Freitag, 24. November 2017

Rezension zu "Der Schleicher" von Nadine d'Arachart und Sarah Wedler, Telescope Verlag, Thriller







Titel: Der Schleicher 
Autorinnen: Nadine d'Arachart und Sarah Wedler
Seitenzahl: 240 Seiten (TB, 14.11.17)
ISBN Nr. 13-978-3-959150330
Verlag: Telescope Verlag
Preis: 9,99 Euro


Verlagsinfo:
"Ein Mann verstümmelt sich selbst im Drogenwahn. Eine Frau verbrennt in einer Kühlkammer. Immer mehr bizarre Todesfälle häufen sich in ganz Deutschland. Handelt es sich dabei um Unglücke? Oder stimmt, was im Internet spekuliert wird, und es steckt ein Killer dahinter? Dort glaubt man längst an den Schleicher, einen Serienmörder, der seine Taten als groteske Unfälle tarnt. Daria Storm und ihr Team werden auf ihn angesetzt. Sie nimmt die Herausforderung an, obwohl sie mit anderen Dingen zu kämpfen hat: mit den Schatten der Vergangenheit. Mit einem alten Bekannten, der auf der Flucht ist. Und mit dem Verdacht, dass sich ein Verräter in ihren eigenen Reihen befindet. Wird sie den Schleicher bezwingen? Oder wird sie zum Opfer ihrer wachsenden Paranoia?"

Über die Autorinnen:
Nadine d’Arachart und Sarah Wedler, geboren 1985 und 1986 in Hattingen, schreiben seit mehr als 10 Jahren gemeinsam. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Anthologien erhielten sie verschiedene Preise für ihre Kurzgeschichten und Drehbuchideen. Außerdem nahmen sie am Finale des Open Mike 2011 teil. Zuletzt wurden sie im November 2012 mit dem Förderpreis des Literaturbüro Ruhr ausgezeichnet. Ihr erster Roman „Die Muse des Mörders“ wird für ZDF und ORF verfilmt. „Abgründe“ ist ihre dritte Krimi-Veröffentlichung und zugleich das erste Buch, das sie je schrieben.

Eigene Meinung:
Der dritte Band der Daria Storm Reihe beginnt mit einem total spannenden und blutigen Prolog. In der ein unbekannter Ich-Erzähler die Spuren eines Mordes beseitigt.
In ihrem dritten Fall soll Daria Storm und ihr Team den "Schleicher" fangen. Dazu wird sie an die Ostsee versetzt. Ein Teil ihres Teams unterstützt sie von Berlin aus. Es ist nicht klar, ob es den "Schleicher" überhaupt gibt, oder ob es sich bei den "Morden" um seltsame Unglücksfälle handelt.

Daria Storm hat allerdings ganz andere Probleme. Sie möchte ihre Tochter zurück und ist in Gedanken immer noch bei Maxim, der sich auf der Flucht befindet und den sie eigentlich jagen und finden möchte. Sie sieht ihn und riecht ihn, obwohl er gar nicht da sein kann. Sie weiß nicht mehr, ob sie ihren eigenen Wahrnehmungen trauen kann oder nicht. Ihr Partner und Kollege Martin nimmt sie nicht ernst, er glaubt, dass sie überarbeitet ist und Gespenster sieht. Die Beziehung der beiden scheint etwas problematisch zu sein.

Auch in diesem Thriller gibt es neben alten Bekannten, interessante neue Figuren, spannende Intrigen, ganz viel Action und Tempo.  Teilweise spielt die Story an zwei Lost Places, an einem alten Kulturhaus und einem ehemaligen Waisenhaus. Die unheimliche Stimmung, die dort von den beiden Autorinnen erzeugt wird, gefällt mir total gut. Dieser Thriller ist ziemlich blutig, nichts für Weicheier!

Ich würde die beiden vorherigen Bände dieser Reihe vorher lesen ("Der Schinder" und "Der Scharfrichter"), da sich die Personen im Laufe der Reihe weiterentwickeln.

Zum Ende hin ging mir alles dann etwas zu schnell. Hier hätte ich einige Dinge gerne etwas näher erzählt bekommen (ich möchte nicht spoilern).







Dienstag, 21. November 2017

Rezension zu "Ein angesehener Mann" von Abir Mukher Jee, übersetzt von Jens Plassmann, Heyne Verlag, historischer Kriminalroman


Ein angesehener Mann




Titel: Ein angesehener Mann
Autor: Abir Mukher Jee
Übersetzt von: Jens Plassmann
Seitenzahl: 512 Seiten (TB, 10.7.17)
ISBN Nr. 13-978-3453421738
Verlag: Heyne Verlag 
Preis: 9,99 Euro


Verlagsinfo:
"Ausgezeichnet mit dem Endeavour Historical
Dagger für den besten historischen Kriminalroman des Jahres

Kalkutta 1919 – die Luft steht in den Straßen einer Stadt, die im Chaos der Kolonialisierung zu versinken droht. Die Bevölkerung ist zerrissen zwischen alten Traditionen und der neuen Ordnung der britischen Besatzung.

Aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt, findet sich Captain Sam Wyndham als Ermittler in diesem Moloch aus tropischer Hitze, Schlamm und bröckelnden Kolonialbauten wieder. Doch er hat kaum Gelegenheit, sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Denn ein Mordfall hält die ganze Stadt in Atem. Seine Nachforschungen führen ihn in die opiumgetränkte Unterwelt Kalkuttas – und immer wieder an den Rand des Gesetzes."

Über den Autor:

Abir Mukherjee ist Brite mir indischen Wurzeln: Seine Eltern wanderten in den Sechzigerjahren nach England aus. Sein Debütroman Ein angesehener Mann schaffte auf Anhieb den Sprung auf die britischen Bestsellerlisten. Mukherjee lebt mit seiner Familie in London.

Eigene Meinung:

Sam Wyndham, Polizist aus London, der den 1. Weltkrieg überlebt hat, bekommt ein Jobangebot in Kalkutta und nimmt das an. Kaum angekommen, soll er einen Mordfall auflösen. Ein britischer Angestellter der Verwaltungsbehörde ist vor einem Bordell ermordet worden. Der Mordfall entpuppt sich als ziemlich kompliziert.
Abir Mukher Jee beschreibt sehr plastisch und detailreich das Indien Anfang des 20. Jahrhunderts, die Problematik des Zusammenlebens zwischen Engländern und Indern, den allgegenwärtigen Rassismus, die Opiumhöhlen, so dass man als Leser mitten im Geschehen ist.

Die Ermittlungen bestehen hauptsächlich aus Vernehmungen von Zeugen, Angestellten des Ermordeten und weiteren Personen, die für den Fall relevant zu sein scheinen. Sam Wyndham reist mit seinem Ermittlungsteam sehr viel durch Indien um den Fall zu lösen.


Der Captain ist ein sympathischer, etwas langweiliger Protagonist, mit einigen Lastern aus seiner Vergangenheit. Er leidet z. B. unter Schlaflosigkeit, die er mit Opium zu kurieren versucht. 
Sergeant Banerjee, der mit ihm zusammenarbeitet, gefällt mir ganz gut. Die beiden ergänzen sich und geben ein gutes Ermittlungsteam ab.

Zum Miträtseln eignet sich der Krimi gut, auf den Mörder wäre ich nicht gekommen.

Ein solider, historischer Krimi, Auftakt einer Reihe, der an einem interessanten, schillerndem Ort spielt, aber gerne etwas spannender erzählt hätte sein dürfen.







Sonntag, 19. November 2017

Rezension zu Zorn 7 - Lodernder Hass" von Stephan Ludwig, Fischer Taschenbuch Verlag, Thriller

Titel: Zorn Teil 7 - Lodernder Hass
Autor: Stephan Ludwig
Seitenzahl: 448 Seiten,  (TB, 26.10.17)
ISBN Nr. 13-978-3-596-29775-7
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag 
Preis: 9,99 Euro


Verlagsinfo:

"Hauptkommissar Claudius Zorn im Innendienst und der dicke Schröder im Undercovereinsatz – der siebte Band der Kult-Thriller-Serie von Bestseller-Autor Stephan Ludwig

Nach seiner schweren Verletzung im Einsatz arbeitet Hauptkommissar Claudius Zorn vorübergehend im Innendienst. Verändert hat sich aber wenig – sein Kollege und Vorgesetzter Schröder macht die Arbeit, Zorn raucht.
Eines Abends erwischt Zorn bei einem Spaziergang einen jugendlichen Brandstifter auf frischer Tat. Staatsanwältin Frieda Borck schickt den jungen Mann zu einem Psychologen, der ihm anbietet, sich einer offenen Therapiegruppe anzuschließen. Als ein Mitglied dieser Gruppe zu Tode kommt und andere Gruppenteilnehmer bedroht werden, nimmt Schröder undercover an den Sitzungen teil, um herauszufinden, was vor sich geht. Doch bald ist auch Schröder nicht mehr sicher, und Zorn muss blitzschnell handeln …

Der siebte Fall für Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder

Zorn und Schröder sind auch Fernseh-Stars. Alle Bände der Zorn-Reihe sind mit Stephan Luca und Axel Ranisch in den Hauptrollen fürs Fernsehen verfilmt."

