Dienstag, 30. September 2014

Rezension zu "Das Haus der vergessenen Bücher von Christopher Morley, Atlantik Verlag, Roman

Titel: Das Haus der vergessenen Bücher
Autor: Christopher Morley
Seitenzahl: 256 Seiten, gebunden (29,7.14)

Isbn Nr.13-978-3-455-60012-4
Verlag: Atlantik Verlag
Preis: 18,00 Euro

Klappentext:
"Roger Mifflin hat seine große Leidenschaft , das Lesen, zum Beruf gemacht. In seinem Antiquariat in Brooklyn findet man ihn dort, wo der Tabakrauch am dichtesten ist. Unterstützt wird er von seiner ebenso patenten wie resoluten Ehefrau und seinem Hund Bock -Bock wie Boccaccio. Bücher sind Mifflins Leben. Von Werbemaßnahmen für sein Geschäft Will er allerdings nichts wissen, und so lässt er den jungen Aubrey Gilbert angestellt bei der Grey Matter Agency, ziemlich abblitzen, als er ihm seine Dienste anbietet. Dennoch Freunden sich die beiden an, und bald kommt Gilbert täglich ins Geschäft. Was auch an Mifflins neuer Hilfskraft liegen mag-der schönen Titania Chapman, deren Leben in Gefahr zu sein scheint. Und das gilt nicht nur für ihr Leben."



Über den Autor:
Christopher Morley (1890 - 1957), Amerikaner mit englischem Humor und englischen Wurzeln, war Mitbegründer der Saturday Review of Literature, die er von 1924 - 1940 leitete, und schrieb für die New York Evening Post. Außerdem verfasste er mehr als 50 belletristische Werke und Sachbücher sowie zahlreiche Essays über Literatur.

Eigene Meinung:
Natürlich musste ich ein Buch, das "Das Haus der vergessenen Bücher" heißt, rezensieren. Das passt doch sehr gut zu meiner "Bibliothek der vergessenen Bücher". Besonders viel Spaß hat es mir bereitet, das Buch in einer Leserunde mit gleichgesinnten Bücherverrückten zu diskutieren. Vielen Dank an das Büchercafe http://www.bibliophilin.de/ und http://www.bibliophilin.de/ für die Organisation der Leserunde!

Hier ein Zitat aus dem Buch, das ich klasse finde: ""Geistige Unterernährung ist ein ernstes Leiden. Wir haben die richtige Medizin für Sie!" Roger Mifflin, Buchhändler"

"Das Haus der vergessenen Bücher" ist ein ganz besonderes Buch mit Charme, wunderbar geschrieben. Es handelt von Büchern, von einer wunderschönen Buchhandlung, in der ich gerne stöbern würde. Betrieben wird die Buchhandlung von Roger Mifflin, einem Bibliothekar, der seine Berufung lebt.

Das Buch ist voll von klungen Gedanken, wir lernen viele Bücher kennen, bekommen Lust, Gedichte zu lesen und der Buchhandlung und Herrn Mifflin einen Besuch abzustatten.

Der Humor von Roger Mifflin ist köstlich, gegen Ende wird es sogar noch richtig spannend und eine zarte Liebesgeschichte können wir auch verfolgen.

Christopher Morley hat das Buch vor 95 Jahren geschrieben. Es ist und bleibt jedoch zeitlos, mit seinen weisen Botschaften, humorvoll,  mit hintergründigen Zitaten und  liebenswerten Figuren.

Von mir gibt es für dieses schöne Buch 5/5 Sterne. Es eignet sich sehr gut zum Verschenken. Ein Muss für alle Bücherfans!



 

Sonntag, 28. September 2014

Rezension zu "Mr. Mercedes" von Stephen King, Heyne Verlag, Krimi

Titel: Mr. Mercedes
Autor: Stephen King
Seitenzahl: 592 Seiten, 8.9.14 gebundene Ausgabe
Isbn Nr.13-978-3453269415
Verlag: Heyne Verlag 
Preis: 22,99 Euro
 


Klappentext: "Schneller, gefährlicher, tödlicher – Mr. Mercedes
Ein Mercedes S 600 – »zwei Tonnen deutsche Ingenieurskunst« – rast in eine Menschenmenge. Es gibt viele Todesopfer, der Fahrer entkommt. Der Wagen wird später gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske, das Lenkrad ziert ein grinsender Smiley. Monate später meldet sich der Massenmörder und droht ein Inferno mit Tausenden Opfern an. Stephen King, der Meister des Schreckens, verschafft uns in Mr. Mercedes beunruhigende Einblicke in den Geist eines besessenen Mörders bar jeglichen Gewissens.

Eine wirtschaftlich geplagte Großstadt im Mittleren Westen der USA. In den frühen Morgenstunden haben sich auf dem Parkplatz vor der Stadthalle Hunderte verzweifelte Arbeitsuchende eingefunden. Jeder will der Erste sein, wenn die Jobbörse ihre Tore öffnet. Im Morgendunst blendet ein Autofahrer auf. Ohne Vorwarnung pflügt er mit einem gestohlenen Mercedes durch die wartende Menge, setzt zurück und nimmt erneut Anlauf. Es gibt viele Tote und Verletzte. Der Mörder entkommt. Noch Monate später quält den inzwischen pensionierten Detective Bill Hodges, dass er den Fall des Mercedes-Killers nicht aufklären konnte. Auf einmal bekommt er Post von jemand, der sich selbst der Tat bezichtigt und ein noch diabolischeres Verbrechen ankündigt. Hodges erwacht aus seiner Rentnerlethargie. Im Verein mit ein paar merkwürdigen Verbündeten setzt er alles daran, den geisteskranken Killer zu stoppen. Aber der ist seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus.""

Über den Autor:
Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, "Carrie", erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk.

Eigene Meinung:
Der pensionierte Detective Hodges verbringt seine Nachmittage mit langweiligen Reality-Shows (köstlich, wie Stephen King diese Shows auf den Arm nimmt). Als er Post vom Mercedes-Killer erhält, einem Verrückten, der mit einem Mercedes in die Arbeitssuchenden vor der Stadthalle gerast ist und nie geschnappt wurde, möchte er diesen Verrückten um jeden Preis finden.

In abwechselnden Erzählsträngen verfolgen wir Hodges Ermittlungsarbeit oder begleiten den intelligenten, sehr raffiniert agierenden Psychopathen Brady Hartsfield. Wir erhalten einen Einblick in das Leben und in die Vergangenheit von Brady.

Stephen King hat mit Brady einen unsympathischen, unglaublich angepassten Bösewicht erschaffen. Wie an den Clown Pennywise in "Es",  werde ich mich immer an Brady erinnern und auf der Hut sein, wenn mir ein bestimmter Wagen mit einem Fahrer, bei alt und jung gleichermaßen beliebt, begegnen sollte, (nein, ich verrate euch nicht, um welche Figur es sich hier handelt). 

Der Ex-Detective Hodges ist ein sehr sympathischer, älterer, etwas übergewichtiger Mann, der durch seine Ermittlungen regelrecht aufblüht. Hilfe bekommt er durch den Nachbarsjungen  und später von der leicht verrückten  Holly. Auch diese beiden Protagonisten haben mir sehr gut gefallen.

Typisch Stephen King, würde ich die sehr genau charakterisierten Figuren mit kleinen Macken nennen. Spielt in den meisten Büchern von Stephen King das Übernatürliche und der daraus resultierende Horror eine Rolle, ist "Mr. Mercedes" ein klassischer Krimi, der zum Ende hin an Spannung und Tempo zunimmt. Als Leser möchte man dem ungewöhnlichen Ermittlungsteam am liebsten zu Hilfe eilen und ab und an würde man manche Protagonisten auch ganz gerne retten. Mr. King kann unsere Emotionen sehr gut wecken.

Von mir bekommt "Mr. Mercedes" 5/5 Sterne. Stephen King kann auch Krimis schreiben, die mir sehr gut gefallen.Warum das Buch allerdings der Auftakt einer Trilogie sein soll, ist mir ein Rätsel.


 


Freitag, 26. September 2014

Rezension zu "Das Seelenhaus" von Hannah Kent, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Das Seelenhaus
Autorin: Hannah Kent
Seitenzahl: 348 Seiten (21.8.14, Hardcover)

Verlag: Droemer Knaur
Isbn Nr. 13-978-3-426-19978-7
Preis: 19,99 Euro


Klappentext:
""Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen."

Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart ­arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt.

Die Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt. Die angeblichen Täter, neben Agnes Magnúsdóttir ein junges Paar, werden zum Tode verurteilt. Vor allem an Agnes will der zuständige Landrat ein Exempel statuieren.
Scheinbar ungerührt nimmt Agnes das Urteil hin, ebenso wie die Ablehnung der Familie. Erleichtert, dem Kerker entkommen zu sein, kann sie bei der Arbeit manchmal ihr Schicksal vergessen. Vieles hier ist ihr vertraut: die schroffe Landschaft, die ärmliche Torfbehausung, der harsche Ton der Hausherrin. Ihr ganzes Leben war davon bestimmt – bis sie einen Mann kennenlernte und sich nach langer Zeit erlaubte, sich ihre Sehnsucht nach Liebe und Zugehörig­keit einzugestehen. Der Schmerz über seinen Tod, der ihr nun angelastet wird, überlagert alles, auch die Angst vor dem eigenen Tod. Schließlich vertraut sich Agnes einem jungen Vikar an, der sie auf den Weg der Reue und Buße führen soll. Während der langen Gespräche, die die ganze Familie mithört, ist es vor allem
Margrét, die Hausherrin, die ahnt, dass die offizielle Wahrheit über Agnes vielleicht falsch sein könnte."

