Mittwoch, 31. Mai 2017

Rezension zu "Loney" von Andrew Michael Hurley, übersetzt von Yasemin Dincer, Ullstein Verlag, Horroroman

Titel: Loney
Autor: Andrew Michael Hurley
Übersetzt von: Yasemin Dincer
Seitenzahl: 384 Seiten (Hardcover, 9.9.16)
Isbn Nr. 13-978-3550081378
Verlag: Ullstein Verlag
Preis: 22,00 Euro


Verlagsinfo:

"The Loney - ein verregneter, unwirtlicher Landstrich an der nordenglischen Küste. In der Karwoche des Jahres 1976 pilgert eine brüchige kleine Glaubensgemeinschaft aus London dorthin, um in der Wallfahrtskirche der heiligen Anna für ein Wunder zu beten: möge Hanny, äußerlich schon fast ein Mann, doch von kindlichem Gemüt, von seiner Krankheit erlöst werden. Dreißig Jahre später legt ein Erdrutsch bei The Loney die Leiche eines Babys frei. In Hannys jüngerem Bruder Tonto weckt dies Erinnerungen an jene Reise, die er all die Jahre tief in seinem Inneren verborgen hatte. Doch jetzt drängt die Vergangenheit mit Macht an die Oberfläche und droht, ihm den Boden unter den Füßen wegzureißen. Dieser ungewöhnliche, faszinierende Roman erweckt mit stilistischer Brillanz und einem virtuosen Gespür für Zwischentöne Charaktere und Landschaft zum Leben. Zugleich stellt er grundsätzliche Fragen nach dem Wesen von Glauben und Aberglauben, Vertrauen und Hoffnung."

Über den Autor: 

Andrew Michael Hurley, geboren 1975, lebt nach Stationen in Manchester und London in Lancashire, wo er Englische Literatur und Kreatives Schreiben unterrichtet. Er hat bisher zwei Erzählbände veröffentlicht. Loney ist sein erster Roman. Zunächst in England bei einem kleinen Independent-Veralg erschienen, entwickelte sich Loney bald zum Geheimtipp und wurde mit dem Costa Book Award für das beste Debüt des Jahres ausgezeichnet. 

Eigene Meinung: 
Ich bin immer mal wieder auf der Suche von guten Horrorgeschichten. Die Verlagsinfo von "Loney" klang sehr interessant und spannend, nach subtilem Grusel, den ich liebe. Auch das Lob der Presse und der "Geheimtipp" hat mich dazu verführt, das Buch unbedingt lesen zu wollen.

So richtig in seinen Bann gezogen, hat mich die Story nicht. Spannend geschrieben ist das Buch nicht, die Story zieht sich unglaublich.

Geschrieben ist die Geschichte aus der Sicht von Tonto in der Ich-Perspektive. Über Rückblicke erfahren wir, was 30 Jahre vorher  in Loney passiert ist. Der Autor arbeitet viel mit Andeutungen, so dass man neugierig wird, was damals geschehen ist.

Man erfährt schon am Anfang, dass Hanny von seiner Krankheit auf dieser Pilgerreise geheilt wurde. Tonto ist der jüngere Bruder von Hanny und er fühlt sich für seinen kindlichen, älteren Bruder verantwortlich. Die Mutter der beiden, in der Story "Mummer" genannt, ist sehr fromm, weshalb das Leben der beiden Brüder vom Glauben und der Glaubensgemeinschaft geprägt ist. Mummer hat an Tonto eine Erwartungshaltung, was seinen Beruf betrifft, er soll Theologie studieren. 

Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr gelungen, die Story ist atmosphärisch dicht und die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Spannung und Horror kommen hier jedoch zu kurz.






Sonntag, 28. Mai 2017

Überraschungspäckchen zu gewinnen

 Auch im Wonnemonat Mai könnt ihr bei mir ein Überraschungspäckchen gewinnen.


Was ist denn in dem Päckchen drin? Ein Buch auf jeden Fall, ein Lesezeichen, Leseproben, Süssigkeiten, mögt ihr handgesiedete Seife oder feste Handcreme?  Dann könnte die auch im Päckchen sein.

Was ihr tun müsst?

Bitte beantwortet folgende Fragen per Mail oder als Kommentar an biggiralf at freenet.de (bitte gebt eure Mailadresse an):
Welches Buch haut euch in diesem Monat positiv überrascht?
Ich  freue mich natürlich, wenn ihr meinem Blog treu bleibt und Follower werdet. 

Zeit habt ihr bis zum 4.6.17, 23.59 Uhr. am  5.6.17 wird dann ausgelost.  Der Gewinner wird auf meinem Blog bekannt gegeben und per Mail von mir angeschrieben.

Teilnahmebedingungen:
1. Bitte habt Verständnis dafür, dass der Gewinn nicht in bar ausgezahlt werden kann. 
2. Bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter 18 Jahren müssen die Eltern mit der Teilnahme am Gewinnspiel einverstanden sein.
3. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
3. Versand ist nur innerhalb Deutschlands und Österreichs möglich, in weitere Länder gegen Erstattung der Portokosten.
4. Bitte vergesst nicht, eure E-Mailadresse anzugeben.
5. Eure Daten werden vertraulich behandelt und nach der Verlosung natürlich gelöscht. 

