse Verlag. Die Geschichte behandelt das Thema Neonazismus und spielt im Geburtsort der Autorin.

Eigene Meinung:

Christine Bendiks "Belzebub" hat mich anfangs etwas verwirrt. Es werden sehr viele Personen erwähnt, die nicht sofort vorgestellt werden. Deren Beziehungen zu Natalja, der Hauptperson in diesem Krimi, werden erst so nach und nach geklärt.

Der Plot ist spannend und fesselnd geschrieben, die Erzählstränge wechseln zwischen den verschiedenen Personen. Natalja, die Leiterin eines Bestattungsunternehmens, erzählt uns ihre Erlebnisse aus der Ich-Perspektive.  Sie ist eine interessante Person, die zwischen ihrem Freund Marc und ihrem Ehemann Carlos etwas hin- und hergerissen ist. Auch Melda, eine Anhängerin der Satans-Sekte, berichtet ihre Sicht der Dinge.

Der Krimi hat Lokalkolorit, Pit, der Assistent von Natalja spricht Mundart, was ich köstlich finde, und einige Überraschungen und Wendungen hat die Autorin mit eingebaut. Zum Ende hin geht dann alles etwas zu schnell und wirkt dann etwas zu konstruiert.

Sonntag, 16. November 2014

Bekanntgabe der Gewinner der "Abgründe"-Blogtour



Das Los hat entschieden:

Gewonnen haben beim Bannerdeal:

Platz 1: Bücherwürmchen
Platz 2: Martinas Buchwelten


Und die Gewinner der Blogtour sind:

Platz 1: Kasia
Platz 2: The Real Kaisu
Platz 3: Sabsionne


 

Vielen Dank, dass ihr so zahlreich mitgemacht habt. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner und viel Spaß mit den Gewinn-Paketen.

Mittwoch, 12. November 2014

Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Pinguine lieben nur einmal" von Kyra Groh, Chick-Lit/Liebesroman, Blanvalet-Taschenbuch



Titel: Pinguine lieben nur einmal
Autorin: Kyra Groh
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag : Blanvalet  Verlag (TB) (16.9.13)
ISBN Nr. : 13-9783442380442
Preis: 9,99 Euro
(auch als eBook erhältlich, 8,99 Euro – gesehen als EPUB/Kindle)





Man muss doch nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen…


Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten)
Feli (Spitzname für Felicitas) ist Anfang 20, studiert und teilt sich eine WG mit Cem Demirel, einem schwulen Türken. Die junge Frau ist unordentlich, regelrecht schlampig, frustrierter Single, glaubt nicht mehr wirklich an die große Liebe, hat aber eine Schwäche für die Dienstagsabend-Family-Filme bei SAT1, die so schön „vorhersehbar sind“: Mann und Frau laufen sich über den Weg, finden zueinander, es gibt ein nettes Hick-Hack, am besten mit Eifersucht und Intrigen garniert und beim großen Showdown fallen sich beide Hauptdarsteller nach zwei Stunden glücklich in die Arme. Niemals, wirklich niemals, hätte sich Feli träumen lassen, dass sich so eine Liebesgeschichte auch einmal in ihrem Leben abspielen könnte. Schon gar nicht, als sie kopfüber in die Wohnungstür ihres neuen Mitbewohners im Wohnblock hineinfällt und sich liegend vor einem Adonis wiederfindet  …

Eine Chaotin und ein blinder Ordnungsfanatiker (was überlebensnotwendig ist bei dieser Behinderung!) treffen aufeinander und obwohl sie unterschiedlicher nicht sein können, sprühen die Funken zwischen den Protagonisten wie verrückt. Was der Leser schnell merkt, raffen Feli und Janosch nicht gleich auf Anhieb.

Infos zur Autorin:
Kyra Groh, geboren 1990, lebt in Seligenstadt und hat in Gießen Geschichte und Fachjournalistik studiert. Zur Zeit arbeitet sie als Werbetexterin.
http://m.randomhouse.de/Autor/Kyra-Groh/p463828.rhd
http://www.lovelybooks.de/autor/Kyra-Groh/ 
 
Meine Meinung
Kyra Groh erzählt hier eine humorvolle und spannende Lovestory aus Sicht des weiblichen Tollpatschs (Pinguin), die ihrem blinden Traumprinzen (Maulwurf) vor die Füsse fällt.