Über die Autorin:
Hannah Kent, geboren 985 in Adelaide, Australien, hat zum ersten Mal während eines Schüleraustausches in Island die Geschichte von Agnes Magnúsdóttir gehört. Sie ist die Mitbegründerin und Herausgeberin der Literaturzeitschrift Kill your Darlings. 2011 erhielt sie den Wirting Australia Unpublished Manuscript Award für "Das Seelenhaus". Ihr Roman ist mittlerweile in zwanzig Länder verkauft. In ihrer Heimat Australien und in England stürmte ihr Erstling die Bestsellerlisten.

Eigene Meinung:

Dieses Buch gewährt über verschiedene Erzählstränge einen Einblick in das raue, sehr entbehrungsreiche Leben im schroffen Island Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Dienstmagd Agnes, die zum Tode verurteilt wurde, erzählt einem jungen Vikar ihre Lebensgeschichte, angefangen von der Kindheit bis zum Zeitpunkt des Todes von Natan, ihrem Dienstherrn. Die ungewöhnlich gebildete und etwas kräuterkundige Agnes ist den Bauern unheimlich. Aberglauben herrscht zu dieser Zeit und die meisten Bauern konnten nicht lesen. Teilweise wurde Agnes von ihren Arbeitgebern verboten, Bücher zu lesen.  Das Mädchen musste sich, wie so viele Dienstmägde, von ihren Dienstherren und den Knechten so einiges gefallen lassen.

Am Anfang der einzelnen Kapitel hat die Autorin Dokumente aus dem Archiv, wie z. B. Briefe an den Landrat oder ein Verzeichnis über den Besitz von Agnes und der ebenfalls zum Tode verurteilten Sigridur, in die Geschichte eingewoben. Das fand ich sehr interessant und sehr ernüchternd. Die beiden Frauen haben nicht sehr viel besessen.

Ich bin ja immer etwas misstrauisch, wenn eine Autorin eine Geschichte über eine Person, die in einem fremden Land lebt, erzählen möchte. Diese tragische Geschichte von Agnes beruht auch noch auf einer wahren Begebenheit. Hier wurde ich positiv überrascht. Die Australierin Hannah Kent hat die raue, einsame und etwas melancholische Atmosphäre auf Island sehr gut eingefangen. Sie hat wohl sehr genau recherchiert. Ihr Erzählstil ist sehr fesselnd und spannend. Das Buch habe ich an einem Ferientag verschlungen.

5/5 Sterne für diesen sehr interessanten und spannenden Einblick in das Leben von Agnes. Ein mehr als gelungenes Debüt.



Dienstag, 23. September 2014

Verlosung von "Still" und Rezension zum Hörbuch von "Still" von Zoran Drvenkar, Eder und Bach Verlag, Audio Media Verlag, Psychothriller

Titel: Still
Autor: Zoran Drvenkar
Seitenzahl: 416 Seiten (1.9.14, broschiert)

Verlag: Eder und Bach Verlag
Preis: 16,95 Euro

Hörbuch:
Verlag: Der Audio-Verlag  
ISBN-13: 978-3862314492
Audio-CD: 22,95 Euro




Kurze Inhaltszusammenfassung:
"Wenn es Winter wird und Schnee und Eis alle Spuren verwischen, erwacht in den einsamen Wäldern Brandenburgs das Böse. Über Nacht verschwinden Mädchen und Jungen auf mysteriöse Weise. Kein Kind wird je wiedergesehen. Nur ein Mädchen taucht unerwartet und verstört wieder auf, seine Lippen sind seitdem verschlossen. Erst als ein verzweifelter Vater auf eigene Faust zu ermitteln beginnt, bricht es sein Schweigen. Doch damit dreht sich die Spirale des Bösen nur noch schneller. Ein brillanter und verstörender neuer Thriller des Bestsellerautors Zoran Drvenkar."

Über den Autor:
Zoran Drvenkar wurde in Kroatien geboren und zog im Alter von drei Jahren mit seinen Eltern nach Berlin. Seine Thriller »Sorry« und »Du« wurden in in 14 Sprachen übersetzt, 2010 wurde »Sorry« mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet. Er ist auch der Autor vielfach ausgezeichneter Kinder- und Jugendbücher, unter anderem schrieb er unter Pseudonym die Bestsellerreihe »Die Kurzhosengang«. Zoran Drvenkar lebt in der Nähe von Berlin in einer alten Kornmühle.

Eigene Meinung:
Als "Stromberg-Fan" habe ich es genossen, mir von Christoph Maria Herbst diesen total spannenden ,außergewöhnlichen Thriller vorlesen zu lassen. Christoph Maria Herbst hat es doch tatsächlich geschafft, mich einen Tag lang nichts anderes tun zu lassen, als ihm zu lauschen, denn der Spannungsfaktor bei "Still" ist unglaublich hoch.

Die Erzählperspektiven wecheln sich ab "Du", "Sie" und "Ich" bringen uns das Geschehen nahe.

"Ich" ist Mika, ein Lehrer, der alles dafür tut, seine verschwundene Tochter zu finden. Er opfert seine Ehe und wechselt seine Identität. Er geht über seine persönlichen Grenzen und taucht ein in eine dunkle, böse Welt. "Du" ist ein Mädchen im Pflegeheim, das nach einem grauenvollen Erlebnis seit sechs Jahren nicht mehr gesprochen hat. "Sie" ist eine Gruppe von Männern, was diese Gruppe von Männern macht, ist  unfassbar und grausam.

Die Story ist komplex, voller überraschender Wendungen und sehr atmosphärisch.
Dieser Thriller hat mich total überrascht. Er hat mich in seinen Bann gezogen und mir einen Urlaubstag beschert, an dem ich kaum ansprechbar war, so gefesselt war ich von diesem Hörbuch. Zoran Drvenkar lockt den Leser ständig auf falsche Fährten. War ich mir sicher, um was es hier genau geht, so war im nächsten Kapitel meine Auflösung schon wieder hinfällig.

Für mich ist "Still" ein Highlight, das aus dem Einheits-Thriller-Brei herausragt.  Daher vergebe ich berechtigte 5/5 Sterne. Nehmt euch einen Tag Auszeit und taucht ein in dieses Hörbuch, aber vergesst das Atmen dabei nicht!

Da ich das ungekürzte Hörbuch über den Krimikiosk bekommen habe und vom Verlag das Buch, verlose ich das ungelesene Buch.
Was müsst ihr dafür tun, um das Buch zu bekommen? Beantwortet folgende Frage per Mail oder postet einen Kommentar (bitte gebt eure Mailadresse an):

Wann war die Premieren-Lesung von "Still" in Hamburg?
(Kleiner Tipp, Google weiß alles :) 

Bis zum 03.10.14, 23.59 Uhr könnt ihr mitmachen. Am 4.10.14 erfolgt die Ziehung des Gewinners per Random.org. Der Gewinner wird von mir persönlich benachrichtigt.

Teilnahmebedingungen:
Bitte habt Verständnis dafür, dass der Gewinn nicht in bar ausgezahlt werden kann. 
Bei TeilnehmerInnen unter 18 Jahren müssen die Eltern mit der Teilnahme am Gewinnspiel einverstanden sein.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
Für verlorengegangene Postsendung übernehme ich keine Haftung.

 

Montag, 22. September 2014

Autoreninterview mit Sarah Wedler und Nadine d'Arachart

    Bisher hat mir jedes Buch von Nadine d'Arachart und Sarah Wedler richtig gut gefallen. Der Thriller "Nebelflut" hat sogar mein Sohnemann verschlungen (der liest nicht wirklich viel),  "Abgründe" spielt zwar in Amerika, ist aber genauso gut, wie "Nebelflut".  Auch ihre Dystopie "Die Niemandsland-Trilogie" habe ich verschlungen.
     Da musste ich die beiden sympathischen Autorinnen natürlich um ein Interview bitten. Hier meine Fragen: 

    1. Wie seid ihr zum Schreiben gekommen?

Nadine: Das war so: Wir haben, als wir 12 waren, beide den Fantasyroman „Drachenfeuer“ von Wolfgang Hohlbein gelesen. Wir mochten die Geschichte und die Welt, die Hohlbein darin kreiert hat, so sehr, dass wir richtig traurig waren, als es vorbei war. Also haben wir beschlossen, dass wir das Buch selber weiter schreiben wollen. Daraus wurden dann 30 handschriftliche Seiten „Fanfiction“ , die wir ihm auf einer Lesung überreicht haben. Und danach hatten wir dann Spaß am Schreiben gefunden und haben einfach weitergemacht.


  1. Es ist bestimmt schwierig, ein Buch zu zweit zu schreiben, oder? Wie geht ihr da vor?

Sarah: Das kommt ganz darauf an, was wir gerade schreiben. Bei Drehbüchern z.B. ist es recht leicht, da teilt man einfach die Rollen auf. Bei Kurzgeschichten hingegen tauschen wir wirklich nach jedem Abschnitt. Und bei Romanen machen wir es so, dass wir zunächst gemeinsam die Handlung aufstellen. Dann teilen wir die Kapitel oder Figuren unter uns auf.