Ich wünsche euch viel Glück und hoffe, dass ihr mir weiterhin treu bleibt und ganz viel Spaß hier bei mir habt.

Sorry, dass ich heute erst zum Auslosen kam. Ich bin gerade am Renovieren und Umziehen und habe nicht immer Internetempfang, da wir noch kein Internet in unserem neuen Heim haben. The winner is: Lydia. Herzlichen Glückwunsch! Bitte mail mir deine Adresse, damit ich dein Päckchen losschicken kann.


Donnerstag, 25. Mai 2017

Rezension zu "Die Liebe in diesen Zeiten" von Chris Cleave, übersetzt von Susanne Goga-Klinkenberg, DTV-Verlag, Liebesroman

Titel: Die Liebe in diesen Zeiten
Autor: Chris Cleave
Übersetzt von: Susanne Goga-Klinkenberg 
Seitenzahl: 496 Seiten, (broschiert, 7.4.17)
Isbn Nr. 13-978-3423361401
Verlag: DTV Verlag
Preis: 16,90 Euro

 Verlagsinfo:
"Mary North ist jung, hübsch und aus guter Familie. In ihrem ganzen Leben musste sie noch nichts Schwereres heben als ein Cocktailglas. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs meldet sie sich impulsiv und voller Enthusiasmus in London zur Truppenunterstützung. Sie wird allerdings ganz unheroisch nur als Hilfslehrerin an einer Schule eingesetzt. Dabei lernt sie Tom kennen, der bei der Schulbehörde arbeitet. Sie fühlen sich sofort zueinander hingezogen ... Aber ihre Verlobung begegnet größeren Hindernissen als nur dem Widerstand von Marys Familie. Denn eines Tages kommt Toms Freund Alistair, der sich freiwillig gemeldet hat, auf Heimaturlaub, und sein Zusammentreffen mit Mary löst in ihnen beiden heftige, nie gekannte Gefühle aus. Doch sie werden einander so bald nicht wiedersehen. Briefe sind ihre einzige Möglichkeit, in Verbindung zu bleiben. Und bald überschattet das Drama des Krieges alles andere. Mary und Alistair sehen sich Erfahrungen ausgesetzt, die in ihrem Grauen fast unwirklich erscheinen. Wie lange werden sie noch aneinander Halt finden können?"

Über den Autor:
Chris Cleave hat u.a. als Kolumnist für den englischen 'Guardian' geschrieben, als Barmann und Hochseematrose gearbeitet, Meeresnavigation unterrichtet und eine Internetfirma aufgezogen. Bereits sein erster Roman 'Lieber Osama' wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, sein zweiter, 'Little Bee', zu einem Weltbestseller. Er lebt mit seiner Familie in London.

Eigene Meinung:
Chris Cleave erzählt die Geschichte von Mary, Tom, Alistair und Hilda, die zu Kriegszeiten in London leben. Die Story ist schwere Kost, leicht, flüssig und mit diesem typischen, englischen Humor erzählt.  Aus der Sicht von verschiedenen Charakteren wie Mary oder Alistair erfahren wir, was die Charaktere gerade erleben. Mary in London, das ständig bombadiert wird, und Alistair, der sich freiwillig gemeldet hat, an der Front.
Der Leser erfährt den Schrecken des Krieges durch die Schilderungen der Protagonisten schonungslos und ziemlich detailiert.
Die Ungerechtigkeiten kommen in der Geschichte auch zur Sprache, z. B. werden Londons Kinder aufs Land geschickt, wobei die reichen und schönen Kinder von den Landbewohnern gerne genommen werden, übrig bleibt ein kleiner Rest von Kindern, die von Mary in London unterrichtet werden.

"Die Liebe in diesen Zeiten" ist keine einfache Liebesgeschichte, die Charaktere müssen einiges durchmachen. Mary und Alistair hatten nicht sehr viel Zeit sich kennenzulernen und  teilweise nur über Briefe Kontakt miteinander.

Mich hat dieses Bucht total in seinen Bann gezogen. Mary, Tom, Hilda und Alistar sind faszinierende Charaktere, die es nicht leicht haben und deren Leben während der Geschichte sich noch schwieriger gestaltet.

Ganz gut beschrieben ist hier, dass es Unterschiede gibt, wie das Leben der reichen und der armen Bevölkerung vom Kriegsgeschehen beeinflusst wird. So spüren die reichen Londoner keinerlei Einschränkungen, während das Leben der armen Bevölkerung von Mangel und Leid gekennzeichnet ist. Auch in England war zu der Zeit der Rassismus sehr stark ausgeprägt.

Chris Cleave bietet eine spannende, nicht alltägliche Liebesgeschichte mit einem interessanten Einblick in das Leben in England während der Zeit des 2. Weltkrieges. Eine Geschichte, die berührt und zum Nachdenken anregt. Ich werde auf jeden Fall danach Ausschau halten, was der Autor noch so geschrieben hat. Das Buch ist ein kleines Highlight und ich kann es euch nur ans Herz legen.