Im lockeren, jugendlichen Ton werden die Ereignisse in der Ich-Form von Feli erzählt, und ich konnte mir bei manchen Szenen wirklich ein Lächeln nicht verkneifen, aber bei einigen Begegnungen im Buch musste ich auch kräftig schlucken, weil mir der Hals so eng wurde.

Der Autorin gelingt es in ihrem Debutroman gekonnt die Emotionen der beiden jungen Menschen in frischen Worten zu vermitteln, was vielleicht auch daran liegen mag, dass die Schriftstellerin selbst erst Mitte 20 ist.

Da fliegt ein Janosch schon einmal über einen unachtsam auf den Boden gestellten Teller mit den Resten der Spaghetti Bolognese oder Feli bekommt einen Anfall, als sich ihr Schwarm sich plötzlich ganz anders verhält, wenn seine Ex-Freundin in der Nähe ist.

Ich kann aus meiner Sicht sagen, dass ich bis zur Hälfte den Roman sehr gerne lesen mochte. Mir gefiel so Einiges: Angefangen vom Cover, über die Grundidee der Geschichte, die beiden Protagonisten, die netten Randfiguren (u.a. der beste Freund von Janosch und seine Schwester mit Anhang) bis hin zur Aufzeigung der Probleme zwischen einem gehandicapten Menschen in der heutigen Zeit, der aber sein Leben von Geburt an mit einer tollen Familie im Hintergrund in den Griff bekommen kann und einer jungen Frau, die so verliebt ist und dadurch quasi „vergisst“, dass ihr Partner „anders“ ist.

Solche humorvoll angehauchten Liebesromane sind nicht meine bevorzugte Lektüre zur Zeit, aber ich kann nicht leugnen, dass ich dieses Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe und dass mich die Geschichte zum Ende hin sehr aufgewühlt und berührt hat. Ich wurde an einigen Passagen zum Nachdenken animiert und kann sagen, dass ich die Sichtweisen und Ängste von beiden Hauptfiguren sehr gut nachvollziehen konnte.

Als Zielgruppe würde ich hier gängige Chick-Lit-Leserinnen und Mädchen ab 14 Jahren sehen.


Fazit
Eine lustige, aber auch nachdenkliche Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, und die mein Herz vollkommen erreicht hat .
Ich vergebe fantastische 5/5 Sterne und kann dieses Buch mit gutem Gewissen und einem kleinen Seufzer weiterempfehlen!

Montag, 10. November 2014

Blogtour zum megaspannenden Thriller "Abgründe" von Nadine d'Arachart und Sarah Wedler


Herzlich Willkommen bei der Blogtour zum megaspannenden Thriller "Abgründe" von Nadine d'Arachart und Sarah Wendler! 

Die heutige Station steht unter der Frage: „HABEN MÖRDER AUCH MENSCHLICHE SEITEN?“

Auch wenn sich Ames im Interview etwas bedeckt gehalten hat, konnten die Autorinnen etwas entdecken, was ihn zumindest etwas menschlicher hat erscheinen lassen. Schaut euch das Video an,
löst das Rätsel und findet heraus, was Ames am liebsten trinkt. Verschickt die Antwort auf die Frage an biggiralf@freenet.de per Mail und ergattert so ein Los.



Natürlich könnt ihr auch etwas gewinnen.
Wie das geht?
An jedem Tag der Blogtour stellen wir entweder eine Frage (die ihr in einem Kommentar beantworten könnt) oder es gibt ein Rätsel zu lösen, dessen Antwort ihr heute bitte nicht über das Kontaktformular, sondern  per Mail an biggiralf@freenet.de versendet. Für jede beantwortete Frage und für jedes gelöste Rätsel gibt es ein Los – das heißt, ihr könnt an jedem Blogtour-Tag ein Los sammeln, bis ihr schließlich 10 Stück habt. Ach ja, bis zum Ende der Blogtour könnt ihr unter jedem Beitrag einen Kommentar hinterlassen und jedes Rätsel lösen. Erst nach Ende der Blogtour könnt ihr keine Lose mehr sammeln.
Wie kommt ihr an Zusatzlose?
Zusätzliche Lose könnt ihr dadurch sammeln, dass ihr für die Blogtour werbt. Dies könnt ihr über FB, Twitter, eure Blogs, Google + usw. machen. Für jeden „Beweis“-Link den ihr in die Kommentarfunktion postet, bekommt ihr ein Zusatzlos. So könnt ihr zu euren 10 Losen unendliche viele weitere Lose sammeln und eure Gewinnchancen erhöhen.



