Donnerstag, 29. Januar 2015

Rezension zu "Pleiten, Pech und Leichen - Ein Saarland-Krimi" von Elke Schwab,Sutton Verlag, Krimikomödie

Titel: Pleiten, Pech und Leichen
Autorin: Elke Schwab:
Seitenzahl: 256 Seiten (broschiert 1.9.14)

Isbn Nr. 13-978-3954003853
Verlag: Sutton Verlag
Preis: 12,99 Euro

 Klappentext:
"Vielleicht hätte sie doch irgendetwas lernen sollen. Dann müsste sich Jenny ihren Lebensunterhalt nicht in der blöden Bäckerei im Europa-Center verdienen - von ein paar Ladendiebstählen ab und zu mal abgesehen. Vor allem wäre ihr dann der Chef vom Wachdienst nicht hinterhergelaufen - und wäre noch am Leben. Die Fragerei der Polizei bliebe Jenny auch erspart und die Besuche dieses lästigen Kommissars erst recht. Aber so ein langweiliges, ordentliches Leben liegt einfach nicht in ihren Genen. Lieber zieht sie mit ihrer Freundin Anna in ihrem ausrangierten Leichenwagen um die Häuser. Irgendwie wird schon alles gut gehen. Und im Notfall kann sie ja immer noch mit Simon, dem jung gebliebenen Ferrari-Fahrer, in die Karibik abhauen. Einer selbstbewussten, schlagfertigen Frau wie Jenny kann doch eigentlich nichts passieren ... Mit viel schwarzem Humor lässt Erfolgsautorin Elke Schwab, Gewinnerin des Saarländischen Autorenpreises 2013 und 2014, ihre neue Heldin Jenny auf Saarbrücken los. Sie will ja nichts Böses. Aber Polizei und Unterwelt sollten sich warm anziehen."


Über die Autorin:
Elke Schwab lebt umgeben von Natur und Tieren in einem kleinen, ruhigen 250-Seelen-Dorf im Krummen Elsass. Dort lässt sie sich gerne zu schauerlichen Kriminalromanen inspirieren.
In Saarbrücken geboren und im Saarland aufgewachsen, fühlt sich die Autorin in ländlicher Umgebung heimisch. Nach dem Gymnasium hat sie viele Jahre im Sozialministerium in der Abteilung Altenpolitik gearbeitet, bis sie als freie Autorin ins angrenzende Frankreich gezogen ist.
Ihre Krimis sind Polizeiromane. Sie spielen in ländlicher Umgebung, wo die Menschen gerne mal kauzig und wortkarg sind.
Eine ihre Hauptfiguren ist der Hauptkommissar Kullmann, der sich vom aktiven Kommissar zum Rentner und Ersatz-Opa mit beratender Funktion für die Polizei gemausert hat. Sein Schützling, eine junge Kommissarin und alleinerziehende Mutter, greift gern auf seinen reichen Erfahrungsschatz zurück, womit die Autorin die sogenannte „Wahlfamilie“ immer wieder in ihre Handlungen mit einbaut.
Weiterhin gibt es von der Autorin eine Serie mit Lukas Baccus und Theo Borg, zwei übermütige Kriminalkommissare, die mit lockeren Sprüchen spektakuläre Fälle aufklären.
Ihre Krimis zählen zu den „Whodunit Krimis“.


Eigene Meinung:
Jenny, Teilzeitkraft in einer Bäckerei und von Chef und Kolleginnen total genervt, wohnt zusammen mit ihrem dreibeinigen Hund Kapt'n Ahab in einer kleinen Wohnung. Ihr Stalker Tobias steht Tag und Nacht vor ihrer Tür und bekommt so auch mit, wenn der Kriminalkommissar Jenny besucht und  nie wieder auftaucht. Jenny ist eine notorische Diebin, die im Europa-Center, in dem sie arbeitet, Parfums, Dessous und ab und an auch mal High Heels mitgehen lässt, um sie im Internet dann meistbietend zu verhöckern. Sie fährt einen ausrangierten Leichenwagen und ihre einzige Verwandte Oma Käthe, muss oft Sozialstunden im Altersheim ableisten, weil sie Waren aus Luxemburg ins Saarland schmuggelt. Sie scheint die kriminelle Ader an Jenny wohl weitervererbt zu haben. Nachdem Jenny vom Sicherheitschef des Centers ertappt wurde, dieser im Gerangel unglücklich stürzt, und dabei ums Leben kommt, scheint das Unglück Jenny zu verfolgen. Denn wenn sie denkt, heute wäre ihr schlimmste Tag, dann kommt es noch schlimmer ...

Elke Schwab hat sich an einer Krimikomödie versucht,was ihr ganz gut gelungen ist. Ihr Schreibstil ist flüssig und die Story liest sich total gut.  Ihre Protagonistin Jenny ist eine liebenswert chaotische Person, Käpt'n Ahab und ihre Vermieterin, die unter Verfolgungswahn leidet, spielen neben Jenny auch eine große Rolle in diesem Krimi.

Einen Logikfehler habe ich gefunden, DNA-Spuren von Jenny wurden an einer Leiche gefunden, dabei wurde Jenny bisher eigentlich nur von den Kommissaren befragt. Das hat das Lektorat wohl übersehen.