Sonntag, 21. Mai 2017

Rezension zu "Das Zeichen des Todes" von Sam Wilson, übersetzt von Andreas Helweg, Penhaligon Verlag, Thriller

Titel: Im Zeichen des Todes
Autor: Sam Wilson
Übersetzt von: Andreas Helweg
Seitenzahl: 480 Seiten (broschiert, 28.12.16)
Isnbn Nr. 13-978-3764531737
Verlag: Penhaligon Verlag

 Verlagsinfo:
 "Mit jedem Opfer wird seine Fährte blutiger ...
Es ist ein gnadenloses System, in dem die Geburtsstunde darüber entscheidet, ob man ein Leben in Reichtum oder Armut und Elend führt. Niemand schafft es aus eigener Kraft. Die Sterne sind Gesetz. Und sie bringen den Tod … Als eine Mordserie von unvergleichlicher Brutalität die Stadt erschüttert, ruhen alle Augen auf Detective Jerome Burton und Profilerin Lindi. Der eine glaubt an seinen Jagdinstinkt, die andere an die Macht der Sterne – und beide wissen, dass sie es mit dem gefährlichsten Verbrecher zu tun haben, den die Stadt je gesehen hat. Doch sein Plan ist so finster, dass er alles Vorstellbare übersteigt …
Feuer, Wasser, Erde, Luft - welcher Tod ist dir vorherbestimmt?"

Über den Autor:
Sam Wilson wurde in London geboren, zog noch als Kind in seine neue Heimat Zimbabwe. Seinen Studiengang, Kreatives Schreiben, schloss er mit Auszeichnung ab. 2011 wurde er unter den Top 200 der vielversprechendsten Südafrikaner gelistet. Heute arbeitet er als Regisseur in Kapstadt. Im Zeichen des Todes ist sein Debüt.

Eigene Meinung:
Astrologie bestimmt das Leben der Menschen. Das Horoskop bestimmt den Alltag, ihre Jobs, das soziale Zusammenleben der Menschen, ob sie arm oder reich sind, in welchem Viertel sie leben, auch ob sie Verbrecher sind.

Im ersten Erzählstrang wird der Polizeichef ermordet und ein Mädchen, das seine Leiche entdeckte, verschwindet spurlos. Detective Burton wird mit der Ermittlungsarbeit beauftragt. Er soll den Mord zusammen mit der Astrologin Lindi aufklären. Relativ schnell ist klar,  dass es sich beim Mörder um einen Serienmörder handelt.

In einem zweiten Erzählstrang lernen wir Daniel kennen, der im Sternzeichen des Steinbocks geboren wurde. Er erfährt, dass er eine Tochter hat und er macht sich auf die Suche nach ihr. Was diese beiden Handlungsstränge verbindet, ist vorhersehbar.

Ich habe das Buch zweimal angefangen zu lesen, da ich beim ersten Mal überhaupt nicht rein kam. Leider war das beim zweiten Mal auch nicht der Fall.

Auf den ersten 200 Seiten habe ich vergeblich nach einer Art Grundspannung gesucht und immer wieder gehofft, dass etwas Spannung in die Handlung kommt. Genauso erging es mir bei den Protagonisten.
Detective Burton und Astro-Profilerin Lindi bleiben leblos und blass.

Die Idee ist interessant und spannend, doch leider fehlt diesem Thriller, der leicht nach einer Dystopie klang, jegliche Spannung. Ständig werden während der Geschichte die Sternzeichen erklärt, was mir irgendwann total auf den Keks ging. Nach  ca. 300 Seiten habe ich dieses Buch abgebrochen.

Ich kann hier leider keine Leseempfehlung abgeben. Von einem Thriller erwarte ich einfach, dass er mich von Anfang an fesselt, hier war leider gar kein Fesselfaktor vorhanden, auch keiner der Protagonisten konnte mich faszinieren.






 
 

Mittwoch, 17. Mai 2017

Rezension zu "Das Labyrinth der Lichter " von Carlos Ruiz Zafón, übersetzt von Peter Schwaar, S. Fischer Verlag, Roman

Titel: Das Labyrinth der Lichter
Autor: Carlos Ruiz Zafon
Übersetzt von: Peter Schwaar
Seitenzahl:  966 Seiten, Hardcover (19.3.17)
Isbn Nr. 13-978-3-10-002283-7
Verlag: S. Fischer Verlag
Preis: 25,00 Euro

  Verlagsinfo: 
"Packend, rasant und voller Magie - der neue Zafón!

Carlos Ruiz Zafón, Autor des Weltbestsellers ›Der Schatten des Windes‹, ist zurück! Mit seinen Romanen rund um den Friedhof der Vergessenen Bücher schuf der spanische Bestsellerautor eine der faszinierendsten Erzählwelten aller Zeiten. Die Verheißung, die mit ›Der Schatten des Windes‹ begann, findet mit seinem neuen großen Roman ›Das Labyrinth der Lichter‹ ihre Vollendung.