Was gibt es zu gewinnen? Die Gewinnpakete sind doch klasse, oder? Also schnell mitgemacht! Ich drück euch die Daumen!











Was gibt es zu beachten?
An der Verlosung dürfen nur volljährige Personen teilnehmen. Die Gewinnerziehung erfolgt per Losverfahren. Die Gewinnernamen werden auf allen teilnehmenden Blogs sowie auf der Facebook-Seite www.facebook.de/darachart.wedler veröffentlicht. Die Gewinner müssen sich selbstständig innerhalb von einer Woche melden (kontakt@write-fever.de), sonst wird neu ausgelost.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Datenschutz: Für die Gewinnspielteilnahme müssen keine Adressdaten angegeben werden. Nur die Gewinner müssen ihre Daten zur Verfügung stellen, damit die Gewinne zugestellt werden können. Diese Daten werden nicht an Dritte weitergegeben! Ansprechpartner der Blogtour laut Impressum auf www.write-fever.de (Nadine d’Arachart und Sarah Wedler)

Hier die einzelnen Stationen zur Blogtour: 
1. Kitty von My Books Paradise
2. Michelle von Mimos Welt
4. Philly von Wortgestalt
5. Aly von Magische Momente
6. Danni von mydanni
7. Uwe von TVCs kleine Welt
10. Nane von Nanes Leseecke

Samstag, 8. November 2014

Rezension von "Witchboy - Stadt der Geister" von Romana Grimm, eBook, Fantasy


Titel: Witch Boy - Stadt der Geister
Autorin: Romana Grimm
Dateigröße 3817 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 531 Seiten
Isbn-Quelle für Seitenzahl: 1497463300
ASIN: B00J982GVU
Preis: 2,99 Euro

Kurze Inhaltszusammenfassung:
"Für den sechzehnjährigen Seth Morgan ist es nicht leicht, im Schatten seiner berühmten Schwester aufzuwachsen. Als die ganze Familie ihretwegen auch noch von New York in das kleine Nest Blackwood Springs zieht, kann es nicht mehr schlimmer werden. Zumindest denkt er das, bis er merkt, dass es im neuen Haus spukt und die Stadtbewohner ein unglaubliches Geheimnis hüten. Ungewollt verstrickt sich Seth in einem Netz aus Magie, Hexerei und übernatürlichem Wissen, sodass er bald selbst Teil des Geheimnisses wird.
Doch als wenig später eine düstere Bedrohung Blackwood Springs heimsucht, muss er sich entscheiden, ob er seine neugefundenen Kräfte akzeptiert, oder sich abwendet, bevor es kein Zurück mehr gibt ..."

Über die Autorin:
Romana Grimm wurde 1983 geboren und von rechtschaffenen Leuten aufgezogen. Den eindringlichen Wunsch, nach Abschluss der Schule einen "sicheren" Arbeitsplatz zu finden, teilte Romana nur bedingt mit ihren Eltern; bereits mit Anfang 20 wusste sie, dass sie ihren Lebensunterhalt lieber mit kreativer Arbeit verdienen wollte. Seither arbeitet sie mal mehr und mal minder fleißig an der Erreichung dieses Ziels. Dabei beschränkt sie sich nicht auf bestimmte Genres, sondern entdeckt sich und ihre Lust am Schreiben mit jeder Geschichte neu. Ihr erklärtes Ziel ist es, Menschen auf eine Reise zu schicken und sie hautnah an ihren Abenteuern teilhaben zu lassen.