Nadine: Dann fangen wir beide an zu schreiben und überarbeiten schließlich die Kapitel der jeweils anderen. Dadurch hat sich bei uns beiden ein ziemlich ähnlicher Stil entwickelt – bisher zumindest hat noch niemand einen Bruch gefunden ;-)


3. Ihr schreibt Thriller, die in verschiedenen Ländern spielen, ihr habt gerade eine Dystopie als Trilogie herausgebracht. Woher nehmt ihr eure ganzen Ideen? Nehmt ihr euch vor, "Jetzt schreiben wir einen Thriller" oder entwickelt sich eine Story zum Thriller oder zur Dystopie?

Sarah: Also, eigentlich ist es, sobald wir eine Idee haben, schon klar, zu welchem Genre man da was schreiben könnte. Ideen für Thriller haben ja meistens gleich etwas mit Morden zu tun. Was unsere Dystopie angeht, war die Ideenfindung ganz lustig: Nadine hat eine Fantasygeschichte geträumt, die wir uns einfach mal sicherheitshalber notiert haben. Kurz darauf kam dann die Anfrage von Carlsen Im.Press, ob wir uns vorstellen könnten, etwas im fantastischen Bereich zu schreiben. Und da hatten wir die Idee ja dann schon auf Lager :-) Mittlerweile haben wir aber auch schon Ideen für weitere Fantasygeschichten … Gerade für dieses Genre sind bestimmte Orte, Bilder oder auch Lieder sehr inspirierend.

4. Was würdet ihr Autoren, die ihr erstes Buch schreiben, unbedingt raten?

Nadine: Fürs Schreiben selbst würden wir eigentlich immer dazu raten, sich vor dem Anfangen einen ungefähren Plot aufzustellen – man sollte wissen, wo die Geschichte hinführen soll, damit man sich nicht verzettelt.

Sarah: Und für die Verlagssuche ist es immer gut, an Schreibwettbewerben teilzunehmen. Oft sitzen Verlagsmitarbeiter in den Jurys, die über eine gute Kurzgeschichte auf neue Autoren aufmerksam werden.

5. Habt ihr bei einer Lesung schon etwas witziges/skurilles erlebt?

Nadine: Hm, schwere Frage ;-) Aber ein Erlebnis fällt uns ein: Einmal waren wir auf einer Gemeinschaftslesung, die für 20 Uhr angesetzt war und auf der ca. 8 Autoren je 10 Minuten lesen sollten. Als wir kamen, waren schon alle recht angeheitert und das ging dann den ganzen Abend so weiter. Die 10 Minuten waren schnell vergessen und als wir gegen halb eins dran waren, waren alle volltrunken. Die Lesung endete dann gegen 2 Uhr nachts und war damit ein echter Marathon.

6. Welche/n Schriftsteller/in würdet ihr ganz gerne einmal treffen und was würdet ihr sie/ihn fragen?

Sarah: Wir würden natürlich gerne mal Wolfgang Hohlbein treffen und ihn fragen, warum er sich wegen unserer Fortsetzung seines Romans nie zurückgemeldet hat ;-)

Nadine: Ansonsten wäre es spannend, mal Dean Koontz zu treffen, denn von ihm stammt unser gemeinsames Lieblingsbuch „Das Versteck“. Wir würden ihn fragen, wie er es schafft, seine Figuren so lebensecht wirken zu lassen … und wie es ihm gelingt, immer so eine gruselige Atmosphäre zu schaffen.

7. Wie wichtig ist die Recherche? Wie geht ihr dabei vor?

Nadine: Recherche ist extrem wichtig und dauert auch immer recht lange. Wir machen es so, dass wir das Buch plotten und dann sehen, welche Themenbereiche eine Rolle spielen werden, von denen wir nicht so viel Ahnung haben. Dann durchsuchen wir erst mal grob das Netz oder holen uns Bücher aus der Unibibliothek. Wenn wir einen Ort besser kennenlernen müssen, versuchen wir, hinzufahren. Für einen unserer Krimis durften wir die Rechtsmedizin in Essen besuchen, wo uns einige Präparate gezeigt wurden und wo wir auch über ein paar „Tatort-Irrtümer“ aufgeklärt worden sind. Das war extrem spannend.

8. In welchem Genre können wir kein Buch von euch erwarten?

Sarah: Wir tun uns mit allem schwer, was lustig ist! Wir bewundern auch Autoren, die lustig schreiben können – das gelingt uns einfach nicht. Auch mit reinen Liebesromanen würden wir uns wahrscheinlich schwer tun und es würde am Ende doch irgendwie ein Krimi daraus werden!

9. Welches Buch lest ihr gerade?

Nadine: Ich lese im Moment „Die Insel“ von Richard Laymon und „Warte bis du schläfst“ von Mary Higgins Clark – je nach Stimmung mal das eine, mal das andere.

Sarah: Ich lese ebenfalls was von Mary Higgins Clark, und zwar „Schrei in der Nacht“, außerdem „Justine“ von Marquis de Sade. Das eine lese ich als Druckbuch, das andere als E-Book, kommt also immer drauf an, was ich gerade zur Hand habe.

10. Wollt ihr uns schon etwas über euer nächstes Projekt verraten?

Nadine: Im Moment arbeiten wir eigentlich an mehrere Projekten parallel. Eines davon ist ein Buch, das endlich mal in unserer Region, dem Ruhrgebiet, spielen soll. Es geht darin um Lobotomien – Gehirnoperationen, die in den 50ern verbreitet waren und die der Killer in unserem Roman wieder „ausgräbt“, um seine Opfer damit zu quälen. Projekt Nummer zwei ist ein weiterer Thriller, bisher aber noch eine grobe Idee. Nur so viel: Es geht zurück nach London, diesmal aber, anders als in „Watcher“, in das London von heute :-)

Vielen Dank, liebe Sarah und liebe Nadine, das ihr euch Zeit für meine Fragen genommen habt. Ich wünsche euch weiterhin ganz viel Spaß und Erfolg!

Katja Kaddel Peters Rezension mit Gewinnspiel zu "Der Giftschmecker" von Fletcher Moss, Chicken House Verlag, Fantasy

Titel: Der Giftschmecker 
Autor: Fletcher Moss
Seitenzahl: 336 Seiten (Hardcover, 22.7.14)
ISBN: 978-3-551-52064-7
Verlag: Chicken House Verlag
Preis: 14,99 € (auch als eBook erhältlich: 10, 99 €)

War für mich Durchschnitt, mehr nicht…


Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):
Dalton Fly ist ein Waisenjunge und verdient als Giftschmecker sein Geld. Er lebt mit anderen Jungs zusammen und diese werden dann für eingehende Aufträge der Reichen als Vorkoster von Essen engagiert. Jeden Tag müssen die Jugendliche die unterschiedlichsten Gifte zu sich nehmen, um sich zu immunisieren und die Gegenwirkungen erkennen zu können.
Beim neuesten Auftrag geht leider etwas schief: Bennie stirbt trotz bester Vorbereitungen und eines ausgeklügelten „Systems“ und Dalton entkommt nur knapp dem sicheren Tod, da sich gerade noch rechtzeitig ein Gegengift finden lässt. Ihm kommt die ganze Angelegenheit sehr komisch vor, denn er wird verfolgt. Er schleicht sich zurück ins Haus, lernt Scarlet Dropmore kennen, die ein paar Jahre älter ist als er und muss mit ihr fliehen, als ein erneuter Anschlag auf sie ausgeführt wird. Auf der Suche nach einem sicheren Unterschlupf treffen immer mehr Jugendliche aufeinander und schließen sich als Gruppe zusammen. Nach und nach kommt ein ungeheuerliches Komplott zum Vorschein und keiner weiß mehr, wer Freund oder Feind ist…

Meine Meinung:
Mich hatte der Klappentext sehr angesprochen. Die Covergestaltung war total farbgewaltig und sehr passend (giftgrün!). Ich hatte mich daher sehr auf dieses Buch gefreut, wurde aber leider etwas enttäuscht.
Ich fand die Thematik interessant, aber leider war ich beim Lesen zwischendrin total entsetzt, dass eine Altersfreigabe von 12 Jahren vom Verlag empfohlen wird, da u.a. die unterschiedlichen Todeskämpfe bzw. Morde sehr detailliert geschildert werden. Da hatte es mich als Erwachsenen schon ziemlich geschüttelt und ich habe mich mehr als einmal gefragt, ob es unbedingt sein muss, Teenies derart explizites Detailwissen zu Giftarten aufzeigen zu müssen. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass mich das Hardcover bzw. der Text nicht wirklich „packen“ konnte. Ich habe für mich persönlich beschlossen, zukünftig doch eher zu Lektüre ab 14 Jahre zu greifen…

Demzufolge tat ich mich auch schwer beim Lesen, obwohl das Buch ansprechend und altersentsprechend einfach geschrieben ist.Mein Lesefluss wollte aber einfach nicht zum Laufen kommen. Ich hatte nach einer Pause nicht wirklich das „Bedürfnis“ sofort weiter lesen zu müssen…

Am Anfang ist es schon etwas verwirrend, wie der Leser mitten ins Geschehen geschmissen wird. Dalton wacht auf, erinnert sich nicht daran, was passiert ist und muss sich zu allem Überfluss noch mit dem Tod seines Freundes auseinandersetzen, während er sich versteckt und dann auch fliehen muss…

Dieses Jugend- bzw. Kinderbuch hat leider nicht wirklich zu mir gepasst, obwohl die Auflösung der Geschichte gelungen ist und auch Krimielemente in diesem Fantasy-Schmöker vorhanden sind. Vielleicht bin ich auch einfach zu „alt“ oder anspruchsvoll für diese sehr einfache Schreibweise und für mich wurden die Charaktere auch viel zu oberflächlich beschrieben, obwohl ich Dalton sehr sympathisch fand…

Ich denke, mit diesem Hardcover (oder eBook) werden männliche (aber auch an diesem Genre interessierte weibliche) Leser angesprochen. Die Altersfreigabe würde ich allerdings nochmal überdenken und geübten (erwachsenen) Lesern würde ich andere Lektüre empfehlen. Ist meine persönliche Einschätzung.