Spanien in den bleiernen Tagen des Franco-Regimes: Ein Auftrag der Politischen Polizei führt die eigenwillige Alicia Gris von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Unter größter Geheimhaltung soll sie das plötzliche Verschwinden des Ministers Mauricio Valls aufklären, dessen dunkle Vergangenheit als Direktor des Gefängnisses von Montjuïc ihn nun einzuholen scheint. In seinem Besitz befand sich ein geheimnisvolles Buch aus der Serie ›Das Labyrinth der Lichter‹, das Alicia auf schmerzliche Weise an ihr eigenes Schicksal erinnert. Es führt sie in die Buchhandlung Sempere & Söhne, tief in Barcelonas Herz. Der Zauber dieses Ortes schlägt sie in seinen Bann, und wie durch einen Nebel steigen Bilder ihrer Kindheit in ihr auf. Doch die Antworten, die Alicia dort findet, bringen nicht nur ihr Leben in allerhöchste Gefahr, sondern auch das der Menschen, die sie am meisten liebt.

Meisterlich verknüpft Carlos Ruiz Zafón die Erzählfäden seiner Weltbestseller ›Der Schatten des Windes‹, ›Das Spiel des Engels‹ und ›Der Gefangene des Himmels‹ zu einem spannenden Finale.

Über den Autor:
Carlos Ruiz Zafón begeistert mit seinen Barcelona-Romanen um den Friedhof der Vergessenen Bücher ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt. ›Der Schatten des Windes‹, ›Das Spiel des Engels‹ und ›Der Gefangene des Himmels‹ waren allesamt internationale Bestseller. Auch ›Marina‹, der Roman, den er kurz vor den großen Barcelona-Romanen schuf, stand wochenlang auf den Bestsellerlisten. Seine ersten Erfolge feierte Carlos Ruiz Zafón mit den drei phantastischen Schauerromanen ›Der Fürst des Nebels‹, ›Mitternachtspalast‹ und ›Der dunkle Wächter‹. Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und teilt seine Zeit heute zwischen Barcelona und Los Angeles.

Eigene Meinung:
"Das Labyrinth der Lichter" ist der vierte Band der Reihe um die Bibliothek Sempere und Söhne und um den Friedhof der vergessenen Bücher. Jedes Buch kann auch einzeln gelesen werden und man kann die Reihenfolge variieren, da sich jede Story um eine andere Person dreht.

Alicia Gris ist in diesem Band eine der Hauptfiguren. Sie soll im Auftrag der politischen Polizei  in Barcelona das plötzliche Verschwinden des Ministers Maruicio Vall aufklären. In Valls Besitz war ein geheimnisvolles Buch aus der Reihe "Das Labyrinth der Lichter". Natürlich kommt Alicia durch dieses Buch in die Buchhandlung Sempere und Söhne und wir treffen dort die wohlbekannten Figuren aus den drei Vorgängerbänden wieder.

Auch dieser Band ist im typischen Zafon-Stil geschrieben, lyrisch, flüssig und spannend zu lesen mit einem Fesselfaktor, so dass die über 900 Seiten nur so dahinfliegen.risch

Die Figuren des Schriftstellers sind sehr eigensinnig und allesamt sind sie nicht perfekt. Alicia Gris hat eine dunkle und eine sehr verletzliche Seite. Sie ist sehr lebendig, geheimnisvoll und betörend. Auch Fermin, der zu meinen Lieblingsfiguren dieser Reihe gehört,  mischt kräftig mit und seinen Zynismus und seine treffsicheren Kommentare mag ich ganz besonders.

Carlos Ruiz Zafón hat mich mit dieser Story wieder in seinen Bann gezogen. Er spielt mit Krimielementen, trifftet ab in den phantastischen Bereich und überrascht den Leser immer wieder neu. Ein gelungener Abschluss einer außergewönlichen Reihe, die ihr unbedingt lesen solltet. 



 



Donnerstag, 11. Mai 2017

Rezension zu "Mit Müh und Not" von Kai Blum, Books on Demand, Auswandererkrimi

Titel: Mit Müh und Not
Autor: Kai Blum
Seitenzahl: 176 Seiten (TB, 12.4.17)
Isbn Nr. 13-978-3743162563
Verlag: Books on Demand
Preis: 7,95 Euro

Verlagsinfo:
 "1886 wird die Millionenmetropole Chicago, deren Bevölkerung zu einem Drittel aus deutschen Einwanderern besteht, zum Schauplatz des ersten Bombenanschlags in der Geschichte der USA. Die Brüder Jack und Bob Hunhoff, zwei ehemalige Polizisten aus Chicago, die jetzt im Dakota-Gebiet leben, kehren an ihre alte Wirkungsstätte zurück, um durch eigene Ermittlungen die Freilassung ihres Freundes Andreas Brenner zu erreichen, der nach dem Anschlag verhaftet wurde.
"Mit Müh und Not" ist der dritte Band in Kai Blums Auswanderer-Serie, die einen Bogen von den 1880er Jahren bis ans Ende des Zweiten Weltkriegs spannt."