Mit skurrilen Situationen und leicht schwarzem Humor bietet "Pleiten, Pech und Leichen" gute, etwas andere Krimiunterhaltung. Dafür gibt es von mir 4/5 Sterne. Ich bin mir sicher, dass es noch mehr Krimis mit Jenny, Oma Käthe und Käpt'n Ahab geben wird.



 

Freitag, 23. Januar 2015

Rezension zu "Zwischen den Atemzügen" von Britta Röder, Acabus Verlag, Ebook, Roman


Titel: Zwischen den Atemzügen
Autorin: Britta Röder
Seitenzahl:237 Seiten
Format: Kindle Edition
Isbn Nr. 3862822982
Verlag: Acabus Verlag (27.8.14)
ASIN: B00NMHSU76
Preis:5,99 Euro
Preis gedrucktes Buch: 12,90 Euro


    Klappentext:
    "Olli findet seinen Job in der Versicherung "zum Kotzen" - was er leider direkt auf dem Schreibtisch seines Chefs unter Beweis stellt. Kopflos flieht er aus dem Büro und wird dabei beinahe von Leokadia überfahren. Auch sie hat ihre Gründe eilig aus Frankfurt herauszukommen. Olli springt zu ihr ins Auto und ein irrsinniger Roadtrip Richtung Frankreich und Spanien beginnt, in dessen Verlauf der Tod immer öfter seine Hände nach ihnen ausstreckt. Und schon bald zählt auch der Polizist Jean-Loup zu ihren Verfolgern …
    Gibt es ein Entkommen in einer Welt, in der letztendlich nur auf den Tod und den Zufall Verlass ist?"
    Über die Autorin:
    1967 in Trier geboren und in Mainz aufgewachsen, studierte Britta Röder bis zum Magisterabschluss in Mainz und Dijon Romanistik und Slavistik sowie Mittlere und Neuere Geschichte. Sie arbeitet in Frankfurt/Main bei einem großen Fachzeitschriftenverlag und lebt in Südhessen, zusammen mit ihrem Mann und ihrer Tochter. Ihre eigene große Leidenschaft zur klassischen Literatur inspirierte sie zu ihrem Debüt-Roman ‚Die Buchwanderer‘, der 2011 im ACABUS Verlag erschien. Auch mit ‚Zwischen den Atemzügen‘ (2014), ihrem zweiten Roman, schickt sie ihre Leserschaft auf eine Reise. Verfolgt von Tod und Zufall jagen ihre Protagonisten im Laufe einer irrwitzigen Roadstory von Frankfurt/Main quer durch Frankreich bis nach Spanien. Ob es ihnen am Ende gelingen kann, einen Ausweg aus dem engmaschigen Netz zu finden, das das Schicksal um sie gespannt hat? „Ich mag Geschichten, die einen doppelten ‚philosophischen‘ Boden haben. Denn auch im wahren Leben stecken jede Menge solcher Rätsel.“ (Britta Röder, Juli 2014) 

    Eigene Meinung: 
    Ich hatte dieses Ebook bei einer Verlosungsaktion auf Gisela Simaks Bücherblog gewonnen und war sehr gespannt auf die Geschichte, da Gisela von diesem Buch so begeistert war.

    Leokadia, bricht aus ihrem Leben aus, nachdem sie eine alte Frau im Krankenhaus hat sterben sehen. Sie lässt ihren Arzttermin platzen und klaut ein Auto. Dabei trifft sie auf Olli, der genauso wie sie auf der Flucht vor seinem ungeliebten Leben ist. Auf ihrem Trip gen Süden treffen die beiden auf verschiedene Menschen, deren Geschichte wir ganz kurz erzählt bekommen und die eine große Gemeinsamkeit haben. Viele dieser Menschen müssen ihr Leben nach ihrer Begegnung mit Leokadia und Olli lassen. Gabor, ein Kollege von Olli,  macht sich Sorgen um ihn und reist den beiden hinterher. Doch nicht nur Gabor ist hinter dem Pärchen her, auch Jean-Loup, ein Polizist, dem die beiden durch die ganzen Unglücksfälle, in die sie  verwickelt zu sein scheinen, äußerst verdächtig vorkommen.
     
    Diese Geschichte, die sich um das Leben im Hier und Jetzt dreht, "Carpe diem", wie der Lateiner so schön sagt, ist wunderbar flüssig erzählt, dabei sehr tiefgründig, mit einem Schuss Humor und teilweise etwas skurril. Die Protagonisten werden uns total sympathisch.

    Ein tolles Buch, das von mir für seinen flüssigen, leichten und spannenden Erzählstil und seine ernste Botschaft 5/5 Sterne bekommt. Das Buch stimmt nachdenklich und hält uns dazu an, jeden Tag so zu genießen, als wäre es unser letzter. Und das nicht mit erhobenem Zeigefinger, nein einfach so nebenbei. 