Eigene Meinung:
Der sechzehnjährige Seth Morgan ist total unglücklich. Er musste von New York in dieses komische Städtchen Blackwood Springs ziehen. Und das alles nur, weil seine zickige Schwester Hailey dort die Serie "Witch Girls" dreht. Seine Mutter hat überhaupt kein Verständnis für ihn, die ist total auf ihre berühmte Tochter fixiiert. Von Anfang an haben die Blackwoods um Ira und Co. es auf Seth abgesehen. Er hat keine Ahnung warum. Freunde findet er jedoch auch und einen Job bei Gretchen und Claire, schließlich will er bald ein Auto fahren. Zu allem Unglück fühlt er sich in dem Haus, in das die Familie zieht, überhaupt nicht wohl. Bald findet er den Grund heraus, in seinem Zimmer wohnt ein Geist. Mit diesem Geist freundet er sich an.

Witchboy ist eine Highschool-Fantasygeschichte aus der Sicht einen sechzehnjährigen Jungen. Sie ist in  jugendlicher Sprache verfasst, die Wörter "Alter" oder "Joh" kommen sehr oft vor. Die Geschichte liest sich flüssig und spannend.
Seth ist ein sehr interessanter Protagonist, der den Schwierigkeiten, die er mit den Bewohnern von Blackwood Spring hat, ins Auge blicken muss. Dabei bekommt es Seth  mit vielen bunten Geschöpfen zu tun. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen neben Werwölfen, Sirenen und einem Vampir,  Hexen und Geister.

Es dauert ziemlich lange, bis Seth und wir Leser überhaupt mitbekommen, warum die Blackwood Spring Gang solch eine große Abneigung gegen Seth hat. Seine Schwester kommt bei der Gang hingegen sehr gut an. Die etwas sarkastische Art und der Humor von Seth gefallen mir gut.

4/5 Sterne, meine Leseempfehlung für alle, die gerne außergewöhnliche Fantasy-Geschichten lesen.

Montag, 3. November 2014

Rezension zu "Zorn - Wie sie töten" von Stephan Ludwig, Thriller, Fischer Taschenbuch

Titel: Zorn - Wie sie töten
Autor: Stephan Ludwig
Seitenzahl: 406 Seiten  (TB, 20.10.14)
Isbn Nr.  13-978-3-596-19861-0
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Preis: 9,99 Euro

Klappentext:
"In einer Winternacht wird ein Mensch vor die S-Bahn gestoßen. Niemand beobachtet den Mord, die Polizei geht von Selbstmord aus. Auch Hauptkommissar Claudius Zorn schenkt dem Vorfall keine Beachtung. Er ist damit beschäftigt, seinen ehemaligen Kollegen Schröder zu überreden, wieder sein Partner zu werden. Was jedoch weder Zorn noch Schröder ahnen: Der Täter ist ganz in ihrer Nähe. Und hat eine Reihe neuer Opfer im Visier. Menschen, die den beiden Ermittlern nahestehen …

Der vierte Fall für Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder"


Über den Autor:
Stephan Ludwig, arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Rundfunkproduzent. Er hat drei Töchter, einen Sohn und keine Katze.
Zum Schreiben kam er durch eine zufällige Verkettung ungeplanter Umstände. Er lebt und raucht in Halle.

Eigene Meinung:
Ich muss jedem Leser einfach raten, mit dem ersten Band dieser Reihe zu beginnen, es lohnt sich wirklich, denn die Charaktere und die Beziehung zwischen Zorn und Schröder entwickeln sich im Laufe der Reihe. 

Von Anfang an ist dieser Thriller von Stephan Ludwig fesselnd und spannend geschrieben. Die Spannung lässt im Buch auch nicht nach und endet in einem atemberaubenden Finale.

Schon im ersten Kapitel  sofort Zeuge eines Mordes, die Polizei tippt hier allerdings auf Selbstmord.

Zorn hat ganz andere Probleme, als Arbeiten und kommt daher auch überhaupt nicht in die Gänge. Entsprechend bekommen wir kultmäßige Dialoge zwischen Zorn und Schröder oder Zorn und der Staatsanwältin serviert. Die sind teilweise zum Brüllen komisch! Schröder kontert mit trockenem Humor.

Zorns Arbeitswille steigt erst etwas an, als er mit dem Wachtmeister Kanthak zusammenarbeiten soll. Den kann er überhaupt nicht leiden, der nervt ihn total. Das beruht allerdings auf Gegenseitigkeit.