Über den Autor:

Stephan Ludwig arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Rundfunkproduzent. Er hat drei Töchter, einen Sohn und keine Katze.
Zum Schreiben kam er durch eine zufällige Verkettung ungeplanter Umstände. Er lebt und raucht in Halle.

Eigene Meinung:

Der 7. Band der Zornreihe hat es wieder in sich. Schröder steckt gleich zu Anfang der Geschichte in der Klemme. Ein unbekannter Mörder möchte ihn auf grausame Weise töten.

Im eigentlichen Fall, der zuvor beginnt, haben es Zorn, Schröder und Frieda Borck mit einem jugendlichen Pyromanen zu tun und mit einer Therapiegruppe, in der einige Patienten scheinbar Selbstmord begangen haben. Der jugendliche Pyromane, den Zorn gleich zu Beginn der Story verhaftet, soll sich vom Leiter der Gruppe behandeln lassen. Als es innerhalb der Gruppe zu immer mehr mysteriösen Todesfällen kommt, beschließt Schröder, sich ebenfalls in Behandlung zu begeben und er besucht diese Gruppe, was sich für ihn als sehr gefährlich erweist. Doch nicht nur Schröder kommt in Lebensgefahr...

Erzählt wird über verschiedene Handlungsstränge, aus Sicht der verschiedenen Personen der Therapiegruppe, des Psychologen, der ermittelnden Beamten Zorn und Schröder und aus der Sicht von Frieda Borck.

Wir erfahren viel aus dem Privatleben von Zorn und natürlich auch von Schröder.
Stephan Ludwig hat hier zwei Kult-Ermittler erschaffen. Es ist einfach ein Vergnügen, die Dialoge zwischen diesen beiden Figuren zu lesen.

Der Fall ist total fesselnd, spannend und temporeich. Man rätselt, wer der Täter ist und gerät immer wieder auf eine falsche Spur.

Auch in diesem Fall gibt es viele Wendungen und Überraschungen. Wir erfahren endlich Schröders Vornamen (den verrate ich euch nicht).

Ich würde jedem Leser raten, mit dem 1. Fall von Zorn und Schröder zu beginnen, da man sonst viele Entwicklungsschritte des Teams verpasst und das wäre sehr schade.

Ich freue mich schon auf den nächsten Fall dieser Reihe.






Mittwoch, 15. November 2017

Rezension zu "Mit dem Schreiben anfangen. Fingerübungen des kreativen Schreibens, Hanns-Josef Ortheil, Duden Verlag, Ratgeber

Titel: Mit dem Schreiben anfangen. Fingerübungen des kreativen Schreibens
Autor: Hanns-Josef Ortheil
Seitenzahl: 158 Seiten, gebundene Ausgabe mit Lesebändchen, (1.10.17)
Isbn Nr. 13-978-3411-749041
Verlag: Duden Verlag
Preis: 15,50 Euro

Verlagsinfo:
"Trainieren Sie die Basisfähigkeiten des Schreibens und gehen Sie bewusst den Weg von der einfachen Weltbeobachtung hin zum literarischen Text. Lernen Sie, wie literarische Einfälle entstehen und wie man mit ihnen weiterarbeitet."

Über den Autor:
Hanns-Josef Ortheil, einer der bedeutendsten Autoren der Gegenwart, hat kein Lehrbuch mit Geboten und Regeln verfasst, sondern bietet ein breites Spektrum kreativer Ansätze zum Ausprobieren."


Eigene Meinung:
Dieser Schreibratgeber ist in 5 große Kapitel unterteilt, Räume,Zeiten und Begleitung des Schreibens, Anfangen, Material sammeln und ordnen, Einsteigen, Ausbauen, es gibt eine Nachbetrachtung und ein Literaturverzeichnis.

Das 1. große Kapitel ist noch einmal unterteilt in Tisch und Stuhl, Schreibräume, Schreibzeiten, Stimulanzien und Ernährung, Schreibgeräte und Schreibwaren und das Ensemble des Schreibens.

Das zweite große Kapitel widmet sich dem Abschreiben und Transkribieren (jetzt weiß ich endlich, warum es so viele Plagiate gibt, manch ein Autor ist wohl hier stecken geblieben), angelehntes Schreiben, Kritzeln, sich melden, Einschreiben. Weiter geht es mit Listen anlegen, Zettel sammeln, Zeitungsausschnitte, Zeichnen, Album anlegen.Wir sind jetzt bereits auf Seite 89.

Mit dem Schreiben geht es so richtig los ab Seite 90 von 158 Seiten.

Am Ende der Unterkapitel gibt es Schreibaufgaben, wie z. B. "Forschen Sie in Papeterien nach den unterschiedlichen Papierformaten und Papierqualitäten und legen Sie eine Kollektion kleiner Papierstöße für unterschiedliche Schreibgeräte und Zwecke an", "Schreiben Sie kleine Skizzen der Räume, die Sie bewohnen.  Gehen Sie dabei auf Lage, Aussehen und all die Gegenstände ein, die sich in den jeweiligen Räumen befinden.".

Zum Kapitel passende Beispiele von berühmten Schriftstellern werden in jedem Kapitel angeführt.

Ich hatte hier mehr erwartet. Kreative Schreibaufgaben, bei der die Fantasie gefragt ist oder Tipps zur Textgestaltung.

Hanns-Josef Ortheil schreibt sehr trocken, etwas altmodisch, so dass sich das Buch nicht so einfach liest.

Mich haben seine Schreibaufgaben nicht angesprochen (Ich habe bereits einen VHS-Kurs für kreatives Schreiben belegt, der hat Spaß gemacht, deshalb habe ich auch einen Vergleich).





Sonntag, 12. November 2017

Rezension zu "Flugangst 7a" von Sebastian Fitzek, Droemer Knaur Verlag, Psychothriller

Titel: Flugangst 7a 
Autor: Sebastian Fitzek
Seitenzahl: 400 Seiten (Hardcover, 24.10.17)
Isbn Nr. 13-978-3-426-19921-3
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 22,99 Euro

Verlagsinfo: "Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt.
Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin.
Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet.
Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen.
Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben ...

Der neue Psychothriller von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek: In der Tradition von PASSAGIER 23 spielt er mit den menschlichen Urängsten des Eingeschlossenseins und der Hilflosigkeit an Bord eines Flugzeugs."

Über den Autor:

Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

Eigene Meinung:
Etwas gestört hat mich, dass es auch in diesem Psychothriller von Sebastian Fitzek darum geht, dass ein Vater zu allem bereit ist, seine Tochter zu retten. Natürlich hat die Tochter dann noch ein Problem, was die Rettung nicht so einfach macht. Das kam mir von Achtnacht sehr bekannt vor.

In dieser Story geht es um einen Psychiater, der um seiner Tochter Nele beizustehen, ein Flugzeug besteigt, trotz seiner massiven Flugangst. Der Vater kam auf ziemlich abstruse Ideen, seiner Flugangst zu begegnen, hat auch sämtliche Statistiken über Flugzeugabstürze und über die Überlebensmöglichkeit dabei, studiert.
Doch für den armen Mann kommt es noch dicker, um seine Tochter zu retten, die entführt wurde und kurz vor der Niederkunft steht, soll er einen ehemaligen Patienten so manipulieren, dass das Flugzeug abstürzt. Wie soll das bitteschön gehen, fragt man sich als Leser? Und das macht wiederum die Story sehr spannend und fesselt den Leser, so dass die Buchseiten nur so fliegen.

Fitzek schreibt sprachlich sehr einfach und modern, er arbeitet mit vielen Cliffhangern und Wendungen, auf den Täter komme ich bei Fitzek nie.

Die Story ist ziemlich abgefahren, schon am Anfang war mir klar, um was es sich für eine Person handelt, die Nele entführt hat, als er Nele in einem Gebäude unterbringt und ich musste schmunzeln (ich will hier nicht spoilern). Ich konnte mir gut vorstellen, dass es einen Drahtzieher hinter dem ganzen Szenario gibt.