     


     

    Montag, 19. Januar 2015

    Rezension zu "Kellerkind" von Nicole Neubauer, TB, Blanvalet Verlag, Krimi

    Titel: Kellerkind:
    Autorin: Nicole Neubauer
    Seitenzahl: 416 Seiten (TB 19.1.15)
    Isbn Nr. 13-978-3-442-38337-5
    Verlag: Blanvalet Verlag
    Preis: 9,99 Euro

    Klappentext:
    "Die erfolgreiche Anwältin Rose Benninghoff liegt mit durchschnittener Kehle in ihrer Designerwohnung. Im Keller des Huases kauert der vierzehnjährige Oliver Baptiste, sein Körper mit Blutergüssen übersäht, seine Hände blutverschmiert. Er kann sich an nichts erinnern. In seinem klirrend kalten Jahrhundertwinter nimmt der Münchner Hauptkommissar Waechter mit seinem Team die Jagd nach dem Mörder auf. Doch bald verschwimmen die Grenzen zwischen Täter und Opfer immer mehr, und die Ermittler stoßen auf ein altes Verbrechen, das nie gesühnt wurde und das seine Schatten bis in die Gegenwart wirft .."

    Über die Autorin:
    Nicole Neubauer ist 1972 in Ingolstadt geboren und studierte englische Literaturwissenschaft und Jura in München und London. Nach zehn Jahren in einer Wirtschaftskanzlei arbeitet sie freiberuflich als Autorin, Rechtsanwältin und Lektorin. Sie ist Mitglied der »Mörderischen Schwestern e.V.« und der »Autorinnenvereinigung e.V.«.

    Ihr Kurzkrimi Backstage errang im Jahre 2011 den zweiten Platz im »Broilerbar«-Kurz- geschichtenwettbewerb. Mit dem Romanmanuskript Kellerkind gewann sie einen Förderplatz im Mentoringprogramm der »Mörderischen Schwestern e.V.«

    Nicole Neubauer lebt mit ihrer Familie im Herzen Schwabings.

    Eigene Meinung:
    Nicole Neubauers Debüt-Krimi ist flüssig geschrieben, die Unterhaltung der Ermittler ist oft etwas bayrisch angehauch. Als überaus spannend darf man diese Geschichte allerdings nicht bezeichnen.

    Der Leser ist hier eher neugierig darauf, was die Tote Rose Benninghoff für eine Person war, denn die Ermittler tun sich sehr schwer, Freunde von ihr zu finden und ihre Wohnung ist eher steril gehalten, persönliche Dinge fehlen fast ganz. Genauso möchte man wissen, was mit Oliver passiert ist und hat im Geiste natürlich schon einmal eine Vorstellung, was hier geschehen sein könnte. Das möchte man natürlich bestätigt haben. Im Laufe der Handlung erhält man dann einen Einblick in einige persönliche Dramen.

    Die Ermittlungsarbeit beschränkt sich auf Verhöre von Oliver, den die Kommissare erst einmal zum Reden bringen müssen, auf Befragungen von Olivers Vater und von Nachbarn und Arbeitskollegen von Rose. Insbesondere die Ermittlerin Elli ist für die Recherchen zuständig, die Roses Vergangenheit betreffen.

    Die Ermittler lernt der Leser in diesem Krimi sehr gut kennen, entsprechend viele Nebenschauplätze gibt es hier. Wie üblich, wollen die Vorgesetzten natürlich, dass der Fall schnell gelöst wird und dass prominenten, reichen und sehr einflussreichen Mitbürgern, wie Olivers Vater, nicht auf die Füße getreten wird.

    4/5 Sterne erhält dieses Krimidebüt von Nicole Neubauer von mir. Mir hat dieser etwas andere Krimi ohne allzuviel Blutvergießen, dafür mit guten, teilweise mit trockenem Humor gewürzten Dialogen ganz gut gefallen. Wer allerdings einen superspannenden Krimi erwartet, der sollte die Finger davon lassen..


    Samstag, 17. Januar 2015

    Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Rashen - Einmal Hölle und zurück", Michaela B. Wahl, Feelings/Droemer Knaur, eBook,






    Titel: Rashen – Einmal Hölle und zurück
    Autorin: Michaela B. Wahl  

    Verlag: Feelings/Droemer Knaur (September 2014; überarbeitete Version des eBooks aus 2013
    Seitenzahl: 370 Seiten
    ISBN: 9783426433270 
    Preis: 4,99 EUR (E-Book) 


    Mein Durchhalten wurde ab der zweiten Hälfte belohnt…

    Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):
    Rashen de Andiel ist ein männlicher Dämon und zwar ein sehr witziger, sarkastischer und (wie er meint) bösartiger. Da er beim Dämonenfürst Pragaz sich einen Fehltritt erlaubt und in Ungnade gefallen ist, wurde er schwuppdiwupp die Karriereleiter hintergeschubst und fristet nun sein Dasein als Oishine. Claire (oder auch Air) finanziert sich ihr Studium durchs Strippen in einer Bar. Sie hat kürzlich ihren Verlobten durch einen Autounfall verloren und versucht mit Hilfe eines der fünf Bücher der Oishine, einen Dämon zu bannen. Leider befolgt sie nicht die Regeln; Promis und nahe Angehörige sind als „Wirt“ für einen Dämon tabu, aber Rashen taucht im Körper des Verblichenen auf. Es sind dadurch natürlich Probleme vorprogrammiert. Warum hat Claire einen Oishine gebannt, obwohl sie sich innerhalb von 22 Tagen und 22 Stunden keinen Wunsch erfüllen lassen will? Bekommt Rashen den männlichen Körper in den Griff, der (weiterhin) auf die weiblichen Reize von Air reagiert? Und wie kommen der Dämon und die Sterbliche überhaupt miteinander klar?