Zorn zeigt in diesem 4. Teil seinen weichen Kern unter seiner rauen Schale, den wir ja schon immer vermutet haben. Wir erleben hier Zorn in Hochform und Schröder steht ihm in nichts nach.

In diesem 4. Teil vermischen sich die Ermittlungen mit dem Privatleben von Zorn und Schröder. Wir dürfen auf viele verschiedene Überraschungen und Wendungen gespannt sein. Stephan Ludwig betätigt sich ab und an am Ende eines Kapitels als Hellseher mit vagen Andeutungen auf ein Geschehen und wir sind dann um so gespannter, was da denn jetzt genau passieren wird im nächsten oder übernächsten Kapitel.

Dieser temporeiche Thriller ist ziemlich blutig und nichts für zartbesaitete Gemüter. Mich hat er komplett überzeugt und ich vergebe hier sehr gerne 5/5 Sterne und meine Leseempfehlung für dieses Genrehighlight.
 Ich bin gespannt, was sich der Autor im nächsten Teil einfallen lässt, und ich möchte nun endlich den Vornamen von Schröder wissen.


Freitag, 31. Oktober 2014

Rezension zu "Mammon" ein Jake Sloburn-Horrorthriller" von L. C. Frey, Ideenkarree Leipzig, Horrorthriller, eBook

Titel: Mammon
Autor: Lutz C. Frey
Format: Kindle-Edition
Dateigröße: 10381 KB
Seitenzahl: 346 Seiten
SIN: B00NJPOKCM
Verlag: Ideekarree Leipzig, Auflage: 0.1. (30.9.14)
Preis: 3,99 Euro
 
Kurze Inhaltszusammenfassung:

"Dieser Jake Sloburn Mysterythriller ist ein in sich abgeschlossener Roman.
Zum Buch
Es soll die Abschlussparty des Jahrzehnts werden: Die Studenten haben sich die angesagte Rockband »Satan´s Dollz« auf ihre Party geladen. Doch während alle in Partylaune sind, werden hinter den Kulissen finstere Pläne geschmiedet. Menschen und Tiere verschwinden über Nacht, während der Duke Unregelmäßigkeiten in seinen Drogengeschäften feststellen muss. Eine alte Liebe erblüht neu, und Tiffany Marshner sieht sich mit der Wahrheit konfrontiert, die hinter der Fassade eines harmonischen Familienlebens lauern kann.

Ein Unwetter rast auf das Küstenstädtchen zu, und während Sam sich zunehmend beobachtet fühlt, gerät Jake Sloburn ins Visier äußerst zwielichtiger Gestalten. Als sich das wahre Ausmaß des teuflischen Plans offenbart, geraten der Horrordetektiv und sein Gehilfe Sam an die Grenzen ihrer Möglichkeiten, während sich in Port die Ereignisse dramatisch zuspitzen.

Wird der Dämonenjäger Jake Sloburn, Detektiv des Okkulten, Port vor dem hereinbrechenden Grauen retten können oder ist es dafür längst zu spät?"

Über den Autor:
 L.C. Frey veröffentlicht unter diesem Pseudonym seit 2013 Thriller und Horrorgeschichten. Seine erotisch-makabre Kurzgeschichte "Psycho Girl Story" wurde seit ihrem Erscheinen mehrere tausend Male heruntergeladen und von ihren Lesern ausschließlich mit Bestnote bewertet.

Noch im selben Jahr veröffentlichte L.C. Frey die ersten beiden Bände seiner Serie um den mysteriösen Detektiv Jake Sloburn, den Pilotroman "Nest"(http://amzn.to/19f2n9B) und den zweiten Band, "Blue"(http://amzn.to/1a4aYLW). Beide Bücher fanden durchweg positive Beachtung durch Presse und Leser und wurden als E-Book sowie Paperback veröffentlicht.

Nach über zwei Jahren Entwicklungszeit erblickte im Dezember 2013 sein bislang seitenstärkstes Buch, der Horrorthriller "Draakk" das Licht der Welt.