Manchmal kann ich Herrn Fitzek nicht so richtig ernst nehmen, dazu sind die Figuren einfach etwas zu abgedreht. Aber genau das gefällt mir auch an den Fitzek-Thrillern so gut.

Insgesamt hat mir die Story ganz gut gefallen, ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Die Geschichte bietet viel Tempo und Action.




Mittwoch, 8. November 2017

Rezension zu "Ich treffe dich zwischen den Zeilen" von Stephanie Butland, übersetzt von Maria Hochsieder-Belschner, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Ich treffe dich zwischen den Zeilen
Autorin:Stephanie Butland
Übersetzt von:Maria Hochsieder-Belschner
Seitenzahl: 320 Seiten (Klappenbroschur, TB, 2.10.17)
Isbn Nr. 13-978-3-426-52075-8
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Ein Buch, das einen so schnell nicht mehr loslässt: Stephanie Butlands herzergreifender Roman erzählt vom Wunder der Liebe und von der heilenden Kraft der Literatur.
Mit Piercings und tiefschwarz gefärbten Haaren versucht Loveday, die Welt von sich fern zu halten. Sie ist ein wahrer Büchernarr, umgibt sich lieber mit Literatur als mit Menschen und trägt die Anfangssätze ihrer Lieblingsromane als Tattoos auf dem Körper. Wirklich wohl fühlt sie sich nur in Archies Antiquariat. Der alte Mann hat ihr nicht nur einen Job gegeben, er akzeptiert sie vor allem, ohne Fragen zu stellen. Als Loveday Nathan kennenlernt, scheint ihre Welt heller zu werden: Er nimmt sie mit zu einem Poetry-Slam, und die Gedichte öffnen beiden einen Weg, sich die Dinge mitzuteilen, für die ihnen sonst die Worte fehlen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebe. Doch dann werden im Antiquariat Bücher für Loveday abgegeben, die sie zurück in ihre Kindheit führen und schmerzhafte Erinnerungen an eine Familientragödie wecken, die sie nur zu gerne weiter verdrängt hätte. Kann sie mit Archies und Nathans Hilfe endlich mit der Vergangenheit Frieden schließen und über die Ereignisse hinwegkommen, die ihr Leben so sehr erschüttert haben?

Ein wunderschöner Roman über Familie, Liebe, Verlust und Vergangenheitsbewältigung mithilfe der besonderen Kraft der Literatur."

Über die Autorin:
Wenn Stephanie Butland nicht gerade schreibt, arbeitet sie als Coach und Motivationstrainerin. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie im Nordosten Englands.

Eigene Meinung: 

Loveday ist ein Büchernerd. Sie fühlt sich zwischen Unmengen von Büchern viel wohler, als mit Menschen. Entsprechend beschränken sich ihre Kontakte auf Archie, ihren Chef und Inhaber des Antiquariats und auf die Mitarbeiter und Kunden des Antiquariats. Warum Loveday ist, wie sie ist, erfahren wir im Laufe der Geschichte. Als Nathan eines Tages in das Antiquariat spaziert, versucht er, sie mit Gedichten und mit einer Einladung zu einem Poetry Slam für sich zu interessieren. Ob das wohl funktioniert?

Stephanie Butlands Schreibstil gefällt mir sehr gut. Sie schreibt leicht, mit viel Wortwitz, unglaublich wortgewandt und sehr tiefgründig. Es dreht sich das ganze Buch um Bücher, Gedichte und Poetry Slam.

Loveday erzählt uns ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive. Viele Kapitel blicken in die Vergangenheit von dieser jungen Frau zurück.

Die Protagonistin Loveday ist eine liebenswerte Außenseiterin, Archie, ihr Chef und guter Freund, wurde auch sehr gut und sehr lebendig gezeichnet. Auch den Zauberer Nathan schließt man als Leser sofort ins Herz.

Mir hat dieses tiefgründige, sehr warmherzige und humorvolle Buch sehr gut gefallen. Es ist ein absolutes Lesehighlight für alle Bücherfans!





 

Sonntag, 5. November 2017

Rezension zu "Die Königin der Schatten- verbannt " von Erika Johansen, übersetzt von Sabine Thiele, Heyne Verlag, Fantasy

Titel: Die Königin der Schatten - verbannt
Autorin: Erika Johansen
Übersetzt von: Sabine Thiele
Seitenzahl:  608 Seiten, (Paperback, Klappenbroschur, 26.6.17)
Isbn Nr. 13-978-3-453-31588-4
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 14,99 Euro
 Verlagsinfo:
 "Kelsea Glynn hat sich als wahre Herrscherin erwiesen. Um ihr Land vor einer schrecklichen Invasion durch das Nachbarreich Mortmesne zu schützen, hat sie sich in die Hände ihrer größten Feindin begeben: der Roten Königin. Doch damit nicht genug, die Rote Königin ist inzwischen auch im Besitz von Kelseas wertvollen Saphiren. Sollte es ihr gelingen, sich deren Magie zu bemächtigen, ist ganz Tearling dem Untergang geweiht. Während Mace als Regent auf dem Thron von Tearling fieberhaft an einem Plan arbeitet, um Kelsea aus den Kerkern der Roten Königin zu befreien, kommt es im finsteren Mortmesne zum finalen Showdown zwischen den beiden Königinnen …"

Über die Autorin:
Erika Johansen lebt in der San Francisco Bay Area auf, wo sie auch aufgewachsen ist. Sie besuchte das Swarthmore College und wurde Anwältin. Zusätzlich absolvierte sie den renommierten Iowa Writer's Workshop. Eine Rede Barack Obamas über die Freiheit inspirierte sie zu ihrem Debütroman Die Königin der Schatten.

Eigene Meinung:

Am Anfang des Buches hatte ich Probleme, mich in die Story einzufinden. Ein kleiner Rückblick am Anfang des Buches oder ein Personenregister wären hier hilfreich gewesen.

Waren die beiden Vorgängerbände spannend, temporeich und sehr fesselnd, hat der Abschlußband einige Längen. Spannung und Tempo gingen hier leider etwas verloren.

Man erfährt viel darüber, wie Tearling entstanden ist.

Manche Entwicklungen in diesem Buch sind nicht so ganz nachvollziehbar, so ist die rote Königin von Mortmesne plötzlich nicht mehr die starke, brutale Königin, sie erscheint eher schwach und gebrochen. Die Ursache für diese Veränderung ist mir nicht ganz klar.

Aufgeklärt wird in diesem Band, wer der Fetch wirklich ist, das hat mir ganz gut gefallen.

Das Ende des Buches war etwas enttäuschend und nicht so ganz nachvollziehbar.

Band 1 und Band 2 waren sehr eindrucksvolle Bücher, der Abschluss der Reihe schwächelt leider etwas.





Donnerstag, 2. November 2017

Rezension zu "Der immerwährende Oliver-Fehn-Kalender" von Oliver Fehn, Pandämonium Verlag

Titel: Der immerwährende Oliver-Fehn-Kalender
Autor: Oliver Fehn
Seitenzahl: 212 Seiten, (TB,1.9.17)
Isbn Nr. 13-978-3-944893-16-7
Verlag: Pandämonium Verlag
Preis:  14,99 Euro

Verlagsinfo:
365 Kurztexte, Weisheiten, Aphorismen und Gedichte von Oliver Fehn.
Zum Lesen für zu Hause oder im Bus, vor dem Schlafengehen oder beim täglichen Spaziergang.

Oliver Fehn begleitet den Leser in diesem immerwährenden Kalender durch ein ganzes Jahr.

Bibliophile Ausgabe mit zahlreichen Illustrationen.

Über den Autor:
Oliver Fehn, geboren 1960, ist Autor und Übersetzer zahlreicher Romane und Musikfachbücher. Zu seinen bekanntesten Büchern gehören die Romane "Verfluchter Sommer" und "Die Klavierbrücke" sowie die Kurzgeschichtensammlung "Hitzemond". Er wohnte mehrmals längere Zeit in den USA, in den 80er Jahren auch in New York City. Heute lebt er mit seiner Familie zurückgezogen in einer ländlichen Gegend und verbringt einen Großteil seiner Zeit mit dem Schreiben und Übersetzen von Musikliteratur sowie seiner großen Liebe, dem Klavierspiel.


Eigene Meinung: 

Dieser immerwährende Kalender muss man nicht am 1.1. beginnen, man kann an jedem Tag des Jahres den dazugehörigen Text, das Gedicht, eine der Aphorismen oder eine der Weisheiten von Oliver Fehn aufsaugen (bei einem Text bleibt es sicher nicht). Stimmige Illustrationen ergänzen diesen Kalender.