    Über die Autorin:
    Michaela B. Wahl ist das Pseudonym einer 1992 in der Schwabenhochburg Stuttgart geborenen Autorin, die Gymnasiallehramt an der Ludwigs-Maximilian-Universität in München studiert. Neben der Literatur, egal ob aktiv als Schreiberin oder passiv als Leserin, zählen das Kochen von ausgefallenen Gerichten, gute oder auch typische Frauenfilme und regelmäßiges Schwimmen sowie Tennisspielen zu ihren Hobbys. »Rashen – Einmal Hölle und zurück« ist ihr erster Roman.

    Meine Meinung
    Die Autorin hat eine Welt erschaffen, die ich so noch nicht kannte, die mir aber gut gefiel. Rashen konnte mit seinem lockeren Mundwerk bei mir punkten. Die Szenen und Dialoge zwischen den beiden Protagonisten waren schon lustig und gut zu lesen. Auch erotische Passagen sind zu finden und ich war sehr angetan von ihnen. Nicht dieser 08/15-Hausfrauen-Sex, der in gehypten Büchern zu finden ist, sondern tatsächlich mal gut beschriebene und gefühlte Sequenzen. Was mir allerdings am Anfang des Buches gefehlt hatte, war die Spannung. Die Hauptpersonen und das Umfeld wird dem Leser nahe gebracht, aber das war es dann für mich auch zunächst. Eine nett zu lesende Lektüre und (leider) nicht mehr. Bis zur Hälfte des Buches fand ich es etwas besser als durchschnittlich und musste mich auch mehrmals „zwingen“ weiter zu lesen.

    Ab der zweiten Hälfte des Romans änderte sich dies schlagartig für mich: ich war voll im Geschehen und musste unbedingt wissen, wie es weiter geht. Ich hatte eine Ahnung, worauf der Handlungsstrang hinaus wollte und die Schriftstellerin konnte mich mit der Wortwahl und den aufgezeigten Situationen voll und ganz überzeugen. Ich hatte plötzlich einen Pageturner in der Hand und war schon fast traurig, dass das Buch nicht gleich so angefangen hat und dass ich es auch noch bald beenden musste. Der Plot ist in sich stimmig, lässt Raum zum Spekulieren bzw. lässt auch auf eine Fortsetzung hoffen. Hauptsächlich wird aus Sicht von Rashen erzählt. Das Buch ist in Kapitel und Zwischenspiele eingeteilt, wobei sich Gegenwart und Vergangenheit abwechseln. Immer mal wieder werden Rückblenden eingebaut, die dem Leser die Protagonisten näher bringen. Es kommen sowohl Claire, als auch Rashens Bruder zu Wort. Ich weiß nicht, ob die Geschichte von Rashen und Claire/Air fortgesetzt wird, aber ich hätte jetzt wirklich Lust, mehr von den beiden zu lesen.

    Das Buch kann aber auch alleine und ohne Nachfolgeband mit dem gewählten Ende so stehen bleiben. Als Zielpublikum würde ich wieder einmal die weibliche Leserschaft anvisieren und aufgrund der Thematik bzw. des Genres vielleicht ein Alter ab 16 Jahren vorschlagen. Für mich kam leider die Spannung am Anfang etwas zu kurz und schon fast zu spät, aber die Autorin hat mich zum Ende hin sehr gut fürs Durchhalten entlohnt.

    Fazit 
    Eine originelle, witzige und fantastische Nicht-Nur-Liebesgeschichte, die mich doch noch überzeugen konnte und dadurch (wenn auch knappe) sehr gute 4/5 Sterne verdient hat! Ich werde mit Sicherheit weitere Romane der Schriftstellerin lesen.


    Donnerstag, 15. Januar 2015

    Rezension zu "Blackout - Morgen ist es zu spät" von Marc Elsberg, Blanvalet Taschenbuch Verlag, Thriller

    Titel: Blackout - Morgen ist es zu spät
    Autor: Marc Elsberg
    Seitenzahl: 800 Seiten (TB 17.6.13)
    Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
    Isbn Nr. 13-978-3442380299
    Preis: 9,99 Euro


    Heute stelle ich euch ein älteres Buch vor, das es jetzt als TB gibt, und sich wirklich lohnt. Marc Elsberg habe ich auf der Frankfurter Buchmesse gesehen und seiner Lesung aus "Zero" gelauscht.

    Klappentext:

    "An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, die Behörden zu warnen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, tauchen in Manzanos Computer dubiose Emails auf, die den Verdacht auf ihn selbst lenken. Er ist ins Visier eines Gegners geraten, der ebenso raffiniert wie gnadenlos ist. Unterdessen liegt ganz Europa im Dunkeln, und der Kampf ums Überleben beginnt …"
    Von Bild der Wissenschaft zum spannendsten Wissensbuch des Jahres 2012 gekürt — »Elsberg flicht vier Handlungsfäden zu einem atemberaubenden Spannungsstrang zusammen.«

    Über den Autor:
    Marc Elsberg wurde 1967 in Wien geboren. Er war Kolumnist der österreichischen Tageszeitung »Der Standard« sowie Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg. Heute lebt und arbeitet er in Wien. 