Fazit
Eine einfach geschriebene Geschichte für Jugendliche, die schon etwas abgeklärt sein müssen bei einigen detailgetreuen Szenenbeschreibungen. Von der Grundidee sehr interessant – das Buch blieb aber hinter meinen Erwartungen zurück!
Ich vergebe durchwachsene bzw. durchschnittliche 3/5 Sterne.

Ich bedanke mich herzlich beim ChickenHouse Verlag für die Bereitstellung dieses Hardcover-Exemplars (als Gast-Rezensentin für Biggis Blog)!

Ihr könnt das von Kaddel gelesene Buch gewinnen. Wie?

Bis zum 30.9.2014, 23.59 Uhr habt ihr die Möglichkeit, diesen Beitrag zu kommentieren. Bitte gebt an, warum ihr das Buch gewinnen möchtet. Eure Mailadresse bitte auch nicht vergessen. 

Bitte habt Verständnis dafür, dass der Gewinn nicht in bar ausgezahlt werden kann. 
Bei TeilnehmerInnen unter 18 Jahren müssen die Eltern mit der Teilnahme am Gewinnspiel einverstanden sein.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
Für verlorengegangene Postsendung übernehmen wir keine Haftung.

Per Random-Org werden die Gewinner am 1.10. gezogen. Die Gewinner werden per Mail von mir benachrichtigt und erhalten dann nach Bekanntgabe ihrer Adresse Buchpost von Kaddel.

 




Samstag, 20. September 2014

Rezension zu "Everflame - Feuerprobe" von Josephine Angelini, Dressler Verlag, Fantasy

Titel: Everflame - Feuerprobe
Autorin: Josephine Angelini
Seitenzahl: 480 Seiten (12.9.14, gebunden)
Verlag: Dressler Verlag
Isbn Nr. 978-3-7915-2630-0
Preis: 19,99 Euro

Klappentext:
"Liebe schmerzt. Welten kollidieren. Feuer tötet.

Feuerrote Locken, unglücklich verliebt und so ziemlich gegen alles allergisch, was es gibt: Lily Proctor ist 17 und die Außenseiterin an der Highschool von Salem. Lily wünscht sich nichts mehr, als von hier zu verschwinden und findet sich in einem furchterregenden anderen Salem wieder, in dem mächtige Frauen herrschen. Die stärkste und grausamste dieser »Crucible« ist Lillian. Sie ist Lily wie aus dem Gesicht geschnitten. Sind Lilys Allergien und Fieberschübe tatsächlich magische Kräfte und ist sie selbst eine Hexe? In einem Strudel aus gefährlichen Machtkämpfen und innerer Zerrissenheit, begegnet Lily sich selbst und einer unerwarteten Liebe.

Ein mitreißender Pageturner mit starken Gefühlen: schicksalhafte Entscheidungen, Magie, Spannung und Liebe mit einer Heldin zwischen zwei Männern, zwei Welten und zwei Identitäten."


Über die Autorin:
Josephine Angelini, geboren in Massachusetts/USA, lebt mit Mann und drei Katzen in LA. Sie studierte in New York Angewandte Theaterwissenschaften und veröffentlichte mit der "Göttlich"-Trilogie ihr sensationelles Debüt. "Everflame" - Feuerprobe" ist der Auftakt ihrer neuen Trilogie

Eigene Meinung:
Lily, siebzehn Jahre alt, leidet unter unerklärlichen Fieberschüben, epileptischen Anfällen und verschiedenen Allergien. Partys feiern und schulische Veranstaltungen zu besuchen, ist da nicht drin. Tristan ist Lilys bester Freund. Er ist einer der angesagtesten Jungen in der Schule, ein Mädchenschwarm, der das auch genießt und auslebt. Lily scheint verliebt in Tristan zu sein. Der nimmt das aber nicht wahr. Für ihn ist sie seine beste Freundin. Tristan möchte Lily zu einer Party mitnehmen. Die Party endet in einer Katastrophe und Lily wacht  nach einem Zusammenbruch in einer ganz anderen Welt auf.

Lily ist trotz ihrer Krankheit eine starke Persönlichkeit, die sich um ihre kranke Mutter kümmert. Sie versucht, trotz ihrer Anfälle ein möglichst normales Leben zu führen. Dass sie eine starke Persönlichkeit ist, kristallisiert sich  im "anderen Salem" noch besser heraus.

Das "andere Salem" erinnert an das Mittelalter, das hier allerdings ziemlich magisch ist. Diese Parallelwelt hat allerdings auch technische Neuerungen aus unserer Gegenwart.

Lilys Doppelgängerin Lilian, die das "andere Salem" beherrscht, bleibt sehr mysteriös. Ich hoffe, die Fragen, die bezüglich der Rolle der Lilian und wieso sie Lily in ihre Welt geholt hat, werden in den nächsten Bänden hinreichend beantwortet

Rowan, den  Lily in dieser anderen Welt kennenlernt, misstraut am Anfang Lily sehr, sieht sie doch aus, wie die Hexe Lilian. Und dann gibt es noch Tristan, den wir ja schon in Lilys Leben kennengelernt haben. Den gibt es auch im "anderen Salem". Entsprechend vertraut im Lily erst einmal.

Die Autorin hat eine komplett andere Welt erschaffen, mit interessanten Charakteren,  viel Magie, actionreichen Szenen und einer Liebesgeschichte. Der Anfang der Story war etwas langatmig, dann kommt jedoch Spannung auf und das Tempo zieht an. 

Von mir gibt es  4/5 Sterne für diesen gelungenen, interessanten Auftakt der Everflame-Trilogie.











Donnerstag, 18. September 2014

Gastrezension von Katja Kaddel Peters zu "Die Stunde der Lilie - die Lilien-Reihe Band 1 von Sandra Regnier, eBook, Carlsen Impress Verlag, Zeitreise-Romance

Titel: Die Stunde der Lilie - Die Lilien-Reihe Band 1
Autorin: Sandra Regnier
Seitenzahl: 362 Seiten (7.8.14, eBook)

Isbn Nr. 978-3-646-60073-5
Verlag: Carlsen Impress Verlag
Preis: 4,99 Euro
FB Seite von Sandra Regnier  

Ein historischer Zeitsprung mit bzw. für Teenies mit einem Hauch Romantik

Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):

Die Hauptperson dieser toll geschriebenen Handlung ist mal wieder weiblich und 16 Jahre alt (frage mich in letzter Zeit öfter, warum dies so sein muss *gg*, aber das gehört nun nicht hierher). Julia geht natürlich noch zur Schule und es gibt zwei Fächer, die es ihr angetan haben: im positiven und negativen Sinne. Französische Vokabeln wollen einfach nicht in ihrem Gedächtnis haften bleiben, aber Zeiten und Ereignisse in Geschichte kann sie sich perfekt merken. Nach einem stressigen Schultag macht Julia zusammen mit ihrer Freundin einen Ausritt im nahegelegenen Wald. Plötzlich steht sie einem merkwürdig gekleideten Mann gegenüber und versteht nur noch Bahnhof. Sie wird auf französisch angesprochen und irritiert wegen ihrer Bekleidung betrachtet. Julia denkt sie sei bei Dreharbeiten gelandet, nachdem sie dann auch noch ein Schloss für eine kolossale Kulisse, aber weit gefehlt – sie befindet sich in Frankreich, und zwar im 17. Jahrhundert…


Meine Meinung
Ich muss ja gestehen, dass ein Jugendbuch mit Zeitsprüngen absolutes Neuland für mich ist; ich kann mich zumindest nicht erinnern, dass ich diese Thematik in den letzten Jahren in anderen Romanen gefunden habe.
Sympathisch war mir Julia von Anfang an, aber auch alle anderen Charaktere haben mich angesprochen, da ich mir die Figuren sehr gut bildlich vorstellen konnte.

Wie eigentlich (fast) immer, muss ich sagen, dass mir der männliche Protagonist am besten gefallen hat. Etienne Flemont hat einen Bruder in Julias Alter, ist selber aber etwas älter (25 Jahre). Er hat seine Ecken und Kanten, u.a. verunziert eine Narbe sein Gesicht. Als ernannter Vormund von Julia unterrichtet er sie in vielen Dingen, damit sie sich in der „anderen Welt“ behaupten kann. Reiten, Tanzen, Etikette, aber auch Fechten, Musizieren und Singen stehen nunmehr auf ihrem Stundenplan. Mit der Zeit fassen beide zueinander Vertrauen und es ist schön zu sehen, wie die Beziehung von beiden wächst. Es knistert auch in einigen Szenen – am Anfang etwas verhalten, aber dann doch auch etwas mehr…

Die Schreibweise hat mir wieder sehr gut gefallen Neben Historie und Romantik dürfen Intrigen, Morde und Todesfälle auch hier nicht fehlen. Und das Heimweh und die Sehnsucht von Julia nach ihrer Familie und ihren Freunden konnte ich sehr gut nachvollziehen.