Die Gedanken, Texte und Gedichte von Oliver Fehn stimmen teilweise nachdenklich, manche sind sie etwas zynisch, manche erheiternd oder stimmen traurig. Alle Texte, Gedichte und Aphorismen wirken nach.
 
Laut Intro des Autoren stammen die Texte aus 5 Jahren "Alltagserleuchtung", manche kommen mir bekannt von von Olivers Beiträgen auf Facebook, andere kenne ich nicht.

Er liest sich auf jeden Fall gut, dieser Kalender und ich kann ihn nur empfehlen. Er eignet sich auch sehr gut als Geschenk an sich selbst oder an einen guten Freund.

Hier ein kleiner Blick in den Kalender:



Montag, 30. Oktober 2017

Überraschungspäckchen im Oktober zu gewinnen

Die kalte, dunkle Jahreszeit naht, da haben wir wieder mehr Zeit zum Lesen. Zumindest geht es mir so. Denn die Imkerei ruht bis zum Frühjahr, der Garten erst einmal auch und von meinen Seifen habe ich auch einen guten Vorrat angelegt.

Zu gewinnen gibt es ein Buch, Zubehör rund ums Buch, wie z. B.  Lesezeichen, Leseproben, Tee, etwas Süßes oder Saures (passend zu Halloween :)).









Was ihr tun müsst? 
Ihr solltet Leser meines Blogs sein, schließlich möchte ich mich bei meinen Lesern bedanken.

Bitte beantwortet folgende Fragen per Mail an biggiralf at freenet.de (bitte gebt eure Mailadresse an) oder als Kommentar auf meinem Blog:

Habt ihr einen Lieblingsgruselfilm oder eine Serie? Ich habe im letzten Jahr Stranger Things 1 angeschaut und bin völlig im Fieber der neuen Staffel. Ich liebe diese Serie, sie ist so schön gruselig!
 
Zeit habt ihr bis zum 5.11., 23.59 Uhr. am  6.11.17 wird dann ausgelost.  Der Gewinner wird auf meinem Blog bekannt gegeben und per Mail von mir angeschrieben.

Teilnahmebedingungen:
1. Bitte habt Verständnis dafür, dass der Gewinn nicht in bar ausgezahlt werden kann. 
2. Bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter 18 Jahren müssen die Eltern mit der Teilnahme am Gewinnspiel einverstanden sein.
3. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
3. Versand ist nur innerhalb Deutschlands möglich, in weitere Länder gegen Erstattung der Portokosten.
4. Bitte vergesst nicht, eure E-Mailadresse anzugeben.
5. Eure Daten werden vertraulich behandelt und nach der Verlosung natürlich gelöscht. 

Ich wünsche euch viel Glück.

 Random Org hat entschieden. Die Gewinnerin heißt Doro H. herzlichen Glückwunsch!

Samstag, 28. Oktober 2017

Rezension zu "Memory Game - Erinnern ist tödlich" von Felicia Yap, übersetzt von Bettina Spangler, Penhaligon Verlag, Thriller

Titel: Memory Game - Erinnern ist tödlich
Autorin: Felicia Yap
Übersetzt von: Bettina Spangler
Seitenzahl:444 Seiten, TB 25.9.17)
Isbn Nr.  13-978-3-7645-3182-9
Verlag: Penhaligon Verlag
Preis:  14,99 Euro


Verlagsinfo:
 "Wie findet man einen Mörder in einer Welt, in der es keine Erinnerungen gibt?
In Claires Welt gibt es zwei Arten von Menschen: solche, die wie sie sind und sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern können, und solche wie ihren Ehemann Mark, deren Gedächtnis zwei Tage zurückreicht. Claire hat nur eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit: ihr Tagebuch. Was sie nicht rechtzeitig aufschreibt, geht für immer verloren. Eines Morgens steht die Polizei vor Claires Tür. Die Leiche einer Frau wurde im Fluss gefunden. Nach Aussage der Beamten war sie Marks Geliebte und er wird des Mordes verdächtigt. Sagt die Polizei die Wahrheit? Kann Claire ihrem Ehemann vertrauen? Und vor allem: Kann sie sich selbst vertrauen?"

Über die Autorin:
Felicia Yap wuchs in Kuala Lumpur auf, studierte Biochemie in London und erwarb ihren Doktor der Geschichte an der University of Cambridge. Sie arbeitete bereits als Biologin, Historikerin, Dozentin, Kritikerin und Journalistin, unter anderem für The Economist und Business Times. Sie lebt in London, wo sie vor kurzem ein Programm zu Kreativem Schreiben an der Faber Academy abschloss. Memory Game – Erinnern ist tödlich ist ihr Debüt.

Eigene Meinung:
Der Klappentext klang sehr spannend und interessant. Da ich Dystopien genauso liebe, wie Thriller war ich sehr gespannt auf "Memory Games - Erinnern ist tödlich".

Erzählt wird über verschiedene Sichtweisen von Claire, Mark, Sophia und Hans,dem ermittelnden Kommissar. Den Kapiteln vorangestellt werden Zitate der Protagonisten, der Klappentext von Marks Bestseller. Der Klappentext sagt bereits genügend zur Story aus. 

Mich hat dieses Debüt von Felicia Yap leider nicht überzeugen können. Für einen Thriller war mir die Story nicht fesselnd und spannend genug, auch wenn die Geschichte zum Ende hin spannender wird, dafür sind die ersten 300 Seiten einfach zu langatmig. Der Schluss der Geschichte ist raffiniert, das muss man dem Buch lassen. Es handelt sich hier um ein Ehedrama mit Krimielementen. 

Der Einblick in eine Welt, in der es nur zwei Arten von Menschen gibt, solche, die sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern könne, und solche, die sich an die Ereignisse von zwei Tagen erinnern können, war mir zu gering.


Eine gute Idee, leider nicht sehr fesselnd umgesetzt.











Montag, 23. Oktober 2017

Rezension zu "Der schwarze Thron - Die Königin" von Kendare Blake, übersetzt von Charlotte Lungstrass-Kapfer, Penhaligon Verlag, Fantasy

Titel: Der schwarze Thron - Die Königin
Autorin: Kendare Blake
Übersetzt von: Charlotte Lungstrass-Kapfer
Seitenzahl: 512 Seiten, Paperback, Klappenbroschur, (25.9.17)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-3147-8
Verlag: Penhaligon Verlag
Preis: 14,99 Euro
  Verlagsinfo:
"Drei Schwestern. Drei magische Talente. Nur eine Krone.


Mirabella, Katharine und Arsinoe sind Drillinge, jede eine Anwärterin auf den Thron der Insel Fennbirn. Ihr Reich verlangt nach einer neuen Königin – doch damit eine von ihnen die Herrschaft erlangen kann, muss sie ihre beiden Schwestern eigenhändig töten. Der Kampf um den Thron ist längst entbrannt, und jede Königin muss sich entscheiden, ob sie leben oder sterben will. Doch während zwei von ihnen noch gegen ihre Bestimmung rebellieren, schreckt die Dritte auf dem Weg zur Krone vor nichts zurück. "

Über die Autorin:
Kendare Blake studierte in London Creative Writing, ehe sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte. Die New York Times-Bestsellerautorin hat bereits mehrere Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht, darunter die düstere Fantasy-Saga »Der Schwarze Thron«. Kendare Blake wurde in Südkorea geboren und lebt heute in Kent, Washington. Die Tierliebhaberin liebt es zu reisen, Schokolade zu essen und bei »Final Fantasy« zu cheaten.

Eigene Meinung:
Im 2. Band von "Der schwarze Thron" hat das Jahr des Aufstiegs begonnen - der Kampf um die Krone. Arsinoe und Mirabella wollen ihre Schwestern nicht töten, sie rebellieren gegen ihr Schicksal. Unterstützt wird Arsinoe von ihrer Freundin Jules, die einige Überraschungen parat hat. Die 3. Schwester Katherine hingegen hat sich stark  verändert. Sie ist machthungrig und möchte die Krone für sich gewinnen. Sie schmiedet ihre eigenen Pläne um ans Ziel zu kommen.
Wer wird wohl Königin werden?

Diese Fortsetzung hat es in sich. Sie ist spannend, fesselnd und temporeich geschrieben mit sehr vielen Wendungen, so dass die Seiten nur so fliegen und die Story rasant vorangetrieben wird.

Die Geschichte bietet viel, verborgene Talente, Intrigen, Geheimnisse, Liebesgeschichten, Hass und brutale Rituale der Inselbewohner.

Die drei Schwestern sind sehr lebendig dargestellt. Katherine hat eine starke Veränderung erfahren und schreckt vor keiner Grausamkeit mehr zurück. 