    Eigene Meinung. 
    Ein Stromausfall in den meisten Teilen von Europa legt das Leben der Bevölkerung lahm. Es gibt keinen Strom, Heizungen fallen aus, fließend Wasser wäre ein Traum, tanken kann man nicht und  auch die Bankautomaten funktionieren nicht mehr. Die Kommunikation ist weitgehend lahmgelegt. Die Ursache dieses Stromausfalls ist nicht bekannt, auch nicht, wie man das Problem beseitigen könnte. Der Ex-Hacker und IT-Spezialist Manzano aus Mailand findet den Fehler. Er kontaktiert die Polizei und teilt ihnen seinen Verdacht mit. Doch er wird dort nicht ernst genommen. Zusammen mit seinem Nachbarn und Freund reist er in die Schweiz und teilt der Tochter seines Nachbarn, die bei Europol arbeitet, seine Erkenntnisse mit. Doch die Gegenseite ist nicht sehr davon angetan, dass der Fehler so schnell gefunden wurde ...
     

    Marc Elsberg hat mit "Blackout" einen gut recherchierten Wissenschaftsthriller mit einem sehr realistischen Szenario erschaffen. Die Story um den Ex-Hacker Manzano ist spannend und fesselnd. Diese Geschichte führt uns die Abhängigkeit der Wirtschaft, der Medizin, unserer Lebensmittelversorgung und von uns allen sehr spannend und glaubhaft vor Augen.

    Die kurzen Kapitel, ständig wechselnden Schauplätze über ganz Europa verstreut und die wechselnden Handlungsstränge geben Tempo vor. Die Protagonisten Manzano und die Reporterin, die ihn begleitet, sind sehr sympathisch und lebendig, deshalb fiebert man so richtig mit.
    Man muss allerdings an der Thematik sehr interessiert sein, da Marc Elsberg alle Vorgänge sehr detailliert beschreibt. 

    Ein Buch, das den Leser nachdenklich stimmt und in Erinnerung bleibt. Es kommen Überlegungen auf wie Selbstversorger zu werden, einen Brunnen zu graben und ich bin froh darüber, dass wir einen Holzofen im Haus haben.  5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung.






    Montag, 12. Januar 2015

    Rezension zu "Crossover" von Fred Ink, eBook, Horrorthriller

    Titel: Crossover
    Autor: Fred Ink
    Seitenzahl der Printausgabe: 253 Seiten
    Format: Kindle Edition
    Dateigröße: 583 KB
    ASIN: B00RY7KRJ6
    Preis: 2,99 Euro

     Klappentext:
    "Sechs Menschen kommen in einem verfallenen Laborkomplex zu sich. Sie erinnern sich an nichts, aber eines ist klar: Etwas ist gewaltig schief gelaufen. Mutierte Affen bevölkern die Korridore, draußen streifen riesige Kreaturen umher. Auf der Suche nach dem Weg zurück muss die Gruppe ums nackte Überleben kämpfen. Die außergewöhnliche Situation führt dazu, dass jeder von ihnen einen extremen Wandel durchlebt. Und allmählich wird klar, dass die größte Gefahr von einem der ihren ausgeht … "

    Über den Autor:
    Fred Ink wurde 1980 in Tübingen geboren.
    Nach Abitur und Zivildienst absolvierte er eine Ergotherapie-Ausbildung, fasste in diesem Beruf jedoch nie Fuß. Stattdessen verschlug es ihn zum Studieren nach Berlin. Mittlerweile darf er sich auch Diplombiologe nennen.
    Seit seiner Kindheit verschlingt Fred Ink fantastische Bücher jeglicher Art. Von der Fantasy kam er über die Science-Fiction zum Horror und schließlich zu knallharten Thrillern. Diese breitgefächerte Palette findet sich auch in Inks Werken: Von klassischem Horror bis zum verrückten Genremix ist alles dabei - Hauptsache, es ist originell, spannend und "anders".
    Derzeit lebt Fred Ink mit seiner Frau in Helsinki und arbeitet an der Übernahme der Welth... ähm, daran, irgendwann vom Schreiben leben zu können

    Eigene Meinung: 
    Fred Ink hat in gewohnt moderner, lockerer Sprache einen gut durchdachten Horrorthriller erschaffen. Was mir ganz gut gefällt ist, dass er nicht ordinär oder eklig wird in seiner Ausdrucksweise, wie in diesem Genre oft üblich.

    Die Story ist nichts für schwache Nerven, es gibt einige heftige Szenen in diesem Buch.

    Total gelungen finde ich die Charaktere. Da ist z. B. die gutaussehende, durchgestylte Zicke, die irgendwann gar nicht mehr durchgestylt ist,  und sich wünscht, weniger gut auszusehen. Weitere Personen sind Birgit, eine Mutter, die ihre Tochter schützen möchte, ein älterer Wissenschaftler und ein Teeny. Manche der Personen sind mir total sympathisch, so dass mir das Mitfiebern leicht fiel. Andere Personen sind unsympathisch oder verändern sich im Laufe der Handlung, so dass sie  verdienterweise in dieses Horrorszenario geraten zu sein scheinen.