Nachdem ich die Pan-Trilogie verschlungen hatte, war mir klar, dass ich diesen Trilogie-Start nicht verpassen durfte. Glücklicherweise kann ich auch berichten, dass ich in Hamburg einer Lesung von Sandra Regnier lauschen durfte und war angetan, von dieser freundlichen, fröhlichen und aufgeschlossenen Autorin. Sie selber kann ihren Erfolg noch gar nicht fassen und beantwortete begeistert die gestellten Fragen.
Ein Tipp von mir: Einfach googeln und dann kann man sich ein Video der Lesung, die knapp eine Stunde dauerte, ansehen…

Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und warte gespannt auf die Fortsetzung, die im Januar 2015 erscheinen wird. Die Wartezeit von doch 4 Monaten kann ich glücklicherweise u.a. durch weitere tolle neue eBook-Erscheinungen des impress-Verlages überbrücken.
Stichwort Impress-Verlag: Ja, auch diese Story gibt es zunächst nur als eBook-Ausgabe. Ich kann aber alle Taschenbuch-Leser in dieser Hinsicht etwas beruhigen, dass auch die Pan-Trilogie zunächst nur für den eReader erhältlich war und mittlerweile sind alle 3 Bände als „Holzbuch“ mit einem wirklich schönen Cover (hat auch „Die Stunde der Lilie“!) erschienen.

Fazit
Eine Fantasy-Geschichte, die Einigen wahrscheinlich nicht all zu neu vorkommen wird, die mir aber durch eine lockere und flotte Schreibweise sehr schöne Lesestunden bereiten konnte.
Ich hätte mich gefreut, wenn ich zumindest zum Ende des Buches geahnt hätte, in welche Richtung Julias Geschichte weitergeht…
Ich vergebe sehr gute 4/5 Sterne und bin wirklich gespannt, wo die Reise im 2. Teil hinführen wird! Von der Fortsetzung erwarte ich viel, z.B. die Beantwortung einiger Fragen…

Ich bedanke mich herzlich beim Carlsen/Impress Verlag für die Bereitstellung dieses eBook-Rezi-Exemplars (als Gast-Rezensentin für Biggis Blog, wie ihr seht)!

Dienstag, 16. September 2014

Rezension zu "Narbenkind" von Erik Axl Sund, Goldmann Verlag, Psychothriller

Titel: Narbenkind
Autoren: Erik Axl Sund
Seitenzahl: 512 Seiten (15.9.14 broschiert)
Isbn Nr. 13-978-3442481187
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 12,99 Euro 

Klappentext:
"Jeanette Kihlbergs Ermittlungen in einer Mordserie an Jungen in Stockholm werden vorübergehend auf Eis gelegt, als ein ranghoher Geschäftsmann auf bestialische Weise getötet wird. Man geht von einem Racheakt aus - doch Rache wofür? Psychologin Sofia Zetterlund soll ein Täterprofil erstellen, aber dann geschehen weitere Morde. Und diese scheinen in Verbindung mit Victoria Bergman zu stehen. Während die Ermittlungen nach Dänemark führen, hat Sofia immer häufiger Bewusstseinsstörungen.. "
"Krähenmädchen" (Band 1 der Victoria-Bergman-Trilogie) ist im Juli 2014 erschienen.
"Narbenkind" (Band 2 der Victoria-Bergman-Trilogie) erscheint am 15.9.2014.
"Schattenschrei" (Band 3 der Victoria-Bergman-Trilogie) erscheint am 17.11.2014."


Über die Autoren:
Erik Axl Sund ist das Pseudonym des schwedischen Autorenduos Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist. Håkan ist Tontechniker, Musiker und Künstler. Jerker ist der Producer von Håkans Elektropunkband "iloveyoubaby!" und arbeitet zurzeit als Bibliothekar in einem Gefängnis. Zusammen haben sie drei Romane geschrieben, die Victoria-Bergman-Trilogie, für die sie 2012 mit dem Special Award der Schwedischen Krimiakademie ausgezeichnet wurden.

Eigene Meinung:  
Jeanette darf im Fall der Mordserie um die Jungen nicht mehr weiterermitteln, dafür sorgt der Staatsanwalt. Sie soll den Mord an einem ganz wichtigen Geschäftsmann möglichst schnell aufgeklären. Jeanette und Kollege Jens Hurtig ermitteln einfach heimlich weiter. Jeanette beauftragt Sofia, als Profilerin ein Täterprofil zu erstellen, Sofia nützt das natürlich für ihre Zwecke. Es bleibt nicht bei diesem einen Mord, noch weitere brutale Morde geschehen. Die Wurzeln dieser Verbrechen scheinen in der Vergangenheit zu liegen. und diesmal scheinen die Ehefrauen, die den Missbrauch an ihren Kindern scheinbar nicht mitbekommen haben, im Focus des Mörders zu stehen. Victoria Bergmann scheint eine Schlüsselfigur in dieser brutalen Mordserie zu sein. Doch wo ist sie?

Es ist unbedingt erforderlich, mit dem ersten Band dieser Reihe zu beginnen.

Der Schreibstil der beiden Autoren bleibt sachlich nüchtern, wie bereits im ersten Band dieser Reihe. Die Autoren arbeiten wie in "Krähenmädchen", mit kurzen Kapiteln, abwechselnden Erzählsträngen und Cliffhangern. Das gibt natürlich Tempo in das Geschehen.

Die Story wird immer raffinierter, es kommen weitere Personen ins Spiel und weitere Fragen werden aufgeworfen. Wir nehmen teil an den Ermittlungen des Teams, am Privatleben von Jeanette und erleben Victorias Vergangenheit mit. Besonders gut gefallen haben mir die Dialoge zwischen Jeanette und Sofia. Hier kommt sehr viel Psychologie ins Spiel.

Die Protagonisten bleiben sehr interessant, teilweise geheimnisvoll und rätselhaft. Wir erleben spannende Wendungen und fiebern der Auflösung aller Fragen und Unklarheiten in Band 3 entgegen.

Mir gefällt dieser ungewöhnlich sachliche Erzählstil des Autorenduos. Interessant fand ich die fast so nebenbei gestreute Info, seit wann Inzest überhaupt strafbar ist und seit wann Kinder nicht mehr rein rechtlich als "Sache" gelten, das ist gar nicht so lange her.  Wenn man diese Hintergründe weiß, wird klar, warum Missbrauch leider so ein geringes Strafmaß hat.

5/5 Sterne für diesen fesselnden, verstörenden und sehr spannenden skandinavischen Thriller, der nicht für zartbesaitete Gemüter ist.






    

Montag, 15. September 2014

Rezension zu "Das Camp" von Nick Cutter, Heyne Verlag, Horrorthriller


Titel: Das Camp
Autor: Nick Cutter
Seitenzahl: 464 Seiten (8.9.14 TB)

Verlag: Heyne Verlag 
Isbn Nr. 13-978-3453437791
Preis: 9,99 Euro


Klappentext:

"Ein Mann strandet auf einer einsamen Insel vor der kanadischen Küste. Er ist ausgemergelt, dünn, wirkt mehr tot als lebendig. Und er hat Hunger – einen unstillbaren, schmerzhaften Hunger. Auf der Insel findet er eine Scouttruppe vor. Die Scouts merken schnell: Der Fremde ist krank, todkrank. Egal, wie viel er isst: sein Körper fällt mehr und mehr in sich zusammen. Und dann sehen sie, dass sich etwas unter seiner Bauchdecke bewegt. Während die Scouts überlegen, was zu tun ist, bemerkt ihr Leiter, dass ihn plötzlich ein nie gekannter Hunger quält …"

Über den Autor:
Nick Cutter ist das Pseudonym eines preisgekrönten Autors, der bereits mehrere Kurzgeschichten und Romane schrieb. Cutter lebt nicht auf einer Insel, sondern in Toronto, Kanada. Er hat einen gesunden Appetit.

Eigene Meinung:

Eine Gruppe junger Pfadfinder ist auf einer einsamen Insel zusammen mit ihrem Leiter. Sie sollen sich Abzeichen verdienen und in einigen Tagen per Boot wieder abgeholt werden. Da strandet ein Mann mit einem Boot auf der Insel. Er ist völlig unterernährt und verhält sich komisch. Der Gruppenleiter, ein Arzt, versucht ihm zu helfen, was keine gute Idee ist ... Mehr möchte ich zur Story nicht sagen, um die Spannung nicht vollends zu nehmen. 

Die Geschichte kommt mir irgendwie bekannt vor und ist sehr vorhersehbar. Die Pfadfinder sind Stereotypen, der Sohn des Sheriffs, ein Farmersohn, der Erfahrung mit Tieren und mit dem Schlachten hat, ein etwas unbeliebter Junge.

Ihr ahnt schon, worauf das alles hinausläuft und welche Person zuerst Probleme bekommen wird?  Natürlich hat der Fremde das Funkgerät zerstört, so dass keine Hilfe vom Festland zu erwarten ist.

Aus den Protokollen und Aussagen, der einzelnen Personen, die am Anfang eines jeden Kapitels stehen, können wir daraus schließen, um was es sich genau handelt und wer für die "Krankheit" verantwortlich ist.