Am Ende bleiben noch einige Fragen offen, es gibt ja auch noch weitere Bände, auf die ich mich freue.

Mich hat der 2. Band vollkommen überzeugt. Dieser Band ist sehr ideenreich, mit viel Action und Tempo, so muss High-Fantasy sein!






Mittwoch, 18. Oktober 2017

Kleiner Bericht über meinen Besuch der Frankfurter Buchmesse


Ich habe am Freitag, den 13.10.17, die Buchmesse besucht und mich mit einigen lieben Freunden, die aus ganz Deutschland angereist waren getroffen. Ich freue mich immer auf die Buchmesse, damit ich liebgewonnene Freunde wiedersehen kann, die viel zu weit weg wohnen. Das steht bei mir im Vordergrund des Messebesuchs.


Toll finde ich es, Autoren und Facebookfreunde auf der Messe zum 1. Mal persönlich zu treffen. Diesmal durfte ich die Autorin Annette Henning kennenlernen. 
Viele Autoren lesen aus neuen Büchern, andere werden interviewt und es gibt Signierstunden. 

Hier einige Bilder von meinem Messebesuch:


Ssebastian Fitzek (sein neues Buch "Flugangst 7a" erscheint demnächst)
Der 7. Zorn erscheint auch demnächst
Das Autorenpaar Iny Lorentz


Eine liebe Freundin hat mir ein signiertes Exemplar besorgt. Vielen Dank, Wenke.



Ein signiertes Exemplar von Nora Bergers "Hexenzeichen" habe ich auch bekommen

Das ist auch immer Pflichtprogramm (einmal im Leben in blond):


 
Die Thrillerautorin Melisa Schwermer haben wir auch getroffen

Montag, 9. Oktober 2017

Rezension zu "Wo drei Flüsse sich kreuzen" von Hannah Kent, übersetzt von Leonie Reppert-Bismark, Droemer Knaur Verlag, historischer Roman

Titel: Wo drei Flüsse sich kreuzen
Autorin: Hannah Kent
Übersetzt von: Leonie Reppert-Bismark
Seitenzahl: 432 Seiten (Hardcover, 1.9.17)
 Isbn Nr.: 13-978-3-426-19979-4
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 19,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Der neue Roman "Wo drei Flüsse sich kreuzen" von Bestseller-Autorin Hannah Kent ist ein mitreißendes Drama um die Macht von Angst und Aberglaube - basierend auf einer wahren Geschichte aus dem 19. Jahrhundert.

Irland 1825: Die 14-jährige Mary soll der verwitweten Bäuerin Nora mit deren schwer behindertem Enkel Michael zur Hand gehen. Der kleine Junge, so munkelt man im Dorf, sei ein Wechselbalg, ein Feenkind, und mache die Kühe krank. Mary gibt nichts auf das Gerede, doch als Nora davon hört, reift in der einsamen, verzweifelten Frau eine ungeheuerliche Idee: Wenn es ihr gelingt, den Wechselbalg zu vertreiben, würde sie den gesunden Michael wiederbekommen und endlich wieder eine echte Familie haben. Getrieben von Angst und Aberglaube und unterstützt durch die geheimnisvolle Kräuterfrau Nance ist sie bald bereit, alles zu versuchen – und Mary fällt es immer schwerer, sich gegen die beiden Frauen durchzusetzen.
Hannah Kent gelingt es durch ihre kristallklare Sprache erneut, eine grausame und wahre Geschichte eindringlich zu erzählen; die rauhe Schönheit Irlands verschmilzt mit dem Seelenleben ihrer Figuren, die dem Leser, wie schon in ihrem Debüt-Roman "Das Seelenhaus", ganz nahe kommen."

Über die Autorin: 

Hannah Kent, geboren 1985 in Adelaide, Australien, ist die Mitbegründerin der australischen Literaturzeitschrift 'Kill Your Darlings'. 2011 gewann sie den Writing Australia Unpublished Manuscript Award für ihr Debüt 'Das Seelenhaus'. Seit seiner Publikation 2013 ist der Roman in fast dreißig Sprachen übersetzt worden, stürmte die Bestsellerlisten und gewann weitere zahlreiche Preise. 'Wo drei Flüsse sich kreuzen' ist Hannah Kents lang erwarteter zweiter Roman, mit dem sie ihrer Faszination für archaische Mythen des Nordens treu bleibt.

Eigene Meinung:

Nachdem mir das "Seelenhaus" bereits so gut gefallen hatte, war ich sehr gespannt darauf, was Hannah Kent aus einer wahren Begebenheit in Irland für eine Geschichte kreiieren würde.
Von der ersten Seite an war ich gefangen von der Geschichte.

In einem Tal im Irland 1824 sind die Leute sehr arm. Sie leben von der Butterherstellung und vom Eierverkauf, bestellen ihre kargen Felder und hoffen jedes Jahr, ihre Pacht aufbringen zu können. Als Noras Mann stirbt, ist sie auf sich allein gestellt. Sie hat den behinderten Sohn ihrer verstorbenen Tochter zu versorgen und ist alleine damit überfordert. Deshalb nimmt sie die 14-jährige Mary in ihre Dienste. Mary kümmert sich liebevoll um den schwerbehinderten Michael, der weder laufen, noch sprechen kann. Da die Frauen kaum schlafen können, weil Michael tag und nacht schreit, suchen sie Hilfe bei der Kräuterfrau Nance, zu der die Talbewohner gehen,wenn sie mit ihrem eigenen Heilkräuterwissen nicht weiterkommen. Ein Arztbesuch ist für die Dorfbewohner unerschwinglich. Im Dorf wird gemunkelt, Michael sei ein Wechselbalg und am Tod von Noras Mann schuld. An allem Unglück im Dorf wird die Schuld bei  Außenseitern gesucht, wie Nance und Michael. Nora steigert sich langsam auch in den Glauben hinein, dass ihr Enkel ein Wechselbalg ist.  Mary kann sich gegen Nora und Nance nicht durchsetzen. Der neue, übereifrige Pater wettert in den Gottesdiensten gegen die Heilerin  und kann Nora, die Hilfe bei ihm sucht, auch nicht weiterhelfen. So nehmen die Ereignisse ihren Lauf.

Hannah Kent schreibt sehr detailliert, so dass der Leser in die etwas düstere, sehr atmosphärisch erzählte Geschichte hineintaucht und sich im Irland 1824 wiederfindet. Die Welt der Talbewohner ist voller Aberglauben, jeder kämpft um sein Leben, wenn ein Unglück geschieht, sind es die anderen, die daran schuld haben. Außenseiter, die alleine leben, wie die Kräuterfrau Nance, oder der behinderte Michael sind willkommene Sündenböcke.

Nora, Nance und Mary sind sehr gut charakterisiert, als Leser nimmt man Teil an dem Schicksal der drei Frauen und hofft, dass sich ihre Probleme lösen.

Meine absolute Lesesempfehlung für diese tragische Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht.




Mittwoch, 4. Oktober 2017

Rezension zu "Sog" von Yrsa Sigurdartòttir, übersetzt von Tina Flecken, Thriller, BTB Verlag

Titel: Sog
Autorin: Yrsa Sigurdardóttir
Übersetzt von: Tina Flecken
Seitenzahl: 448 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag (18.9.17)
Isbn Nr. 13-978-3-442-75664-3
Verlag: BTB Verlag
Preis: 20,00 Euro



 Verlagsinfo: "Zwölf Jahre nach dem Tod und der Vergewaltigung eines Mädchens wird eine Zeitkapsel in Reykjavik gehoben. Darin enthalten: 10 Jahre alte Briefe von Schülern, die beschreiben, wie sie sich Island im Jahre 2016 vorstellen. Darunter findet sich noch etwas anderes: eine unheimliche Botschaft, die akribisch genau die Initialen von zukünftigen Mordopfern auflistet. Kurz danach werden zwei abgetrennte Hände in einem Hot Tub in der Stadt treibend gefunden. Doch noch hat keiner eine Vermisstenanzeige bei der Polizei gestellt. Schon bald taucht die erste verstümmelte Leiche auf, dicht gefolgt von einer zweiten, und es ist klar, dass die Botschaft aus der Zeitkapsel ernst zu nehmen ist.

Ein Fall für Kommissar Huldar, der sich beweisen muss: von seinen Leitungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergegebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freyja ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen mit einbezieht ..."

Über die Autorin
Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den "besten Kriminalautoren der Welt" (Times Literary Supplement). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit "Das letzte Ritual", einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. SOG ist nach DNA der zweite Roman um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

Eigene Meinung:
Nach "DNA" ist "Sog" der zweite Fall mit Kommissar Huldar und der Kinderspsychologin Freyja. Dieser 2. Band lässt sich zwar unabhängig vom ersten Fall lesen, ich würde dennoch empfehlen, "DNA" zuerst zu lesen um die Ermittler besser kennenzulernen.