    Sehr gelungen finde ich, wie die Protagonisten sich ihren neuen Aufenthaltsort erklären. Der Wissenschaftler vermutet in der Hölle gelandet zu sein und der Teenager meint, er wäre auf einem Pilztrip.

    Auch die Monster verdienen eine Erwähnung. Ich konnte sie mir richtig gut vorstellen. Kein Wesen gleicht dem anderen und immer wenn man denkt, es kommt keine Horrogestalt mehr hinzu, setzt Fred Ink noch einen drauf!

    Verschiedene Handlungsstränge bringen Tempo ins Geschehen und lassen die Seiten nur so fliegen.

    Ich vergebe 5/5 Sterne für dieses Horrorhighlight. Meine absolute Leseempfehlung für diese richtig gute Story mit horrormäßig gut entworfener Welt.





     


    Donnerstag, 8. Januar 2015

    Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Alytenfluch" von Regina Meißner, Carlsen Impress Verlag, eBook, Fantasy

    Titel: Alytenfluch 
    Autorin: Regina Meißner
    Seitenzahl: 555 Seiten  (Dez. 14)
    Verlag: Carlsen Impress Verlag
    ISBN: 9783646600926 
    Preis: 3,99 EUR (eBook)

    Eine interessante Geschichte aus dem Fantasy-Genre, aber…

    Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):
    Lyra Ahorn ist ein 17jähriges introvertiertes Mädchen, das sehr gerne liest und in ihren Büchern versinkt. Ihre Eltern haben ihre Schwierigkeiten mit der Tochter und bestimmen einen sechswöchigen Urlaub bei der Oma in Schottland. In Beauly angekommen, ist Lyra fasziniert von der Natur und macht sich am Morgen mit einem Buch auf eine kleine Wanderung. Sie setzt sich auf die Wiese, verliert sich wieder einmal in ihrem Roman und schläft kurzerhand ein. Als die Schlafmütze erwacht, regnet es in Strömen. Es ist dunkel und Lyra findet den Weg nicht mehr zurück. Sie wird – für sie völlig überraschend – als Alyte erkannt und in einem Wagen mitgenommen. Während der Fahrt wachsen ihr plötzlich die typischen Alytenflügel und sie landet im Schloss Penumbra. Hier werden alle Alyten zu ihrer Bestimmung hingeführt: den für sie vorgesehenen Mann verführen, um ihn dann zu TÖTEN. Lyra ist nach der Prophezeiung auch noch die EINE Alyte, die alle befreien soll… wird es ihr gelingen? Oder muss sie ihre große Liebe Jared opfern?

    Meine Meinung
    Es handelt sich bei Alytenfluch um das erste Buch, das ich von Regina Meißner gelesen habe. Mir hat der Schreibstil gut gefallen, obwohl dieser doch sehr jugendlich war.

    Beim Lesen kam ich leider immer wieder ins Stocken, denn die Rechtschreibfehler, verdrehten oder fehlenden Worte und auch die Grammatik waren (tut mir leid!) doch eine Zumutung! Mir tat die Schriftstellerin schon sehr leid und auch alle Leser dieser Fantasygeschichte, denn ich musste mich zum Schluss schon quälen und selber überreden, den eBook-Reader wieder in die Hand zu nehmen, um weiterzulesen. Da erwarte ich von einem eBook, das durch einen Verlag veröffentlicht wird, doch schon ein etwas gründlicheres und vernünftiges Lektorat! Da mich die Idee jedoch begeistert hat und Regina Meißner selber nichts für die unzureichende Korrektur kann, werde ich ihr bzw. ihrem anderen Roman (Ivery – Von Schatten verführt) eine Chance geben und diesen (hoffentlich) noch in 2015 lesen.

    Die Geschichte wird in der Ich-Form aus Lyras Blickwinkel erzählt, was mich sehr angesprochen hat. Mich konnte allerdings der Hauptanteil des Textes nicht völlig überzeugen. Das eBook war nett zu lesen, dümpelte aber an einigen Stellen vor sich hin. Leider wurde ich auch weder mit der Protagonistin, noch mit dem männlichen Gegenpart dazu besonders warm. Die Liebesgeschichte von den beiden hat mich eher nicht erreicht, wenn überhaupt ansatzweise etwas berühren können. Die Auflösung der Story für die Hauptdarsteller fand ich allerdings gut gewählt und konnte ich auch nachvollziehen. Die Schreibweise zum finalen Höhepunkt hin nahm wieder an Fahrt zu, so dass ich die letzten Seiten dann auch in einem Rutsch inhaliert habe. Die Randgeschichte mit der besten Freundin in der Schule, Lacrima, hat mir sehr gut gefallen. Leider wurde diese nur kurz angerissen. Hier hätte ich mir eine ausführlichere Beschreibung/Darstellung gewünscht – vielleicht als gesondertes Kapitel.
    Wo ich dann auch schon bei der Länge des eBooks wäre… 555 Seiten finde ich schon grenzwertig für einen abgeschlossenen Roman. Obwohl ich mich eigentlich gar nicht beschweren möchte, denn ich kann mich momentan ohne Ende darüber ärgern, dass es im Fantasy-Bereich fast nur noch Reihen zu kaufen gibt und man ellenlang (manchmal bis zu einem Jahr!) auf die Fortsetzung warten muss.