L.C.Frey lebt und arbeitet in Leipzig. Erfahren Sie mehr über den Autor, neue Bücher, aktuelle Gewinnaktionen und Verlosungen auf seiner Website oder folgen Sie ihm tagesaktuell auf Facebook oder Twitter. www.LCFrey.com, www.facebook.com/L.C.FreyOfficial. Twitter: @LutzCFrey

Eigene Meinung:
 
Wir erleben das Geschehen aus verschiedenen Erzählperspektiven, unter anderem aus der Ich-Perspektive von Sam, dem Assistenten von Jake Sloburn. Die Charaktere hier haben Kult-Charakter. Da ist Jake Sloburn, der kiffende, mysteriöse Detektiv und Sam, sein Assistent. Sam wirkt sehr seriös und vernünftig, Mich erinnern die beiden irgendwie an Sherlock und Dr. Watson.

Was erwartet den Leser? 
Verschwundene Tiere, eine Studentenparty, bei der Alkohol in Strömen fließt, das Bewusstsein einiger Teilnehmer mittels pflanzlichen Substanzen erweitert wird, natürlich Sex, viel Rock von der Band "Satan's Dollz" und eine teuflische Verschwörung. Jake Sloburn und Sam mischen da natürlich kräftig mit und versuchen die Pläne der Bösen zu durchkreuzen.

Dieser Mystery-Horror-Thriller ist witzig, stellenweise unheimlich, sehr spannend und herrlich schräg. Wer wie ich keine ordinäre Sprache mag, die in manchen Horrorromanen üblich ist, der wird sich über diese Story freuen, es geht also auch anders! Den Leser erwarten viele Überraschungen und Wendungen. Einige Fragen bleiben am Schluß offen. Ich hoffe, die werden im nächsten Band beantwortet.

Meine absolute Leseempfehlung zu Halloween, 5/5 Sterne für diesen Kult-Mystery-Thriller. Jake und Sam haben einen neuen Fan. 

Einziger Kritikpunkt: Viiiiel zu kurz! Aber ich kann mir ja die beiden vorherigen Bände von Jake und Sam herunterladen.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Lesung von Ian Rankin in der BW Bank in Stuttgart am 23.10.14


Wenn in den wilden Süden mal einer der bekanntesten schottischen Autoren kommt, ja Ian Rankin soll bekannter sein, als Sir Arthur Conan Doyle, dann müssen wir da natürlich dabei sein.

Die Lesung mit Ian Rankin aus "Schlafende Hunde" fand in der BW Bank in Stuttgart statt.  Es handelte sich um eine Kooperation der "Stuttgarter Kriminächte" und der Buchhandlung Wittwer.  

John Rebus ist zurück im aktiven Polizeidienst.
Einziger Wermutstropfen: degradiert zum Detective Sergeant muss er nun seinem ehemaligen Schützling Siobhan Clarke zuarbeiten. Die beiden untersuchen gerade einen Autounfall, als bekannt wird, dass die Staatsanwaltschaft einen 30 Jahre zurückliegenden Fall aus Rebus’ Vergangenheit neu aufrollen will, der ungeheure Sprengkraft entfalten könnte....
In „Ein Rest von Schuld” hatte Ian Rankin seinen Ermittler nach 17 Fällen in den Ruhestand geschickt, doch dank der Hochsetzung des zulässigen Dienstalters für Polizisten in Schottland kehrt Rebus in "Schlafende Hunde" in den aktiven Polizeidienst zurück.
Ian Rankin, geboren 1960, ist Großbritanniens führender Krimiautor, seine Romane sind aus den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Sie wurden mit zahlreichen Preisen bedacht, u.a. dem Gold Dagger, dem Edgar Allan Poe Award, dem British Book Award und dem deutschen Krimipreis.

Walter Kreye ist als Schauspieler und Sprecher bekannt. Er spielte beispielsweise wiederholt im "Tatort" und übernahm 2007 die Titelrolle der ZDF-Serie "Der Alte".
Die Moderation übernimmt der Übersetzer Bernhard Robben

Die Lesung war sehr abwechslungsreich. Der Übersetzer und Moderator Bernhard Robben stellte interessante Fragen, dann erfolgte eine Lesung von Walter Kreye, weiter ging es mit Fragen, bis dann Ian Rankin seinen Part der Lesung auf englisch übernommen hat.