Kommissar Huldar, der von seinen Führungsaufgaben entbunden wurde, bekommt es mit einer zehn Jahre alten Zeitkapsel zu tun. Dort wird von einem Schüler eine Mordserie angekündigt. Die Opfer wurden allerdings nur mit ihren  Initialen erwähnt. Hat das eine Bedeutung und wer ist der Schüler?  Zur gleichen Zeit finden sich in einem Hot Tub eines Mannes zwei abgetrennte Hände.

Kommissar Huldar muss während der Ermittlungen auf Freyjas Hilfe zurückgreifen, was er ungern macht, da das Verhältnis der beiden mehr als angespannt ist. 
Die Ermittlungsarbeiten gestalten sich als schwierig, Akten aus alten Fällen, die mit den jetzigen Ereignissen in Zusammenhang stehen können, sind verschwunden, manche Beteiligten erinnern sich an nichts, andere schweigen. 

Die Charaktere in diesem Buch sind gut gezeichnet und glaubwürdig. Huldar trinkt zu viel, ist unsicher, etwas tolpatschig Frauen gegenüber und  steht sich manchmal selbst im Weg, so dass er von einem Fettnäpfchen ins nächste tappt. Freyja  hadert damit, degradiert worden zu sein und wird unerwartet Tante.

Yrsa Sigurdardotir beschreibt weder die Vergewaltigung, noch die brutalen Morde genau, ihr reichen Andeutungen und dem Leser auch, den die Beschreibungen setzen die Vorstellung des Lesers in Gang.

Ein sehr spannender, sehr atmosphärischer und  etwas düsterer Thriller, der alle Handlungsfäden langsam verknüpft, mit überraschenden Wendungen aufwartet und den Leser zum Schluß noch einmal überrascht. Meine absolute Leseempfehlung für diesen raffinierten Thriller. 

Freitag, 29. September 2017

Überraschungspäckchen im September zu gewinnen




Der September ist schon fast vorbei, wie schnell doch die Zeit vergeht. Der Buchmessemonat naht. Ich hoffe, dass ich einge Bücherfreunde auf der Messe treffen werde. Ich werde am Freitag auf der Messe sein und freue mich schon sehr auf die Begegnungen und Erlebnisse auf der Messe.

Es ist Zeit, das September-Überraschungspäckchen zu verlosen. 
Was wird drin sein? Ein Buch auf jeden Fall, ein Lesezeichen, Leseproben, Süssigkeiten, mögt ihr handgesiedete Seife? Oder feste Handcreme? Dann könnte das auch im Päckchen sein.

Was ihr tun müsst? 
Ihr solltet Leser meines Blogs sein, schließlich möchte ich mich bei meinen Lesern bedanken.

Bitte beantwortet folgende Fragen per Mail an biggiralf at freenet.de (bitte gebt eure Mailadresse an) oder als Kommentar auf meinem Blog:

 Werde ich euch auf der Messe treffen und wenn ja, was ist euer Messehighlight?  Bitte gebt an, ob ihr ein Seifchen oder eine Handcreme wollt oder eher nicht. 

 Zeit habt ihr bis zum 7.9., 23.59 Uhr. am  8.9.17 wird dann ausgelost.  Der Gewinner wird auf meinem Blog bekannt gegeben und per Mail von mir angeschrieben.

Teilnahmebedingungen:
1. Bitte habt Verständnis dafür, dass der Gewinn nicht in bar ausgezahlt werden kann. 
2. Bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter 18 Jahren müssen die Eltern mit der Teilnahme am Gewinnspiel einverstanden sein.
3. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
3. Versand ist nur innerhalb Deutschlands möglich, in weitere Länder gegen Erstattung der Portokosten.
4. Bitte vergesst nicht, eure E-Mailadresse anzugeben.
5. Eure Daten werden vertraulich behandelt und nach der Verlosung natürlich gelöscht. 

Ich wünsche euch viel Glück.

Randomorg hat entschieden: Gewinnerin ist Meli, herzlichen Glückwunsch!

Mittwoch, 27. September 2017

Rezension zu "Der Herzschlag deiner Worte" von Susanna Ernst, Roman, Droemer Knaur Verlag


Titel: Der Herzschlag deiner Worte
Autorin: Susanna Ernst
Seitenzahl: 397 Seiten  (TB, Klappenbroschur, Sept 17)
Isbn Nr. 13-978-3-426-52123-6
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
 
Als der junge Musiker Alex vom plötzlichen Tod seines Vaters erfährt, wirft ihn das aus der Bahn. Auf der Beerdigung begegnet er seiner Patentante Jane zum ersten Mal und ist tief beeindruckt von der scheinbar unbekümmerten Lebensfreude der schwer erkrankten und an den Rollstuhl gefesselten Frau. Jane ist es, die Alex plötzlich neue Wege eröffnet. So führt sie ihn geradewegs in die Arme der temperamentvollen Jung-Autorin Maila, in die sich Alex Hals über Kopf verliebt.
Doch warum lässt Maila weder in ihren Geschichten noch im eigenen Leben ein Happy End zu? Und wieso wird Alex das Gefühl nicht los, dass Jane etwas verheimlicht? Und was hat all das mit seinem verstorbenen Vater zu tun?
Erst als sich Alex auf die Spuren alles Unausgesprochenen begibt, gelingt es ihm, zu erkennen, wie die unterschiedlichen Geheimnisse derer, die er liebt, miteinander verwoben sind. Kann er Maila mit diesem Hintergrundwissen davon überzeugen, dass doch noch alles gut wird?"


Über die Autorin:

 Susanna Ernst wurde 1980 in Bonn geboren und schreibt schon seit ihrer Grundschulzeit Geschichten. Sie leitete siebzehn Jahre lang eine eigene Musicalgruppe, führte bei den Stücken Regie und gab Schauspielunterricht. Außerdem zeichnet die gelernte Bankkauffrau und zweifache Mutter gerne Portraits, malt und gestaltet Bühnenbilder für Theaterveranstaltungen. Das Schreiben ist jedoch ihre Lieblingsbeschäftigung für stille Stunden, wenn sie ihren Gedanken und Ideen freien Lauf lassen will. Ihr Credo: Schreiben befreit!

Eigene Meinung:
"Der Herzschlag deiner Worte" ist mein erstes Buch von Susanna Ernst und ganz bestimmt nicht mein letztes. Mir gefällt ihr warmherziger, sehr lebendiger und sehr fesselnder Erzählstil sehr gut. Das Buch ist kaum aus der Hand zu legen.

In der Geschichte geht es um den jungen Musiker Alex, der einige Schicksalsschläge einstecken musste. In einem Erzählstrang geht es um seinen Vater, der einen Herzinfarkt erlitten hat und gestorben ist. Er hat sich von dieser Welt aber noch nicht ganz verabschiedet, er begleitet seinen Sohn, beobachtet und wir erfahren durch ihn, was in der Vergangenheit passiert ist. In einem weiteren Erzählstrang lernen wir Maila kennen und ihre Geschichte. Nicht nur Alex und Maila spielen in der Story eine große Rolle, auch die kranke Tante Jane, die Mutter von Alex und seine Schwester wirken mit. Wie die ganzen Personen miteinander verknüpft sind, wird so nach und nach aufgelöst. Susanna Ernst hat sich schwere Themen wie Verlust, Krankheit und Tod in ihrem Buch vorgenommen. Doch Themen wie Freundschaft, Vertrauen, Lebensfreude, Zusammenhalt und Liebe setzen einen Gegenpool und wirken positiv.

Alex ist ein sympathischer Alleinerziehender, seine Tochter Leni ist süß und witzig.Die junge Autorin Maila ist sehr sympathisch und sehr geheimnisvoll. Mir gefallen alle Charaktere sehr gut.

Mir hat "Der Herzschlag deiner Worte" sehr gut gefallen und ich freue mich auf weitere Geschichten von Susanna Ernst.