    Im Fall von Alytenfluch hätte ich mir dann doch einen Zweiteiler gewünscht… vielleicht mit 300 Seiten und dann 255 zzgl. einem Zusatzkapitel am Ende zu z.B. Lacrima, ist aber auch nur mein persönliches Empfinden. Das Zielpublikum dieser Reihe liegt (wie kann man es auch anders erwarten in diesem Genre) im weiblichen Bereich und die vom Verlag anvisierte Altersgrenze ab 14 Jahren finde ich völlig in Ordnung.

    Fazit
    Meine Erwartungen, die ich an eine interessante Idee und einen Klappentext, der mich neugierig machte, hatte, wurden mit diesem eBook leider nicht voll erfüllt. Aufgrund der zum Schluss doch noch wieder gut aufgebauten Spannung und der dahinfliegenden Seiten schwankte ich zwischen 3 und 4 Sternen, vergebe allerdings anhand des unterdurchschnittlichen Lektorats (Entschuldigung an die Autorin!) durchwachsene 3/5 Sterne!




    Dienstag, 6. Januar 2015

    Rezension zu "Die Erben der alten Zeit - Ragnarök" von Marita Dydow Hamann, Santicum Medien,Fantasy

    Titel: Die Erben der alten Zeit - Ragnarök
    Autorin: Marita Sydow Hamann
    Seitenzahl: 544 Seiten (29.9.14, gebundene Ausgabe)

    Isbn Nr. 13-978-3950365887
    Verlag: Santicum Medien
    Preis: 19,80 Euro
     


    Klappentext:
     "Das Fantasy-Abenteuer „Ragnarök“ ist der dritte und letzte Teil der Trilogie „Die Erben der alten Zeit“. Auch in diesem Band führt Marita Sydow Hamann die Leser aller Altersklassen in Welten, die auf eine unnachahmliche Art mit der nordischen Mythologie verwoben sind und die selbst für eingefleischte Fantasy-Fans viel Neues enthalten. In „Ragnarök“ laufen die einzelnen Erzählstränge der vorausgegangenen Bände zusammen. Die einzelnen Puzzlesteine fügen sich zu einem Bild. Alles macht Sinn – und ist doch vollkommen anders, als sich der Leser bislang gedacht haben mag. Wahrlich ein Buch mit Überraschungen!"

    Über die Autorin:
    Marita Sydow Hamann wurde 1973 in Norwegen, geboren und wuchs unter anderem in Deutschland, Österreich und Spanien auf. 1999 zog sie nach Schweden, um als persönliche Assistentin für Kinder mit geistigen und körperlichen Behinderungen zu arbeiten. Als Ausgleich zur Arbeit mit ihren Patienten begann sie mit dem Schreiben. Marita Sydow Hamann lebt mit ihrem Mann, drei Pferden, zwei Hunden und einer Katze auf einem kleinen Hof in Schweden. Mehr über Marita findet ihr hier: http://www.marita-sydowhamann.com/ 

    Eigene Meinung:
    Die Erdbewohner haben mit einem Eissturm zu kämpfen, Charlie und einige ihrer Freunde sind auf Euripides gefangen. Ohne Amulett, das haben die Euripiden Sora abgenommen, ist eine Flucht nicht so einfach möglich. Hilfe erfahren die Freunde durch die Schwarzelfe Nyva und den Drachen Favne. 
       Charlie und ihre Freunde haben alle Hände voll zu tun, um Hannah zu retten, weitere Abenteuer zu bestehen und das Rätsel zu lösen, wie sie den Magier Oden aufhalten können. Charlie entwickelt ihre magischen Fähigkeiten weiter. Biarn, der Magier, unterstützt sie dabei und es keimt eine zarte Liebesgeschichte zwischen den beiden auf. Doch nicht nur Charlie und Biarn, auch zwei ihrer Freunde fühlen, dass mehr zwischen ihnen ist ...

    Ragnarök hat mir von den drei Bänden am Besten gefallen. Die Spannung nimmt noch einmal kräftig zu und der Leser wird so gefesselt, dass das Buch kaum mehr aus der Hand zu legen ist.

    Der Schreibstil von Marita Sydow Hamann ist gewohnt locker leicht, wobei die Autorin Wert auf Details legt und die Charaktere sehr gut entwickelt hat. Gekonnt hat sie eine magische, mittelalterlich anmutende Welt mit nordischer Mythologie, Science Fiction und Gegenwart verknüpft.

    Durch unterschiedliche  Erzählsträngen erfahren wir, was die vielen verschiedenen - uns bereits ans Herz gewachsenen Charaktere -  erleben.

    5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für diese gelungene. fesselnde Fantasytrilogie mit liebenswerten Charakteren, vielen neuen Ideen der Autorin und einigen Überraschungen.