Die Story ist weder spannend, noch fesselnd geschrieben. Ich hatte mir nach den Zitaten auf dem Cover von Scott Smith "Stellen Sie sich eine Mischung aus Crichton und King vor - absolut atemberaubend!" und Stephen King "Das Camp ist so nervenzerfetzend, dass ich es kaum aushalten konnte - faszinierender Horror der Extraklasse"" mehr versprochen. Super spannend und nervenzerfetzend war das nicht gar nicht.

Es fällt mir schwer, hier eine Bewertung abzugeben. 2/5 Sterne für diesen eher laschen Horrorthriller ohne Überraschungen. 

Samstag, 13. September 2014

Rezension zu "Abgründe"von Nadine d'Arachart und Sarah Wedler, Telescope Verlag, Thriller

Titel: Abgründe
Autorinnen: Nadine dÀrachart und Sarah Wedler
Seitenzahl :230 Seiten (broschiert 11.9.14)
Isbn Nr. 13-978-3941139220
Verlag : Telescope Verlag
Preis: 9,99 Euro

 Klappentext:
"Eine Mordserie erschüttert den amerikanischen Küstenort Virginia Beach. Frauenleichen werden öffentlich zur Schau gestellt. Durch makabre Arrangements offenbart der Killer die dunkelsten Seiten seiner Opfer. An jedem Tatort wird ein ‚A’ gefunden, der einzige Hinweis auf den Täter. Schafft es Detective Ethan Hayes, den Serienmörder zu stoppen oder steht ihm seine eigene finstere Vergangenheit im Weg?"

Über die Autorinnen:

Nadine d’Arachart und Sarah Wedler, geboren 1985 und 1986 in Hattingen, schreiben seit mehr als 10 Jahren gemeinsam. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Anthologien erhielten sie verschiedene Preise für ihre Kurzgeschichten und Drehbuchideen. Außerdem nahmen sie am Finale des Open Mike 2011 teil. Zuletzt wurden sie im November 2012 mit dem Förderpreis des Literaturbüro Ruhr ausgezeichnet. Ihr erster Roman „Die Muse des Mörders“ wird für ZDF und ORF verfilmt. „Abgründe“ ist ihre dritte Krimi-Veröffentlichung und zugleich das erste Buch, das sie je schrieben. 

Eigene Meinung:

Detective Ethan Hayes und sein Team ermitteln in einer Mordserie, die keinen Hinweis auf den Mörder bietet. Es werden Frauen entführt, gequält und ihre Leichen an verschiedenen Orten makaber inszeniert. Bald ist klar, dass der Mörder irgendetwas mit Ethan zu tun hat.

Dieser Thriller des Autorinnenduos Nadine d'Arachart und Sarah Wedler bietet alles, was sich der geübte Thrillerleser wünscht, eine düstere Mordserie zum Miträtseln, einen interessanten Ermittler mit Ecken und Kanten und einer Vergangenheit, in deren Abgründe er uns blicken lässt. Nicht nur die Vergangenheit des Detectives bietet dunkle Geheimnisse, auch die Opfer haben eine Schattenseite, die der Killer hervorholt.

Die ständigen Perspektivenwechsel innerhalb der kurzen Kapitel lassen uns am Geschehen aus der Sicht des gesuchten Killers teilhaben, mit Ethan Hayes und seinen Team ermitteln und uns mit den Opfern zittern. Die Seiten fliegen dadurch bei diesem Pageturner nur so dahin.

Dafür gibt es von mir 5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für diesen fesselnden, von der ersten Seite an spannenden und sehr raffinierten Thriller, der einige Überraschungen parat hält.

Einzig das Schriftbild der Buchausgabe hätte ich mir etwas größer und mit mehr Zeilenabstand gewünscht.

Donnerstag, 11. September 2014

Rezension zu "Katzendämmerung" von Arthur Gordon Wolf, Horrorthriller, Luzifer-Verlag


Titel: Katzendämmerung
Autor. Arthur Gordon Smith
Seitenzahl: 672 Seiten (2.10.13)

Isbn Nr. 13-978-3943408157
978-3-943408-15-7
978-3-943408-15-71-

Verlag: Luzifer Verlag
Preis:  16,95 Euro ,eBook 6,99 Euro


Kurze Inhaltszusammenfassung:

""Das, was ich bislang für die wirkliche Welt, die Realität, gehalten hatte, war nichts weiter als eine plumpe Täuschung, eine dünne Haut, hinter der sich das wahre Grauen verbarg."
Es gibt Geheimnisse, die besser für alle Zeiten im Verborgenen bleiben. Zu dieser Erkenntnis gelangt der Fotograf Thomas Trait jedoch etwas zu spät. Hals über Kopf verliebt er sich in eine junge und überaus attraktive Übersetzerin antiker Schriften. Natascha hat jedoch nicht nur einen ungewöhnlichen Beruf etwas Mysteriöses, ja Düsteres, scheint ihr anzuhaften; wild und bedrohlich. Doch es sind gerade diese Schattenseiten, die sie für Trait noch anziehender werden lassen.
Als er versucht, das Geheimnis seiner Geliebten zu ergründen, bezahlt er einen hohen Preis. Und der Tod ist nicht das Ende"

Über den Autor:
Arthur Gordon Wolf, Jhg. 1962, Ex-Fitness-Trainer, Ex-Lehrer, hat nach 20 Jahren seinen sicheren Beamten-Job an den Nagel gehängt, um endlich mehr Zeit fürs Schreiben zu haben. Seine Short-Stories, Erzählungen und Romane sind nahezu alle mehr oder weniger der unheimlichen Phantastik zuzuordnen. Egal ob Crime, Fantasy, SF oder Horror, stets spielt das Element des 'Doppelbödigen', des 'Unheilvollen', ein zentrales Motiv seine Arbeiten sind bislang in diversen Magazinen wie "MADAME", "c't", "Alien Contact" und "phantastisch!" erschienen, sowie in mehreren Anthologien u. a. bei Grafit, Bastei Lübbe, Fabylon und Voodoo Press ein SF-Hörspiel beim SDR/SWR und HR. 

Eigene Meinung:
Die erste Erzählung über die "flammende Jenny" ist megaspannend und richtig gut und fesselnd geschrieben.

Der Fotograf Thomas Trait erzählt uns ab der 2. Geschichte "Bastet" seine Geschichte aus der Ich-Perspektive. Thomas, der als Fotograf von schönen Frauen umgeben ist, verliebt sich in die sehr attraktive und  sinnliche  Natascha. Doch die mysteriöse, katzenhafte Natascha hat ein Geheimnis. Sehr menschlich, dass Thomas ihr Geheimnis ergründen möchte und damit die Katastrophe heraufbeschwört ..


Thomas Erzählung ist in insgesamt drei Bücher aufgeteilt: "Bastet", "Sachet" und "Die rote Göttin"

Dieser Horrorthriller ist megaspannend und sehr fesselnd erzählt. Gut gefällt mir hier die Sprache, viele Horrorschriftsteller verfallen in eine derbe Fäkalsprache. Arthur Gordon Wolf nicht. Wortgewaltig heizt er unser Kopfkino an, lässt die mysteriös, sinnliche Natascha vor uns entstehen. Thomas Trait ist sehr gut charakterisiert. Der Schönheit von Natascha verfallen, bekommt er es dann im letzten Buch doch noch mit seinem Gewissen zu tun. Ganz klar, Arthur Gordon Wolf beherrscht sein Handwerk.

Gut gefallen hat mir auch das Tagebuch, das Thomas in "Die rote Göttin" findet. In diesem Tagebuch hat ein Archäologe  seine Erlebnisse im Jahr 1880 in Ägypten aufgeschrieben. So manche Rätsel über Natascha klären sich durch diese Schrift.

Ich vergebe für diesen düster, erotischen, blutrünstigen Horrorthriller 5/5 Sterne. Meine absolute Leseempfehlung, besonders für Katzenfans und Leser, die sich für ägyptische Mythen interessieren.
Dieser Horrorthriller ist jedoch nichts für schwache Nerven und zarte Gemüter!




Roman, 672 Seiten
Genre: düster-erotischer Thriller
Cover: Timo Kümmel

Klappenbroschur, Softcover
€ 16,95, ISBN: 978-3-943408-15-7

- See more at: http://www.luzifer-verlag.de/katzendammerung-arthur-gordon-wolf/#sthash.aN928X0w.dpuf
Roman, 672 Seiten
Genre: düster-erotischer Thriller
Cover: Timo Kümmel

Klappenbroschur, Softcover
€ 16,95, ISBN: 978-3-943408-15-7

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Roman, 672 Seiten
Genre: düster-erotischer Thriller
Cover: Timo Kümmel

Klappenbroschur, Softcover
€ 16,95, ISBN: 978-3-943408-15-7

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Roman, 672 Seiten
Genre: düster-erotischer Thriller
Cover: Timo Kümmel

Klappenbroschur, Softcover
€ 16,95, ISBN: 978-3-943408-15-7

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Montag, 8. September 2014

Rezension zu "Phönixkinder" von Christine Drews, Bastei Lübbe Verlag, Kriminalroman

Titel: Phönixkinder
Autorin: Christine Drews
Seitenzahl: 366 Seiten

Verlag: Bastei Lübbe
Rezensionsexemplar von Bloggdeinbuch 
Isbn Nr. 978-3-404-16992-4
Preis: 8,99 Euro

Klappentext:

"Der Geruch nach Feuer liegt noch in der Luft, als Charlotte Schneidmann und Peter Käfer im Seniorenstift Sonnenschein ankommen. Einer der Bewohner, der demente Ludger Steinkamp, ist bis zur Unkenntlichkeit verkohlt. Alle Indizien deuten auf Brandstiftung, aber nicht nur das - das Opfer wurde regelrecht zu Tode gefoltert. Grausame Rache? Oder ein letzter Versuch, Informationen von Steinkamp zu erpressen?