Donnerstag, 21. September 2017

Rezension zu "Spätsommersprossen" von Britta Orlowski, Liebesroman, Bookshouse Verlag

Titel: Spätsommersprossen
Autorin: Britta Orlowski
Seitenzahl: 419 Seiten (TB, 25.9.17)
Isbn Nr. 13-978-9963-53-782-2
Verlag: Bookshouse Verlag
Preis: 14,99 Euro

 Verlagsinfo:
"Wieso soll das Revival-Konzert in einem unbekannten Küstenort stattfinden? Zunächst lehnt Baylee ab, nur, um später die Meinung über ihre Teilnahme zu ändern. Für diese Schnapsidee zeichnet das Hippie-Blut in ihren Adern verantwortlich. Alles, was mit den Ted Brunner Singers zu tun hat, gehört eigentlich in ihre Vergangenheit. Auch der ehemalige Sänger Joel DeLuca, das optische Schmankerl ihrer Band, der Sahnetupfer auf der Torte. Kurz nach ihrer Ankunft in St. Elwine erfährt Baylee mehr. Joel befindet sich ganz in ihrer Nähe, und er ist der Reverend dieser Stadt. Sofort beschleunigt sich ihr Herzschlag. Doch viel schlimmer ist, sie soll zu ihm gehen und ihn umstimmen, denn er verweigert sich dem Konzert. Dabei wissen die ehemaligen Mitglieder der Hippie-Combo, was damals passiert ist. Damals, in einem anderen Leben, als alles irgendwie leicht schien, bis das Unglück geschah.   Trip wider Willen nach St. Elwine"

Über die Autorin:
Mit acht Jahren gründete Britta Orlowski ihren eigenen Verlag und war Autor, Setzer, Illustrator und Buchbinder in einer Person, bevor sie im Jahr 2008 nach vielen Anläufen den ersten Verlag fand, der ihren Debütroman schließlich heraus brachte.
In der Zwischenzeit absolvierte sie erfolgreich ihre Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten und gründete eine Familie. Da sie in einer Zahnarztpraxis leider keine Geschichten erfinden durfte, widmete sie sich nach mehr als zwanzigjähriger Tätigkeit dort ganz ihrem Traumjob und wurde Buchautorin.
Wenn sie nicht gerade Quilts näht, tummelt sie sich in ihrem geliebten Garten und/oder schreibt an ihren Büchern. Die ersten drei Bände ihrer St. Elwine Serie sind bereits erschienen, weitere werden folgen ... 

Eigene Meinung: 

Diesmal hat Britta Orlowski die Ted Brunner Singers, ein ehemaliger Hippie-Chor, für ein Revivalkonzert nach St. Elwine gebracht und mit diesem Chor die sympathische Baylee, die zuerst gar nicht am Konzert teilnehmen wollte. Sie soll auch noch den Reverend von St. Elwine,  Joel de Luca,  dazu überreden, am Konzert teilzunehmen. Warum das so problematisch ist und was die beiden zusammen erlebt haben, verrate ich euch nicht, lest selbst.

Auch der 5. Band, der in St. Elwine spielt, liest sich flüssig, ist sehr fesselnd und sehr spannend geschrieben, da Britta Orlowski die Leser oft im Ungewissen lässt, nach und nach aber alle Geheimnisse der Protagonisten aufklärt. Die Autorin hat auch einige Überraschungen auf Lager.

Manche Stellen sind sehr humorvoll geschrieben und an manchen Stellen hat man Mitleid mit den Protagonisten. Gut gefallen haben mir auch die Wortwechsel zwischen Bayund die Rückblicke in das Hippieleben.

Die quirrlige Baylee ist ein sympathischer Charakter, ebenso der sexy Referend von St. Elwine. Diese beiden spielen diesmal die Hauptrolle in der Geschichte. Man trifft natürlich auch auf alte Bekannte wieder.

Ich habe den - leider viel zu kurzen Besuch - in St. Elwine total genossen und bin gespannt auf weitere, neue Bewohner von St. Elwine und deren Geschichten.




Montag, 18. September 2017

Rezension zu "Wie der Wind und das Meer" von Lilli Beck, Blanvalet Verlag, Roman

Titel: Wie der Wind und das Meer
Autorin: Lilli Beck
Seitenzahl: (512 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 18.9.17)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0577-6
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 19,99 Euro
 

Verlagsinfo:
 "»Halt dein Gesicht in den Regen, jeder Tropfen ist ein Kuss von mir ...«
München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch die Trümmerlandschaft. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er auf ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht Pauls Schwester verblüffend ähnlich. Um in der verwüsteten Stadt nicht allein zu sein und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass Jahre später ihre Notlüge ihr Verhängnis werden würde – und dass sie sich würden verstecken müssen, um sich lieben zu dürfen …www.lilli-beck.de"

Über die Autorin:
Lilli Beck wurde 1950 in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie Brigitte, Burda-Moden und TWEN. Sie war Pirelli-Kühlerfigur und Covergirl auf der LP Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz von Marius Müller-Westernhagen.

Eigene Meinung:

Die Story dreht sich um zwei Kinder, die in den Kriegswirren 1945 ihre Eltern verloren haben. Das Mädchen Sarah ist Jüdin. Der Junge und das Mädchen beschließen, sich als Geschwister auszugeben, weil das Mädchen seiner verstorbenen Schwester sehr ähnlich sieht. Diese Lüge hat Folgen, die beiden verlieben sich später ineinander. Sie trauen sich nicht zuzugeben, dass sie keine Geschwister sind. Für beide ist es die ganz große Liebe, die sie erfahren haben und nicht leben dürfen, was für den Lebensweg von Paul und Sarah und ihren Angehörigen entsprechende, tragische Folgen hat

Das Buch ist sehr lebendig geschrieben. Man erfährt viel vom Leben im Nachkriegsdeutschland ganz nebenbei. Z. B. wie es den Kindern in Waisenhäusern erging zu der Zeit, Alleinerziehenden, der 1. Fernseher, später etwas über die Hausbesetzerszene in Berlin oder die ersten Frauenhäuser. 
 
Lilli Beck schreibt flüssig, spannend und mit einem gewissen Fesselfaktor. Man möchte das Buch nicht aus der Hand legen.  Ihre Protagonisten sind sehr lebendig dargestellt. Man fühlt sich Mitten im Geschehen, in der Großmarkthalle mit ihrem geschäftigen Treiben oder im Tonstudio zusammen mit Sarah.

Mir hat die Lebensgeschichte von Sarah und Paul sehr gut gefallen. 



Mittwoch, 13. September 2017

Rezension zu "Die Perlenfrauen" von Katie Agnew, übersetzt von Jens Plassmann, Heyne Verlag, Roman

Titel: Die Perlenfrauen
Autorin: Katie Agnew
Übersetzt von: Jens Plassmann
Seitenzahl:  560 Seiten, TB, Klappenbroschur13.2.17
Isbn Nr. 13-978-3-453-42029-8
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Manchmal muss man alte Wunden öffnen, um sein Glück zu finden
Zu ihrem 18. Geburtstag bekam die Schauspielerin Tilly Beaumont 1947 eine atemberaubend schöne Halskette geschenkt. Das Schmuckstück begleitete sie durch ihre ruhmreiche Karriere hindurch und zierte ihren Hals auf den glamourösesten Partys – bis sie auf einmal spurlos verschwand. Jahre später bittet Tilly ihr Enkelin Sophia, die Kette zu finden. Sophia hat gerade schmerzlich erfahren, dass man mit gutem Aussehen und dolce vita allein keine Rechnungen bezahlen kann. Die wertvolle Perlenkette könnte nun einige ihrer Probleme lösen. Aber was sind die eigentlichen Gründe für Tillys Auftrag? Und wie soll Sophia ein Erbstück finden, das sie noch nie gesehen hat?"

Über die Autorin:
Katie Agnew wurde in Edinburgh geboren. Sie arbeitete lange Zeit als Journalistin für Marie Claire, Cosmopolitan, Red und die Daily Mail, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Katie lebt mit ihrer Familie in Bath.

Eigene Meinung:
Sophia, Tochter aus reichem und berühmten Hause, tingelt durch die Londoner Clubs - sie ist ein sogenanntes "It-Girl" - und sorgt für negative Schlagzeilen. Mit ihrem besten Freund Hugo lebt sie zusammen in einem Haus eines Bekannten, da ihre Eltern die Nase voll von ihr haben und ihr kein Geld mehr zur Verfügung stellen. Ihre schwerkranke Großmutter Tilly nimmt Kontakt zu Sophia auf und schickt ihr Briefe. Sophia soll sie besuchen. Es dauert ziemlich lange, bis sich Sophia dazu entschließt ihre Großmutter zu besuchen. Sie erfährt von ihrer Großmutter, dass sie die Perlenkette, die Tilly zu ihrem 18. Geburtstag von ihrem Vater geschenkt bekommen hat, auftreiben soll. Sophias Mutter war zuletzt Besitzerin dieser Kette, doch die streitet ab, dass es die Kette überhaupt gibt. Sophia gibt nicht auf und begibt sich zusammen mit Hugo auf die Suche nach der Kette.