     





    Samstag, 3. Januar 2015

    Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Exitus - Die Vergessenen" von Lena Sander, Ebook, Thriller



    Titel: Exitus - Die Vergessenen

    Autorin: Lena Sander
    Seitenzahl. 298 Seiten (6.12.14)
    Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
    Isnb Nr. 13-978-1505382419
    ASIN:  BOOQK82LDK
    Preis: 9,99 Euro
    Ebook z. Zt: 0,99 Euro statt 3,49
     
    Wieder ein spannender Thriller mit Tatsachenhintergrund – TOP

    Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):
    Max war Bundeswehrsoldat und hat bereits einige Schicksalsschläge hinter sich gebracht, beruflich wie privat. Der letzte hat ihm so die Füße unter den Beinen weggerissen, dass er auf der Straße gelandet ist und nun mit seinem Kumpel Björn und dem treuen Hund Whiskey durch die Gegend zieht. Björn meint, einer großen Verschwörungsgeschichte auf der Spur zu sein, denn es verschwinden etliche „Penner“… bis dann eines Tages auch er nicht mehr auffindbar ist…

     2) Cora möchte als alleinerziehende Mutter wieder Fuß fassen in ihrem Job und ist froh, dass ihre Freundin Sina ihr eine Stelle als Krankenschwester vermitteln kann. An ihrem ersten Tag wird sie bereits ins kalte Wasser geworfen und muss ganz alleine Schicht auf Station schieben. Zuvor erschrickt sie sich fast zu Tode, weil sie eine entstellte Leiche in einem Patientenzimmer entdeckt… oder hat sie sich doch alles nur eingebildet? 
    3) Johanna… ja, wer ist Johanna… oder viel mehr… WO ist Johanna? Sie wacht im Dunkeln auf und weiß nicht, wo sie sich befindet und wer sie überhaupt ist… was ist passiert? 

    Über die Autorin:
    Autorin Lena Sander lebt in Freiburg, am Fuße des Schwarzwaldes. Sie ist in den wilden 60ern geboren und liebt Bücher, Kunst und Musik. Dem Schreiben war sie schon während ihres trockenen Marketingstudiums verfallen. Unter anderem Namen hat sie mehrere Bücher veröffentlicht, die, meist mit einem Augenzwinkern geschrieben, in die humorvolle Schublade gehören.

    Mit ihrem Debüt-Thriller "Zersetzt" stürmte Lena Sander im Oktober 2013 in nur wenigen Tagen Platz 1 der Amazon-Charts und konnte sich über 250 Tage in der Bestsellerliste halten.
     

    Meine Meinung:

    Drei Geschichten, die auf dem ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, werden gekonnt von der Autorin Lena Sander in Szene gesetzt und miteinander verwoben, bis alle Unklarheiten aufgedeckt sind und einen glücklichen Leser, wie z.B. mich, zufrieden zurück lässt. Der zweite Roman der Schriftstellerin hat es mir wieder angetan… mit der leichten und gut durchdachten Schreibweise wurde ich schnell in die Geschehnisse integriert und rätselte mit den Protagonisten, welche Machenschaften hier vor sich gegangen sind. Die Hauptfiguren konnten mich allesamt überzeugen, allen voran natürlich Max, den ich vor meinem inneren Auge allerdings nie als Landstreicher gesehen habe. Ein sehr sympathisches und cleveres Kerlchen, dessen Erfahrung bei der Bundeswehr ihm in der einen oder anderen Situation zu Gute kommt. 

    Nachdem mich das Debut „Zersetzt“ von Lena Sander schon überzeugen konnte, war ich sehr gespannt auf die neue Geschichte. Wieder geht es in Richtung Medizin-Thriller, trotzdem auch in eine ganz andere Richtung wie ich finde. Die Hintergrundinformationen wurden sehr gut recherchiert (am Ende des Buches wird hierzu auch ausführlich berichtet) und gut in die Handlungsstränge eingearbeitet. Interessant und gefühlsbetont fand ich auch die Rückblicke in Max‘ „altes“ Leben. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, was ich auch sehr spannend und als fesselnd empfunden habe. Die unterschiedlichen Stories wurden auch gut getrennt voneinander dargestellt und es fanden keine abrupten Unterbrechungen statt. 

    Die Schreibweise von Lena Sander ist wieder flüssig zu lesen. Die Sätze sind kurz und knackig gehalten und können wunderbar die betreffenden Szenen bildlich darstellen. Im Gegensatz zu „Zersetzt“ gibt es in diesem eBook kein Lieblingsszenario für mich, da alles in sich stimmig und abgerundet ist. Erwähnenswert finde ich noch, dass die Storyline wieder ohne großartige blutrünstige Szenen auskommt... Bei der Täterfindung habe ich mich mehr als einmal in die Irre führen lassen und war doch immer wieder überrascht über die etlichen, gut erklärten Wendungen im Buch... 

    Fazit.
    Ein Medizin-Thriller, erzählt aus einer ganz neuen Sichtweise, der mich überzeugen konnte und ich vergebe von Herzen und überzeugte 5/5 Sterne und spreche eine klare Kaufempfehlung aus. Ich bedanke mich bei der Autorin, Lena Sander, für dieses eBook als Rezi-Exemplar. 

    Rezension zu "Der Hirte" von Ingar Johnsrud, übersetzt von Daniela Stilzebach, Blanvalet Verlag, Thriller

    Titel: Der Hirte Autor: Ingar Johnsrud Übersetzt von: Daniela Stilzebach Seitenzahl: 511 Seiten , Paperback, Klappenbroschur (26.6.17)...