Ich habe Ian Rankin erstaunlicherweise recht gut verstanden, er sprach klar und deutlich. Die Übersetzung wäre fast nicht nötig gewesen. (Ian Rankin hat den englischen Part gelesen, hier musste sogar der Übersetzer eine Abkürzung nachschlagen. Er hat uns gestanden, dass Übersetzer auch gerne mal googeln. Das Ergebnis war aber weder für ihn, noch für uns befriedigend, da irgendein Nonnenorden herauskam. Es handelte sich bei dem Wort um die Abkürzung einer englischen Bezeichnung für sowas wie "Monkismus", wer die Serie kennt, oder übermässige Ordnungsliebe). 

Wir haben sehr viel über Ian Rankin erfahren. Hier einige Beispiele: 

Ian Rankin wollte Rocksänger werden u. hat anfangs mit einem Gedicht einen Wettbewerb gewonnen. Das Gedicht heißt "Euthanasie"- er schreib über seine Tante - die war dann sauer. Er hat als Punksänger Texte verfasst und einige Semester englische Literatur studiert.

Als sein erster Krimi veröffentlicht wurde, ist er in eine Buchhandlung marschiert und hat sein Buch gesucht. Er hat es nicht gefunden. Ian Rankin hat sein Buch in der Literaturabteilung gesucht. Es stand in der Krimiabteilung. Er schreibt doch keine Krimis! Also hat er sich das Buch geschnappt und in der Literaturabteilung einsortiert. Am nächsten Tag stand es wieder bei den Krimis. Da hat er begonnen, Krimis zu lesen - seine ersten Krimis waren die Bücher seiner "Nachbarin" in der Krimiabteilung,  Ruth Rendell.

Habt ihr gewusst, dass es eine englische Serie über Rebus gibt? Ist auf deutsch leider nicht erschienen.

Ian Rankin hatte eine nette Geschichte auf Lager. Er wurde gefragt, ob man sich vor Thrillerautoren fürchten müsste. Er meinte, wenn jemand ihn verärgert hat, z. B. die Vorfahrt genommen hat, dann bringt er ihn einfach in seinem nächsten Buch um.  Ich sollte wohl auch anfangen, Krimis zu schreiben ... :).

Eine Bekannte von Rankin aus Kanada, deren Freund auf aller übelste Weise Schluss mit ihr gemacht hatte, hat alle befreundeten Autoren beauftragt, den Freund im nächsten Werk umzubringen. Sie hat eine ganze Kiste mit Büchern erhalten und dann in jedem Buch den Namen ihres Freundes markiert und ihm die Bücherkiste geschickt. Ian meinte, wir sollen auf den Namen eines Gorillas in einem seiner Bücher achten ...

Bei schlafende Hunde hatte er Diskussionen mit seinem Verleger, der wollte einen kürzeren Titel. Da der Titel von Stieg Larsons Trilogie länger war, als der Originaltitel von "Schlafende Hunde", hat sich der Verleger dazu überreden lassen. Denn er hatte die Trilogie von Larson abgelehnt und sich darüber geärgert, weil die so erfolgreich wurde. Ian darf jetzt lange Titel nehmen für seine Krimis ..

Er wurde gefragt, was er als nächstes so schreiben wird, ob Rebus, Fox oder Siobhan eine Rolle spielen werden. Er muss im Januar mit seinem Skript beginnen u. hat noch keine Idee. Der Moderator fragte, ob er nicht einmal eine seiner Figuren auf den Kontinent schicken möchte. Rebus meinte er, könne er nicht nach Europa schicken, dann lieber Siobhan, die würde die Schreibtische aufräumen (sie ist so eine Ordnungsfanatikerin, stellt alles im Schrank in Reih und Glied auf)  

Ian Rankin liebt Musik. Er hatte Auftritte mit dem verstorbenen Musiker Jackie Leven. Für ihn hat er auch einige Songs geschrieben (das hat uns sofort veranlasst, die Songs von Leven anzuhören. Die Songs sind richtig gut! Schaut mal auf Youtube, da findet ihr welche).

Er hat "Mädchengrab" nach einem Leven-Song benannt, genauso wie "Schlafende Hunde", das heißt im Original "Saints of the Shadow bible".    