Ein zweiter Erzählstrang handelt von Dominic, der aus Ecuador zurückgekehrt ist nach New York. Seine Frau hat sich vor einigen Wochen von ihm getrennt und während seiner Abwesenheit die Wohnung leergeräumt. Dominic muss sein Leben neu ordnen.

Ein weiterer Erzähltstrang führt uns nach Japan, wo wir Aiko kennenlernen, die ihre Kindheit mit Perlentaucherinnen verbracht hat.

Der Klappentext klang sehr spannend und interessant, allerdings ist der Erzählstil der Autorin überhaupt nicht fesselnd und spannend. Er ist sehr detailliert und langatmig. Ich habe dreimal damit begonnen, das Buch zu lesen. Es dauert über 150 Seiten, bis Sophia überhaupt erst einmal ihre Großmutter besucht.

Katie Agnew erzählt sämtliche Lebensgeschichten aller Beteiligten viel zu ausführlich. Die Personen bleiben sehr oberflächlich, Sophia ist überhaupt nicht sympathisch. Einzig die Lebensgeschichte von Aiko ist interessant.

Zwar wird es etwas spannender, als sich Sophia und Hugo auf die Suche nach den Perlen begeben und die Protagonisten der einzelnen Handlungsstränge treffen dann auch zusammen, aber das rettet die Story dann auch nicht mehr. Es ist sehr vorhersehbar, was dann passieren wird. Zum Ende hin werden dann wie erwartet, die Familiengeheimnisse aufgedeckt. 

Dieser Roman hat mich leider überhaupt nicht überzeugt.
 

 

Montag, 11. September 2017

Rezension zu "Marlenes Geheimnis" von Brigitte Riebe, Diana Verlag, Roman

Titel: Marlenes Geheimnis
Autorin: Brigitte Riebe
Seitenzahl: (gebundenes Buch mit Schutzumschlag 11.09.17)
Isbn Nr. 13-978-3-453-29205-5
Verlag: Diana Verlag
Preis: 19,99 Euro


Verlagsinfo: " Drei Frauen, drei Generationen und ein Geflecht aus Lügen

Marlene hat die Vertreibung aus der Heimat nach dem Krieg längst hinter sich gelassen. Vor mehr als siebzig Jahren begann sie mit ihrer Mutter Eva am Bodensee ein neues Leben. Eine florierende Schnapsbrennerei, die die Früchte der Region verarbeitet, ist ihr ganzer Stolz. Erst als ihre Nichte Nane kurz nach Evas Beerdigung die Aufzeichnungen der Großmutter liest, bricht die Vergangenheit ohne Vorwarnung herein. Und ein lang gehütetes Geheimnis kommt zutage …

Bestsellerautorin Brigitte Riebe ist zurück – mit einem bewegenden Roman über ein deutsches Familienschicksal"

Über die Autorin:
Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Sie hat mit großem Erfolg zahlreiche historische Romane veröffentlicht, in denen sie die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte wieder lebendig werden lässt. Mit „Marlenes Geheimnis“ widmet sie sich nun der Kriegs-und Nachkriegszeit um 1945. Auch Riebes Familie mütterlicherseits stammt aus Nordböhmen, wo sie wie viele Sudetendeutsche nach dem Ende des Dritten Reichs das Schicksal von Vertreibung und Flucht erlitt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

Eigene Meinung:
"Marlenes Geheimnis" hat mich von der ersten Seite an gefangen genommen. Gewohnt flüssig und fesselnd beschreibt Brigitte Riebe das Schicksal dreier Frauen. Der Roman spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen.

Im ersten Erzählstrang begleiten wir Nane, die nach dem Tod ihrer Großmutter an den Bodensee zurückkehrt und sich eine Auszeit von ihrem Job nimmt.  Dabei stößt sie durch das altes Tagebuch von Eva, ihrer Großmutter, auf ein Familiengeheimnis. Ein weiterer Handlungsstrang erzählt von den beiden Frauen Eva und Marlene, die Ende des Dritten Reiches aus ihrer Heimat vertrieben werden. Marlene, Nanes Tante, ist die Herrscherin über einige Obstplantagen am Bodensee. Sie verarbeitet das Obst zu Schnaps.
   
Es ist sehr interessant zu erfahren, was die Frauen auf ihrer Flucht alles erleiden mussten. Ich glaube, fast jeder hat in seiner Familiengeschichte Vorfahren, die vertrieben wurden.  Meist wollen die Betroffenen über diese leidvolle Zeit nicht reden.

Um so spannender ist es, in einem gut recherchierten Roman lesen zu können, wie es damals war, ohne langweilige Geschichtsbücher wälzen zu müssen.

Man ist von Anfang an mitten im Geschehen und leidet mit den Frauen. Die drei Frauen in diesem Roman sind alle sehr sympathisch und sehr lebendig und müssen in manchen Situationen über sich hinauswachsen, wie so viele Frauen in dieser Zeit. Die Liebe spielt natürlich auch eine große Rolle.

5/5 Sterne für diesen interessanten Einblick in die deutsche Nachkriegszeit.





Mittwoch, 6. September 2017

Rezension zu "Todesreigen" von Andreas Gruber, Goldmann Verlag, Thriller

Titel: Todesreigen
Autor: Andreas Gruber
Seitenzahl: (TB, Klappenbroschur, 21.8.17)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48313-6
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro



Verlagsinfo:
"Nachdem eine Reihe von Kollegen auf brutale Art Selbstmord begangen haben, wird Sabine Nemez – Kommissarin und Ausbilderin beim BKA – misstrauisch. Vieles weist auf eine jahrzehntealte Verschwörung und deren von Rache getriebenes Opfer hin. Sabine bittet ihren ehemaligen Kollegen, den vom Dienst suspendierten Profiler Maarten S. Sneijder, um Hilfe. Doch der verweigert die Zusammenarbeit, mit der dringenden Warnung, die Finger von dem Fall zu lassen. Dann verschwindet Sabine spurlos, und Sneijder greift selbst ein. Womit er nicht nur einem hasserfüllten Mörder in die Quere kommt, sondern auch seinen einstigen Freunden und Kollegen, die alles tun würden, um die Sünden ihrer Vergangenheit endgültig auzulöschen ..."

Über den Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Eigene Meinung:

Auch der 4. Band der Reihe um den Profiler Maarten S. Sneijder hat es wieder in sich. Von der ersten Seite an hat Andreas Gruber auf Spannung und Tempo gesetzt, so dass das Buch kaum aus der Hand zu legen ist.

Sabine Nemez ermittelt in einer Selbstmordreihe von Kollegen aus dem BKA. Die Kollegen haben nicht nur scheinbar Selbstmord begangen, Familienmitglieder von ihnen wurden zuvor ermordet. Zusammen mit ihrer Kollegin Tina beginnt Sabine zu ermitteln. Doch von Kollegen werden ihnen Steine in den Weg gelegt und Maarten S. Sneijder, der vom Dienst suspendiert wurde, ist auch nicht sehr kooperativ. Er ist der übliche Kotzbrocken. Er kommt erst in die Gänge, als Sabine verschwindet.

Erzählt wird über verschiedene Handlungsstränge. In einem begleiten wir die Ermittlungen von Tina und Sabine, ein weiterer Handlungsstrang erzählt von einem Ereignis 20 Jahre zuvor, das wohl der Schlüssel  ist, zu den  Morden und scheinbaren Selbstmorden. Dann gibt es noch Hardy,  der 20 Jahre lang im Gefängnis gesessen hat, für eine Tat, die er bestreitet begangen zu haben. Er will aufklären, wer hinter allem steckt.

Ich mag die Charaktere, die Andreas Gruber entworfen hat, Sabine Nemez, die sich in die Fälle verbeisst und auch an einem Fall dran bleibt, wenn ihr der Fall entzogen wird. Ihre toughe Kollegin Tina und natürlich Maarten S. Sneijder, dieser Sonderling, der für herrliche Dialoge sorgt.

Spannungs- und tempomäßig gibt es hier nichts zu meckern. Andreas Gruber hat in diesen kniffligen Fall einige überraschende Wendungen eingebaut und sorgt für ein großartiges Finale an einem passenden, etwas düsteren Ort.

Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder sind ein Kult-Ermittlungsteam und ich freue mich auf weitere, verzwickte, superspannende Fälle. Diese Reihe kann ich euch uneingeschränkt empfehlen.



Rezension zu "Der Schleicher" von Nadine d'Arachart und Sarah Wedler, Telescope Verlag, Thriller

Titel: Der Schleicher  Autorinnen: Nadine d'Arachart und Sarah Wedler Seitenzahl: 240 Seiten (TB, 14.11.17) ISBN Nr. 13-9...