Die brandgefährlichen Spuren führen Charlotte und Käfer tief in die Vergangenheit des Münsterlandes."

Über die Autorin:
Schon während ihres Germanistik- und Psychologiestudiums arbeitete Christine Drews für diverse TV-Produktionen. Nach ihrem Magisterabschluss schrieb sie für Clou Entertainment als feste Autorin für verschiedene Comedy-Serien, bevor sie sich 2002 selbständig machte. Seitdem hat sie Drehbücher für Movies (u.a. „Am Kap der Liebe“, Co-Autor Jens Jendrich), Familien- und Comedyserien geschrieben (u.a. „Sechserpack“, „Weibsbilder“, „Er sagt, sie sagt“, „Die Bräuteschule 1958“, etc.), und als Autorin für zahlreiche Showformate gearbeitet (u.a. „Achtung! Hartwich“, „Das NRW Duell“, etc.). Schattenfreundin ist ihr erster Roman.


Eigene Meinung: 

Im Pflegeheim "Sonnenschein" ist auf der Demenzstation ein Feuer ausgebrochen. Für den demenzkranken Ludger Steinkamp kam jede Hilfe zu spät. Die Ermittlungen von Charlotte und ihrem Kollegen Peter Käfer gestalten sich sehr schwierig. Die Demenzkranken behindern die Ermittlungen. Sie kennen keine Grenzen und betreten das abgesperrte Zimmer, Dinge aus dem Zimmer verschwinden spurlos und natürlich fehlt den meisten Heimbewohnern die Erinnerung an die Ereignisse. Auch der Hausmeister, der vernommen wird,  und der zuständige Pfleger sind keine große Hilfe.

In verschiedenen Erzählsträngen begleiten wir die Ermittler, lernen die Sichtweise von Annette, der Tochter des Mordopfers, kennen und bekommen einen Einblick in die Psyche des Täters. Käfer verliebt sich in Annette, was Chalotte nicht so sehr begeistert. Nicht nur das Mordmotiv, auch das Mordopfer bleiben für die Ermittler erst einmal sehr rätselhaft.  Ludger Steinkamp scheint sehr vermögend gewesen zu sein, wie er zu seinem Vermögen kam und wo es sich befindet, ist unklar.   Seine Familie wusste sehr wenig von ihrem Familienoberhaupt. Die Familienmitglieder haben ihn nie im Pflegeheim besucht.

Nicht nur die Ermittler graben tief in der mysteriösen Vergangenheit des Mordopfers, auch Annette möchte ihren Vater näher kennen und verstehen lernen. Sie und ihr Bruder wurden von ihm in verschiedene Internate gesteckt. Annette wurde gegen den Willen ihres Vaters Konditorin, so hatten die beiden nie ein gutes Vater-Tochter-Verhältnis. Seine Frau hat er nach Strich und Faden betrogen. Der Verstorbene scheint zwei total verschiedene Leben geführt zu haben.

Dieser Krimi ist von Anfang an spannend und sehr fesselnd erzählt, dabei erhöht sich im Laufe der Handlung das Tempo. Er hat auch einige Überraschungen parat.

Die Ermittler führen viele Gespräche mit verschiedenen Personen und kommen einem raffinierten Betrug auf die Schliche.

Wir erfahren während der Ermittlungen sehr viel Interessantes über das Thema Demenz. Falls ich einmal zuviel Geld haben werde, weiß ich dank dieses Krimis, wo und wie ich es am Fiskus vorbei anlegen könnte ...

Dieser Krimi besticht durch einen sehr interessanten, vielschichtigen Plot, sympathische Figuren und hat so einige Überraschungen für den geübten Krimileser  parat,  daher gibt es von mir 5/5 Sterne.

Freitag, 5. September 2014

Rezension zu "Das Sternenglöckchen oder die Blume des kleinen Prinzen", Karel Szesny, Abentheuer Verlag, Märchen




Titel: Das Sternenglöckchen oder die Blume des kleinen Prinzen
Autor: Karel Szesny
Seitenzahl: 336 Seiten
Verlag: Abentheuer Verlag, (18.3.2014), gebundene Ausgabe
Isbn Nr. 13-978-3940650450
Preis: 19,80 Euro

 Kurze Inhaltszusammenfassung:

"Es sind zwei unumgängliche Gründe, die das Mädchen Elisa dazu veranlassen, mit der gedankenschnellen Silberkugel ins Weltall zu entfliehen: erstens, weil sie diese geniale Erfindung des Professors Heuretes dem Zugriff des skrupellosen Geschäftemachers Karnifeks entziehen muss, zweitens, weil es unbedingt notwendig ist, dem kleinen Prinzen zu helfen, dessen kostbare Blume mannigfachen Bedrohungen ausgesetzt ist. Dass ihr eine Verkettung scheinbar unglücklicher Umstände die Begleitung eines aggressiven Fuchses aufzwingt, kommt ihr alles andere als gelegen. Sie ahnt nicht im Geringsten, dass sie zum Ende ihrer Reise um ihren allerbesten Freund trauern wird, und dass dieser Freund niemand anders als eben dieser Fuchs ist. Anfangs vermutet sie auch nicht, dass die Reise derart gewaltige Dimensionen annimmt und dass sie gefährliche Abenteuer zu bestehen hat; beim knappen Entkommen vor einem hungrigen Tiger und in den Fangarmen eines mächtigen Kraken, im Kampf mit mordlustigen Riesenhühnern und bei der Flucht vor den Schergen eines angeblichen Wohltäters, der die Wahrheit im Kerker gefangen hält. Und sie kann nicht voraussehen, in welchem erbarmungswürdigen Zustand sie den verlassenen Asteroiden des kleinen Prinzen vorfindet. Die ungeheure Fluggeschwindigkeit der Silberkugel bewirkt eine Zeitverschiebung, wodurch sich Elisa und der Fuchs unversehens in der Zukunft wiederfinden. Und dort bekommen sie das Schicksal unserer Erde zu sehen, wo die Menschen es offenbar versäumt hatten, Verbrechern wie diesem Konsul Karnifeks Einhalt zu gebieten. Haben wir noch eine Möglichkeit, unseren Heimatplaneten vor dem Unheil zu bewahren? Kann die Formel des uralten Schnitzers dabei helfen, die angeblich alle menschlichen Probleme löst? Wird es dem Erzähler dieser Geschichte gelingen, die Formel überall bekanntzumachen, wie es der Schnitzer prophezeit hatte? Wird Elisa dem kleinen Prinzen eventuell doch noch begegnen und damit unser aller Hoffnung eine Chance geben? Oder wird die schleichend um sich greifende Bosheit der Schlange die Oberhand gewinnen, deren Gift bereits Teile der kostbaren Formel zerstört hat? Letztendlich hängt die Zukunft unseres Planeten von den Lesern dieser Geschichte ab, die zum Zeichen ihrer Verbundenheit mit Elisa ein kleines Glöckchen bei sich tragen – ein „Sternenglöckchen“, das dem Buch beiliegt."



Eigene Meinung: 

Dieses wunderschön illustrierte Buch tritt in die Fußstapfen des "kleinen Prinzen".

Die Geschichte beginnt mit einer Autopanne eines Schiffsglockenverkäufers. Er trifft auf das kleine Mädchen Elisa,  das ihm sein Abenteuer erzählt (genau genommen besteht Elisas Abenteuer aus ungefähr 60 wunderschön illustrierten kleinen Abenteuern in einer Geschichte verpackt). Elisa ist auf der Suche nach dem kleinen Prinzen und begegnet dabei unter anderem einem Wissenschaftler, einem Fuchs, einem Konsul, einem Bürokraten. Mehr verrate ich euch nicht, nur soviel: Ihr werdet die Geschichten und insbesondere die kleine Elisa lieben.

Lasst euch von Elisa in ihre Welt entführen und verzaubern. Große und kleine Kinder werden an den Abenteuern des kleinen Mädchens ihre Freude haben und mit Spannung der nächsten Geschichte entgegenfiebern. Der Roman stimmt uns nachdenklich, fordert uns auf, doch etwas genauer hinzuschauen auf unsere Begegnungen und besser auf unsere Tiere und unsere Umwelt zu achten. Denn jeder Einzelne von uns kann etwas verändern.

5/5 Sterne bekommt das Sternenglöckchen von mir. Meine absolute Leseempfehlung für Fans von tiefsinnigen Geschichten, wie die des kleinen Prinzen. Das Buch ist sehr gut geeignet zum Vorlesen, zum Verschenken,  zum Träumen und  um dem Alltag eine Weile zu entfliehen..