Ian hatte sich allerdings bei einem Titel verhört, er hat anstatt "standing in another man`s rain" , "grave" verstanden und so heißt das Buch eben jetzt "standing in another man`s grave". "Schlafende Hunde" heißt im Original "Saints of the Shadow bible".


Der Abend war lustig, Ian Rankin ist ein sehr humorvoller, sympathischer Autor. Falls er in eure Gegend kommt, unbedingt hingehen, es lohnt sich!

 

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Rezension zu "Die Quintessenz von Staub" von Nora Lachmann, Psychothriller, Bookshouse Verlag


Titel: Die Quintessenz von Staub
Autorin: Nora Lachmann
Seitenzahl: 218 Seiten
Verlag: bookshouse (29.8.14,  broschiert)
Isbn Nr. 13-978-9963525133
Preis: 11,99 EuroPreis für das Ebook: 3,99 Euro

Klappentext:
"„Der Tod wäre sicher eine Lösung, aber so einfach komme ich nicht davon. Leider. Oder glücklicherweise.”

Für Marie ist die Liebe zu Pius ein großes, unerwartetes Glück. Doch ein schwerer Schlaganfall verändert alles. Marie ist in ihrem Körper eingeschlossen, kann nicht einmal mehr sprechen und muss sich fragen, ob sie ihren Mann und seine Motive wirklich kennt."

Über die Autorin:
Geboren 1957 in Berlin, ummauert aufgewachsen. Ausgeflogen nach Hamburg und in die Toskana. Viel gelernt, erst Psychologie, später Englische und Deutsche Literatur. Zurückgekehrt, zwei Kinder großgezogen und lange als Psychotherapeutin Menschen begleitet. Nach der Jahrtausendwende den Neuanfang gewagt und seitdem als Autorin und Übersetzerin im neuen Beruf heimisch geworden. In der Zeit, die bleibt, auf den Meeren unterwegs. 

Eigene Meinung:
Marie, Mitte dreißig und Single verfällt dem Charme des gutaussehenden Arztes Pius, den sie durch ihren Bruder kennenlernt. Sie ist verliebt, vernachlässigt ihre Freunde und konzentriert sich nur auf Pius. Sie kann ihr Glück kaum fassen. So ein toller Mann, der sich in sie verliebt? Ihr Selbstbewusstsein ist nicht sehr groß. Pius ist sehr eifersüchtig und nimmt Marie ganz für sich in Beschlag.

Was für ein Buch! Was für eine Sprache! Nora Lachmann erzählt uns die Geschichte der Buchhändlerin Marie aus der Ich-Perspektive, ab und an bekommen wir einzelne Tagebucheinträge von Pius zu Gesicht und Rückblicke in Maries Vergangenheit. Die Rückblicke liefern Erklärungen für Maries Verhalten. Sie scheint eine etwas unsichere Person zu sein, die sich nach der großen Liebe sehnt. Pius hingegen ist eine starke Persönlichkeit, der sein Leben nur einem Ziel opfert - der Forschung!

Wortgewaltig und sprachlich auf höchstem Niveau zeigt die Autorin uns das Drama auf, in das Marie völlig naiv hineingerät. Irgendwann zweifelt Marie an den Absichten von Pius, doch da ist sie schon total hilflos und ihrem Liebsten ausgeliefert.

In einem Körper quasi eingesperrt sein, einer Person total ausgeliefert, keine Entscheidungen mehr treffen zu können, das ist wohl nicht nur mein größter Alptraum.

Dieses verstörende, brandaktuelle Psychothrillerdebüt ist mehr als gelungen. Hier vergebe ich sehr gerne 5/5 Sterne. Meine absolute Leseempfehlung für dieses außergewöhnliche Buch, das Emotionen weckt und uns nachdenklich stimmt. Es wirft Fragen auf, wie: Was ist im Namen der Forschung vertretbar? Wann ist ein Leben überhaupt noch lebenswert? Muss sich wirklich jeder um jeden Preis fortpflanzen? 


 

Rezension zu "Der Hirte" von Ingar Johnsrud, übersetzt von Daniela Stilzebach, Blanvalet Verlag, Thriller

Titel: Der Hirte Autor: Ingar Johnsrud Übersetzt von: Daniela Stilzebach Seitenzahl: 511 Seiten , Paperback, Klappenbroschur (26.6.17)...