Über den Autor:
Kai Blum ist ein Autor von Ratgebern und historischen Kriminalromanen. Er lebt seit 22 Jahren in den USA und hat bisher sieben Bücher geschrieben: die praktischen Ratgeber "Alltag in Amerika", "Immobilien in den USA" und "Bessersprecher Englisch (US)", den unterhaltsamen "Fettnäpfchenführer USA" sowie die historischen Auswanderer-Krimis "Hoffnung ist ein weites Feld", "Man erntet, was man sät" und "Mit Müh und Not".

Eigene Meinung:
"Mit Müh und Not" ist der dritte Teil der Auswanderer-Krimi Reihe von Kai Blum. Ich kenne die Vorgänger nicht, was bei dieser Reihe gar kein Problem ist.

Die Brüder Jack und Bob Hunhoff, die im Dakota-Gebiet leben, kehren nach Chicago zurück um die Freilassung eines Freund, der bei einer Kundgebung der Anarchisten verhaftet wurde, zu erwirken. Beide Brüder waren in Chicago als Polizisten tätig und haben entsprechende Kontakte. Bob allerdings musste Chicago verlassen, da er schon damals Kontakte zu den Anarchisten hatte und das in Polizeikreisen nicht gerne gesehen wurde. Andreas arbeitet als Reporter bei Dakota-Zeitung, was ihm in Chicago sehr hilfreich ist. Er befragt als Reporter viele Polizisten, die auf der Kundgebung verletzt wurde  und auch Anhänger der Anarchisten um herauszufinden, was an der Kundgebung genau passiert ist. Er kommt einigen Ungereimtheiten auf die Spur.

Kai Blum bildet einen interesssanten Einblick in das Leben der frisch eingewanderten Arbeiter in Chicago, ihre Not, ihren täglichen Kampf ums Überleben und wie sie von den Fabrikanten ausgebeutet werden und sich über Streiks und Kundgebungen zu wehren versuchten. Polizisten stehen auf der Seite der Mächtigen und Reichen und sehen Kommunisten, Sozialisten und Anarchisten als ihre Feinde an. Sie haben die Möglichkeit, über Einschüchterungen, falsche Zeugenaussagen und Bestechungen das Geschehen zu manipulieren.

Kai Blum gibt uns über "Mit Müh und Not" einen gut recherchierten, spannenden und interessanten Einblick in eine Zeit, in der viele Deutsche nach Amerika ausgewandert sind. Der Krimi lebt von den Gesprächen zwischen Jack und einigen Zeugen und zeigt das bunte Leben in Chicago.


Mittwoch, 10. Mai 2017

Rezension zu "Das Gut in der Toskana" von Margot S. Baumann, Tinte und Feder Verlag, Liebesroman


Titel: Das Gut in der Toskana
Autorin: Margot S. Baumann
Seitenzahl: 364 Seiten, (TB, 10.3.17)
Isbn Nr. 13-978-1477848562
Verlag: Tinte und Feder
Preis: 9,99 Euro
 

Verlagsinfo:
 "Das hatte sich Allegra anders vorgestellt! Mit Herz und Hand wollte sie ihren italienischen Großvater unterstützen. Schließlich kann er als Gärtner auf einem toskanischen Gut jede Hilfe gebrauchen. Also bricht Allegra voller Elan nach Italien auf und ist ziemlich überrascht, als sie dort nicht wirklich willkommen ist.
Weder ihr mürrischer Großvater noch Massimo, der gutaussehende Neffe des Gutsbesitzers, empfangen sie mit offenen Armen. Doch Gefühle sind wandelbar. Ein gemeinsam aufgedecktes Familiengeheimnis schweißt Allegra und Massimo eng zusammen und stürzt sie in ein unerwartetes Liebeschaos. So müssen beide erkennen, dass hinter den Zypressen der Toskana mehr verborgen liegt, als sie jemals vermutet hätten.
Mit ihrem neuen Buch taucht Margot S. Baumann in die Atmosphäre der toskanischen Landschaft und in die Geschichten und Eigenarten ihrer Bewohner ein. Ein großer Roman, der mit Leichtigkeit von den Herausforderungen des Lebens, der Liebe und ihren Konsequenzen erzählt."

Über die Autorin:
Margot S. Baumanns (1964) Laufbahn als Geschichtenerzählerin begann in der zweiten Klasse, als sie ihrer damaligen Lehrerin erklärte, ihre Eltern hätten sie Fahrenden abgekauft.

Heute schreibt sie klassische Lyrik, Psychothriller und Romane über Liebe, Verrat, Geheimnisse und Sehnsuchtsorte. Für ihre Werke erhielt sie nationale und internationale Preise. Sie mag raue Küsten, schroffe Felswände, Musik, Hunde, das Leben im Allgemeinen, ihre Familie und träumt von einem Cottage am Meer.