Mittwoch, 3. September 2014

Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Kampf gegen die Sybarites (Zeitgenossen, Band 2) von Hope Cavendish, eBook, TB, CreateSpace Independent Publishing Platform Verlag, Fantasy


Titel: Kampf gegen die Sybarites (Zeitgenossen, Band 2)
Autorin: Hope Cavendish
Seitenzahl: 228 Seiten (TB 10.1.14 oder eBook)
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform Verlag
Isbn Nr. 13-978-1494457389

Preis: 8,99 Euro (TB), eBook 3,99 Euro

Mehr über die Autorin erfahrt ihr hier:
http://www.hope-cavendish.de/
http://www.zeitgenossen-romane.de/
https://www.facebook.com/Autorin.HopeCavendish







Ein tolle (Vampir-) Fortsetzung, die mich vollends überzeugen konnte

[Hier kann noch ein Blick auf meine Rezi zu Band 1 (Gemmas Verwandlung) geworfen werden: http://vergessenebuecher.blogspot.de/2013/10/gastrezension-von-katja-kaddel-peters_16.html]

Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten)
Mein Name ist Gemma und meine Freunde Maddy, Francesco, Miguel und ich sind Vampire. Wir konnten uns mittlerweile erfolgreich bei den Sybarites einschleusen und brennen darauf, diese Vampirsekte zu zerschlagen. Mit etlichen Tricks und Kniffen haben wir uns Vertrauen in den dortigen Reihen erschlichen, spinnen Intrigen und werden nun zur Tat schreiten. Das Einzige, was mir neben dem Scheitern unseres Unterfangens gefährlich werden könnte, ist die Tatsache, dass Giles wieder aufgetaucht ist und sich uns wirklich im Kampf gegen diese Urmacht anschließen will. Was will er, was will ich und wieso spielt mein Herz so verrückt? Kann es ein Happy End geben und das Gute über das Böse siegen?

Meine Meinung
Nachdem ich im ersten Band (Gemmas Verwandlung) doch Startschwierigkeiten hatte und erst ab Kapitel vier wirklich in die Geschichte um diese junge Vampirdame eintauchen konnte, hat mich diese Fortsetzung ab Blatt 1 überzeugen können. Ein kurzer Rückblick auf den ersten Seiten ermöglichte einen reibungslosen Wiedereinstieg in die „Zeitgenossen“,
Gemma und ihre Freunde werden von der Autorin wieder in etliche Abenteuer geschickt und zwar vor einem ernsten Hintergrund: Sie möchten die Sybarites von innen heraus sprengen und brauchen dafür einige Verbündete und so gesellen sich zu unseren vier Vampiren neben alten Bekannten auch neue und sympathische Charaktere.
Mir gefällt die Schreibweise von Hope Cavendish sehr gut und ich konnte dieses Mal sofort durch die ICH-Perspektive von Gemma in deren Gedanken und Gefühle eintauchen. Sie ist hin- und hergerissen zwischen zwei Männern, mit denen sie dann auch ein paar erotische „Abenteuer“ in diesem Buch erleben darf.
Man merkt als Leser sehr schnell, dass die Hintergrundinformationen mit Leidenschaft und Liebe zum Detail recherchiert wurden, vergisst aber fast beim Studieren der Zeilen, dass einem ein geschichtlicher Background (u.a. Französische Revolution, Sturm der Bastille) unaufdringlich nahe gebracht wird. 
Ich habe es in diesem Roman geliebt, wie zwischen abgründigen Szenen bei den Vampirorgien und einfühlsamen Sequenzen zwischen Verliebten hin- und hergesprungen wurde. Die detaillierten Beschreibungen der einzelnen Charaktere, wie z.B. der treue Weggefährte von Gemma, Jean Marc, taten ein Übriges, aber leider müssen wir auch hier von liebgewonnenen Randfiguren Abschied nehmen, was aber auch bei der Zeitspanne, die in den Bänden „abgearbeitet“ wird, auch kein Wunder ist.
Ein Cliffhanger macht Lust auf mehr und so erwarte ich die Fortsetzung um Gemma und ihre Freunde mit Spannung und bin neugierig, in welche geschichtlichen Ereignisse Hope Cavendish den Leser dieses Mal einbeziehen wird.
Ich bedanke mich herzlich bei der Autorin für die Bereitstellung dieses Rezi-Exemplars und für die tolle Danksagung im Buch!

Fazit
Eine Fortsetzung, die mich überzeugen konnte und mich voller Vorfreude auf den dritten Band zurück lässt. Und ich werde diese Reihe bis zum letzten Buch weiterverfolgen.
Ich vergebe verdiente 5 von 5 Sterne und kann dieses Buch allen Leseratten weiterempfehlen, die historische Romane lieben und nichts gegen einen guten Schuss Fantasy und Romantik/Erotik haben!







Dienstag, 2. September 2014

Rezension zu "Spontanheilung" von Katarina Michel und Peter Michel, Aquamarin Verlag, Esoterik

Titel: Spontanheilung
Autor: Katarina Michel und Peter Michel
Verlag: Aquamarin Verlag (28.7.14)
Seitenzahl: 181 Seiten
Isbn Nr. 13-978-3894276737
Preis: 17,99 Euro


Klappentext:
"Es ist ein seltsames Phänomen, dass sich die Medizin zwar mit Eifer dem erkrankten Menschen zuwendet, wenn er aber plötzlich und unerwartet von einer anscheinend unheilbaren Krankheit genesen ist - verliert sie völlig das Interesse an ihm. Man gewinnt beim Studium dieses Phänomens den Eindruck: Dass nicht sein kann, was nicht sein darf!

Katarina und Peter Michel zeigen in ihrem Mut machenden und Hoffnung schenkenden Buch auf, dass der Heilungskosmos offensichtlich weitaus größer und mannigfaltiger ist, als das gegenwärtige orthodoxe medizinische Weltbild annimmt. Es geschehen die ungewöhnlichsten Heilungen auf meist völlig unerwartete Weise. Wenn man diese Geschehnisse nicht verdrängt, sondern ernsthaft studiert, kommt man zum dem Schluss, dass die Gesetzmäßigkeiten des Heilens ganz neu definiert werden müssen.

In diesem Buch werden zahllose Fallbeispiele dokumentiert und der Versuch unternommen, hinter dem scheinbar Unbegreiflichen eine tiefere geistige Gesetzmäßigkeit zu erkennen. Es scheint auch hinter den kaum fassbaren Wunderheilungen eine verborgene Ordnung auf, die erkennen lässt, welche große Weisheit über Krankheit und Heilung waltet.

Ein ermutigendes Werk, dass wieder einmal die alte Wahrheit belegt: Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist!"

Über die Autoren:

Katarina Michel promovierte an der Universität Bratislava und arbeitete mehrere Jahre beim tschechoslowakischen Fernsehen. 1986 gründete sie in Prag den Bachcenter und war in der Verlagsbranche tätig. Heute lebt sie am Bodensee und ist als Seminarleiterin und Beraterin für Bachblüten und Aurasoma tätig. Sie schreibt Bücher, die bereits in mehrere Sprachen übersetzt wurden.

Peter Michel flüchtete mit seiner Familie 1956 über Berlin nach Hannover. Von 1973 bis 1981 studierte er in Hannover, Freiburg und Bonn Philosophie, Volkswirtschaft, Germanistik und Religionswisenschaften. Er promovierte über Lyrik und Mystik. 1981 gründete er zusammen mit Petra Michel den Aquamarin Verlag.  Er schreibt Bücher esoterischer und spiritueller Literatur.

Eigene Meinung:

Dieses Buch gibt einen Überblick, auf welchem Weg  (Heilende Hände, Gebete, Homöopathie, Intelligente Zellen, Spirituelle Psychologie, Lebensführung) es zu Spontanheilungen kam. Dabei kommen Vertreter der einzelnen Richtungen zu Wort. Es ist kein Selbsthilfebuch und wettert auch nicht gegen die Schulmedizin. Die Autoren appellieren  an die Schulmedizin und an die Forschung, Spontanheilungen genauer zu betrachten und zu erforschen. Doch damit lässt sich halt leider kein Geld verdienen, deshalb interessiert sich die Pharmaindustrie nicht für irgendwelche Studien.

Menschen kommen zu Wort, die Spontanheilung erfahren haben. Viele dieser Menschen waren laut der Schulmedizin austherapierte, unheilbare Fälle.
Wir erfahren von den Schwierigkeiten, Spontanheilungen zu dokumentieren, weil sich die Patienten gar nicht trauen, ihrem Arzt von ihrer Heilung zu erzählen. Wahrscheinlich haben sie Angst vor den "Göttern in weiß".

Ärzte kommen zu Wort, die für ihre Patienten einen Plan entwickelt haben, ihre Lebensführung zu überdenken, um Heilung zu erfahren, Diese Pläne werden in dem Buch veröffentlicht.

Der Placebo-Effekt wird erörtert. Interessant fand ich das Kapitel über den Tod als größten Heiler.
 Erwähnenswert ist, dass in Großbritannien beispielsweise in Krankenhäusern Schulmediziner zusammen mit geistigen Heilern arbeiten. C. G. Jung hat sich mit der geistigen Welt genauso beschäftigt,  wie Einstein,  viele Physiker und Naturwissenschaftler.


Von mir gibt es für dieses sehr informative,äußerst interssante und  für Laien verständlich geschriebene Buch 5/5 Sterne.Absolute Leseempfehlung für Leser, die sich für dieses Thema gerne näher beschäftigen wollen.





Rezension zu "Der Hirte" von Ingar Johnsrud, übersetzt von Daniela Stilzebach, Blanvalet Verlag, Thriller

Titel: Der Hirte Autor: Ingar Johnsrud Übersetzt von: Daniela Stilzebach Seitenzahl: 511 Seiten , Paperback, Klappenbroschur (26.6.17)...