Margot S. Baumann ist Mitglied des Berner Schriftstellervereins und des Montségur-Autorenforums. Sie lebt und arbeitet im Kanton Bern (Schweiz). Mehr Infos auf www.margotsbaumann.com

Eigene Meinung: 

Allegra, die in Frankurt im Bestattungsunternehmen ihrer Familie mitarbeitet, fährt in die Toskana um ihren Großvater, der einen Schlaganfall erlitten hat, zu unterstützen.  Der Großvater, der auf dem Landgut seinens Freundes Lorenzo Ferretiti lebt, hadert mit seinem Schicksal und empfängt eine Enkelin ehe skeptisch und etwas mürrisch. Auch der Neffe des Gutsbesitzers, dem sie ständig begegnet, ist nicht sehr freundlich zu ihr. Massimo, so heißt der Neffe, ist ist sehr attraktiv und wird von den Touristinnen, die auf dem Gut Urlaub machen, umgarnt. Nur Allegra, "Die Totengräberin", wie er sie nennt, fährt scheinbar nicht auf ihn ab.

Margot S. Baumann schreibt leicht und flüssig. Die Orte und die Landschaft der Toskana kann man sich sehr gut vorstellen, denn Margot S. Baummann beschreibt die Landschaft und die Sehenswürdigkeiten sehr gut, so dass man richtig Lust auf einen Urlaub in der Toskana bekommt.
Natürlich kommt die Liebe hier nicht zu kurz, Massimo und Allegra müssen sich zusammenraufen und ein Familiengeheimnis aufdecken. Die Dialoge zwischen den beiden sind köstlich. Auch einige Irrungen und Wirrungen sind vorprogrammiert.

Wer Lust hat auf einen Ausflug in die Toskana, eine schöne Liebesgeschichte und ein Familiengeheimnis ergründen will, ist hier richtig. Auf der Homepage der Autorin könnt ihr euch die Schauplätze der Geschichte anschauen.





Donnerstag, 4. Mai 2017

Rezension zu "Der Untergang von Godly Gulch " von Fred Ink, CreateSpace Independent Publishing Platform,Horrornovelle


Titel: Der Untergang von Godly Gulch
Autor: Fred Ink
Seitenzahl: 142 Seiten (TB, 29.4.17)
Isbn Nr. 13-978-1544809519
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform 
Preis: 6,95 Euro

 Verlagsinfo:
 "Ein Schatten liegt über dem Westernstädtchen Godly Gulch. Die Ernte verdorrt auf den Feldern, das Wasser in den Brunnen ist verdorben und blutrünstige Apachen überfallen die Bewohner.

Der kleine Ben kann sich all das nicht erklären, immerhin halten er und seine Mutter sich streng an die Gebote, die der Pastor der Gemeinde predigt. Und den Lehren Gottes kann doch gewiss nichts Böses entspringen.

Als ein schwarzgekleideter Fremder in der Stadt auftaucht, erkennt Ben, dass er sich in vielem getäuscht hat. Was er bislang erdulden musste, verblasst angesichts des Horrors, der bald ganz Godly Gulch erfasst.

Eine klassisch angehauchte Horrornovelle auf H. P. Lovecrafts Spuren"

Über den Autor:
Wer schon als Kind Filme wie »Nightmare on Elm Street« oder »Critters« liebte und bereits im Alter von zwölf Jahren Romane von Stephen King und Dean Koontz verschlang, muss eine Vorliebe für düstere und fantastische Geschichten haben. Fred Ink ist so einer, und weil er außerdem Biologe ist, stecken seine Werke voller abgründiger und verrückter Ideen.
Inks Bücher decken das gesamte Spektrum der Spannungsliteratur ab. Von klassischen Gruselnovellen wie »Das Grauen in den Bergen« und »Wurmstichig« über knallharte Thriller wie »Uppercut« bis hin zum modernen, verrückten und den Magen strapazierenden Horror-Roman »Fünf Tode« ist alles vertreten. Derzeit lebt Fred Ink in der Nähe von Helsinki, wo er sich mit dem Ausbrüten neuer Gemeinheiten beschäftigt. Auf der Homepage des Autoren gibt es eine Leseprobe: Fred Inks Homepage

Eigene Meinung:

Ich bin immer wieder auf der Suche nach guten Horrorgeschichten. Leider sind die sehr rar. Meist ist mir die Sprache zu grottig und die Story zu splatterig. Hier darf ich euch eine klassische Horrornovelle vorstellen, die genau meinen Geschmack getroffen hat.

Der kleine Ben lebt mit seiner Mutter in Godly Gulch, einer kleinen Westernstadt. Der Junge berichtet ziemlich neutral von den Geschehnissen in der Stadt, in der ein Pastor das Sagen hat und die ganze Gemeinschaft nach seiner Pfeife tanzt. Dass etwas nicht stimmt, spürt Ben genau, obwohl er noch sehr jung ist.

Als ein Fremder in die Stadt kommt, was nicht sehr oft vorkommt, sorgt das für Unruhe. Er zieht Ben in seinen Bann und zusammen schauen sie hinter die Kulissen der Stadt und des Pastors. Mehr mag ich nicht verraten, um die Spannung nicht vorweg zu nehmen.

Fred Ink baut die Spannung langsam auf, wobei man schon von der ersten Seite an spürt, dass das Grauen zwischen den Zeilen lauert. Die Geschichte ist sehr atmosphärisch erzählt und ich war von der ersten Seite an gefesselt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Ben ist ein sympathischer, mutiger und intelligenter Kerl und man staunt, was er und die Bewohner des Städtchens alles aushalten müssen. Der Junge zweifelt an den ganzen Geschehnissen, auch das ist nicht selbstverständlich, schließlich wurde er in dieser Gemeinschaft groß und  sehr viel Bildung hat er nicht erfahren. 

Ich kann euch dieses Highlight nur empfehlen. Die Story hat einen aktuellen Bezug und regt zum Nachdenken an. Über Religionen, ihre Ausübung und über bedingungslosen Gehorsam.

Action, Tempo und Grauen kommen in der Story natürlich nicht zu kurz, auch wird es irgendwann ganz schön blutig.












Mittwoch, 3. Mai 2017

Rezension zu "Der schwarze Thron - Die Schwestern" von Kendare Blake, Penhaligon Verlag, Fantasy

Titel: Der schwarze Thron - Die Schwestern
Autorin: Kendare Blake
Übersetzt von: Charlotte Lungstrass-Kapfer  
Seitenzahl: 448 Seiten, Broschiert (9.5.17)
Isbn Nr. 13-978-376453144
Verlag: Penhaligon Verlag
Preis: 14,99 Euro

 Verlagsinfo:
"Düster und unglaublich fantasievoll: Die Fantasy-Entdeckung aus den USA!
Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren ― doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod ― er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …"

Über die Autorin:
Kendare Blake studierte in London Creative Writing, ehe sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte. Die New York Times-Bestsellerautorin hat bereits mehrere Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht, darunter die düstere Fantasy-Saga »Der Schwarze Thron«. Kendare Blake wurde in Südkorea geboren und lebt heute in Kent, Washington. Die Tierliebhaberin liebt es zu reisen, Schokolade zu essen und bei »Final Fantasy« zu cheaten. 

Eigene Meinung: 
Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Bloggeraktion schon einige Wochen vor Erscheinen vom Verlag bekommen und mich ziemlich mit dem Buch beschäftigt.

Die Grundidee, dass drei Königinnen mit verschiedenen Talenten gegeneinander kämpfen müssen und nur eine die Herrschaft über Fennbirn antreten kann, hat mir sehr gut gefallen. Auch die Welt, die die Autorin aufgebaut hat, ist eine sehr komplexe und interessante (eine Landkarte von Fennbirn kann man sich auf der Verlagsseite anschauen und herunterladen).Witzig fand ich, dass die Autorin durch ein Gespräch mit einer Imkerin auf die Idee zur Story kam. Dazu habe ich auch einen Blogbeitrag gemacht.

Band 1 der wohl vierteiligen Fantasy-Reihe um die Königinnen Mirabella, Katherine und Arsinoe, ist flüssig geschrieben und die Autorin erzählt im Präsens.

Die einzelnen Kapitel wechseln ab, mal dürfen wir Katherine bei den Giftmischern beobachten, dann nehmen wir daran Teil, was Arsinoe bei den Naturbegabten erlebt oder Königin Mirabella bei den Elementwandlern. So lernen wir die drei Königinnen, ihre Freunde und Begleiter und ihre Talente sehr genau kennen.

Kendare Blake baut die Spannung langsam auf. Anfangs war ich noch nicht so gefesselt von der Story, insbesondere der Erzählstrang über Katherine bei den  Giftmischern fand ich nicht so spannend und fesselnd.
Doch dann baut die Autorin einige Überraschungen ein und einige sympathische Figuren tauchen auf, wie z. B. bei den Naturbegabten Jules mit ihrem Familiar Camden, der mich an die Schattenwölfe bei GoT erinnerte. Jules ist die Freundin von Arsinoe und spielt in der Geschichte eine große Rolle.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, Katherine muss ziemlich viel erdulden, da sie von Kindheit an ständig Gifte zu sich nehmen muss. Ihr Haus stellt schon sehr lange die Königin, entsprechend ist die Erwartungshaltung an sie ziemlich hoch.
Arsinoe wird von Jules und Camden beschützt, da Jules eine sehr starke Begabung hat. Wir erfahren auch einiges aus der Vergangenheit von Arsinoe.
Mirabella war mir von den Königinnen am sympathischsten. Sie handelt sehr emotional und scheint auch die stärkste Königin von den Dreien zu sein. Ihre Priesterinnen haben ihre eigenen Pläne Sie wollen in diesem Jahr an die Macht und schrecken vor nichts zurück.

4/5 Sterne für diese komplexe Fantasygeschichte, die Tempo und Spannung langsam steigert, eine Lovestory beinhaltet, eine fiese Verschwörung, Täuschungen, politisches Ränkespiel und die Bedeutung von Freundschaft.

Kendare Blake hat das Buch mit einem bösen Cliffhanger enden lassen, so dass ich gespannt bin, wie es weitergeht. Teil 2 wird wohl im Oktober erscheinen. 







Montag, 1. Mai 2017

Rezension zu "Seduction - Verführt" von Tanya Carpenter, Droemer Knaur Verlag, Erotik-Thriller

Titel: Seduction - Verführt
Autorin: Tanya Carpenter
Seitenzahl: 680 Seiten (TB, Feelings, 19.10.16)
Isbn Nr. 13-978-3-426-21622-4
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 14,99 Euro


Verlagsinfo:
"Nichts brennt heißer als Leidenschaft, die aus Hass geboren wird – »Seduction: Verführt« von Tanya Carpenter ist BDSM-Erotik-Thrill vom Feinsten!

Die Zusammenarbeit mit dem Kunst-Fotografen Jared ist für Ebony wie ein Sechser im Lotto. Endlich steht ihre kleine Kunstgalerie im Mittelpunkt des Interesses und die Geschäfte laufen bestens. Darüber hinaus erweist sich Jared als überaus attraktiver, charmanter jedoch introvertierter Mann, der ihr die Welt zu Füßen legt. Ebonys Glück könnte perfekt sein, doch dann tritt Jareds Zwillingsbruder Cyprus in ihr Leben: ebenso schön, ebenso charismatisch, aber überaus gefährlich und voll dunklem Verlangen. Beide Brüder verbindet ein dunkles Geheimnis, in dessen Strudel aus Sex, Eifersucht, und verletztem Stolz auch Ebony mit hineingezogen wird ..."

Über die Autorin:
Die vielseitige Autorin ist inzwischen in nahezu allen Genre der Belletristik zuhause, wobei zumeist eine gehörige Portion Erotik nicht fehlen darf. Aber auch einige fachliche Texte über Wölfe und Hunde wurden bereits veröffentlicht. Neben dem Schreiben ihrer eigenen Bücher lektoriert sie als Mitglied des Teutonic Text Teams Romane und Novellen anderer Autoren für diverse Verlage.
Hauptberuflich ist Tanya Carpenter als Assistentin der Vertriebsleitung in einem weltweit agierenden Industrieunternehmen tätig. Ihre Freizeit verbringt sie vorzugsweise mit ihren Hunden und ihrem Pferd in freier Natur, schätzt aber auch gemütliche Leseabende vor dem Kamin bei guter Musik. Sie hat ein Faible für Mythologie und Historie, was sie nicht selten in ihre Geschichten einfließen lässt.
Vertreten wird die Autorin von der Agentur Ashera. 

Eigene Meinung:
Ein Buch, das dem Genre Erotikthriller zuzuordnen ist, klingt doch sehr interessant. Ich war gespannt darauf, wie die beiden Genres zusammenwirken würden, zumal mir bei den meisten Erotik-Romanen die Sprache viel zu derb und zu einfach ist und so gut wie keine Handlung stattfindet (50 Shades of Grey fand ich furchtbar).

Hier war ich positiv überrascht. Tanya Carpenter hat einen flüssig zu lesende Geschichte geschrieben mit interessanten Charakteren und einer fesselnden Handlung.

Ebony, die auch Bonnie genannt wird, ist eine sympathische junge Frau, die zusammen mit ihrer Freundin eine Kunstgalerie führt. Sie lernt Jared, einen gutaussehenden Fotografen kennen und verliebt sich in ihn. Jared hat einen Zwillingsbruder, Cyprus, ebenso schön und erfolgreich wie Jared. Dieser ist genau wie sein Zwillingsbruder nach LA zurückgekehrt. Sieben Jahre lang hatten die beiden keinen Kontakt und nun beginnt Cyprus dieselben Spielchen mit Bonnie und Jared, wie vor sieben Jahren mit der damaligen Verlobten von Jared.  Man weiß nicht, ob Cyprus Jared hasst und warum er darauf aus ist, einen Keil zwischen die beiden frisch Verliebten zu treiben.  Cyprus scheint der böse Zwilling zu sein, der Machtspielchen und Intrigen liebt und sämtliche Frauen mit seiner betörenden erotischen Ausstrahlung um seinen Finger wickeln kann. Am Schluß der Geschichte wird das Geheimnis aufgeklärt, was genau zum Zerwürfnis zwischen den beiden Brüdern führte.

Die Story an sich ist nichts Neues. Die Protagonisten sind schön, erfolgreich und reich. Die Autorin hat jedoch ihre Fantasy spielen lassen. Dabei sind Sexszenen an verschiedenen, manchmal recht abenteuerlichen Schauplätzen. herausgekommen, Erotik, Spannung und Gefühl kommen in der Story auch nicht zu kurz.

Ich bin gespannt auf Teil 2 dieser Reihe.






Rezension zu "Wie der Wind und das Meer" von Lilli Beck, Blanvalet Verlag, Roman

Titel: Wie der Wind und das Meer Autorin: Lilli Beck Seitenzahl: (512 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 18.9.17) Isbn Nr. 13-978-3-...